Romsdalfjord/Romsdalen 2016

Benno, danke für den tollen bericht.
Kannst du das " Unwetter " vielleicht noch mal genauer beschreiben? War jetzt auch schon oft am Roms aber hab noch nicht so hohe Wellen erlebt. Kommt man dann wirklich nicht mehr zurück oder wie muss ich mir das vorstellen? Gut das nichts passiert ist

Tja, was soll ich dazu genauer sagen ! ?
Es kam ganz plötzlich Wind auf.
Und der pfiff in sekundenschnelle sehr stark vom Ochsenkopf in Richtung Andalsnes.
Dann bauten sich sofort hohe Wellen auf ( schlecht schätzbar, aber etwa 1 bis 1,5m ! ?).
Und auf den Wellen war alles weiß !!
Für mich war klar keinesfalls gegen diese Wellen anzufahren !
Also blieb nur der Weg mit den Wellen, der mich dann halt in den "sicheren Hafen" des
Mana-Camping führte.
Ich denke, ich und alle anderen, die diesen Weg genommen haben, haben richtig gehandelt.
Es gab auch Boote, die sind erst gegen die Wellen angefahren, dann aber in die nächste Bucht gefahren.
Zwischen Tunnel und Lachsfarm gibt es ja noch eine geschützte Bucht ( da steh´n auch ein paar Häuser ).
Davon war ich aber viel zu weit entfernt !
Wie ich ja schrieb, war ich schon fast vorm Eingang der Vollbukta.
 
Benno, danke für den tollen bericht.
Kannst du das " Unwetter " vielleicht noch mal genauer beschreiben? War jetzt auch schon oft am Roms aber hab noch nicht so hohe Wellen erlebt. Kommt man dann wirklich nicht mehr zurück oder wie muss ich mir das vorstellen? Gut das nichts passiert ist

Moin Moin Gehle,
ich kann da auch noch ein prägendes Erlebnis von vor ca. 15 Jahren vom Romsdal wiedergeben.
In Kurzform beschrieben: Innerhalb weniger Minuten bauten sich sehr große Wellen im Romsdalfjord auf. Begünstigt durch Tidenstrom, vorherrschender Dünung und ein plötzlich auftretender starker Wind. Wir waren zwischen Geröllfeld und Pferdekutsche am Speedpilken. Schutz in einer Bucht konnten wir nicht aufsuchen (Wendemanöver wäre zu riskant gewesen), so mussten wir dann im Standgas mit Bug gegen die Wellen in Richtung Fjordausgang tuckern um dort in Richtung Rödven "abbiegen" zu können. Nach einigen Minuten (eine Ewigkeit), kam dann noch ein Echo von der Steilwand im Romsdal, die zurückgeworfenen Wellen bauten eine Art "Kreuzsee" auf. Wir waren im Konvoi mit 2 Booten, ca. 30 - 40 m auseinander. Wie hoch die Wellen letztendlich waren, kann ich nicht sagen, aber das jeweils andere der 17-Fuss-Boote mit 40 PS war oft im Wellental aus der Sicht verschwunden und die Schraube vom Außenborder drehte frei in der Luft, wenn das Boot auf dem Wellenkamm war. Diese Tour verlief Gott sei Dank glimpflich, aber seit diesem Vorfall bin ich auf dem Wasser noch vorsichtiger geworden.
Wenn ich da so an bestimmte Wasserfahrzeuge denke, dann kann man schon ins Grübeln kommen. Das ist aber ein anderes Thema und wurde schon sehr häufig diskutiert.
Also bitte nicht als Anstoß nehmen. :)

Fazit: Im Romsdal und auf anderen weiten Wasserflächen muss man jederzeit mit großen Wellen rechnen. Auch YR.no kann sich irren, und wenn es nur für einen Zeitraum von 30 Minuten ist. Das Wetter im Zusammenspiel mit großer Wasserfläche und Gebirge ist immer für eine Überraschung gut.

Gruß Carsten
 
Moin Carsten!

Das ist uns auch passiert. Plötzlich aufkommender Wind mit Meterwellen. Und Keine Chance zu wenden. Also auch wie Du gegen die Wellen Richtung Norden und rechts ab gen Vogelinsel.
Unser großer Fehler!! Zu dicht "unter Land" sprich an die Steilwand ran.
Effekt: Ein Spielball der Wellen, hin und her, Rauf und Runter!! Schraube im WASSER, im nächsten Moment wieder frei!
Kein Spass!!
Ein beklemmender Moment mit aufkommender Angst und dem Gedanken: Das war's!
Hab ich einmal gehabt, muss ich nicht wieder haben!!

Wir halten seitdem in solchen Situationen einen großen Abstand zur Steilwand.
 
Moin Benno!

Toller Bericht! Hatte ja schon einen ersten Eindruck über deine SMS.:applaus:
Aber so mit den passenden Bildern.
Super!!:dankeschoen:
Freut mich, dass der GELBE wieder gut gefangen hat.
Und den Termin im Herbst habe ich gesavet!!:dance4:
 
So plötzlich aufkommende Winde können Fallwinde aus den Bergen sein, die sehr partiell und heftig auftreten und dann auch binnen weniger Minuten eine ordentliche Welle aufbauen. Zum Teil kündigen sie sich Minuten vorher durch ein gleichmäßiges und lauter werdendes Rauschen an und das ist das Signal zum schnellen Rückzug für Boote.
Gruß
Ralf
 
So plötzlich aufkommende Winde können Fallwinde aus den Bergen sein, die sehr partiell und heftig auftreten und dann auch binnen weniger Minuten eine ordentliche Welle aufbauen. Zum Teil kündigen sie sich Minuten vorher durch ein gleichmäßiges und lauter werdendes Rauschen an und das ist das Signal zum schnellen Rückzug für Boote.
Gruß
Ralf
Prinzipiell hast du vollkommen recht !
Bei mir hat sich da aber leider nix mit Rauschen angekündigt !
Zumal in diesem Teil des Fjords die Fallwinde meist genau aus der anderen Richtung kommen !
 
Freut mich, dass der GELBE wieder gut gefangen hat.
Und den Termin im Herbst habe ich gesavet!!:dance4:

Jepp, der gelbe war wieder genial !! :hot:
Aber leider gings mir so wie Vaddern.
Auch meiner war plötzlich wech !
Keine Ahnung was los war !
Macke in der Schnur, Wirbel aufgegangen ...????
Aber ich hatte ja noch einen 2. dabei !:genau:
Doch was soll ich sagen, am letzten Tag, nahm ein Seelachs den gelben schon im Fallen.
Schnur blieb stehen, ich nahm Fühlung auf und haute an !
In dem Augenblick wollte wohl der Seelachs grade abhauen.
Ende vom Lied, es knallte und auch der 2. gelbe war wech !!! :aerger:

Nun gut, muß ich eben die Produktion wieder aufnehmen !
Kannst Vadder ausrichten, brauch sich keine Sorgen machen, er kriegt sein Erfolgs-Modell wieder.

Was heißt Termin "gesavet" ! ??
Fest gebucht ???
Wenn ja, freut mich das natürlich riesig !! :32:
 
...das mit den Wellen ist heftig.

Mir reichten die Wellen heute Nachmittag schon wieder....beim Versuch von der Vogelinsel in den Roms zu fahren. Westwind....es wurden immer höhere Wellen, lieber umdrehen. Nun ist seit einiger Zeit "Ententeich". Aber was hilft´s.

Ist noch jemand vor Ort?
 
Besten Dank für die Erfahrungsberichte, da ist man dann gleich wieder vorsichtiger unterwegs. Man sollte immer mal wieder sowas lesen damit man die mögliche Gefahr nicht unterschätzt.
Aber eine Sache noch...wenn man an der Steilwand bei der kutsche ist, dann könnte man doch am besten in die Bucht dort (Name?) fahren, und nicht ganz zurück kämpfen, oder? Bekannte von mir haben das glaube ich vor zwei jahren so gemacht....:a0155:
 
Aber eine Sache noch...wenn man an der Steilwand bei der kutsche ist, dann könnte man doch am besten in die Bucht dort (Name?) fahren, und nicht ganz zurück kämpfen, oder? Bekannte von mir haben das glaube ich vor zwei jahren so gemacht....:a0155:

Die Bucht heißt Norvikbukta !!
Und natürlich kannste da zum Schutz reinfahren.
In meinem Fall ging´s aber leider nicht.
Ich war ja genau auf der anderen Seite vom Fjord.
Und quer durch die hohen Wellen zu fahren, ist ja noch gefährlicher, als dagegen !!!
 
Ja kann man!
Ich habe auch dort schon Gäste mit dem Auto abgeholt und nach dem Sturm am nächsten Tag wieder hin gefahren
 
Besten Dank für die Erfahrungsberichte, da ist man dann gleich wieder vorsichtiger unterwegs. Man sollte immer mal wieder sowas lesen damit man die mögliche Gefahr nicht unterschätzt.
Aber eine Sache noch...wenn man an der Steilwand bei der kutsche ist, dann könnte man doch am besten in die Bucht dort (Name?) fahren, und nicht ganz zurück kämpfen, oder? Bekannte von mir haben das glaube ich vor zwei jahren so gemacht....:a0155:

Moin Moin,
klar hätte man es versuchen können in die Norvikbukta zu fahren. Daran gedacht hatten wir auch kurz, jedoch war es in unserem damaligen Fall so, dass es in unseren Augen zu gefährlich war in den hohen kreuzenden Wellen zu wenden. Wenn uns eine der großen Wellen längsseits getroffen hätte, dann wäre die Geschichte vielleicht anders ausgegangen. Mit Standgas / leichter Vorwärtsfahrt, den Bug in die Wellen, so konnte man wenigstens den Umständen entsprechend das Boot manövrieren.

Gruß Carsten
 
@Benno

Die Fähre haben wir noch nicht gebucht. Bei Ole bekommen wir eigentlich immer ein Boot. Platz sowieso.:32:
Der Termin ist bei uns fest geplant.
Urlaubsantrag wird demnächst gestellt( lieber rechtzeitig).
ES kann also losgehen!:a010:
 
Besten Dank für die Erfahrungsberichte, da ist man dann gleich wieder vorsichtiger unterwegs. Man sollte immer mal wieder sowas lesen damit man die mögliche Gefahr nicht unterschätzt.
Aber eine Sache noch...wenn man an der Steilwand bei der kutsche ist, dann könnte man doch am besten in die Bucht dort (Name?) fahren, und nicht ganz zurück kämpfen, oder? Bekannte von mir haben das glaube ich vor zwei jahren so gemacht....:a0155:

Wenn Du an der Kutsche bist schon. Aber wenn Du zwischen Geröllfeld und Ochsenkopf bist so ca. 1/3 zum Kopf und 2/3 zum Geröllfeld dann wählt man logischerweise den"kurzen" Weg bis zur Ecke. Kann aber auch die falsche Entscheidung sein. Die Option sich bis in die Norvikbucht treiben zu lassen kann da evtl. die stressfreiere sein.:bindafuer:
 
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