hier mal was Kurioses von Schnurlaufröllchen von viel benutzten Spinnrollen.
Bei meiner altgedienten Mitchell 298 GV hat das Schnurlaufröllchen ein unkaputtbares Gleitlager, immer mal gesäubert und Öl dran, gut und leise wars wieder. Doch jetzt machte sie auf einmal beim Einkurbeln immer wieder seltsame Geräusche, die auch mit Öl nicht zu beseitigen waren. Die Ursache war nicht gleich zu finden, so was hatte ich noch nicht-bisher. So ein verschlissenes Schnurlaufröllchen hatte ich noch nicht gehabt, aber so was gibts tatsächlich! hier mal mit PE 0,6 Schnur.

das Teil war an einer Stelle total durchgescheuert, ist so schon beachtlich ,was die dünnen Spinnschnüre bewirken können, obwohl ich öfter im Jahr die Röllchen öle.
Auch siehste die Schleifspuren/ Rille der dünnen multivilen Schnüre nur richtig mit Lupe. Auch bei neuen hartverchromten Schnurlaufröllchen dauert es nicht sehr lange und das Messing leutet schon durch den Chrom. Mir kommt es so vor, als wenn die multivilen Schnüre in den kleinen Lücken der Verflechtung Staubteile einlagern, die bei den tausenden geleierten Kilometern beim Spinnangeln gut als Schleifkörper arbeiten und das Material abtragen.
Durch diese krasse Geschichte hab ich mir mal die anderen Spinnrollen zur Kontrolle vorgenommen, alle hatten Schleifspuren und kleine glatte Rillen im Röllchen.
Auch diese Kugellager hab ich öfter geölt, so daß sie ruhig liefen beim Einkurbeln. Bei einer Okuma ZXP 4000 zerfiel mir das Schnurlaufröllchen in 2 Teile
so sollte es eigentlich aussehen

doch bei mir gabs 2 Teile die Schnur lief zwischen den Teilen auf dem Kugellager, aber ganz trotzdem ruhig?!

da muß ich nun jedesmal die Röllchen genauer kontrollieren, nicht nur ölen und schauen, daß die sich auch leicht drehen. Der Verschleiß beim Spinnangeln ist an dieser Stelle schon sehr groß. Beim straffen Speedpilken machen die kleinen Dinger, schon mal ohne Schlupf gerechnet, ca 3000 U/ min. und das ohne ständige Ölzufuhr und Schmierung.