Kehlen, Filetieren etc.

Mir wurde gestern Abend als Allroundmesser auf dem Boot, also auch zum Kehlen, das österreichische Militärmesser "Glock" empfohlen. Kennt das einer von Euch?
 
jepp ,
ist ein gutes messer dafür . kostet allerdings auch mehr als 20 euro.aber hat eine gute scheide und ist extra noch mit feder gesichert .
 
aber wenn du auf so etwas stehst dann empfehle ich dir das m95 der finnischen spezialeinheiten . ist vom stahl her besser , allerdings auch teurer....

messer2.jpg
 
tragdichein schrieb:
...was ich nie benutzen würde wäre ein gebogenes flexibles messer mit dünner klinge . halt wie die meisten filetiermesser aussehen . Die sind nur etwas für Forellen oder Heringe. Bei Dorsch o.ä versagen die kläglich. ...

Moin Tragi,

ich finde, da kann man auch geteilter Meinung sein. Ich habe schon 'ne ganze Menge Dorsche von den Gräten befreit ('ne zeitlang auch beruflich) und bin bis jetzt mit ner dünnen flexiblen Klinge immer gut klargekommen. Von einem Versagen meines Messers habe ich da nichts mitbekommen.
Aber vielleicht liegt es ja auch an der Art des Filetierens, welche Klinge sich besser eignet. 8)

Gruß Torsten
 
moin Torsten,
ich bin sicher nur von mir ausgegangen und von meinen erfahrungen. außerdem sage ich mal das sehr viele hier im naf noch nicht beruflich mit fisch filetieren zu tun hatten. als ungeübter mit einer flexiblen , dünnen klinge einen Lump oder Steini zu filetieren oder einen Großen Dorsch ist schon schwierig. Und es liegt sicher nicht an der art des filetierens. klar , geht es mit einem , ich sag jetzt mal , filetiermesser ! aber eben schwieriger , langsamer bei großen fischen und es ist gefährlicher durch die gebogene klinge .


für kleinere Fische wie Hering oder Makrele etc. sind die ja ok.

Oder fängst du nur kleine Fische.......;ooo; :<- ;ooo;
 
(Ausnehmen ist zum Filetieren übrigens nicht unbedingt notwendig).

Das ist Ansichtssache. Bei mir werden die Fische vorher immer ausgenommen.
Ist alles sauberer zu bearbeiten, als wenn Du auf dem Filetiertisch das ganze Gekröse mit Inhalt rumschlabberst.
Dazu schneide ich um den Kopf herum, Im Nacken mit besonderem Druck
Dann drehe ich den Kopf ab und die ganzen Innereien bleiben dran hängen.
Bei großen Fischen gehts nicht so gut, weil die ja dicke feste "Knochen" haben.
Aber ausgenommen wird auf jeden Fall.
Man hat auch mehr Griff und kann alles mehr auf Spannung halten.

Meine Kumpels machen es zum Teil anders.
Jeder wie er für sich die besten Ergebnisse hat.

Mit Wasser geht bitte sparsamer um.
Die Filets fallen sonst leichter auseinander.

Wenn die Fische ausgenommen sind, bleiben auch die Filets sauber.

Gruß
Heinz Jürgen

Meine Messer:
Das gelbe zum Kehlen,
das Holzgriffmesser (Lachskopfmesser) zum filetieren
Das schmale, zum Häuten.
 
@tragdichein ;
ne, ich nehme nicht für einen Fisch 3 Messer. Das zum kotlettieren nehme ich wenn ich einen Lumb nach dem ausnehmen quer in ca. 2-3cm breite Kotletts schneide. Kotletts machen sich besser beim räuchern.
Das kleine ist dann für die feine Nacharbeit, ich möchte schon saubere Filetts mit nach Hause nehmen. Die Messer von VICTORINOX wollte ich auch keinem aufdrängen. Ich komme mit diesen ebend gut zu recht und meine Angel-Kumels auch. Ich denke jeder hat da so seine Erfahrungen. Wäre ja auch schlimm wenn alle die gleiche Marke nehmen würden, dann wären die Dinger unerschwinglich. Zum kehlen nehme ich übrigens immer ein billiges vom Polenmarkt.Ich habe bis auf letztes Jahr immer so eins eingebüßt.

Gruß Bertl
 
Mich stört es nur, wenn hier einige "ihre" art den fischen das fleisch von den gräten zu schneiden, als unumstößliche lehrmeinung präsentieren.8)

auch erachten viele angler es für nicht sinnvoll, die bauchlappen von kleineren fischen mitzufiletieren... ( die bösen, die!)

Ich bin mit meinem klemmbrett zufrieden und so schnell und sauber, das es für die meisten anderen angler locker gereicht hat.

...
 
Einen Lumb oder Leng mit flexibler Klinge zu filetieren mag wirklich schwierig sein, deshalb schneide ich die Haut mit einem Teppichmesser vor, Hackenklinge.
Dann geht der Rest mit meinem Martinimesser ganz leicht.
 
-Also Bauchlappen schneide ich auch nicht grundsätzlich ab.
Kommt immer drauf an.

-Fürs filetieren nehme ich auch nur zwei Messer.
Aber auf dem Boot wird mit dem robusten gekehlt.

- Mit dem "Klemmbrett" kam ich nicht so zurecht.
Aber Vibra-Zocker: Wenn es für Dich das richtige ist, dann machs weiter so.

- Über die Geheimmethode von Lenga (Elektromesser) kann ich noch nix berichten. Hab mich noch nicht getraut:D
Ich probier das mal wenn alle im Camp schlafen und ich das Schlachthaus für mich alleine habe:)
Gruss
Heinz Jürgen
 
tragdichein schrieb:
aber wenn du auf so etwas stehst
Nein, ich stehe nicht auf Militärklamotten, aber wenn das Teil für meine Zwecke etwas taugt, dann habe ich aber auch keine Berührungsängste. Ich sehe das ganz pragmatisch.
 
volker , das glock ist ideal dafür ...
ich meinte eher das ich zum kehlen der fische nicht unbedingt ein messer von 35 euronen brauche , da tut´s auch eins für 4 DM mit
rotem Griff....;) :<- ;)

ich finde nur du solltest das messer im boot sicher am mann haben , und nicht immer erst in die Fischkiste greifen wo das messer 1. verschleimt und 2. wo du dich im schwankenden Boot schnell mal schneiden kannst beim zugreifen 3. wenn die kiste voll ist fängt man dann an zu suchen.....

deswegen hab ich ein Gürtelmesser empfohlen , mit feststehender kurzer kräftiger klinge....Der preis ist da egal , aber für 4 DM wie lengalenga wirst du keins bekommen mit vernünftiger scheide.
 
tragdichein schrieb:
volker , das glock ist ideal dafür ...
ich meinte eher das ich zum kehlen der fische nicht unbedingt ein messer von 35 euronen brauche , da tut´s auch eins für 4 DM mit
rotem Griff....;) :<- ;)
...
Da es das Messer für 30 Euro gibt, habe ich es bestellt. Für 35 Euro hätte ich es natürlich niemals genommen;< .
Nochmals vielen Dank für Deine Tipps (auch den anderen Ratgebern). Sie haben mir, wie immer bei den Naffen, sehr geholfen.
 
Den roten Griff finde ich deshalb so wichtig, es wird in der Fischkiste immer gefunden.;)
 
Das Meser und die Fischkiste dvon kann ich ein Lied singen da ich meins nicht mehr in die Fischkiste lege.
Der letzte Norge besuch war uns eine leere Batti verlor sein 100 Euro teures Martini Messer und ich ein gutes Dick Schlachtermesser.
Nur weil die Fischlein mit der Schwanzflosse nochmal gezeigt haben was sie drauf haben.
Aber ein billiges zum Kehlen ist immer im Boot.Hab mir son Ding beim Norma gekauft für 5 euronen das reicht völlig und das Filet Messer ist eh am Land.

MAtze
 
Moin Leute,
will nicht klugscheissern, habe aber einen Tipp,
Geht mal in den Fachhandel für Pferdesport. Dort gibt es Futterboxen für den Stall.
Das sind kleine Eimer mit zwei Haken dran, die normalerweise über den Handlauf der Pferdebox gehängt werden. Passt aber auch prima über eine Reling.
Die meisten meisten Boxen haben ein kleines Brett oben drüber. Wir verstauen Messer, Lösezange, andere Hakenlöser usw. in diesen Boxen.
Alles ist zusammen, nichts liegt im Boot rum, das Notwendige ist schnell zur Hand. Ich will das Ding nicht mehr missen.

Gruß an alle
 
Guter tip, rollo! in den zweiten eimer kann man dann die gebrauchten pilker des tages ablegen und sie liegen nicht ( gefährlich für hände, knie und hintern) überall im boot rum. abends einfach den eimer mit den pilkern mit süßwasser abspülen, dann gammelt auch nix mehr.
zum kehlen werde ich mal eine stabile schere benutzen. dann kann das messer in der kiste bleiben. so ist nur noch der gaffhaken als verletzungsgefahr im boot;< ..
gruß robert:]
 
Wenn ich in Norge bin, oder schon vorher, stelle ich Bilder rein.

Für mich zählt weder der Preis noch die Marke. Für mich zählt nur die Funktionalität.

Und wie oft habe ich mein extrem scharfes Messer verliehen und ....
...keine Ahnung, was die Kollegen damit gemacht haben, aber es war stumpf.

An Bord, zum Kehlen und Ausnehmen nehme ich immer ein günstiges Messer <10 €. Wenn es über Bord gehen sollte, ist es nicht so schlimm.;);)
 
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