Ohne das jetzt alles noch mal aufzurollen, gibt ja da nen Fred in dem auch wir beide schon trefflich diskutiert haben, aber darum ging es meines Erachtens nie. Dazu waren schon die ursprünglichen Vorschläge und Begründungen des Exministers nicht geeignet. Dem Bestand ist es erst einmal egal wer ihn befischt, es kann also nur im allgemeinen um nachhaltige Fischerei gehen mit dem, auch wenn Du es nicht so gerne hörst, größtmöglichen Dauerertrag für die norwegische Volkswirtschaft.
Ansonsten gebe ich Dir Recht, hier fand nun lediglich eine geringfügige Verschiebung der Fangmengen zugunsten einer Lobbygruppen statt und mit Bekämpfung von Schmuggel hatte das von Anfang an nix zu tun. Ich habe auch nichts anderes erwartet. Man hat aber deutlich gemacht, an welcher Schraube man auch zukünftig drehen wird, wenn es den Beständen schlechter geht. Das hat mit Nachhaltigkeit alles nix zu tun.
Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich, dass die gemeinschaftliche EU Fischereipolitik eine reine Lobbyveranstaltung ist und sie seit bestehen alle wirtschafts- und naturwissenschaftlichen Realitäten außen vor gelassen hat, ist ja offensichtlich. Das man hier die nachhaltigste aller Ressourcennuntzungen am stärksten reglementiert, ist ja nur Ausdruck dessen. Deswegen muss man ja nicht dieselben Mechanismen in Norwegen gutheißen. Dort ist man beispielsweise gerade dabei, den Wildlachsbestand einer unaufhaltsam wachsenden Zuchtlachsindustrie zu opfern, was auch hier die Prioritäten ganz klar offenbart.