Jaja, der Schnelllader war auch unser Thema Nr. 1 in den letzten 1 1/2 Tagen, schließlich wollten wir mehrere Stunden Zeit herausholen gegenüber der Hinfahrt.
Deswegen hatte unser Kai vorsorglich die im Beitrag # 186 gelisteten Ladestationen nach deren Mindestleistung von 150 kwh ausgesucht.
"Bloß nicht zuviel Zeit beim Laden verschenken" war unsere Devise.
Insofern lag der eigentliche Fokus zunächst auf Ionity und wurde nach dem gestrigen Morgen auf Ionity und TESLA erweitert.
Mittlerweile sind wir heute wieder zuhause angekommen und ich möchte einmal ein Resümee ziehen.
Nach den horrend langen 37 Stunden der Hinfahrt konnten wir das Ganze alles in Allem um etwas mehr als 5 Stunden verkürzen auf knapp unter 32 Stunden für die rund 1.850 km.
Grund Nr. 1 war natürlich die weitestgehende Freischaltung unserer digitalen Zahlmöglichkeiten mittels Mastercard Identity Check sodass wir keine Zeit mehr für vergebliche Versuche der Terminal Aktivierung investieren mussten.
Punkt Nr. 2 war die Möglichkeit der Terminal Nutzung der TESLA Supercharger, die insgesamt betrachtet in Summe die durchschnittlich schnellsten Ladevorgänge ermöglicht haben.
(Bezahlt wurde hier über Paypal)
Trotzdem bestätigen auch hier 2 Ausnahmen die Regel :
Unsere letzte kleine (TESLA) Station vor dem Dovre Fjell mit nur wenigen Chargern brachte uns zum Start gerade einmal mehr als 50 kwh Startgeschwindigkeit und damit rund 50% weniger Speed als an den anderen TESLA Chargern.
Bei den TESLA Superchargern am weltbekannten Wood Hotel waren die ersten beiden Charger wohl defekt und erst Säule Nr. 3 gab uns den begehrten "Saft".
Hier ging natürlich wieder unnötige Zeit verloren. So etwas hat man bei einem Benziner oder Diesel natürlich nicht.
Als Benchmark für eine Fahrt von Oslo nach Flatanger wird für einen Pkw 11 Stunden angegeben.
Mit Hänger bleiben es mit max. 80 kmh
in etwa 11 1/2 Stunden.
Auf der Hinfahrt lagen wir mit all den Schwierigkeiten bei rund 16 (!) Stunden rund 4,5 Stunden darüber.
Bei der Rückfahrt 13,5 Stunden und damit in etwa 2 Stunden mehr als bei einem Benziner mit Hänger. Das ist schon deutlich praktikabler.
Die 2 Stunden extra könnte man natürlich noch deutlich reduzieren wenn man das Fahrzeug a) mit weniger Zuglast nutzt (unser Hänger hatte max. Gesamtgewicht von 1 to), also einen kleineren Hänger benutzt und damit den Verbrauch senkt und Ladezeit spart oder b) ein Fahrzeug mit einer generell deutlich schnelleren Ladegeschwindigkeit als den hier benutzten Skoda Enyaq fährt mit seinen 125 kwh (Tesla oder Polestar z. B.).
Da wir nicht wussten wieviel Strom der Anstieg über das Fjell verbrauchen wird haben wir sicherheitshalber den Extra Stop absolviert und 25 Minuten zusätzliche Zeit investiert, die eigentlich gar nicht notwendig gewesen sind.
Aber was will man machen ohne Erfahrungswerte?
Kann ich diese beiden Verzögerungen minimieren habe ich schon wieder 40 min Zeit gespart und bin nur noch max. rund 80 min länger unterwegs als mit dem Benziner.
Mit einem PKW dieser beiden genannten Marken drücke ich die Differenz sogar auf weniger als 60 min. runter wegen der deutlich schnelleren Ladezeit.
Damit wird langsam ein Schuh draus.
Nach dem Tip von "Tackleking" Marcel hat unser Kai ebenfalls eine Tesla App benutzt, die ihm sämtliche Supercharger anzeigt, an denen auch Fahrzeuge außerhalb der TESLA Familie geladen werden können. Somit konnten wir in 🇧🇻 ungefähr alle 50-60 km auf Charger der beiden genannten Marken zugreifen.
Das ist mehr als ausreichend und auch mehr als das Netz in 🇩🇪 bietet.
Trotzdem haben wir auch auf der Rückfahrt nicht alles richtig gemacht um schnellstmöglich zu reisen. So haben wir wegen der mit zunehmendem Ladestand abnehmenden Geschwindigkeit nur noch bis max. 85 % geladen und sind damit z. B. kurz nach Ankunft in Puttgarden gezwungenermaßen an die nächstmögliche Ladestation in der langgezogenen Baustelle kurz vor Fehmarn gefahren und mussten an der dortigen e-on Säule mit nur noch 50 kwh vorlieb nehmen und wieder ging unnötige Zeit verloren.
Was ich damit zum Ausdruck bringen möchte ist die Notwendigkeit einer weitaus intensiveren Vorplanung wenn man nicht zuviel Zeit während der An- bzw. Abfahrt verlieren möchte.
Hier gilt sicherlich das bekannte "Learning by doing." Das ist zu Beginn einer solchen Reise absolut notwendig wenn man nicht allzu viel Zeit verschenken möchte.
Aber Leute... Schluß damit jetzt.
Wisst ihr eigentlich was ich gemacht habe nachdem wir bei "Hipie" Andreas und Kai in Wittingen angekommen sind ??
Ich hab meine Angelsachen in den Turbodiesel gepackt und bin nonstop mit durchschnittlich 150 kmh auf der A2 die insgesamt 350 km nach Duisburg gebrettert.
Und ja... ich hab das richtig genossen...
