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Was ist eigentlich das Geheimnis beim Seehecht - Den Hype konnten wir, auch wenn wir anderen Fisch etc. in diversen Versionen gut zubereiten können, nicht nachvollziehen. Weder gedünstet, gebraten oder gegrillt hat er uns nicht überzeugt - Was machen wir falsch? Evtl. kann Sven das bei seiner nächsten Vorstellung mit aufnehmen :)
Ich glaube beim seehecht geht's mehr um die Angellei. Mir persönlich macht es sehr viel Spaß weil die ab einer gewissen größe einen ganz schön auspowern.
 
Moin,
Bin auf Berichte, Fotos und Stories zur Kleingetüpfelten Einhorngelbzunge gespannt! @tauchprojekt.de
Wir angeln meist nur die ersten 2-3h drauf. Sehr lecker, aber wollen 1. auch was anderes in der Truhe und 2. da die Kollegen sehr Standorttreu sind, wollen wir unseren seit Jahren bewährten Spot nicht „verbrennen“. 🤷‍♂️

Wobei der Lumb auch ne Story wert ist, oder vielleicht der Seehecht @plantamin?
Jepp, der Seehecht ist es, kaum vorstellbar in dieser Gegend. Aber ich muß auch gestehen, daß wir ihn nie gezielt beangelt haben aber auch auf Lumb und HB sind wir nie gegangen und trotzdem hatten wir sie regelmäßig am Band.
Den Einhornfisch hatten wir schon, Beweis siehe Fangbild.
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@Buschmann es gibt bei uns keinen Hype nur waren wir schon sehr oft in Utvorda und ich kenne die Fangbilder oder Svens Spezial "Zielfisch Seehecht" aber bisher Null Glück. Ob der Fisch schmeckt weiß ich daher nicht. :wink:
 
Sven, wir hatten vor Jahren mal kurz hinter der Fjordausfahrt in Hasvag einen kleinen Steinbeißer (ca.35cm) in 12 Meter Tiefe gefangen. In all den Jahren, in denen ich hier das Thema Flatanger oder Hasvag verfolge habe ich bisher keinen Steinbeißer mehr gesehen. War dieser Fang die absolute Ausnahme oder gibt's "echte" Steinbeißer Gründe in und um Flatanger?
 
Sven, wir hatten vor Jahren mal kurz hinter der Fjordausfahrt in Hasvag einen kleinen Steinbeißer (ca.35cm) in 12 Meter Tiefe gefangen. In all den Jahren, in denen ich hier das Thema Flatanger oder Hasvag verfolge habe ich bisher keinen Steinbeißer mehr gesehen. War dieser Fang die absolute Ausnahme oder gibt's "echte" Steinbeißer Gründe in und um Flatanger?
Um 2000 habe ich noch regelmäßig Steinbeisser gefangen und auch beim Tauchen gesehen. Seither stark nachgelassen.
Früher kamen sie in nennenswerten Stückzahlen an der Langleine. Auch das ist leider vorbei.

Ich hatte mit alten Fischern gesprochen, die erzählten wie sie als Kinder Steinbeisser in der Region auf Sicht gefangen haben. Dazu haben sie die Fische so lange mit einem Paddel geärgert, bis sie sich darin verbissen haben und dann ins Boot oder auf den Steg gezogen werden konnten.

Vor Statland kam vor einigen Jahren mal ein Fisch 10kg+ . Ansonsten klein und selten.
Richtung Villa gibt es 1-2 Ecken an denen sich im April und Mai gezielter Versuch lohnen kann.
Als Zielfisch für den Urlaub leider aber nicht lohnend bei uns in der Region 😢
 
So, nun mal Nägel mit Köpfen. Wir ändern unser Revier. Nachdem ich ja schon einige Zeit von Utvorda angetan bin, ist die Fähre jetzt gebucht. Werden vom 23.05. bis 09.06. vor Ort sein. Mit Wohnmobil und Boot im Schlepptau. Angesichts der Tatsache, das wir trotz der Fangregulierung weiterhin jedes Jahr nach Norwegen möchten, braucht es Alternativen, wie Angeln im Bergsee oder auch eine Gourmet Tour 😃 etc. Freu mich schon wie Bolle auf all das Neue was uns erwartet.
 
@tauchprojekt.de so ein "Vom Fjord auf den Teller" Seminar wird sicherlich auf Interesse stoßen.
Ich denke auch. Alternativ "vom Riff auf den Rost" "vom Gaff an den Gaumen" ..... ich glaube auch wir müssen 2027 mal einen kleinen, feinen Testlauf ins Leben rufen.
Jakobsmuscheln, Krabben, diverser Fisch, täglich ein "Thema".... Beizen, räuchern, Grillen, "Klassiker", Vorbereitung vom Boot bis zur Küche, marinieren. Eine Woche füllt man spielend mit interessanten Events an den Nachmittagen/Abend.

Außerdem ist es doch genau die Herangehensweise, die mit der Quotenkürzung perfekt harmoniert. Dazu noch die Motivation auf unterschiedliche Zielfische die Woche über aus zu sein 🤩
 
An Norwegen geht so und so kein Weg vorbei! 😍
 
Ich denke so viele Ideen wie es da gibt.. das wird einfacher als das eigentliche Füllen und wirkliche Umsetzung. Aber das macht ja Sven 🤣

• Vom Grund in den Mund - wie verarbeite ich Leng?

• Von der Flut in die Glut - Fisch direkt im Feuer

• Vom Fluss zum Genuss - die besten Forellenrezepte

• Vom Bach aufs Blech - Mefo mal anders

• Von der Welle in die Kelle - Fischfond & Fischsuppe

• Vom Deich in den Teig - Fish & Chips vom Profi

Eher als Alliteration:

Vom Haken auf den Herd
Vom Wasser in den Wok
ein Menü aus dem Meer
Vom Köder in den Kochtopf

Und so weiter 🤣

Freue mich auf die Umsetzung! @tauchprojekt.de
 
Sven, wir hatten vor Jahren mal kurz hinter der Fjordausfahrt in Hasvag einen kleinen Steinbeißer (ca.35cm) in 12 Meter Tiefe gefangen. In all den Jahren, in denen ich hier das Thema Flatanger oder Hasvag verfolge habe ich bisher keinen Steinbeißer mehr gesehen. War dieser Fang die absolute Ausnahme oder gibt's "echte" Steinbeißer Gründe in und um Flatanger?
2016 Utvorda aber das war es dann auch, Sorte in Utvorda abgehakt.

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Nun waren Steinbeisser, Seehecht und Lumb im Gespräch.... Steinbeisser, wie geschrieben eher zäh in der Region und dazu kommt dann, wenn man es weiß vielleicht auch nicht ideal die Restbestände gezielt zu befischen. Den Lumb, der König der Tiefsee, spare ich mir noch auf 🤩 bleibt also der Seehecht.

Ein Fisch, der in Norwegen lange komplett unter dem Radar (Sonar 🤔) schwamm. Mittlerweile ist er eine feste Größe in Mittelnorwegen und Westnorwegen. Ich habe ihn beim Tauchen um Kristiansand gesehen und in der Fischfabrik auf den Lofoten kam er auch ab und an auf den Tisch. Viele kennen ihn sicherlich auch aus dem Urlaub am Mittelmeer, wo er ebenfalls im Restaurant als lokaler Fisch auf der Karte steht.
Wenn wir über steigende Temperaturen in den Meeren sprechen und über den Rückgang an Dorsch und Schellfisch, dann ist der Seehecht erstmal eine Art, die von diesen Veränderungen profitiert.

Insgesamt ist die Wertigkeit für die Küche unbestritten, auch wenn natürlich unterschiedliche Erfahrungen bestehen. Die Angelei finde ich persönlich sehr reizvoll, denn die Fische beißen häufig zögerlich und man muss den Spot suchen. Auch mag ich Naturköderangelei und das man bei der Angelei immer eine ziemliche Bandbreite an Überraschungen erleben kann.

Gezielt Fischen wir SH im Mündungsbereich und tiefer hinein in den Namsfjord. Weitere Ecken für gezielten Fang wären ein Gebiet innerhalb Vikna, Mursteinfjord und die Folda. Tiefe ist idR zwischen 30 und 150 Meter. Der Boden sollte sandig oder schlammig sein. Häufig stehen die Fische bodennahe, oder sogar hart am Boden.

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Große, scharfe Haken, leuchtender Zusatzreiz und ein schönes Filetstück von Makrele oder Hering sind wohl der sicherste Weg zum Erfolg.
Wir Fischen gezielt ab Mai mit Juli bis September als top Monate. Ich habe aber Seehecht auch schon im Januar unter dem Eis gefangen, oder sogar im Heringsnetz direkt an der Oberfläche.
Häufig fängt man entweder nur Rogner (größer, oft 85-110 cm) oder Milchner (60-80 cm). Als Beifang kommen Wittling, Köhler, Schelli, aber auch Rotbarsch, Seeteufel, Heilbutt, Gabeldorsch, oder auch Haie und Rochen.
Ich vermeide es den Seehecht "zu pumpen", da die Haken leicht ausschlitzen können. Auch bei der Landung ist Vorsicht geboten. Zwar hat der Seehecht keine wirkliche Verwandtschaft mit dem Hecht, aber von den Zähnen her haben beide Arten Potential ein blutiges Andenken zu hinterlassen.

Da wir den Seehecht küchentechnisch ja schon am Wickel hatten, lasse ich das hier mal außen vor.
Eine norwegische Nachbarin hier hatte in den 70 Jahren, die sie hier lebt noch nie Seehecht gegessen. Nachdem ich ihr mal einige Filets gebracht hatte war ihre Rückmeldung: einer der besten Fische, die sie je gegessen hatte. Sie verglich es mit einer Mischung aus Dorsch und Heilbutt.
Was anschließend vielleicht noch erwähnt werden kann: kaum ein anderer Fisch lässt sich so einfach grätenfrei Filetieren. Irgendwie fehlen beim SH die Bauchgräten, bzw sind nur als kurze Platten ausgebildet, die man mit dem Messer sehr einfach umfahren kann. Allerdings sind Nematoden im Seehecht keine Seltenheit, weshalb man die Bauchlappen abschließend doch noch einer Sichtprüfung unterziehen sollte.
 
Beim angeln auf Seehechte hatte ich bisher immer sehr viele Aussteiger. Eventuell liegt es daran, dass ich gepumpt habe beim nach oben holen. Welche Haken verwendest du denn für den Seehecht?
 
Beim angeln auf Seehechte hatte ich bisher immer sehr viele Aussteiger. Eventuell liegt es daran, dass ich gepumpt habe beim nach oben holen. Welche Haken verwendest du denn für den Seehecht?
Etwas variabel um ehrlich zu sein. Teils nutze ich sogar garnierten Drilling am Pilker. Hatte schon Waller-Haken die sehr gut funktioniert haben. Ich weiß, daß @Grauhund schon erlebt hat das nur circlehook so richtig greift. Ich nehme es ehrlich gesagt auch hin, dass mal ein Tag nicht läuft ohne die Angelei zwangsläufig zu optimieren.
Der Luxus wenn man die ganze Saison immer mal wieder aufs Wasser kommt und dann den Fisch auch mal Gewinner sein lassen kann
 
Lange Zeit war der Seehecht für mich und uns ein Phantom. Ein Gerücht. Ein Fisch, von dem man in Flatanger immer hörte, wenn man gerade nicht da war. "Oh, hättet ihr mal im Sommer kommen sollen!", hieß es dann, während wir im Frühjahr bei 4 Grad und Nieselregen versuchten, Dorsche und Pollack zu überreden. Da wir bisher eher die "Frühjahrs-Fraktion" waren, stand der Seehecht nie auf dem Zettel. Bis letztes Jahr. Wobei ich grad gelernt habe dass die Kollegen sogar schon ab Mai da sind…

Letztes Jahr hat es endlich geklappt. Mein erster Seehecht. Und was soll ich sagen? Der Bursche macht optisch echt was her. Wenn der das Maul aufreißt, blickt man direkt in den Abgrund. Pechschwarz. Als hätte er vor dem Biss noch schnell ein Pfund Kohle gefrühstückt oder wäre der Frontmann einer norwegischen Black-Metal-Band. Ein echter Goth-Fisch. Bad Boy Image inklusive.

Das Schöne am Seehecht-Angeln ist ja: Man muss nicht bis zum Erdkern kurbeln wie beim Leng. Man spart sich also den Muskelkater und das Gefühl, einen Anker aus dem Marianengraben zu bergen. Es ist "Tiefe light".
Aber es ist und bleibt Naturköderangeln. Und das ist ja wie Sven schon schrieb immer ein bisschen wie ein Überraschungsei für Erwachsene. Man lässt einen Fetzen runter, wartet, und weiß nie so recht, wer da unten gerade an der Tür klopft.
Und beim Seehecht ist das Klopfen speziell. Er beißt vorsichtig, fast schüchtern. Nippt mal hier, nippt mal da. Aber wehe, er hängt! Dann liefert er einen Drill, der sich gewaschen hat. Diese Kombination aus "Zupf-zupf-bist-du-noch-da?" und "BÄM-ich-reiß-dir-die-Rute-weg" hat definitiv Potential.

Da ich ja bekennender Fan von "effizienter Faulheit" bin (siehe Pollack-Angellei), habe ich direkt auf Circle Hooks gesetzt. Die Dinger sind Magie. Man muss nicht anschlagen, man muss eigentlich gar nichts tun, außer dumm gucken und warten, bis die Rute sich biegt.
Ergebnis: Aussteiger-Quote 0,0 %. Jeder Fisch hing sicher im Maulwinkel. Wenn es doch im echten Leben auch so einfach wäre. Einfach warten, bis das Glück sich selbst einhakt.
Aber wo Licht ist, ist auch Schatten. Oder besser gesagt: Schleim. Denn beim Naturköderangeln gibt es diese Momente, in denen man denkt: "Oh ja, schwerer Widerstand, das muss der Meter-Seehecht sein!" (Oder ein anderer schöner dicker Fisch)
Man pumpt, man schwitzt, man freut sich auf den schwarzen Schlund... und dann kommt ER. Der Lumb.
Der Lumb ist der ungewollte Partygast, der das Buffet leerfrisst und in die Bowle kotzt. Er wickelt sich in das Vorfach, schleimt alles voll und guckt einen dabei noch vorwurfsvoll an.
Oder schlimmer: Ein Hai. Die kleinen Dornhaie sind ja ganz niedlich, aber sie raspeln einem das Vorfach durch und sorgen für Materialschwund, der jeden Angelgerätehändler jubeln lässt.

Wenn man es aber schafft, den Seehecht an den Lumbs und Haien vorbeizumogeln, wird man belohnt. Geschmacklich ist er (für mich) top. Zwar verbinde ich den Geschmack, wie hier schon erwähnt, eher mit Urlaub in Südeuropa, Paella und Weißwein in der Sonne, als mit norwegischem Fjord-Wetter…aber er schmeckt auch in NOR hervorragend. Festes, weißes Fleisch, das fast alles verzeiht.

Fazit: Der Seehecht darf gerne öfter beißen. Solange er seine schleimigen Kumpels (Lumb) zu Hause lässt.

Hier ein Bild von meinem Ersten. Ja, ein kleinerer und ich sehe stark nach Drogenkonsum aus… aber es war eben der Erste. Nach dem Ersten Mal hat doch jeder einen Blick zwischen „Geil, Was war das, Wo bin ich und Warum ists schon vorbei“
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