War wieder mal Aal-Angeln

AW: War wieder mal Aal-Angeln

Ich denke auch, der Unterschied zwischen Angeln und Fischen sollte wieder klar herausgestellt werden.
 
AW: War wieder mal Aal-Angeln

Ich will hier beileibe nicht wieder in die blöde Ost-West-Diskussion einsteigen. Dafür lernte ich viel zu viele nette Ossis kennen. Wenn hier aber einige Stimmung machen, sich auf Sprachgebrauch Ost berufen und meinen, Angeln (ost) sei nicht Fischen (west), dann lest doch bitte mal § 293 StGB:
"Wer unter Verletzung fremden Fischereirechts oder Fischereiausübungsrechtes fischt, ..............
wird ...........bestraft."
Dieser § 293 StGB gilt auch im Osten der BRD. Nach euerem Sprachgebrauch wäre also Angeln in fremden Fischereirechten nicht strafbar, weil Angeln ja nicht Fischen ist!
Probiert es mal, in fremden Gewässern ohne Erlaubnis zu "angeln", dann werden euch auch die Richter im Osten klar machen, dass Angeln gleichbedeutend mit Fischen ist.
Und nur ganz nebenbei: Es heißt "Fliegenfischen" - nicht "Fliegenangeln"!
Meinetwegen angelt ihr im Osten. Aber lasst mich Fischen gehen - auch mit der Angel!

Servus, Südwind
 
AW: War wieder mal Aal-Angeln

Ich will hier beileibe nicht wieder in die blöde Ost-West-Diskussion einsteigen. Dafür lernte ich viel zu viele nette Ossis kennen. Wenn hier aber einige Stimmung machen, sich auf Sprachgebrauch Ost berufen und meinen, Angeln (ost) sei nicht Fischen (west), dann lest doch bitte mal § 293 StGB:
"Wer unter Verletzung fremden Fischereirechts oder Fischereiausübungsrechtes fischt, ..............
wird ...........bestraft."
Dieser § 293 StGB gilt auch im Osten der BRD. Nach euerem Sprachgebrauch wäre also Angeln in fremden Fischereirechten nicht strafbar, weil Angeln ja nicht Fischen ist!
Probiert es mal, in fremden Gewässern ohne Erlaubnis zu "angeln", dann werden euch auch die Richter im Osten klar machen, dass Angeln gleichbedeutend mit Fischen ist.
Und nur ganz nebenbei: Es heißt "Fliegenfischen" - nicht "Fliegenangeln"!
Meinetwegen angelt ihr im Osten. Aber lasst mich Fischen gehen - auch mit der Angel!

Servus, Südwind

Wo war hier ne Ost-West-Diskussion? Nen bisschen empfindlich oder? Mein Posting war doch wohl eindeutig als Spaß zu verstehen? Es ist doch wunderschön das es in Deutschland noch Restbestände von Dialekten und regionalen Sprachunterschieden gibt. Wir angeln halt und ihr fischt! Ich kann da kein Problem erkennen.
Mein Gott, wie kann man sich aber auch über jeden Scheiß aufregen und nicht ein bisschen Spaß verstehen............:angry:
Ironie an *typisch Wessi* Ironie aus:baeaeaeaeaeaeaeaeae

AF
 
AW: War wieder mal Aal-Angeln

@Südwind
Hast du überhaupt verstanden, worum es geht? Wohl nicht.
 
AW: War wieder mal Aal-Angeln

@Wittling

Ich denke mal, dass Südwind sehr wohl verstanden hat, um was es eigentlich geht. Wenn du dann mal seine Postings zum Thema liest, dann wirst auch du feststellen, dass darin sehr viel Sachverstand und Fachwissen enthalten ist. Dagegen sind deine Posting zum Thema nur rein provokativ. Nichts für ungut aber das musste mal gesagt werden.
 
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Nanu, weshalb denn plötzlich dieser aggressive Ton?
Da spiele ich nicht mit.
 
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Nanu, weshalb denn plötzlich dieser aggressive Ton?
Da spiele ich nicht mit.

Ich denke mal, dass mein Posting nichts mit Agressivität zu tun hat. Nur muss man als Mod auch mal ein paar Worte schreiben, wenn hier jemand ohne Grund als jemand hingestellt wird, der ja anscheinend nichts verstanden hat und das ist in diesem Fall nicht der Fall.

Ich würde mir wünschen, wenn in allen themenbezogenen Threads soviel Sach- und Fachliches geschrieben würde wie von Südwind. Kannst du dir nur evtl. vorstellen, dass jemand wie Südwind bei solchen Postings wie z.B deins zuvor, einfach die Lust verliert, hier etwas Sach- und Fachliches zu schreiben? Einfach mal sacken lassen und darüber nachdenken.
 
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Die Glasaale werden im Frühjahr vor den europäischen antlantischen Zuflüssen gefangen. Leider wurden/werden Glasaale bisher überwiegend zum Verzehr in Dosen für teueres Geld nach Asien verhökert.
Der - kostengünstigere - Besatz mit Farmaalen gilt in Fachkreisen als äußerst zweifelhaft und fragwürdig, weil u.a. möglicherweise selektiv nur kleinwüchsige männliche Aale zum Verkauf für Besatzzwecke gelangen.
Also, nütze die Zeit, und fang Aale, so lange es sie in der Donau noch gibt. Perti Heil!

Die Glasaale die nach Asien gehen, werden meines Wissen nur zu einem geringen Teil als Glasaal verspeist. Besonders in Japan ist der Aal, ähnlich wie bei uns sehr beliebt und wird geräuchert, gekocht, gebraten usw. verzehrt. Da der asiatische Aal aber schon vor dem europäischen Aal stark abgenommen hatte, werden und ich hoffe bald heißt es wurden, die europäischen Glasaale aufgekauft und dort in Farmen großgezogen und verkauft. So zumindest nach meinen Kenntnisstand.

Glasaal oder Farmaal? Bei uns werden fast nur noch vorgestreckte Aale als Besatz genommen. Die Überlebensrate ist wohl größer wie bei Glasaalen (was ich mir persöhnlich vorstellen kann).
Aber nun zu deiner angesprochenen These das evt. überwiegen Männchen als Besatz möglich wären.
Ohne Eingriff des Menschen ist es ja so das die männlichen Aale im Brackwasser bleiben und die Weibchen Flussaufwärts schwimmen.
Nun war es früher bei uns im OSTEN so, das beim angeln auf Aal, ein guter(weibchen) auf 10 Strippen (vermutlich zum großteil Männchen) kam.
Seit Jahren hat sich dieses Blatt total gewendet. Es werden nur noch selten Strippen gefangen, fast alles sind richtig schöne Aale.
Vor 2 Wochen hatte ich ein Gespräch mit einen Fischer, den ich auf dieses Phänomen hin befragte. Er meinte, das man mittlerweile in Erwägung zieht, das das Geschlecht des Aales nicht von vornherrein feststeht (so wie bei Breit und Spitzmaul, was ja mittlerweile erwiesen ist das es von der Umwelt abhängt was es wird). Es wird vermutet das der Aal spürt das seine Population zu klein zum überleben ist, und sich darum die meisten Aale zu Weibchen entwickeln um diesen Rückgang der eigenen Population entgegen zu wirken.
Ok, das sind alles Vermutungen und nichs ist erwiesen, aber interessant finde ich diesen Gedankengang schon. Den so ein Phänomen gibt es ja öfter im Tierreich.

AF
 
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Sehr interessant, dafür bekommst ein Danke von mir.
Nein nicht zum selber verteilen;)
 
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Ich habe mal in einer Fachzeitschrift gelesen (weiß aber nicht, ob das heute noch zu 100% dem aktuellen Wissensstand entspricht), daß das Geschlecht der Glasaale in dieser sehr frühen Lebensphase noch nicht festgelegt ist. Ob aus dem Glasaal mal ein (dürres) Männchen oder ein (fettes) Weibchen wird, hängt maßgeblich davon ab, in welche Umgebung es den Aal aufgrund der äußeren Umstände verschlägt. Die Tiere, die im Brackwasser oder im Mündungsbereich der großen Flüsse bleiben, werden zum überwiegenden Teil zu Männchen. Je weiter die Aale die Flüsse hinauf ziehen steigt der Anteil der Weibchen. In der Forellenregion entwickeln sich fast alle Aale dann zu (fetten) Weibchen. Dies entspricht aber natürlich nur dem natürlichen Aufstieg aus eigener Kraft, was ja unter heutigen Bedingungen (Verbauung der Flüsse) sicherlich die absolute Ausnahme darstellt.

Bei einem Besatz mit (noch nicht differenzierten) Glasaalen in einem Baggersee oder Flußoberlauf o.ä. müßte dies dann also zu einem sehr hohen Anteil an Weibchen führen. Wenn man dagegen, wie heute üblich, mit Satz- oder Farmaalen besetzt, ist die Geschlechterdifferenzierung vermutlich schon längst abgeschlossen, so daß die Verteilung von Männchen und Weibchen am Ende von den Bedingingen in der Aufzuchtanlage bestimmt wird.

Die Aale, die in unsere Gewässer kommen stammen scheinbar alle aus einer Aufzuchtanlage im Brackwasser oder wurden erst sehr spät im Bereich der Flußmündungen gefangen. Ich habe die letzten Jahre hier bei uns jedenfalls fast nur noch dürre Schnürsenkel gefangen ;(
 
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Die Aale, die in unsere Gewässer kommen stammen scheinbar alle aus einer Aufzuchtanlage im Brackwasser oder wurden erst sehr spät im Bereich der Flußmündungen gefangen. Ich habe die letzten Jahre hier bei uns jedenfalls fast nur noch dürre Schnürsenkel gefangen ;(

:D

und ist das nur bei dir so? Oder in deiner Gegend allgemein?
Den den Trend das mehr große gefangen werden als Schnürsenkel, hört man doch eigentlich überall.

Natürlich werden auch kleine gefangen. Aber es gibt ja so richtige Strippen die mit 45cm nicht viel dicker wie ein Bleistift (ich vermute Männchen). und dann gibt es ja Aale die erst 40cm sind, aber schon einen richtig kräftigen Körperbau haben. Bei diesen vermute ich mal das es sich um die Weibchen handelt.

Schade das jetzt Sommer ist und ich keine Zeit habe meine Lektüre zu dem Thema rauszusuchen. Bei uns im Elbe-Havel Einzugsgebiet( wozu auch die Spree gehört) läuft ja ein großes Forschungsprogramm zum Thema Aal seit ein paar Jahren. Dazu wurde auch schon einiges publiziert, aber da ich eine Schlampe in Sachen Ordnung bin, finde ich das jetzt nicht auf die Schnelle.

noch ne kleine Anmerkung. Das das Geschlecht sich erst später rausbildet ist klar. Aber die Vermutung war das sich kaum noch Aale entscheiden ein Mann zu sein, sondern alle als Frau ihr Leben verbringen wollen, unabhängig von den Bedingungen. Oder besser gesagt wegen der Bedingung das die Population vor dem Zusammenbruch steht.

AF

PS: gehe jetzt mit der Angel Aal angeln. Ich hoffe es geht schon was, weil letzte Woche erst, der Fischer elektrisch gefischt hat.
 
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Bei uns in der Donau ist der Aal nicht heimisch, er wandert nur in die atlantischen Zuflüsse ein. Im Donauraum wurde/wird der begehrte Fisch aber seit etwa 1900 regelmäßig in die Fließgewässer und in Seen eingesetzt. In unserer Region setzen wir ausschließlich Glasaale, keine Farmaale!

Unzweifelhaft dürfte sein, dass sich das Geschlecht bei Glasaalen noch nicht entwickelt hat. Es wird nach Meinung von Biologen vorwiegend bestimmt durch die Faktoren, die den Fischchen zuteil werden. So könnte ich mir vorstellen, dass sich in einer räumlich engen Farm mit hoher Bestandsdichte im Gegenteil zu einem Fluss oder See mit verhältnismäßig geringem Bestandsdruck nur wenige großwüchsige Weibchen entwickeln. Grundsätzlich gilt: Großes Wasser, große Fische, kleines Wasser, kleine Fische. Weil sich aber, in welchem Verhältnis auch immer, in der Farmhaltung das Geschlecht erst entwickelt und schließlich erkennen lässt, liegt die Vermutung nahe, dass man kleinwüchsige Männchen zum Besatz veräußert, während großwüchsige Weibchen als Speisefische Verwendung finden.
Ein weiterer Grund für mich, Farmaale zu meiden, ist die Vermutung, dass die Aale in der Massentierhaltung zur Vermeidung von Verlusten und zur Gewinnmaximierung mit Medikamenten (Malachitgrün, Antibiotika, Wachstumsdoping) behandelt sein könnten.

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass in mehreren Baggerseen unserer Region, die nach Jahren einer anderen Zweckbestimmung zugeführt und verfüllt wurden, einst mit Glasaalen besetzt, beim Fischen/Angeln:blabla: nur noch große bis armdicke Aale gefangen wurden. Gefangen wurden die vorwiegend mit totem Köderfisch. Nicht ein Schnürsenkel wurde gefangen! Fressen etwa die Großen die Kleinen?

Ich nehme oft am Monitoring (E-Fischen zur Bestandskontrolle) eines beauftragten Fischereibiologen in der Donau teil. Obwohl der Aalbesatz bei weitem nicht mehr im Umfang früherer Jahre erfolgt, gibt es dort immer noch reichlich Aale. Allerdings streckenweise überproportional, an anderen Stellen dagegen gleich null! Größen meist zwischen 60, eher 70 - 90 cm. Und sie sind gut genährt, randvoll mit Bachflohkrebsen und Kamberkrebsen samt Schale!
Wer also am richtigen Ort seinen Köder auslegt, der fängt. Wer sein Revier nicht ausreichend erkundet und kennt, angelt/fischt:spiegel: evtl. erfoglos.
Unser Hauptproblem sind die Wasserkraft-Turbinen, denn auch in der Donau, anders als in geschlossenen Seen, wandern die laichreifen Aale stromabwärts und überleben den Weg durch die Turbinen der Wasserkraftwerke kaum.

Wohin die wenigen, die es möglicherweise schaffen, letztendlich ziehen - durch das Schwarze Meer, den Bosporus, ins Mittelmeer, in den Atlantik zur Sargassosee? Und deren auf Donauwasser geprägte Kinder gar zurück? Aal müßte man sein. Mit Navi könnten sie auch den Weg über den Rhein, den Main und den RMD-Kanal zur Donau finden.

Ich weiß nur, dass es im Mittelmeer in Kroatien bis Dubrovnik Aale gibt. Hab ich dort beim Tauchen wiederholt in Fischreusen im Meer gesehen und von Berufsfischern bestätigt bekommen.
Rhein- und Elbeeinzugsgebiet sollten ein natürliches Aalaufkommen haben. Wie es mit den Ostseezuflüssen aussieht, weiß ich nicht. Ich meine schon, dass die Aale dort natürlich einwandern. Wenn dem nicht so sein sollte, wir Südstaatler wüßten es gerne.

Serus, Südwind
 
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@Südwind, hier haste ein bisschen was zu lesen. Mehr habe ich jetzt auf die schnelle nicht gefunden, muß ja auch irgendwann mal ins Bett.
http://ifb-potsdam.de/Veröffentlichungen/Downloads/tabid/128/id/15/language/de-DE/Default.aspx

hab hier noch ne aktuelle Hochrechnung von den Einzugsgebieten Oder und Elbe, was mit ausgegangen von 100% letzendlich ins Meer abwandert. *Quelle Institut für Binnenfischerei

70% natürliche Sterblichkeit
14% Angler und Fischer
9% Kormoran
2% Wasserkraftanlagen (wie gesagt für Oder,Elbe)
5% schafft den Weg als Blankaal ins Meer

AF
 
AW: War wieder mal Aal-Angeln

Rhein- und Elbeeinzugsgebiet sollten ein natürliches Aalaufkommen haben. Wie es mit den Ostseezuflüssen aussieht, weiß ich nicht. Ich meine schon, dass die Aale dort natürlich einwandern. Wenn dem nicht so sein sollte, wir Südstaatler wüßten es gerne.

Serus, Südwind

1950 wird die Zahl der aufsteigenden Aale auf über 27 Millionen geschätzt. 2006 waren es noch ca. 1,7 Millionen Aale.
Die Oder und alle Ostseezuflüsse haben auch einen natürlichen Aalaufstieg, der aber auch nicht mehr mit vor 50 Jahre vergleichbar ist.

AF
 
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:D

und ist das nur bei dir so? Oder in deiner Gegend allgemein?
Den den Trend das mehr große gefangen werden als Schnürsenkel, hört man doch eigentlich überall.

Daß fast nur noch kleine Aale gefangen werden ist bei uns fast überall so. Zwei Beispiele:

Unser Verein macht schon seit vielen Jahren ein gemeinsames Nachtanageln an einem eigentlich ganz gut und regelmäßig mit Aal (Satzaal) besetztem kleinen Stausee. Früher wurden dabei auch regelmäßig ein paar richtig Dicke mit erwischt. Aber in den letzten 6 oder 7 Jahren wurde kein einiger Aal mehr über 200 g gefangen. Etwa zwei Drittel war kleiner als das Mindestmaß von 40 cm bzw. ab 2011 45 cm und damit sicherlich noch unter 100 g schwer.

Laut Fangbuchauswertung lag der Durchschnittsaal im Bereich unseres Vereines (immerhin mit über 200 Mitgliedern) in den letzten Jahren immer deutlich unter 200 g, und zwar als Querschnitt aus allen von uns beangelten Gewäsern. Es scheint bei uns einfach kaum noch größere Aale zu geben. Da der Besatz unserer Gewässer von Seiten des Verbandes organisiert wird, der eine eigene Fischaufzucht (und Fischhandels-)GmbH betreibt, nehme ich mal an, daß die Besatzaale für alle Gewässer aus ein und derselben Farm stammen.

Ich gehe eigentlich kaum noch gezielt auf Aal, denn mit einem daumendicken 100g-Fisch kann ich nichts anfangen. Brataal nach ostfrisischer Art ist nicht so mein Ding.
 
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also an der größe der aale in der donau gibt es für mich nichts zu meckern. wie südwind schreibt durchwegs um die 70/80 cm ab und an ist ein hammer mit über 90 dabei. echte "schuhbandl / schnürsenkel" sind eher die ausnahme, höchstens man erwischt die männerbadewanne, aber dann kann man den platz wechseln. ich bin echt glücklich, daß ich noch aale fangen kann und werde das auch in zukunft noch tun (mässig, aber regelmässig). ich liebe diese fische sowohl von art/aussehen her, von ihrer faszinierenden biologie und natürlich auch in geräuchertem zustand. mir sind damals schier die tränen gekommen, als ich gesehen habe, was der berufsfischer aus seinem aalschokker, den er unter der turbine platziert hat, herausgezogen hat ... unmengen aalstücke, teils armdick, die haben sich noch bewegt ... einfach schrecklich. für jeden, der tiere in irgend einer form liebt eine schlimme tragödie.:(
 
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Seit cá 5 Wochen probieren wir regelmäßig am Wochenende dem Aal am Rhein nachzustellen.
In den ersten Juliwochen war die Temperatur sehr niedrig und Hochwasser, demnach auch wenig Fänge, vor allem Schnürsenkel die wierder schwimmen durften.
Am letzten Wochenende konnten meine Kollegen einen schönen Zander, einige kleine Barsche und einen 65er Aal überlisten.
Heute Abend haben wir drei kleine Burschen die wieder zurück durften, zwei knappe 60er und einen dicken Brocken (geschätzt) an die 1000g verhaften.
Die Temperaturen sind nun beständiger und der Aal beißt nun endlich, aber doch sehr spät.

Als "Beifang" in jeder Runde, einige fette Brassen (cá 50-55)und Rotaugen cá 30-35.
 
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Ich habe gerade gelesen das die Glasaale an der europäischen Küste zum zweiten mal in Folge zugenommen haben. Womit wohl ein seit 30 Jahre andauernder Abwärtstrend mit großer Wahrscheinlichkeit zu ende ist.
Im Moment kommen zwar nur 10% von der Menge an die bis in den 80er Jahren ankamen, aber vielleicht gibt es doch noch Hoffnung.

AF
 
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hier habe ich noch einen Artikel gefunden. Der ist zwar vom Mai, aber trotzdem interessant.
Leider habe ich nichs gefunden über die deutschen Zählstationen.
Meine Frau hatte dieses Jahr in Estland in der Ostsee gebadet und dort war alles voll mit Glasaalen. Ihre Tante die dort an der Ostsee wohnt, meinte das sie sowas in der Menge noch nie gesehen hat, und die wohnt schon über 50 Jahre dort.
http://www.fischundfang.de/Service/Aktuelle-Meldungen/Beste-Glasaal-Saison-seit-15-Jahren

AF
 
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