Das mit dem "bissel verdünnen" ist genau richtig, um die Fließfähigkeit des angemischten Lackes zu verbessern

Hervorragend eignet sich dazu Isopropanol , es muss allerdings der hochreine mit 99,5% Reinheit sein. Wenn man nur 70-%igen nutzt hat man ein Problem, da die anderen 30 % Wasser sind und das ist mit 2-K-Lack "
NIX GUT"

.

Auch darf man nicht zuviel Isoprop zumischen, dann wird der Lack nicht richtig fest und bleibt immer ein wenig klebrig. Das absolute Maximum ist bei rund 10-Volumen-Prozent Isoprop in der Lackmischung also 0,1 ml pro ml angemischten Lack.
Bei mir hat sich ein Volumen-Anteil von 6-7 % Isoprop als ideal herausgestellt. Dadurch wird der angemischte Lack
a. deutlich fließfähiger und lässt sich besser auf den Wicklungen mit dem Pinsel verteilen
und
b. so zieht/saugt er sich besser in das Garn
und
c. verlängert sich die normale Verarbeitungszeit von rund 20-22 min (bei Flexcoat ) bevor er so zäh wird, dass er nur noch schwer pinselbar ist um rund 5 min.

Zum
genauen Abmessen von Lack und Isoprop auf 0,1 ml genau nutze ich deswegen seit Jahren solche 1-ml-Spritzen mit einer Einteilung/Skalierung von 0,1 ml
https://www.ebay.de/itm/5x-Feindosi...465747&hash=item2eea6180fa:g:Rh0AAOSwBLlVVO33
Die gibt's auch in größeren Einheiten, da wird's pro Spritze günstiger, ich kauf die meist im 200er-Paket, das langt dann 'ne Weile

Auch muss man die Spritzen nicht nach nur einmaligem Gebrauch wegwerfen, man kann/sollte die durchaus mehrfach verwenden.
Nur muss man aufpassen, das man die bereits benutzten Spritzen der Lackkomponenten
auf keinen Fall vertauscht, am besten farblich kennzeichnen !
Wenn man dann nämlich mit der benutzten Spritze von Komponente A im Behälter von Komponente B was aufzieht (oder umgekehrt) werden kleinste Menge der reaktiven Komponenten schon vermischt und es kommt unweigerlich zu einer langsamen Aushärtung in dem Behälter, den Lack kann man dann nach kurzer Zeit nur noch entsorgen.