Sooo...
Wir sind mittlerweile in Stockholm gelandet und warten auf unseren Weiterflug nach Berlin.
Zur An- und Abreise muss ich sagen, dass es immer aufwändig und langwierig ist nach Sørøya zu kommen. Es hat zwar alles geklappt und alles Gepäck ist bisher mitgekommen, aber irgendwie vergeht für mich immer mehr der Vorteil und die Zeitersparnis mit dem Flieger. Wir haben noch Recht günstige Flüge bekommen, aber der Theater mit dem Gepäck heute morgen, das ja vorher nicht zusätzlich buchbar war, und generell die vielen Änderungen im Vorfeld... Mir vergeht irgendwie die Lust...
Aufgrund des Wetters und der Aktion direkt nach der Ankunft raus zu fahren haben wir uns direkt den Schlaf- und Wachrhythmus zerschossen... Dadurch dass die Sonne nicht untergeht passiert das wohl automatisch. Ihr habt ja gesehen wann wir teilweise die Berichte geschrieben haben. Das war auf jeden Fall anstrengend und ich brauche erstmal Urlaub vom Urlaub
Das Wetter, oder besser gesagt der Wind haben sicherlich unsere Tour bestimmt. Wir haben nicht eine der Aktionen machen können die wir uns eigentlich erhofft hatten (Rotbarsch, 24h Tour in die nördlichen Fjorde auf Butt und Scholle...)
Wir sind genau einmal aus dem Fjord raus gekommen, und das war die Nacht nach der Ankunft. Da haben wir schöne Dorsche gefangen, auch wenn sie hart erarbeitet wurden. Ansonsten haben wir nur im geschützten Bereich geangelt, hauptsächlich in unserer Hausbucht, wie folgendes Plotter Foto beweist:
Hier haben uns Steinbeißer und Co. die Tour gerettet. Dabei war alles an Ködern erfolgreich was wir angeboten hatten. Es ist nicht so das wir es nicht auch anderswo probiert hätten, aber entweder es war aufgrund der Drift nicht ordentlich fischbar, oder der Fisch hatte keine Lust...
Mit der Vielfalt bin ich durchaus zufrieden, die Größe gerade bei den Steinbeißern war ordentlich. Auch die Qualität des Filets war ohne Beanstandung.
Die Angelei auf Scholle und Steinbeißer mit Naturködern (Reker oder Fischfetzen) habe ich mit einer mittleren Slow Jigge von Ali betreiben. Gepaart mit einer Tailwalk Baitcaster eine tolle Kombi. Weiche Spitze zur Bisserkennung bei den Plattfischen und genug Rückgrad für einen Butt. Klasse Geschichte, wer also mal auf Scholle Angeln will und eine Slow-Jigge im Bereich von 200 bis 300g hat, probiert das Mal aus! Wir haben hauptsächlich mit dem Kinetic Sabiki Jay Flaunder Inline Rig in 120g gefischt, das ging sehr gut. Ich hatte mir mit Sargbleien auch ein paar eigene Vorfächer gebunden, was auch sehr gut funktioniert hat!
Die Dorsche kamen auf Gummi oder Jig in Tiefen zwischen 50 und 80m. Gerade beim Angeln auf Butt kamen auch immer wieder Dorsche als Beifang, aber für uns meist zu klein zum mitnehmen.
Auf Butt wollten wir eigentlich mehr angeln, aber unsere Versuche im geschützten Bereich bis 30m waren nur in der Kinderstube erfolgreich. Am letzen Tag zum Abangeln haben wir den Tiefenbereich zwischen 40m und 60m abgeklappert, mit überschaubarem Erfolg wie ihr gesehen habt...
Zu Boot und Unterkunft muss ich glaube nicht mehr viel sagen. Die Arronet ist das beste was ich bisher gefahren bin. Die kann deutlich mehr Wind und Welle ab als noch fischbar ist...
Die beiden langen Touren auf Forelle in den Bergen waren sicherlich mein persönliches Highlight der Tour. So in der Natur unterwegs zu sein und dann auch noch Fisch zu fangen, das war Klasse und hat für das verpasste auf dem Meer entschädigt.
Trotz aller Einschränkungen und Wetterkapriolen ist die Stimmung bei uns immer positiv geblieben, ich hoffe das ist auch so rüber gekommen! Am Zoll in Tromsø haben wir nichts zu befürchten gehabt, unsere Quote war nicht voll... Das lag daran, das wir so viel frischen Fisch vor Ort gegessen haben, aber das würde ich auch immer wieder so machen.
Es tut natürlich weh, heute morgen bei diesen Bedingungen die Insel verlassen zu haben, aber es bleibt ja keine andere Wahl...
Ich danke euch für eure rege Anteilnahme! Es war schön euch mitzunehmen und teilhaben zu lassen, meine Mitstreiter lassen bestimmt auch noch was hören!
LG David