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Since 1981 in Panama

Dieses Thema im Forum "Big Game" wurde erstellt von Der Mog, 16. Dezember 2014.

  1. since1981

    since1981 Kapitän Profiboot International

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    Noch ein bisschen was zum Gerät. Da ich bei meinem letzten Bericht schon ausführlich aufs Gerät eingegangen bin, werde ich mich hier nur auf die neuen Sachen konzentrieren.

    Knoten, Braid und Leader:
    Zu erst muss ich sagen das es bei dieser Tour kein einziges mal zu Materialversagen kam. Besonders beim Thema Knoten und Schnüre war ich echt begeistert. Bin nun auch dazu über gegangen den Knoten außerhalb der Ringe zu belassen. Entsprechend kürzer war dann auch das Leader (ca. 1,20m) Der FG lässt sich zwar wunderbar durch die Ringe werfen, allerdings geht das zu Lasten der Wurfweite und ich bin mir nicht sicher ob da nicht doch irgendwann Schäden am Knoten auftreten wenn der immer wieder durch die Ringe pfeift. Wichtig ist hier zu erwähnen das ich meinen FG mit Trickknoten auf dem Leader beende und nicht wie in vielen Videos zu sehen den Trickknoten aufs Braid setze. Wichtig auch das der Knoten nach dem Binden einmal richtig belastet wird (min. 50% der Tragkraft). Dazu habe ich mir zwei solche Lenkergriffe gekauft http://www.fahrrad.de/fahrradteile/...6_pla&ef_id=Vrr8yQAABDYoeHow:20160523051657:s und je auf ein passendes Rundholz gezogen. Das Material eignet sich perfekt sowohl um Braid wie auch Leader aufzuwickeln und dann den Knoten auf Zug zu belasten. Macht man das nicht, kann sich der FG bei den ersten Würfen mit schweren Poppern lockern.
    Bei den Jiggingruten habe ich 4-5m Leader vorgeschaltet, ebenfalls mit FG verbunden.
    Bei der Livebaitkombo habe ich erstmals gespleißt. Hier wurde eine 80lb ToroTamer mit einem 130lb Fisherman Leader gespleißt was nicht so einfach war, da die passende Nadel einen zu geringen Innendurchmesser besessen hat. Habe die TT dann mit der Loop-Nadel erst geweitet und dann das Fisherman-Leader direkt ohne Nadel eingespleißt. Mit ein wenig Fingerspitzengefühl ging das. Gesichert wurde die Verbindung mit 0,20mm Braid als Nagelknoten und TT-Kleber. Am Ende des Leaders kam ein 400lb Owner Cultiva Wirbel und dann noch mal 2m 200lb Fisherman Leader bis zum Cirklehook.
    An Schnur kam fast nur noch YGK WX8 Castman und Jigman zum Einsatz. Hier bin ich wohl am Ziel angekommen. Weitere Experimente oder Tests wirds da auch nicht geben. Neben Tragkraft und Haltbarkeit hat mir besonders die Wurfperformance gefallen. Kann diese zwei Schnüre nur wärmstens empfehlen. Pe-Angaben passen auch zu den Rollenangaben von Daiwa und Shimano.

    Ruten:
    Neu am Start war die Smith WRC 77 Ichiban http://www.tackleking.de/smith-ltd/651-smith-wrc-77-ichiban.html die ich mir kurz vor dem Trip noch bei Marcel gekauft habe. Vorangegangen war fast ein Jahr Suche nach einer schweren bezahlbaren Popperrute mit der man auch wirklich Popper bis 200g werfen und vor allem schlagen kann. In diesem Segment wird die Luft schon sehr dünn und die Preise entsprechend hoch. Ich wollte eine Rute mit der ich in Panama alles raus bekomme und die auch für zukünftige Reisen in GT-Regionen geeignet ist. Letzendlich hat sie genau das gebracht was ich von ihr erwartet habe. Power ohne Ende, dabei aber kein gefühlloses Brett. In die Rute habe ich mich wirklich verliebt, auch wenn der richtig brutale Gegner noch gefehlt hat. Gefischt wurde sie mit einer Saltiga Z6500 EXP was sehr gut gepasst hat. Nur beim schnellen Poppern auf Thun war mir die Rolle ein wenig zu langsam.
    Weiterhin kam dieses mal meine 80lb Seeker Livebaitrute zum Einsatz. Blankbezeichnung weiß ich leider nicht mehr da überlackiert. Wurde mir von Jens (Köhlerzupfer) aufgebaut. Gefischt mit einer Maxel SL16D und 80lb TT Hollow. Die Kombo durfte mal richtig zeigen was sie kann. Bremse wurde mit 12kg auf Strike und ca. 19kg auf Fullstrike eingestellt. Beim Drill mit Mister X waren sicherlich 15-16kg Bremskraft eingestellt und das hat die Rute locker weggesteckt. Tolle Kombo die so bestimmt noch öfter zum Einsatz kommt.

    Köder:
    Hier gabs ein paar Neuheiten. http://www.tackleking.de/popper/674-smith-tobiika-stickbait.html Wurde meist mit der Xzoga Taka Pi 7525 und 8000er Stella auf YFT gefischt. Richtig geiler Köder der selbst beim Trolling noch gut gefangen hat. Weiterhin kamen erstmals der Heru Cubera 180 und der Tuna 100 zum Einsatz. Beides tolle Popper die mit der passende Rute super zu werfen und zu führen waren. Meistgefischter Köder war wieder der große Halco Rooster Haymaker in Rotweiß.
    Beim Fischen in der Flussmündung kamen Lunker City FinS in Weiß am Gamakatsu Footballjighead zum Einsatz. Außerdem Feed Popper von Tacklehouse http://www.veals.co.uk/acatalog/tackle-house-feed-popper-shg-mackerel-2208.html sowie diverse flach laufende Wobler von IMA. Zum leichten jiggen wurden diese Jigs von Maria verwendet http://www.veals.co.uk/acatalog/Maria-Mucho-Lucir-5226.html#SID=243 Den Drilling sollte man gegen einen kleinen Einzelhaken ersetzen. Werden bestimmt auch in Norwegen auf Pollack mal zum Einsatz kommen.

    Sonstiges:
    Vorfachmaterial kam nur noch Fisherman Shockleader von 50-200lb zum Einsatz. Für mich mittlerweile ohne jede Alternative, auch wenn es preislich schon sehr schmerzt. Wirbel habe ich dieses mal viel Owner Cultiva Wirbel verwendet. Haben mir deutlich besser gefallen als die Berkley Big Game oder Rosco, da es weniger verdrall gab. Besonders bei der Livebaitkombo war das am Anfang noch ein Problem.
    Sprengringzange war dieses mal die Owner GP60 zum Einsatz. Für größere Sprengringe soweit wunderbar. Man musste allerdings in regelmäßigen Abständen CorrossionX aufs Gelenk geben da sie sonst immer schwerer ging. Leider haben sich auch bei dieser Zange mit der Zeit die Backen abgenutzt. Muss aber dazu sage, das ich nur Flachstahlsprengringe verwendet habe und sehr viel mit der Zange gearbeitet habe. Vor der Tour mussten auch noch etlich neue Köder umgerüstet werden. Denke für den Preis ist das i.O.
     
    mtechniker2002, Roy Spim, Gollom und 3 anderen gefällt das.
  2. Felitschi

    Felitschi New Member

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    Hallo Jungs, Hallo Andreas, vielen Dank für die ganzen Tipps zur Tuna Coast!
    Mein Name ist Felix, ich bin 26 und ebenfalls einer dieser Angler der für alle Angel-Abenteuer zu haben ist.
    Der Beitrag ist nun ja leider schon etwas älter, aber vielleicht ist der ein oder andere von Euch Panama-Reisenden ja noch an Board hier.

    Ich bin im Februar ebenfalls in Panama unterwegs und mich würde es brennend interessieren, ob man die Orte an der Tuna Coast wie Pedasi, El Ciruelo oder Chambutal einfach blindlings als Backpacker fahren kann, sich dort eine Unterkunft suchen und auf jeden Fall einen Fischer findet der einen mit rausnimmt?
    Oder gibts da nur vereinzelt welche die dann auch nicht immer bereit sind Touristen für 100$ rumzufahren?

    Würde mich sehr freuen jemanden zu finden der mal dort war und dazu vielleicht ein kurzes Feedback geben könnte!
    Viele Grüße,
    Felix
     
  3. since1981

    since1981 Kapitän Profiboot International

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    Hallo Felix, ich werd dir morgen ausführlich antworten. In diesem Thema hier solltest du aus zwei Touren aber schon einige Antworten finden.
     
  4. Felitschi

    Felitschi New Member

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    Hi Andreas,
    super, vielen vielen Dank dir!
    Deinen Bericht habe ich natürlich vollständig gelesen, konnte dem auch einige gute Tipps entnehmen.
    Für mich bleibt hauptsächlich die Frage (da ich keinen Mietwagen habe und daher nicht so flexibel bin), ob man da jede Menge Guides findet die alle mehr oder weniger gleich viel Ahnung haben was Rooster und Co mit Poppern betrifft oder ob man da Glück haben muss, da es nur wenige "gute" gibt die einen für "nur" 100$ mit rausnehmen. Nicht, dass ich dann dort steh und es dann kaum brauchbare/ bezahlbare Guides gibt, weil gerade Urlaubszeit ist.
    Du meintest z.B. du warst in Canas zufriedener als in El Ciruelo.
    Schätzt du ich kann einfach nach Canas fahren mit dem Bus und finde dann einen Platz zum Schlafen + brauchbaren Guide?
    Ich denke Pedasi wäre für mich am einfachsten zu erreichen, zudem gibt es dort ein billiges und scheinbar gutes Hostel für so 15€/Nacht.

    Aber ist die Küste vor Canas aus deiner Sicht etwas besser für Rooster, (weil weiter weg und daher weniger Angeldruck)?
    Im Endeffekt nehme ich etwas mehr Kosten und Aufwand gerne in Kauf, um dann in ein fischreicheres Gebiet zu gelangen.

    Ich möchte ziemlich ähnlich fischen wie ihr- sprich Rooster, Bluefin Travelly, YFT und Amberjack mit Poppern, Stickbaits und (witzigerweise genau wie du) dem 100g Maxel slowjig. (welchen du dort auch "slow" gefischt hast?)

    Da ich als Backpacker reise habe ich dazu allerdings nur eine Zenaq Rouf Expedition EP73S mit 6000er Saragossa und 50lbs 8-Braid Evo (+ gefüllter Ersatzspule ;) ) zur Verfügung, also eine Rute für alles...
    Als ich deine Tackletipps gelesen habe musste ich grinsen, da ich zufällig ebenfalls den Tobiika Stickbait und auch 100er Fisherman Leader eingepackt habe.
    Ansonsten hauptsächlich Freestyler, Sebile Splasher, SS Little Neck Popper, X-Raps Longcast, Roberts Ranger usw.

    Freue mich über jeden Hinweis zum Gebiet dort.

    Viele Grüße,
    Felix
     
  5. since1981

    since1981 Kapitän Profiboot International

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    So nun hab ich etwas Zeit.

    Anreise: Mit Bus funktioniert sehr gut. In Panama gibt es ein sehr gute Busnetz. Panama City musst du zum Busterminal Albrook. Das geht am besten mit dem Taxi. Von dort kommst du eigentlich in alle großen Städte. Um zur Tuna Coast zu gelangen musst du den Bus nach Las Tablas nehmen. Von dort aus weiter nach Pedasi oder in Richtung Canas. Fahrpläne findest du im Internet. Der Bus nach Canas hält auch in El Ciruelo.

    Unterkunft:
    Zimmer für 15€ glaube ich nicht. Außer eventuell irgend nen Raum den du dir mit anderen teilst. Die Preise die ich für einfache Zimmer kenne liegen zwischen 30-80€. Da solltest du etwas aufpassen. Die kassieren bei Onlinebuchung gern noch mal vor Ort extra. In Pedasi gibts auch ein Touristenbüro die dich mit allen möglichen Infos versorgt. Außerdem kannst du dort Geld abheben und Einkaufen. Gibt auch einen Angelladen dort.

    Angelei:
    Ich weiß nicht wie gut du Poppern und Jiggen kannst. Ich habe es dort zum ersten mal gemacht. Auf nem schwankenden Panga braucht das einiges an Zeit und Übung. Guide kannst du vergessen. Sowas wirst du dort nicht finden. Es gibt dort eigentlich nur die Pangas und Kapitäne mit Super Pangas. Die Panga Kapitäne sind in der Regel Fischer und fischen meist mit Langleinen, Kannister oder Handleine. Die haben vom Poppern und Jiggen wenig Ahnung. Angler die Poppern oder Jiggen sind hoch angesehen, weil das echt Kraft kostet und die spektakulärste Art ist zu fischen. Fragst du sie aber was sie empfehlen würden, werden sie dir Trolling oder Livebait empfehlen. Trolling macht mir persönlich keinen Spaß und erfordert auch entsprechendes Gerät was die meisten Pangas nicht haben. Livebait erfordert ein Boot mit Tank was auch nicht viele Pangas haben. Außerdem musst du erst mal Köderfische besorgen (Sabiki) und das ist häufig echt schwierig. Bei den Pangakapitänen erlebst du echte originale. Hatte immer viel zu lachen und wenn man sein Lunch und eventuell mal ein Bier mit den Jungs teilt machen die auch mal ne Stunde länger. Kosten sind mittlerweile auch hoch gegangen. 100-200$ + Sprit und Öl (ca. 40-50$) +10-20% Trinkgeld. Sprache ist bei den meisten Spanisch. Mit Englisch kommst du da nicht weit. Wichtig ist noch das du dich selbst um Eis, Verpflegung und Getränke kümmern musst.
    Super Pangas (28-45ft Centerconsol) findest du meist in Fishing-Lodges oder bei wohlhabenden Leuten. Da gibts in Pedasi ne sehr gute Lodge mit Kapitänen die es echt drauf haben. Da lernst du richtig was über die Angelei. Leider kostet so ein Boot dann mal schlappe 600-1200$. Hinzu kommt das sie nicht immer verfügbar sind da man Leute bevorzugt die auch in der Lodge wohnen. Siehe hier: http://panafishing.com/index.html Außerdem gibt es in Pedasi und El Ciruelo Privatpersonen die so ein Boot besitzen. Bei solchen Trips ist dann wirklich alles inklusive. Selbst hochwertiges Leihgerät ist meist dabei inkl. dem Deckhelfer, der dir erzählt was du für ein toller Angler bist. Denke aber das wird eher uninteressant für dich sein.
    Die Angelei selbst ist dort sehr unterschiedlich. Einflüsse wie z.b. El Nino oder La Nina wirken sich dort extrem aus. Kommt vor das du raus fährst und den ganzen Tag popperst ohne nur einen einzigen Fisch zu sehen. In solchen Situationen kann dir auch kein Kapitän weiterhelfen. Wichtig ist so früh wie möglich raus zu fahren. Sonnenaufgang ist mit Abstand die fängiste Zeit fürs Oberflächenangeln. Gegen Mittag setzt dann meist der Norostwind ein. Je nach Lage bist du dann ab 14Uhr gezwungen Inshore zu fischen.

    Ich selbst hatte den großen Vorteil mit jemandem zu reisen der perfekt Spanisch spricht und schon häufiger dort war. Daher war es für mich nicht ganz so schwer die richtigen Leute kennen zu lernen. Trotzdem haben wir bei einer Super-Panga Tour ins Klo gegriffen.
    Allgemein würde ich dir zumindest für die ersten Tage El Ciruelo Casa Estrella empfehlen. Die zwei Jungs sind eigentlich ganz nett und sprechen Englisch. Zimmer usw. ist auch ok. Vorallem aber haben sie Kontakte zu den Kapitänen. Eine Option wäre auch dort zu wohnen und dich mal von Jairo aus Canas abholen zu lassen. Für mich der beste Panga-Kapitän den ich in Panama hatte. Der kann dir auch bissl was zur Angeltechnik zeigen. Liegt all inkl. bei ca. 250$. In Canas hast du neben dem reinen Meeresangeln auch die Möglichkeit in den Mangroven auf Snook und Corvina mit leichtem Gerät zu fischen. Außerdem hat er einen Livebaittank und gut Köderfische vor der Haustür. In Canas selbst gibt es keinerlei Unterkünfte. Wir haben im Bootsschuppen von Jairo übernachtet. War sehr spartanisch aber trotzdem irgendwie cool. Ging aber auch nur weil wir für 8 Tage bei Ihm das Boot gebucht hatten und mein Kumpel ihn gut kannte.
     
  6. flyingFlunder

    flyingFlunder Stammnaffe

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    Das nenne ich mal ein Angelabenteur! Und wer das dann noch alleine durchziehen möchte "RESPEKT"! :applaus:

    Viel Erfolg auf deiner Tour!

    Gruß
    Björn
     
  7. since1981

    since1981 Kapitän Profiboot International

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    Naja Allein geht das auch. Bei meiner ersten Tour war ich 10 Tage allein unterwegs. Ne Adresse irgendwo in Panama und paar Infos. Hat halt Abenteuercharakter und man arrangiert sich schnell. Für mich ein einmaliges Erlebnis fern ab von irgendwelchen organisierten Angelreisen inkl. Guide und Schirmchendrink. Man muss halt als Anfänger im Warmwasser erst mal ne relativ hohe Frustrationsgrenze haben.
     
  8. flyingFlunder

    flyingFlunder Stammnaffe

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    Bremen
    Ich gebe dir vollkommen recht und sage ja das ich das ein Angelabenteter nenne. Ob allein oder zu zweit ist da beim ertsten Trip egal.

    Der Respekt galt sowohl als auch.

    Gruß
    Björn
     
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