Süßwasserangeln bei Tolga 2021

Maisel

Stammnaffe
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Die erste Woche unseres diesjährigen Norwegenurlaubs, ehe wir nach Fosen sind, haben wir an der oberen Glomma bei Tolga verbracht. Natürlich hatten wir uns die Angelkarten schon zu Hause besorgt, so daß es gleich losgehen konnte. Der Wasserstand der Glomma war sommerlich sehr niedrig. Das bis zu 2m lange Gras im Wasser ist dort typisch, und speziell beim Angeln. Es gibt steile Ufer, wos gleich über 3m tief reingeht, und es gibt auch Flachstrecken für die Watangler.
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Doch meist biste allein mit dem Fluß mit den Fischen, da weiste, du bist nicht mehr in Deutschland.
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In den Grasfahnen lauern in strömungsarmen Zonen auch die Hechte, ohne Stahlvorfach beißen die dir schon mal nen Spinner ab. Hatte Glück mit nen 60er , der nicht an die Schnur rankam. Barsche gibts da auch, aber nicht unser Zielfisch.
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Nen 80er Hecht stand auch mal am Ufer, da gibts aber bestimmt auch noch die Urureltern.
Wir wollten auf Äschen und Forellen angeln.
Mit 4-8cm Wobbler, 2er Spinner oder Spinmad und Fliege/ Nympfe konnten wir die Äschen Überlisten, wobei mit Fliege viele kleine Äschen gefangen wurden.
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Äschen bis 50cm konnten wir überlisten, nur bei den Forellen gabs überwiegend viele kleinere unter 30cm , die größeren waren schon schlau geworden, wir hatten nur eine 35 er.
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Meine Frau hatte ne 50er, mit meiner 45er war ich trotzdem zufrieden.
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Wenns oft zappeln sollte, mußteste so ne Fliege dranhängen, war absolut fängig bei den Äschen in allen Altersgruppen, selektiv geht da leider nicht.
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Mit 4gr Spirolino und Spinnrute kannste die Fliegen auch unterm Steilufer auswerfen, und 40m auf Distanz am anderen Ufer kannste die Fische überlisten, die Watangelstrecken haben wir meist für die Fliegenfischer freigelassen. Die besseren Äschen sind auch bei 3m tiefem Wasser zu fangen, allerdings sind auch manche schöne Stellen wie fischfrei, nichts zu fangen, na dann die nächste schöne Stelle, und es zuppelt wieder.
Dann mal 4 Äschen mitgenommen fürn Grill bei unserer Verwandschaft.
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Nach der Meinung der alten Norwegernachbarn kann man diese Fische mit weißem Fleisch doch nicht essen- oder!? Da zählt wohl nur rotes Fischfleisch wie Lachs und Forelle, da schütteln auch viele den Kopf ,wenn sogar die Schweden extra wegen solchen Fisch nach Norwegen kommen.
Kinder bis 16 Jahre können in Norwegen kostenlos angeln, da gehts ganz problemlos locker mit Familie an den Fluß zum Familienspaß am Wasser. Da fliegen die Tiroler Hölzl oder ähnliches mit Wurm ins Wasser, die Ruten stecken in der Sandbank, und wenns mal zappelt ist der Sonntagsnachmittagsspaß komplett.
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Für uns jetzt in Deutschland undenkbar, doch so was gabs in der DDR schon mit den sogenannten Jugendteichen, wo jedes Kind sich beim Angeln ausprobieren konnte, bevor es in den Angelverein eintreten wollte.
Wer mal die Glomma bei der Einreise hochfährt, kann stromab von Elverum bis zur Mündung kostenlos, also mit gutem Gewissen , mal ne Angelpause machen. Schöne Stellen siehste vom Auto aus allemal, im Bereich Kongsvinger gibts viele gute interessante Flußbereiche. Im nächsten Jahr liegt das leichte Spinnzeug wieder gleich obendrauf, da gehts zur Pause wieder rechts ran an die Glomma.
 

D3rFabi

Skandinavist
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Habe schon auf deinen diesjährigen Bericht gewartet, hast nicht enttäuscht :)

Schöne Bilder!
 

Maisel

Stammnaffe
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Hier mal noch paar andere Eindrücke vom Urlaub im Binnenland. Im wunderschönem Glommatal entlang gibts viele Anglercamps, die zum Stop einladen. Kapazitäten hatten die immer frei, im Gegensatz vor 3-4 Jahren, wo die Camps gut besucht waren von den Anglern. Dieser Sommer war in dieser Region extrem trocken und warm. In unsern beliebten kleinen Flüßchen war kaum Wasser drin, natürlich haben wir an 2 Tagen es dort mal auf die Äschen probiert.
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Wir sind viele km gelaufen zu den besten bekannten Stellen, doch es ging nichts !
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Nur eine 37 Äsche konnten wir fangen, die müssen wohl alle in die Glomma abgewandert sein, auch haben wir keine Fische , wie sonst, im Wasser gesehen. Sehr wenige kleine Forellen waren da an den Haken zu bekommen.
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Immer wieder zog ein Regenschauer durch, was das Uferangeln und Rumkraxeln auf den rutschigen Steinen gefährlich macht. Der Regen war schon wichtig, denn das Moos war durch die lange Trockenheit ganz hart, und Pilze gabs zu der Zeit auch keine. Interessante Stellen gabs im Fluß, wo Mahlsteine im Gestein wunderschöne Formen hinterlassen.
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In einem kleinem Dorf gibts nachmittags nen kleines urisches Kaffee , wo du deine Kalorien wieder auffüllen kannst
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nu ratet mal. was mein Teller ist.
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Dort oben im Bergland kanns denn auch mal zum Frühstück anfang August noch etwas frisch sein, im Nachbartal waren es da -4°C !
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Eine Tour ins Fjell haben wir auch wieder gemacht, wo wir 3 Saiblingsseen beangelt haben.
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Da oben biste schön allein mit der Natur, allerdings darfste nicht fußkrank sein.Allerdings gabs auch hier keine Pilze, nur eine Superstelle mit Moltebeeren haben wir gefunden, so viele und so dicht hatten wir die noch nicht.
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Durch die 3 Seen haben wir 8 Std viele km unsere Köder gekurbelt, keinen Fisch auch nur gesehen? Im letzten See hatte ich zum Schluß nur einen kleinen Saibling auf Spiro mit Fliege von ca 50m draußen, na das war recht dünne. Irgendwie waren die alle auf Tauchstation, ist eben Natur. Für uns wars ein schönes Höhentrainigslager mit viel Bewegung, da schmeckt das Abendessen wieder. Und nächstes Jahr sind wir wieder da, da werden die Karten neu gemischt.
 

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Wobbler07

Raubfischjäger
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Sehr schöne Eindrücke Wolfgang, vielen Dank dafür :a020:
 

Sei66

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Hallo Wolfgang,

schöner Bericht, macht immer Spaß zu lesen bei dir.

Ihr macht ja den Urlaub ähnlich wie wir, bisschen was ankucken, bisschen wandern und ein paar Fische im Süßwasser aufspüren (zum Essen vor Ort). Wir waren dieses Jahr etwa auf der gleichen Höhe wie Ihr, aber auf der schwedischen Seite (Jämtland). Eure Erfahrungen mit den Fischen kann ich voll bestätigen. In den Bächen, Flüssen und Waldseen war es dieses mal extrem schwer, überhaupt etwas zu fangen. Wir hatten auch mehrere Tage ohne jeden Fischkontakt, und das will dort schon was heißen. Auch die Saukälte hatten wir auf der schwedischen Seite, meist kräftiger eisiger Nordwind, tagsüber4 - 8° und nachts leichter Frost (auf etwas 800 m Höhe). Der See, an dem unsere Ferienhütte lag (Messlingensjö), hatte an der Oberfläche 6 - 7° Wassertemperatur, und das Ende August!

Naja, wenigstens habe ich dieses mal meine ersten Renken gezielt mit der Hegene gefangen, das war schon lange Zeit mein Ziel. Bisher hats nur hin und wieder mal mit einem geschleppten Miniwobblere zufällig geklappt, beim Forellenangeln, oder vor zwei Jahren mal mit nem Netz, aber das zählt ja nicht. Waren auch schöne dabei, bis über 40 cm, sehr leckere Fische.

Nächstes Jahr werden die Karten neu gemischt, hoffentlich dürfen wir dann wieder ohne große Spirenzchen nach Norwegen, wir haben uns auch schon paar schöne Ziele im Binnenland augsgesucht.
 

Roba

Stammnaffe
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Hier mal noch paar andere Eindrücke vom Urlaub im Binnenland. Im wunderschönem Glommatal entlang gibts viele Anglercamps, die zum Stop einladen. Kapazitäten hatten die immer frei, im Gegensatz vor 3-4 Jahren, wo die Camps gut besucht waren von den Anglern. Dieser Sommer war in dieser Region extrem trocken und warm. In unsern beliebten kleinen Flüßchen war kaum Wasser drin, natürlich haben wir an 2 Tagen es dort mal auf die Äschen probiert.
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Wir sind viele km gelaufen zu den besten bekannten Stellen, doch es ging nichts !
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Nur eine 37 Äsche konnten wir fangen, die müssen wohl alle in die Glomma abgewandert sein, auch haben wir keine Fische , wie sonst, im Wasser gesehen. Sehr wenige kleine Forellen waren da an den Haken zu bekommen.
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Immer wieder zog ein Regenschauer durch, was das Uferangeln und Rumkraxeln auf den rutschigen Steinen gefährlich macht. Der Regen war schon wichtig, denn das Moos war durch die lange Trockenheit ganz hart, und Pilze gabs zu der Zeit auch keine. Interessante Stellen gabs im Fluß, wo Mahlsteine im Gestein wunderschöne Formen hinterlassen.
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In einem kleinem Dorf gibts nachmittags nen kleines urisches Kaffee , wo du deine Kalorien wieder auffüllen kannst

nu ratet mal. was mein Teller ist.
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Dort oben im Bergland kanns denn auch mal zum Frühstück anfang August noch etwas frisch sein, im Nachbartal waren es da -4°C !
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Eine Tour ins Fjell haben wir auch wieder gemacht, wo wir 3 Saiblingsseen beangelt haben.
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Da oben biste schön allein mit der Natur, allerdings darfste nicht fußkrank sein.Allerdings gabs auch hier keine Pilze, nur eine Superstelle mit Moltebeeren haben wir gefunden, so viele und so dicht hatten wir die noch nicht.
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Durch die 3 Seen haben wir 8 Std viele km unsere Köder gekurbelt, keinen Fisch auch nur gesehen? Im letzten See hatte ich zum Schluß nur einen kleinen Saibling auf Spiro mit Fliege von ca 50m draußen, na das war recht dünne. Irgendwie waren die alle auf Tauchstation, ist eben Natur. Für uns wars ein schönes Höhentrainigslager mit viel Bewegung, da schmeckt das Abendessen wieder. Und nächstes Jahr sind wir wieder da, da werden die Karten neu gemischt.
Die Moltebeeren sind mega:herz:
 

Maisel

Stammnaffe
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@Sei66 - Hallo Ralph, da hattet ihr es in Schweden etwas frisch fürn Sommer, da brauchste etwas andere Sommerbekleidung. Als Alternative für uns, wenn Norwegen dieses Jahr nicht möglich gewesen wäre, hätten wir uns auch in Schweden umgesehen, denn da gibts ja unzählige schöne Seen und Fließgewässer, wos für Angler viele Möglichkeiten gibt. Glückwunsch zu euern Renken, das ist ja mal was anderes. Auf Renken haben wir es in Norge noch nicht probiert, obwohl es die in manchen Seen geben sollte auch in der Glomma. Da ist die Uferangelei wohl auch nicht so optimal für die Hegene. Ein neuer Zielfisch wäre das allemal, auch um mal zu kosten. Hoffendlich gehts nächstes Jahr mit der Norwegenfahrerei planbarer und normaler weiter, gebucht haben wir die 4 Wochen Angelurlaub schon wieder, denken wir mal positiv.
@Roba, wir haben diese Spiro von 2,5-4 gr in slow sinking oder schwimmend, mit ner Spinnrute und 20er Mono biste da sehr variabel und hast auch schnell gewechselt auf Spinner oder Wobbler. Im klaren Gebirgsbach haben wir schon gesehen, daß die Äschen aus 3m tiefen Löchern hochsteigen und obentreibende Fliegen sich schnappen.Die Vorfachlänge haben wir nicht länger als 60-70cm , da haste auch kaum verheddern. In tiefere Strecken bringen wir die Nymphen auch mal mit Klemmblei auf Tauchstation. Mit Tiroler Hölzl hatten wir wenig Erfolge. Gibt auch Spiros aus Glas , die etwas stärker sinken, hab die noch nicht probiert,
 

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Roba

Stammnaffe
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Dank dir Wolfgang für deine Infos, das muss ich glaub auch mal probieren :a020:
 

Sei66

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Nochmal paar Tips zum Renkenfischen im Norden, wer's mal probieren will.

Ich hatte mir zunächst ein Buch beschafft mit dem schönen Titel "Große Renken beißen immer" (vom sog. "Renkenpabst" Prof. Kleinjohann). Der angelte aber nur in den meist recht tiefen Alpenseen mit der sog. "Heben und Senken-Methode", vertikal unterm Boot (mit Hegene) in recht großen Tiefen. Das habe ich in verschiedenen Gewässern in Norwegen und Schweden mit gutem Renkenbestand ausprobiert, aber immer ohne jeglichen Biss. So auch diese mal an den ersten 3, 4 Tagen, danach habe ich die Hegenen erstmal weggepackt.

Dann habe ich mal beim Forellen- und Barschangeln bei windstillem Wetter an einer sehr flachen Stelle (so zwischen 1,5 und 2,5 m tief) einen größeren silbernen Fisch "buckeln" sehen. Da in dem See eigentlich keine Weißfische sind, konnte das nur eine dicke Renke sein. Zuerst hab ich die Stelle intensiv mit der Fliege beackert (kleine Trocken- und Naßfliegen, unbeschwerte Nymphen), ging aber nichts. Am Ende die Hegene an die feine Spinnrute geknüppert, aber das Wasser war so flach, daß die beiden oberen Nymphen der 2,80 m langen Hegene beim Vertikalangeln über Wasser waren. Hm, was soll man machen?

Also habe ich das ganze Gedöns mit einem mäßigen Wurf ausgebracht und das Blei (8 g) bis zum Grund sinken lassen. Dadurch, das die Schnur jetzt schräg ins Wasser ging, waren nun alle Nymphen dort wo sie sein sollen - unter Wasser. Anschließend habe ich das ganze super super langsam zu mir zurückgekurbelt (vielleicht eine Kurbelumdrehung pro Minute), so daß sich die Schnur etwas spannte, wenn dann die Spannung zu groß wurde, schnippte das Blei paar Zentimeter vor (war sandig-lehmiger Grund) und die Nymphen begann vermutlich etwas zu wackeln. Etwa 5 - 10 Sekunden nach dem Schnippen kamen immer die Bisse, und zwar zu etwa 50% auf die oberste Nymphe, die relativ nah an der Oberfläche sein mußte. Manchmal sah man auch einen leichten Schwall an der Oberfläche. Gefangen habe ich Renken bis 43 cm, als Nebenfang gabs mittlere Barsche bis etwa 30 cm.

Wenn man in Ufernähe einigermaßen tiefes Wasser (etwa ab 2 m) und hängerfreien Grund hat, sollte das auch gut sehr gut vom Ufer aus klappen. Leider war unsere "Hausbucht" bis ca. 50 m vorm Ufer nur knietief und mit großen Steinen übersät.

Wer die Möglichkeit hat, sollte es auf die nordischen Renken (die gibt es dort in vielen der Seen, vor allem in den mittleren oder nördlichen Landesteilen) unbedingt mal versuchen, es lohnt sich absolut! Selbst im kleinen Tischräucherofen zubereitet sind die Renken ein absoluter Genuß und aus meiner Sicht noch viel schmackhafter als z.B. Forellen. Anbei noch paar Bilder.
 

Maisel

Stammnaffe
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Vielen Dank Ralph für die Anleitung, werden das mal so probieren. In der Glomma an einem 3m tiefen Loch hab ich auch schon mal einen größeren silbernen Fisch >40cm buckeln sehen. Bei unseren normalgroßen Naßfliegen und Nymphen gabs da aber immer nur Äschen am Haken. Da müssen wir mal die Hegene ausprobieren ob sie die vielleicht wollen. Im Fluß oder im See ist die Angelei auf Renken bestimmt unterschiedlich, da müßte man sich auch erst mal damit einlesen, aber irgend etwas müssen die Renken ja fressen. Auf einem großen See mit Lachsbestand und Forellen hatten wir mal ein Boot, und mit dem Echolot waren Fische zu orten in 25m Tiefe und bei 56m Gesamttiefe. Allerdings hatten wir dort immer starken Wind, so daß ich meine Hegene da nicht runtergelassen habe. Neugierig war ich da schon, was da eventuell rumschwimmen könnte.
 

Sei66

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Am besten gingen bei uns Nymphen in Hakengröße 16 in rot oder lila, Hegenen mit 14er FC-Armen. Aber wie gesagt ausschließlich im ganz flachen Wasser auf weichem Untergrund. Über tiefem Wasser hatte ich auch schon häufig Echos in Bodennähe oder im Mittelwasser, aber noch nie einen Biß auf die Hegene - obwohl schon oft probiert. Könnte evtl. daran liegen, daß ein auf mehr als 50 m Tiefe verankertes Boot (mit 2 Ankern) durch die Dehnung der Ankerseile und den sehr steilen Winkel der abgehenden Leinen immer stark schlingern wird und so die Nymphen an der langen Leine zu heftig bewegt werden.

Im flachen Wasser brachten jedenfalls nur ganz, ganz langsame Bewegungen mit längeren Pausen ohne Bewegung Bisse. Wenn man etwas zügiger eingeholt hat, hat nichts mehr gebissen. Daher müsste das ganze vom Ufer aus sogar noch besser funktionieren. Hektische Bewegungen sind ja bei einer aufsteigenden natürlichen Nymphe auch nicht zu erwarten, die treibt einfach nur mit Pausen nach oben und wird allenfalls von einer Unterströmung leicht horizontal versetzt. Auf keinen Fall aber wird sie wild umherspringen. Ist jedenfalls meine Theorie.
 

felchenguenni

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Am besten gingen bei uns Nymphen in Hakengröße 16 in rot oder lila, Hegenen mit 14er FC-Armen. Aber wie gesagt ausschließlich im ganz flachen Wasser auf weichem Untergrund. Über tiefem Wasser hatte ich auch schon häufig Echos in Bodennähe oder im Mittelwasser, aber noch nie einen Biß auf die Hegene - obwohl schon oft probiert. Könnte evtl. daran liegen, daß ein auf mehr als 50 m Tiefe verankertes Boot (mit 2 Ankern) durch die Dehnung der Ankerseile und den sehr steilen Winkel der abgehenden Leinen immer stark schlingern wird und so die Nymphen an der langen Leine zu heftig bewegt werden.

Im flachen Wasser brachten jedenfalls nur ganz, ganz langsame Bewegungen mit längeren Pausen ohne Bewegung Bisse. Wenn man etwas zügiger eingeholt hat, hat nichts mehr gebissen. Daher müsste das ganze vom Ufer aus sogar noch besser funktionieren. Hektische Bewegungen sind ja bei einer aufsteigenden natürlichen Nymphe auch nicht zu erwarten, die treibt einfach nur mit Pausen nach oben und wird allenfalls von einer Unterströmung leicht horizontal versetzt. Auf keinen Fall aber wird sie wild umherspringen. Ist jedenfalls meine Theorie.
Hallo Sei66,

deine Theorie mit Bewegung der Nymphe stimmt nur z.T..Ich fische hier am Bodensee seit Jahrzenten hauptsächlich auf Felchen im Freiwasser aber auch am Boden. Meine Erfahrungen sind andere, wenn die Felchen nicht beissen hängt das von sehr vielen Komponeten ab wie Tageslicht, Farben der Nymphen, Hakengröße, selbst die Hakenfarbe (gold,silber,brüniert) ist ausschlaggebend und natürlich die Präsentation der Nymphe. Aber gerade oft haben wir nur Bisse wenn die Nymphe extrem bewegt wird, auf langssame Bewegung kein Biss. Über tiefem Wasser (sprich die Fische bewegen sich Freiwasser) ist oft die richtige Farbe der Nymphe ausschlaggebend.

Die Methode im flachen Wasser wie von dir beschrieben wird von uns auch so gemacht, ganz langsam die Nymphen eingeholt und das Blei leicht über den Boden gezogen. Wir verwenden für diese Methode extra Hegene die kürzer gebunden sind, max. 2 m lg. so hast auch kein Problem mit dem Werfen. Die kürzeren Hegene nehmen wir auch wenn wir die Felchen die am Boden unterwegs sind befischen, weil i.d.R. kommen die Fische bis zu 1m über dem Grund daher deshalb haben wir hier auch bis zu 3 Anbissstellen(Nymphen) plaziert.

Die Felchen sind einfach super Fische und geräuchert ein Traum. Gratulation zu den tollen Fischen.

SG
 

Maisel

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Vielen Dank für eure Tips aus der Praxis mit den Renken. Werde in der Zukunft auch mal versuchen welche in Norge zu fangen. Lt. Gewässerfischbestand sind die ja öfter vertreten. Als Urlaubsangler kann mans bloß probieren , und mit viel Glück als Laie eine passende Stelle vom Ufer aus finden, wo die Renken futtern. Mit einigen einheimischen Anglern im Bergland haben wir schon gesprochen, allerdings gings da nur um Forelle , Saibling und Äsche . Also Hegene einpacken und es probieren an diesen schönen Gewässern, ist mal ein neuer Zielfisch für die Zukunft.
 

Sei66

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Hallo Guenni,

vielen Dank für die Tips, ich bin da wirklich noch Laie auf dem Gebiet, werde aber in Zukunft öfter versuchen, diese leckeren und spannenden Fische zu einem Landgang zu überreden. Als erstes werde ich mir mal paar neue Hegenen basteln, vor allem etwas kürzere und evtl. noch etwas feinere (10er oder 12er Mundschnüre solten doch an einer feinen Rute reichen). Was hältst du von einer Nachläufernymphe hinter dem Blei, in meinem Renkenbuch wird das empfohlen? Rutscht die nicht einfach nur durch den Modder, oder macht genau dass die Renken an?
 

felchenguenni

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Hallo Sei66,

zu deinen Fragen, die Nachläufernnymphe kenne ich und weiss auch das mit dieser Methode auch auf Saiblinge gefischt, hab ich aber noch nie auf Felchen oder Saibling versucht, hängt auch von dem Gewässergrund ab, könnte oft zu Hänger am Grund oder in Ästen führen. Mundschnüre ist 10 oder 12er nehme ich nicht, das ist zu dünn. Es gibt ja auch größere Felchen +40 - 60 cm (zumindest hier bei uns, hier mal 3 Beispiele)

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und so ein Fisch hat 2 - 3 kg und eine enorme Power, das hält die Schnur/Knoten nicht aus. Ich nimm für die Hegene ausschliesslich ein 16er Stroft GTM und als Hauptschnur eine geflochtene Stroft GTP R multicolor typ 0,6 oder typ 1 und natürlich eine Felchenrute.

SG
Günter
 

felchenguenni

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Vielen Dank für eure Tips aus der Praxis mit den Renken. Werde in der Zukunft auch mal versuchen welche in Norge zu fangen. Lt. Gewässerfischbestand sind die ja öfter vertreten. Als Urlaubsangler kann mans bloß probieren , und mit viel Glück als Laie eine passende Stelle vom Ufer aus finden, wo die Renken futtern. Mit einigen einheimischen Anglern im Bergland haben wir schon gesprochen, allerdings gings da nur um Forelle , Saibling und Äsche . Also Hegene einpacken und es probieren an diesen schönen Gewässern, ist mal ein neuer Zielfisch für die Zukunft.
Hallo,

auf jeden Fall versuchen, wobei vom Ufer das schon schwierig sein kein, da wo Einläufe sind könnten sich auf jeden Fall auch die Felchen rumtrieben. Vom Ufer könnten man auch mit der Felchenpose versuchen, die sich gerade bei einer Wassertiefe von 3-6 m anbieten würde und solche Tiefen können mit der Pose mit entsprechendem Wurfgewicht gut erreichbar sein.

SG
Günter
 
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