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Fosen 2026 - 36 Grad, ein Hund und 6 Pappnasen auf dem Weg zur Abkühlung

Agni

Stammnaffe
Registriert
27 August 2018
Beiträge
142
Ort
Georgsmarienhütte
Der Fluchtwagen ist gepackt, erste Ernteerfolge sind im Kofferraum verstaut und der Schnitzelberg ist schon am Schmelzen. Das liegt allerdings ausnahmsweise nicht an der Hitze sondern am Hunger.

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Auf der Flucht vor der Hitze sind wir früh gen Norden gestartet, noch liegen die Straßen überraschend frei vor uns und die Sonne spielt verstecken hinter den Wolken.
Erste Station ist die Fähre Puttgarden-Rødby, dann weiter nach Kopenhagen auf die Go Nordic Richtung Oslo.
Diesmal sind wir eine bunt gemischte Reisegruppe, Mareiko und ich, Jason und sein Kumpel Mirco sowie Elisa und Marian samt Hund. Die letztgenannten sind schon als Vorhut am Montag gestartet und machen einen Roadtrip bis hoch nach Bakkan Wahl, schließlich ist es für Marian das erste Mal im gelobten Land und er soll ja reichlich Eindrücke sammeln.

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Neben Zelt und Hundefutter haben sie auch zur Sicherheit eine Angel eingepackt, man ist besser vorbereitet für alle Eventualitäten. Bisher waren wandern und schwimmen bei Kaiserwetter der beste Zeitvertreib für die drei, wir hoffen natürlich auf super Angelwetter. Schauen wir mal, was da kommen wird.

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Gestern Abend sind wir gelandet, bei schönstem Wetter. Die Fahrt hingegen war wettertechnisch durchwachsen.

Auf dem Dovrefjell gab es einen strandnahen Zwischenstopp zum Seele baumeln lassen.

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In Bakkan Wahl angekommen führte unser erster Weg wie immer in den Hafen, nicht unbeobachtet von zweien der Kinder und dem Hund. Alle drei stellten das Begrüßungskommando dar und konnten es kaum erwarten, dass wir das Auto endlich abstellten.

Kaum war das Haus bezogen, fanden sich alle zum großen Hallo ein. Ein entspannter Abend nahm seinen Lauf und bildete die Basis für die heutige Ausfahrt.

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Nach einem deftigen Frühstück ging es gen Mittag raus aufs Wasser. Für Marian war es die erste Ausfahrt auf dem großen Wasser. Aber er hat sich nicht schrecken lassen und so konnten alle Beteiligten tolle Seelachse zur Mitfahrt überreden. Vor allem die Kinder waren unermüdlich und kurbelten, was das Zeug hielt.

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Und auch im Hafen ließen sie sich nicht lumpen und filetierten nach kurzer Einweisung was das Zeug hielt.

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Als Belohnung gab es erst Sashimi, dann wahlweise panierten und auf der Haut gebratenem Fisch mit Gurkensalat (die Gurken sind ein heimatlicher Gartenimport) und Kartoffelpüree. Die hungrigen Mäuler ließen kein Foto zu. Jetzt wurden noch ein paar Runden Karten gezockt, dann ab ins Bett.
 
Auch ich wünsche Euch Allen einen tollen Urlaub, angelbares Wetter und maximalen Fun :a010:
 
Nun ist die Sippe komplett, Jason und Mirco sind am Montag Abend nach einer wackeren 21 Stunden Tour angekommen. Uns wurde schon vom Zuhören ganz flau und eine tiefe Müdigkeit stellte sich ein, aber die jungen Kerle haben das offenbar besser weggesteckt als wir.

Kaum vor Ort waren die beiden heiß wie Frittenfett und tackelten auf, raus aufs Wasser, wir wollen Fisch, lautete die Devise. Nach einigen Problemen mit dem Material und einigen Atemübungen, um wieder runterzukommen, war dann endlich genug Angelzeug fertig.

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Ein Snack noch, dreierlei vom rohen Fisch mit dies und das, dann raus aufs Boot und auch mit den Jungs ging es zum Seelachs.

Mit Elisa und Marian war das schon die Stelle der Wahl gewesen, wie sich herausstelle war sie das auch mit unseren zweiten Norwegenneulingen Mirco und Jason auch.

Diesmal mit deutlich mehr Welle, einige waren schon aufgeweicht, bevor die Rute überhaupt im Wasser war, aber dafür war das Abgeln wieder erfolgreich. Die Seelachse standen an bekannter Stelle und waren durchaus bissig.

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Die Jungs kurbelten um die Wette und waren trotz der langen Fahrt in den Knochen seelig und zufrieden mit ihrem Fang.


Kaum zurück im Hafen, haben die beiden auch noch filetiert und wir Alten durften zuschauen. Verbannt auf die Zuschauertribüne, durchaus attraktiv muss ich sagen.

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Derweil schwangen Elisa und Marian den Kochlöffel und kredenzten der gesamten Truppe Emmas Drømmekjøkken, einen Fischauflauf der alle Bäuche voll und die Herzen warm machte.

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Danach war schnell Feierabend, es war ein langer und fischreicher Tag gewesen und am Ende fielen alle todmüde ins Bett.

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Der Wecker wurde noch gestellt, morgens um 10.00 wartete ein Pressetermin auf uns. Die Lokalzeitung macht offenbar eine Reihe über Benn, unseren Vermieter und seine Gäste. Und er hat angefragt, ob wir uns bereiterklären würden, Teil des Ganzen zu sein.

Natürlich sind wir das, also mal schauen, wie so ein norwegisches Zeitungsinterview aussieht.
 
Irgendwie sind wir in der Zeit verloren gegangen. Es ist fast durchgehen hell und die Butze immer voll. Spielen, kochen, quatschen und gelegentlich angeln wechseln sich mittlerweile so ab, dass Zeit und Raum ein wenig die Bedeutung verloren haben.

Den Dienstag nutzen alle entweder zum Angeln oder zum Kochen.

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Während wir die Ramensuppe für den Abend ansetzten, nutzen die anderen Kinder ihr Chance erneut, kriegten allerdings den Hintern ziemlich nass.

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Am Mittwoch machten sich die Kinder auf den Weg nach Trondheim um ein wenig Sightseeing zu betreiben und das Schwimmbad mit allen Annehmlichkeiten zu besuchen.

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Wir hatten Hundesitterdienst und haben daher den Tag zum Faulenzen genutzt.

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Abends gab es mit Kay und Katrin die von langer Hand geplante Königsberger Klopse Challenge, einmal von unserer Seite Klopse nach Oma Rosis Rezept, von der gegnerischen Seite wurden Klopse a la Jens ins Rennen geschickt.

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Na ausgiebiger Probiererei und Abwägung aller Eventualitäten kamen wir am Ende auf ein mehr als versöhnliches Unentschieden. Mehr kann man nicht verlangen.
 
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