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Erfolgsköder Pollack

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Moin zusammen,

nach längerer Zeit melde ich mich auch mal wieder – vielleicht hilft meine Erfahrung ja dem einen oder anderen weiter.

Wie so oft lautet die Antwort: Es kommt darauf an.

2023 musste ich auf extrem kleine Köder setzen. Der 9 cm Beast Zander Shad in Red Head war damals unschlagbar – die Pollacks hatten sich komplett auf kleine Lotten eingeschossen. Der sonst zuverlässige WESTIN Sandy Andy in 62 g? Keine Chance.

2024 dann das komplette Gegenteil: Genau mit diesen Ködern hatte ich meine besten Pollacks überhaupt. Entscheidend war aber auch, wo die Fische standen. Im Juni 2024 waren sie an einer steilen Kante – von 0 auf 80 m Tiefe. Die Bisse kamen in etwa 25 m, bei ordentlich Strömung. Da waren 62 g das absolute Minimum.

2023 hingegen standen sie in einer flacheren Bucht auf 17–20 m. Dort reichten 20 g Jigköpfe aus, kombiniert mit dem bewährten ABU GARCIA Beast Zander Shad (9 cm, 5,6 g, Red Head) – ein echter Pollack-Magnet.

Dieses Jahr habe ich zusätzlich noch den Savage Gear Sandeel V2 in 38 g dabei. Ich bin gespannt, wie der läuft.

Bei den Farben fahre ich inzwischen eine klare Linie: Immer eine natürliche Variante und immer Pink – 2024 war Pink der absolute Burner.

Was die Reviere betrifft: Ich bin viel unterwegs – vom Hardangerfjord bis hoch nach Troms. Am erfolgreichsten war ich bisher allerdings südlich der Lofoten.

Petri euch allen – und immer schön flexibel bleiben, dann klappt’s auch mit dem Fang.
 
Das mit der Körpergröße deckt sich mit meinen Erfahrungen: Die Pollacks sind wohl aufgrund des eher individuellen, spezifischen Nahrungsangebot je nach Revier wählerisch. Habe mal egert zufällig mit nahezu transparenten Curlytailshads in 9cm, die auch entfernt an Garnelen erinnern, absolute Traumstunden erlebt. Seitdem sind auch immer kleine Gummis an Bord, vorzugsweise transparent, rauch-glitter, pink...
 
Letzten September sind die Pollacks auch wie bekloppt auf kleine Gummis von 8cm gegangen, allerdings direkt an der Oberfläche, keine 3m tief. Unser Standard Slotteshad brachte deutlich weniger Ausbeute. Mitte des Jahres ist der Slotti aber sonst ein Garant für Pollacks.
 
Ich benutze jetzt seit etlichen Jahren nur Sandaalimitate in Größen die sich an Wassertiefe und Strömung orientieren. Vorzugsweise den ganzen Urlaub nur ein und denselben Köder, wenn nichts verloren geht.

Könnte nicht behaupten spürbar schlechter gefangen zu haben als andere zu irgendeiner Zeit.

Aber hey, kauft reichlich, kauft oft, die Tackle Shops werden es euch danken und schaden kann es nicht auch Kleinkram dabei zu haben, ist jetzt vielleicht nicht sehr selektiv aber immerhin ist die Rute andauernd gekrümmt, wenn vielleicht auch nicht bis ins Griffteil ;-)
 
Ich benutze jetzt seit etlichen Jahren nur Sandaalimitate in Größen die sich an Wassertiefe und Strömung orientieren. Vorzugsweise den ganzen Urlaub nur ein und denselben Köder, wenn nichts verloren geht.
……

Boah …..wie langweilig.🥱.

Dass Gummi-Sandaale Pollacks fangen ist für die meisten sicher seit 15-20 Jahren keine Neuigkeit, damit den ganzen Urlaub Jahr für Jahr durchzuangeln wäre ja nun absolut nichts für mich.
Spätestens nach der ersten vollen Kiste, käme da mal zur Abwechslung was anderes an die Rute.

Glücklicherweise sprechen Pollacks ziemlich gut auf verschiedenste Angelköder und -methoden an, so dass man sich eine abwechslungsreiche Angelei gestalten kann, und zum Glück kommen auch immer wieder mal ein paar neue interessante Ködergeschichten auf den Markt, die funktionieren.

Direkt zurück zum Thema:

Weiße Tarpon-Streamer ab 7 cm Länge an der Fliegenrute angeboten, haben mir auch immer eine super Angellei gebracht, dabei krümmt sich die Rute fast immer bis zum Handteil.😬

Gruss
Smolt
 
Aber hey, kauft reichlich, kauft oft, die Tackle Shops werden es euch danken und schaden kann es nicht auch Kleinkram dabei zu haben, ist jetzt vielleicht nicht sehr selektiv aber immerhin ist die Rute andauernd gekrümmt, wenn vielleicht auch nicht bis ins Griffteil ;-)

Sagt der, der sich ne identische 700 Euro Rute kauft um nach nen Hänger nicht neu anbinden zu müssen...-) weiß jetzt auch gar nicht ob mein Spruch jetzt ernst oder mit Ironie rüber kommen soll...

Jetzt im Ernst, für mich sind Pollacks an einigen Tagen die wählerischten Fische im Norden. Da wird alles ignoriert was nicht ins Beuteschema passt und der Rest gierig attackiert. Gerade in Westnorwegen gingen bei uns Sandaale überhaupt nicht während 5 cm Ostseetwister ohne Kompromisse attackiert wurden.
Man muss die Beutegröße meiner Meinung nach schon einigermaßen treffen.
Erfolgreichste Köder damals in Pollackgebieten waren der Motoroil-Zander-Pro-Shad von Fox in 9 oder 10cm und eben die kleinen Ostseetwister

Ich finde das Thema echt spannend und man sieht was Revier und Jahreszeit ändern
 
Lukksund, Sommer 2024, rund um das mitten im Wasser stehende Leuchtfeuer oberhalb Onarheims. Zwei Männer, na gut, ein Mann und ein Teenager, mit einer Mission. Pollack.
Während Sohnemann mit SG Sandeel in 23 gr und pink einen Biss nach dem anderen bekam, probierte Papa etwas rum. Rios Seeaale, Pustekuchen. SG Sandeel eine Nummer größer (als Sohnemans), eventuell aber nicht oft. 60 gr Pilker in Rot/Gold, langsamst eingekurbelt, Volltreffer!
Das Beuteschema lag auch hier auf schlank und kurz...Tests mit 35 gr Jigspinner und 20 gr Vibration brachten nicht wirklich Erfolg.
 
Wir hatten letztes Jahr im Juni auch deutlich mehr Erfolg auf Pollacks in 50-70m Tiefe mit kleinen Pilkern gaaaanz langsam obwohl wir eine Gummifraktion sind.
 
Schön dass Thema hier wiederbelebt zu haben. Auch das die Beobachtung sich decken und der Pollack zu weilen sehr krüsch sein kann. Das mit der Langeweile ist Ansichtssache es ging ja darum seine Erfahrung mitzuteilen. Aber ich versuche es auch mal gerne mit einen Selbstgeklöppelten Topflappen an einer Krebsangel.
 
...das sind ja eine ganze Menge interessante Infos :a020:
Wie siehts eigentlich mit der Köderführung aus? Mögen es die Pollacks eher gemütlich oder flott? Bin demnächst auf Senja, und Pollacks waren dort eher Zufallsfänge beim Dorsch Angeln mit Gummi. Würde es gern mal gezielter versuchen. Habe mir bereits Zoom-Baits und kleine schlanke Jigköpfe besorgt
 
Mögen es die Pollacks eher gemütlich oder flott?
Nach meiner Erfahrung ganz klar laaaangsam. Ich habe schon 60er Pilker durch Seelachsschwärme (kleine) geleiert und dadurch die Pollacks rausgepickt. War extrem überrascht, dass das so gut funktioniert. War auch auf Anraten anderer Angler.
Auch wenn es noch so juckt im Arm - laaaangsam. Und es geht oft auch noch etwas langsamer. :wink:
 
...das sind ja eine ganze Menge interessante Infos :a020:
Wie siehts eigentlich mit der Köderführung aus? Mögen es die Pollacks eher gemütlich oder flott? Bin demnächst auf Senja, und Pollacks waren dort eher Zufallsfänge beim Dorsch Angeln mit Gummi. Würde es gern mal gezielter versuchen. Habe mir bereits Zoom-Baits und kleine schlanke Jigköpfe besorgt
Also meine Erfahrung bezieht sich auf die ich nenne sie mal Nord- und Südpollacks. Südpollacks ist schon einige Jahre her aber da haben wir Schwärme im Freiwasser gesucht und gezielt mit Pilker auf der Tiefe gefangen, auf der das Echolot den Schwarm anzeigte.

Hier im Norden (Lofoten) habe ich mehr Erfolg, wenn ich relativ nah an die Schäre ranfahre, den Sandaal (siehe oben) fast auf die Steine werfe, ein paar Meter weg von der Schäre kurbele und dann absinken lasse. Die großen Pollacks sind alle beim ersten absinken drauf gegangen selten beim reinjiggen. Hier ist mein Spot der zuverlässig auf Pollack funktioniert.

1750322861520.png
 
Jiggst du wortwörtlich? Also wie beim heimischen Zanderangeln ein steter Wechsel aus Sprüngen mit Absinkphasen? Oder meinst du das normale einleiern nach dem Wurf und ersten absinken lassen, wie es meistens praktiziert wird?
Jiggen wie beim Zanderangeln ist es eher nicht - vielmehr Ankurbeln, Spinnstopp mit kurzer bis mittlerer Absinkphase (nicht zu lange damit man nicht im Kelp hängt) und dann ein kurzes jiggen vor dem nächsten Ankurbeln.
 
Da kommt mir wieder meine lieblings Analogie in den Sinn:
Angler sind wie taube, blinde Theaterdarsteller - Erst wenn das Publikum dir anerkennend auf die Schuiter klopft weißt du, dass du eine gute Vorstellung abgeliefert hast - oder dass überhaupt ein Publikum da war.

Das erinnert mich daran, dass ich mir noch eine neue Unterwasserkamera besorgen wollte ...
 
Ich angle gerne mit pinken Ködern um die 5cm. Über flachem Wasser auswerfen (max. 10m) und nach kurzer Absinkphase in Zeitlupe einholen. Also wirklich richtig einschlafen beim Kurbeln. Klappt super bei uns in Møre og Romsdal und man fängt auch große Fische, wenn sie da sind.
 
Jo, alles gesagt, es ist „langweiliges“ Angeln, aber einfach nur knall hart wenn die einschlagen. Was „Zander“ betrifft, ich verwende tatsächlich mein Zander-Besteck, sofern ich unter 50g angeln kann. Das macht denn noch einmal mehr Spaß. Wenn ich 62g + fischen muss, denn verwende ich meine Heavy Rocke - die macht auch noch Spaß
 
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