Alexander Perte
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- Registriert
- 25 Februar 2004
- Beiträge
- 4.953
wenn man sich mit alten fischern hier in norwegen unterhält, können einem manchmal fast die tränen kommen. wie könnte das angeln in norwegen heute sein, wenn man früher nachhaltiger mit den fischbeständen umgegangen wäre.
aber ist die kommerzielle fischerei denn heute so viel besser? man kann sich überall in norwegen umsehen, eigentlich gehen die bestände bei den meisten fischarten tendenziell fast überall nach unten.
da habe ich jetzt einfach mal meine phantasie spielen lassen:
ein angeltag in norwegen in 30 jahren, wenn der mensch weiterhin seine gier ungehemmt an den ressourcen der natur ausläßt:
heute war eigentlich ein guter tag. ich meine, gut verglichen mit den tagen davor.
4-5 köhler um die 50cm hatten wir ja jeden tag, aber heute war auf unserem gps gelenkten und mit automatik-downriggern ausgerüsteten boot schon etwas mehr los. 5 lachse gingen auf die neuen hightech-wobbler, die spezielle elektromagnetische impulse aussenden. kosten zwar ein schweinegeld, aber egal, das ist es uns natürlich auf jeden fall wert.
die lachse haben alle die gleichen mißbildungen, typisch für das heutige lachsvorkommen in norwegen. ein genetischer einheitsbrei, dominiert von den aus den farmen entflohenen zuchtlachsen.
so schöne schlanke, makellose wildlachse wie damals gibt es heute in ganz norwegen nicht mehr. aber lassen wir das. sonst fange ich wieder an mit: "früher war alles besser!"
so ist es natürlich auch wieder nicht. ich kann mich noch gut an die zeiten erinnern, als man noch mit 500g schweren pilkern den fischen nachstellte. mann, war das eine plackerei, immer auf und abbewegen, diese riesigen teile. naja, damals gab es ja auch noch dorsche, die ließen sich mit dieser methode vorzüglich fangen. heute lohnt das nicht mehr. und vor allem: man mußte diese fische auch noch mit der hand hochkurbeln, puh, wenn ich nur daran zurückdenke, tut mir das handgelenk weh!
heute ist das natürlich nicht mehr nötig, die cleversten angler sind ja schon vor 30 jahren auf elektrorollen umgestiegen. waren natürlich riesige, primitive klopper damals, da brauchte man sogar eine externe batterie zu!
jedenfalls bin ich froh, daß die sache für mich mit einem knopfdruck erledigt ist. ich bin ja schließlich im urlaub und will mich nicht totmachen.
morgen werden wir mal wieder im tiefen auf schöne lumbs angeln, vor zwei tagen hatten wir sogar einen von 70cm! es soll dieses jahr hier im fjord sogar ein leng gefangen worden sein. aber sicher weiß ich das nicht.
vom land aus habe ich noch ein paar wirklich schöne lippfische gefangen, das war auch nicht schlecht.
wenn ich in diesem urlaub noch die eine oder andere makrele erwische, bin ich eigentlich ganz zufrieden.
aber ist die kommerzielle fischerei denn heute so viel besser? man kann sich überall in norwegen umsehen, eigentlich gehen die bestände bei den meisten fischarten tendenziell fast überall nach unten.
da habe ich jetzt einfach mal meine phantasie spielen lassen:
ein angeltag in norwegen in 30 jahren, wenn der mensch weiterhin seine gier ungehemmt an den ressourcen der natur ausläßt:
heute war eigentlich ein guter tag. ich meine, gut verglichen mit den tagen davor.
4-5 köhler um die 50cm hatten wir ja jeden tag, aber heute war auf unserem gps gelenkten und mit automatik-downriggern ausgerüsteten boot schon etwas mehr los. 5 lachse gingen auf die neuen hightech-wobbler, die spezielle elektromagnetische impulse aussenden. kosten zwar ein schweinegeld, aber egal, das ist es uns natürlich auf jeden fall wert.
die lachse haben alle die gleichen mißbildungen, typisch für das heutige lachsvorkommen in norwegen. ein genetischer einheitsbrei, dominiert von den aus den farmen entflohenen zuchtlachsen.
so schöne schlanke, makellose wildlachse wie damals gibt es heute in ganz norwegen nicht mehr. aber lassen wir das. sonst fange ich wieder an mit: "früher war alles besser!"
so ist es natürlich auch wieder nicht. ich kann mich noch gut an die zeiten erinnern, als man noch mit 500g schweren pilkern den fischen nachstellte. mann, war das eine plackerei, immer auf und abbewegen, diese riesigen teile. naja, damals gab es ja auch noch dorsche, die ließen sich mit dieser methode vorzüglich fangen. heute lohnt das nicht mehr. und vor allem: man mußte diese fische auch noch mit der hand hochkurbeln, puh, wenn ich nur daran zurückdenke, tut mir das handgelenk weh!
heute ist das natürlich nicht mehr nötig, die cleversten angler sind ja schon vor 30 jahren auf elektrorollen umgestiegen. waren natürlich riesige, primitive klopper damals, da brauchte man sogar eine externe batterie zu!
jedenfalls bin ich froh, daß die sache für mich mit einem knopfdruck erledigt ist. ich bin ja schließlich im urlaub und will mich nicht totmachen.
morgen werden wir mal wieder im tiefen auf schöne lumbs angeln, vor zwei tagen hatten wir sogar einen von 70cm! es soll dieses jahr hier im fjord sogar ein leng gefangen worden sein. aber sicher weiß ich das nicht.
vom land aus habe ich noch ein paar wirklich schöne lippfische gefangen, das war auch nicht schlecht.
wenn ich in diesem urlaub noch die eine oder andere makrele erwische, bin ich eigentlich ganz zufrieden.





