Alexander Perte
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Falk schrieb:Kein Angler, kein Berufsfischer kann Bestände vernichten. Dezimieren: Ja. Vernichten: Nein. Die Folge: Wenn es sich nicht mehr lohnt auf eine Fischart zu angeln, ist diese Art nicht ausgestorben, sondern nur knapp und unrentabel. Dann hat sie Zeit, sich zu regenerieren, bis es sich wieder lohnt.
da muß ich aber ein klares veto einlegen! man kann einen fischbestand so sehr dezimieren, daß die marginalen reste es nicht mehr schaffen werden, einen gesunden bestand wie vor der befischung aufzubauen. die abfischung der ehemals größten kabeljaubestände vor der kanadischen küste hat dieses gezeigt.
dort sind mit modernen fischereimethoden die fische quasi ausgerottet worden, das ist mittlerweile fast 20 jahre her. danach wurden die dorsche dort unter strengsten schutz gestellt, der kommerzielle fang von kabeljau ist dort seitdem strengstens verboten.
und was ist mit dem dorschbestand passiert? nichts! er bleibt auf demselben niedrigen niveau.
die fischereibiologen haben daraus gelernt, daß es eben eine grenze gibt, die wenn sie bei der überfischung überschritten wird, dazu führt, daß die betroffene art sich auf dauer nie mehr erholen wird.
das scheint nämlich beim kabeljau in der nordsee auch passiert zu sein, und der dorsch in der ostsee ist nicht mehr weit davon entfernt.





