Austausch über Lachs+Mefo Angeln - in Flüssen und Fjord

Kurze Rückmeldung dazu: Wenn gerade mal kein Sturm ist und die Eisschollen tauen beißen sie ziemlich gut. Im Vergleich zur Ostsee aktuell noch relativ viele braune dabei, die selbstverständlich wieder schwimmen.

Bei einem dieser Exemplare würde mich mal die Art und ob Männchen oder Weibchen interessieren.

Der Kiefer ist schon recht ausgeprägt - soll das mal ein richtiger Haken werden (Männchen)?

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… Petri Heil zum schönen Fisch! In dieser Jahreszeit habe ich selber wenig Erfahrung, wie sie dann im Meer aussehen. Wie Smolt schon
geschrieben hat, würde ich auch zum Weibchen tendieren. Außerhalb der Laichzeit ist die Unterscheidung schwierig. Einen minimalen
Laichhaken kann auch das Weibchen bei Lachs und Meerforelle haben. Die wohl eindeutige Unterscheidung ist die Genitalpapille, die
beim Weibchen deutlich größer als beim Männchen ist, die man aber nur gut bei größeren Fischen in der Laichzeit ist.
Körper- und Kopfformen können je nach Region unterschiedlich sein. Bzgl. Färbung gibt es wohl auch außerhalb und nach der
Laichzeit Unterschiede. Manche verfärben sich scheinbar, bevor sie in Flüsse und Bäche gehen, die meisten wohl erst nach
Kontakt im Süsswasser (so kenne ich es). Wann sie wieder silbrig sind/werden ohne Laichaufstieg, ist mir auch nicht ganz klar.
Scheinbar gibt es da auch Unterschiede. Eine recht gute Seite, die einige aber nicht alle Fragen beantwortet ist Meerforellentypen - Meerforelle Fyn
 
….ja hoffentlich wird sowas, was du hier von dir gibt’s bald gelöscht!
Auf solche Typen wie dich haben die wenigsten Angler in Norwegen Bock!

Vielleicht trifft man sich ja irgendwann mal beim Meerforellenangeln, - dann kannst du mir das mit dem “Moral Apostel” nochmal genau erklären.
Du bist ja der Moralapostel schlechthin.

Ich bin baff vor Deiner Selbstlosigkeit und integren Größe 🤣

Da bleibt mir nur die Spucke weg!
 
Noch jemand, der scheinbar mit größtem Vergnügen, eigentlich ganz interessante Threads mit Müll zuspamt.

Nichts zum eigentlichen Thema beizutragen, aber einfach mal irgendwas schreiben.
^^
 
Vergnügen macht es sicherlich nicht auf Deine maßlos übertriebenen Vorhaltungen und Dein besserwisserisches Gehabe zu antworten.

Hab ich nun aber mal gemacht. Vielleicht hilfst ja! :lacher:

Sorry Norbert für meine Einwürfe. Werde Dein hochinteressantes Thema nun wieder weiter nur lesend mitverfolgen!
:wave:
 
…na dann Norbert, halt das Thema oben, ist wirklich interessant. 👍

(Der Clown har versprochen jetzt nur noch still mitzulesen) - Weiter geht’s mit Lachsen und Meerforellen und deren Aussehen in der Laichzeit😊:

Hier mal zwei Bilder direkt vor dem Laichen. Der Rogner hat ca. 12 kg, der Milchner um die 20 kg.
Ist immer ein ganz schöner Kampf die Fische ruhig zu halten. 😬😅🐟

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In diesem Stadium sind die Geschlechter optisch sehr leicht zu erkennen.
Bei blanken Fischen, ist es mitunter schwieriger, da braucht man schon etwas Erfahrung und muss ein paar Fische gesehen haben.

Wir sortieren im Sommer jedes Jahr ca. 20 000 Fische. Bei angefärbten Fischen ist es recht einfach. Die Männchen bekommen nen schmalen Kiefer und einen längeren Kopf.
Bei nicht gechlechtsreifen blanken/silbernen Fischen muss man schon genau hinschauen. Die Weibchen haben einen kürzeren, mehr gedrungene Kopf. Die Männchen wirken insgesamt maskuliner und haben die spitzere Kopfform. Trotzdem liegt man da ab und zu daneben. Die letzte Sicherheit gibt dann der Check mit dem Ultraschallgerät. 😊
Fängt man dagegen jetzt im November/Dezember gefärbte Fische, sind die äußeren Geschlechtsmerkmale ziemlich stark ausgeprägt und Männchen und Weibchen sehr einfach zu unterscheiden.

Die Unterscheidung zwischen den Geschlechtern, hat inzwischen auch eine gewisse Bedeutung in der Salmoniden-angelei in Norwegen. - In vielen Flüssen gibt es Regulierungen, dass z.B. Rogner zurückzusetzen sind, während man Milcher noch entnehmen darf. Da ist es natürlich gut, wenn man das Geschlecht einigermaßen sicher bestimmen kann.

Generell macht es für die Population Sinn, einen möglichst großen Anteil an Rognern zu bewahren, die liefern den begrenzten Anteil an Eiern, während die Milchner sich mit vielen Weibchen paaren können und somit von ihnen für den Erhalt der Population nicht allzuviele benötigt werden.

Also - wenn man vor der Qual der Wahl steht, Fische zurückzusetzen:, - im Zweifel geht der Rogner zurück und der Milchner in die Pfanne. 😊

Gruss
Smolt
 

… die Laichfische oben sind schon der Hammer und toll, wenn man so etwas live erlebt! Der Link mit den Abbildungen ist auch sehr hilfreich.
Ein paar Bilder davon kannte ich, die mit den Geschlechtsunterschieden nicht. Das ist wirklich die Schwierigkeit am Fluss, sicher die Männchen
und Weibchen zu unterscheiden, steigen sie ja meist unterschiedlich auf, so das man einen frischen Milchner mit kleinem Haken von einem
Weibchen mit kleinem Haken alleine nicht unterscheiden kann. Ja, die Weibchen sind in allen mir bekannten Lachsflüssen stärker geschont
und dürfen bei Bestandsmaßnahmen gar nicht, oder oft nur bis 65 cm entnommen werden. Im Zweifelsfall zurück setzen…
 
…na dann Norbert, halt das Thema oben, ist wirklich interessant. 👍

(Der Clown har versprochen jetzt nur noch still mitzulesen) - Weiter geht’s mit Lachsen und Meerforellen und deren Aussehen in der Laichzeit😊:

Hier mal zwei Bilder direkt vor dem Laichen. Der Rogner hat ca. 12 kg, der Milchner um die 20 kg.
Ist immer ein ganz schöner Kampf die Fische ruhig zu halten. 😬😅🐟

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In diesem Stadium sind die Geschlechter optisch sehr leicht zu erkennen.
Bei blanken Fischen, ist es mitunter schwieriger, da braucht man schon etwas Erfahrung und muss ein paar Fische gesehen haben.

Wir sortieren im Sommer jedes Jahr ca. 20 000 Fische. Bei angefärbten Fischen ist es recht einfach. Die Männchen bekommen nen schmalen Kiefer und einen längeren Kopf.
Bei nicht gechlechtsreifen blanken/silbernen Fischen muss man schon genau hinschauen. Die Weibchen haben einen kürzeren, mehr gedrungene Kopf. Die Männchen wirken insgesamt maskuliner und haben die spitzere Kopfform. Trotzdem liegt man da ab und zu daneben. Die letzte Sicherheit gibt dann der Check mit dem Ultraschallgerät. 😊
Fängt man dagegen jetzt im November/Dezember gefärbte Fische, sind die äußeren Geschlechtsmerkmale ziemlich stark ausgeprägt und Männchen und Weibchen sehr einfach zu unterscheiden.

Die Unterscheidung zwischen den Geschlechtern, hat inzwischen auch eine gewisse Bedeutung in der Salmoniden-angelei in Norwegen. - In vielen Flüssen gibt es Regulierungen, dass z.B. Rogner zurückzusetzen sind, während man Milcher noch entnehmen darf. Da ist es natürlich gut, wenn man das Geschlecht einigermaßen sicher bestimmen kann.

Generell macht es für die Population Sinn, einen möglichst großen Anteil an Rognern zu bewahren, die liefern den begrenzten Anteil an Eiern, während die Milchner sich mit vielen Weibchen paaren können und somit von ihnen für den Erhalt der Population nicht allzuviele benötigt werden.

Also - wenn man vor der Qual der Wahl steht, Fische zurückzusetzen:, - im Zweifel geht der Rogner zurück und der Milchner in die Pfanne. 😊

Gruss
Smolt
Sind das eigentlich Lachse aus Flüssen in Südnorwegen (du lebst in Tysnes?) oder von anderswo? 20.000 Fische zu sortieren ist schon ne Hausnummer, sind dann aber sicherlich mehrere Flüsse?
 
Nein....diese Fische kommen nicht aus den Flüssen.
Hier auf Tysnes gibt es keine Lachsflüsse und solche Mengen an Laichfischen hat man nicht in den Lachsflüssen.

In den Flüssen, in den ich oft fische liegt der Laicherbestand bei ca. 200 bis 400 Weibchen. In den grossen Lachsflüssen liegt er er teilweise weit über dem, in sehr kleinen Flüssen, sind es oft nur 100 Fische.

Ich habe beruflich mit Stammfischen für die Aquakultur zu tun.
Wir betreiben die Produktion noch relativ traditionell: Die Fische stehen zwei Sommer im Meer werden dann an Land in`s Süsswasser gesetzt, bekommen, wie in den Flüssen einen Temperatur-drop, werden laichbereit und dann gestrichen.
Dabei hat man die Chance ziemlich genau mitzuvererfolgen wie sich die Morphologie und Physiologie abhänging vom Lebenszyklus täglich ändert.
Wir gehen jede Woche mehrmals in die Becken und beurteilen wie weit die Fische, was die Endgeschlechtsreife betrifft, gekommen sind und wann sie letztendlich laichbereit sind.

In der Natur hat man z.B. beim Elektrofischen immer nur eine Momentaufnahme, wie die Fische aussehen. Man sieht nicht so viele unterschiedliche Fische und letzendlich bei Kultivierungsprojekten oft nur die Fische direkt vor dem Laichen oder in einem Zeitraum irgendwann davor.

Die Grösse der Fische, die man in den Flüssen zu sehen bekommt, ist meist auch eine andere als die, mit der wit es hier zu tun haben. Zwar kommen auch ordentlich Brocken als Mehrfachlaicher zurück in die Flüsse, aber die Anzahl der Fische von über 10 kg, ist doch relativ gering.

Ich war vor vielen Jahren bei einem Projekt in der oberen Elbe dabei, wo wir Rückkehrer gefangen, gestrichen und den befruchteten Rogen wieder ausgestzt haben. Dies war damals ziemlich spannend. Die Milchner hatten wunderschöne Farben, stammten von der Genetik her aus einem schwedischen Fluss und hatten ein Gewicht von 5-7 kg. Leider konnte man die Anzahl an einer Hand abzählen. Bei den Rognern war es noch schwieriger. Wir haben zwar einige gefangen, gestrichen und befruchtet, allerdings war der Reproduktionserfolg nicht besonders hoch.
Heute ist mir klar wie wichtig das richtige Timing bei der Befruchtung ist. Man hat eigentlich nur ein paar wenige Tage (4-7) an denen man die Fische streichen kann um eine vernünftige Befruchtungsrate zu erzielen. Bei den Fischen in den Flüssen steuert die Natur dies selbst, in dem die Fische zum richtigen Zeitpunkt ablaichen, versucht man da einzugreifen, muss alles passen. 🙂 .....im Nachhinnein glaube ich, wir waren damals etwas zu spät darnn was dei Weibchen betrifft.
:p075:

Bei Meerforellen ist das mit dem richtigen Timing oft noch abgefahrener. Hier im Hardangerfjord gibt es Flüsse, da gehen die Fische nur direkt zum Laichen rein, und schwimmen dann 1-2 Tage danach direkt wieder in den Fjord. Wie die Natur es hinbekommt die Fische so in ihrem Lebenszyklus (Geschlechtsreife) zu synchronisieren, ist schon faszinierend.🙂

Gruss
Smolt
 
Nein....diese Fische kommen nicht aus den Flüssen.
Hier auf Tysnes gibt es keine Lachsflüsse und solche Mengen an Laichfischen hat man nicht in den Lachsflüssen.

In den Flüssen, in den ich oft fische liegt der Laicherbestand bei ca. 200 bis 400 Weibchen. In den grossen Lachsflüssen liegt er er teilweise weit über dem, in sehr kleinen Flüssen, sind es oft nur 100 Fische.

Ich habe beruflich mit Stammfischen für die Aquakultur zu tun.
Wir betreiben die Produktion noch relativ traditionell: Die Fische stehen zwei Sommer im Meer werden dann an Land in`s Süsswasser gesetzt, bekommen, wie in den Flüssen einen Temperatur-drop, werden laichbereit und dann gestrichen.
Dabei hat man die Chance ziemlich genau mitzuvererfolgen wie sich die Morphologie und Physiologie abhänging vom Lebenszyklus täglich ändert.
Wir gehen jede Woche mehrmals in die Becken und beurteilen wie weit die Fische, was die Endgeschlechtsreife betrifft, gekommen sind und wann sie letztendlich laichbereit sind.

In der Natur hat man z.B. beim Elektrofischen immer nur eine Momentaufnahme, wie die Fische aussehen. Man sieht nicht so viele unterschiedliche Fische und letzendlich bei Kultivierungsprojekten oft nur die Fische direkt vor dem Laichen oder in einem Zeitraum irgendwann davor.

Die Grösse der Fische, die man in den Flüssen zu sehen bekommt, ist meist auch eine andere als die, mit der wit es hier zu tun haben. Zwar kommen auch ordentlich Brocken als Mehrfachlaicher zurück in die Flüsse, aber die Anzahl der Fische von über 10 kg, ist doch relativ gering.

Ich war vor vielen Jahren bei einem Projekt in der oberen Elbe dabei, wo wir Rückkehrer gefangen, gestrichen und den befruchteten Rogen wieder ausgestzt haben. Dies war damals ziemlich spannend. Die Milchner hatten wunderschöne Farben, stammten von der Genetik her aus einem schwedischen Fluss und hatten ein Gewicht von 5-7 kg. Leider konnte man die Anzahl an einer Hand abzählen. Bei den Rognern war es noch schwieriger. Wir haben zwar einige gefangen, gestrichen und befruchtet, allerdings war der Reproduktionserfolg nicht besonders hoch.
Heute ist mir klar wie wichtig das richtige Timing bei der Befruchtung ist. Man hat eigentlich nur ein paar wenige Tage (4-7) an denen man die Fische streichen kann um eine vernünftige Befruchtungsrate zu erzielen. Bei den Fischen in den Flüssen steuert die Natur dies selbst, in dem die Fische zum richtigen Zeitpunkt ablaichen, versucht man da einzugreifen, muss alles passen. 🙂 .....im Nachhinnein glaube ich, wir waren damals etwas zu spät darnn was dei Weibchen betrifft.
:p075:

Bei Meerforellen ist das mit dem richtigen Timing oft noch abgefahrener. Hier im Hardangerfjord gibt es Flüsse, da gehen die Fische nur direkt zum Laichen rein, und schwimmen dann 1-2 Tage danach direkt wieder in den Fjord. Wie die Natur es hinbekommt die Fische so in ihrem Lebenszyklus (Geschlechtsreife) zu synchronisieren, ist schon faszinierend.🙂

Gruss
Smolt

… ja wirklich sehr interessant! Wie haltet und füttert Ihr denn Eure Stammfische für die Vermehrung? Macht das jeder große Züchter oder
seid Ihr Dienstleister mit Eiern/Jungfische für die Züchter?
 
Wir produzieren Rogen (…viele Millionen 😊), der dann im Augenpunktstadium teilweise über mehre Tage u.a. mit dem Flugzeug ✈️ nach ganz Norwegen verschickt wird. Der Rogen geht an die verschiedensten Satzfischanlagen (settefiskanlegg), wo die Fische erbrütet werden und je nach Temperatur nach 2-4 Wochen schlüpfen.

Wir produzieren, wie erwähnt, ziemlich ähnlich wie die Natur es auch macht. 😊🐟
D.h. die Fische kommen im Frühsommer an Land in’s Süßwasser und werden von September bis Dezember gestrichen.
In der Natur würden sie in den Flüssen stehen.
Lachse fressen nicht mehr wenn sie in die Flüsse aufsteigen, die ganze Energie wird in die Entwicklung der Gonaden gelegt.
Dementsprechend erübrigt sich auch die Fütterung der Stammfische an Land. 😊🐟 Die wollen und bekommen im Süßwasser kein Futter.

Gruss
Smolt
 
Wir produzieren Rogen (…viele Millionen 😊), der dann im Augenpunktstadium teilweise über mehre Tage u.a. mit dem Flugzeug ✈️ nach ganz Norwegen verschickt wird. Der Rogen geht an die verschiedensten Satzfischanlagen (settefiskanlegg), wo die Fische erbrütet werden und je nach Temperatur nach 2-4 Wochen schlüpfen.

Wir produzieren, wie erwähnt, ziemlich ähnlich wie die Natur es auch macht. 😊🐟
D.h. die Fische kommen im Frühsommer an Land in’s Süßwasser und werden von September bis Dezember gestrichen.
In der Natur würden sie in den Flüssen stehen.
Lachse fressen nicht mehr wenn sie in die Flüsse aufsteigen, die ganze Energie wird in die Entwicklung der Gonaden gelegt.
Dementsprechend erübrigt sich auch die Fütterung der Stammfische an Land. 😊🐟 Die wollen und bekommen im Süßwasser kein Futter.

Gruss
Smolt
Alles toll, alles prima. Nur mal ne Verständnisfrage für so Amateure wie mich. Ihr entnehmt aus der Flüssen die Wildlachse streift die ab und züchtet dann in ringanlagen. Wie groß ist euer Anteil von der gesamtpopulation der wildlachse, die im Fluss naturgemäß der Gene, dort ablaichen wollen?
 
Nein, man entnimmt nicht die Wilslachse aus den Flüssen, 😊, ….das hat man vor 50 Jahren gemacht, als man mit der Auakultur begonnen hat. Damals hat man aus einigen Flüssen Stammfischkandidaten zusammen gesucht, die den Grundstein der weiteren Zucht gebildet haben.
Heute haben wir davon die 12 Generation ihrer Nachkommen zu stehen, und von ihnen wird der Rogen produziert.
Die Biologie, die Physiologie das Verhalten ändert sich über 12 Generationen nicht besonders, …ist ziemlich interessant sich damit auseinanderzusetzen, speziell wenn man sich auch etwas für die Fischarten generell interessiert. 😊

Andere haben da möglicherweise eine andere Einstellung 😊, - Mir geht’s letztendlich darum die Natur in der Produktion im besten Fall zu kopieren, ihre Resultate wird man niemals schlagen können.
Dazu muss man aber ähnlich, wie beim Angeln erstmal einigermaßen raffen, wie Fischarten und Fischbestände funktionieren.

Is beim Angeln genau das Gleiche, der der sich mit seiner Zielfischart etwas intensiver beschäftigt, nicht nur was Tackle und einzelne Rekordfische betrifft, fängt auf Dauer mehr. ….und hat wahrscheinlich mehr Spaß an der Sache. 😊🐟

Gruss
Smolt
 
Hat übrigens niemand geschrieben, das alles “toll und prima” ist. …..es ging mir eigentlich nur um das Aussehen der Salmoniden und das Erreichen der Geschlechtsreife.
:p075:

…..bis denne. 🖖
Bis denne.

Im übrigen war meine Bewertung "alles toll, alles prima" auf deine Ausführungen bezogen.

(Von daher hast du Recht, dass bis jetzt niemand schreiben konnte, dass alles prima in der Lachszucht sei.)
 
Um mal wieder die Kurve zur praktischen Angelei zu bekommen 😊:

Fischt jemand evtl. mit baitholdern?

…sowas z.b. Hurricane Bait Head UV Purpleline, 3pk, 11-16cm Agnfisk.

(….hier würde ich dann doch eher die Größe von 8-12 cm nehmen)

Ich trage mich mit dem Gedanken es diesen Winter einmal intensiv mit Sprotten oder Alternativen auf Meerforellen zu probieren.
Soweit ich’s jetzt einigermaßen begriffen habe, ist der entscheidende Faktor wohl die richtige Geschwindigkeit und die richtige Tiefe.

Wie schnell schleppt ihr mit den Teilen in der Ostsee? Wenn jemand dazu schon Erfahrungen aus Norwegen hat, ….noch besser. 😊

Wäre klasse wenn mir jemand etwas Input geben könnte, so dass man die “Probier-Phase” doch um einiges verkürzen könnte. 👍😊

Viele Grüße
Smolt
 
Naja, das ist schon interessant einen Einblick in die Lachsindustrie zu bekommen... was mich noch interessiert, ihr habt doch sicherlich über Züchtung die Wachstumsmöglichkeiten ertragsorientiert verbessert oder? Wie lange braucht er denn bis zur Schlachtreife? Und ein Zuchtlachs heute, wieviel Wildfisch hat der eigentlich noch genetisch in sich?
 
Lasst uns vielleicht doch lieber verstärkt bei den Fischen in der Natur bleiben und nicht zuweit vom eigentlichen Thema abdriften. 😊

Vielleicht soviel zu deinen Fragen:

Die Zucht beruht bisher nur auf Selektion (keine genetische Veränderung), und wie gesagt, ist man nur 12 Generationen von den Wildlachsen entfernt.
Eine Generationsintervall beträgt 4 Jahre. Genetisch sind die Zuchtlachse immernoch sehr dicht an den Wildlachsen daran.
Der Unterschied ist nur der, dass die genetische Vielfalt die man in den vielen verschiedenen Wildlachsstämmen sieht, bei den Zuchtlachsen nicht hat. Hier haben sehr viele Nachkommen ähnliche geno- und phänotypische Eigenschaften.

Lachse haben von sich aus ein extremes Wachstumspotenzial. Die Fische aus den Grosslachsstämmen wie z.b. Vosso, aus denen u.a. auch das Ursprungsmaterial für die Lachszucht kommt, erreichen nach drei Jahren im Meer weit über 10 kg.
Die schwedischen Stämme, die das genetische Material für die Ostseelachse stellen, wachsen bei guten Nahrungsangebot noch schneller.

In der Lachszucht brauchen die Fische bis zum Schlachtgewicht von 4,5 - 5 kg vom Schlupf an, ca. 2 Jahre, (abhängig von der Wassertemperatur).

Gruss
Smolt
 
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