Erfahrungsbericht Vadheimsfjord (Sognefjord): Die Badewanne ohne Fisch – Ein kompletter Reinfall

Holger_4250

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Erfahrungsbericht Vadheimsfjord (Sognefjord): Die Badewanne ohne Fisch – Ein kompletter Reinfall​


Hallo zusammen,


ich muss mir hier einfach mal den Frust von der Seele schreiben. Aktuell sitze ich (bzw. sitzen wir) am Vadheimsfjord (einem Seitenarm des Sognefjords) fest, und ganz ehrlich: Dieser Urlaub ist ein ziemlicher Reinfall und steht unserem Desaster-Trip von 2016 in absolut nichts nach.


Vielleicht hilft dieser Bericht ja dem ein oder anderen, der das Revier für die Zukunft auf dem Zettel hat.


1. Das Wetter und die Bedingungen​


Der Sommer zeigt sich hier von seiner grausamsten Seite. Dauerregen, kalte Wassertemperaturen und das Gefühl, dass die Sonne hier quasi ausgeladen wurde. Von Sommerstimmung keine Spur.


2. Unter Wasser: Die "Badewanne"​


Wer hier spektakuläre Kanten oder abwechslungsreiche Strukturen sucht, sucht vergebens. Der Fjord fühlt sich an wie eine ausgewachsene Badewanne – flacher bzw. eintöniger Grund, kaum markante Unterwasserberge oder Kanten im inneren Bereich, an denen sich Futterfisch sammeln könnte.


3. Wo sind die Fische?​


  • Makrelen: Absolute Fehlanzeige. Nicht eine einzige Makrele lässt sich blicken. Entsprechend mau sieht es mit natürlichem Futter im Fjord aus.
  • Köhler & Pollack: Fehlanzeige. Weder an den wenigen flachen Stellen noch im Freiwasser ging auch nur ein Seelachs an den Haken.
  • Die Köderfisch-Suche: Nach einem Tipp hieß es, an einem bestimmten Unterwasserberg in 18 Meter Tiefe gäbe es Köderfische. Nach weitester Anfahrt und dem Verheizen einer halben Tankfüllung Sprit hat das zwar wenigstens geklappt – aber Aufwand und Ertrag stehen in absolutem Missverhältnis.
  • Tiefsee & Naturköder: Also gut, dachten wir uns, versuchen wir es tiefer. Bei 200 Metern mit Naturköder (ganzer Rotbarsch / Pollack) kam dann die "Belohnung": Statt schöner Portionsfische bissen ausgerechnet auf die dicksten Haken und schweren Montagen nur winzige Tiefseehaie (Hågjel / Svarthå), die sich gierig auf alles stürzten. Das war dann die absolute Krönung.

Fazit​


Der Vadheimsfjord hat sich in diesem Jahr für uns als echtes fischereifreies Pflaster erwiesen. Ob es am fehlenden Futter, dem kalten Süßwassereintrag oder schlicht an der extremen Beißflaute liegt – hier läuft aktuell gar nichts zusammen. Wer eine verlässliche Angelsaison sucht, sollte um diesen Teil des Sognefjords im Moment wohl lieber einen großen Bogen machen.


Für uns heißt es: Ruten einpacken, Zeug verstauen und das Kapitel abhaken. Beim nächsten Mal geht es definitiv weiter nach Norden oder in ein Revier mit echtem Strömungs- und Kantenreichtum.


Habt ihr in letzter Zeit ähnliche Erfahrungen in den Westfjord-Armen gemacht oder lief es bei euch besser?


Grüße und tight lines an alle, die mehr Glück haben!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Moin.
Das klingt ja echt übel.
Beim nächsten Mal vor der Buchung die Seekarte studieren, mach ich auch immer wenn es in neue Gebiete (wie dieses jahr) geht 😁
Hoffentlich hab ich meine Hausaufgaben vernünftig gemacht 😅
 
Wasser viel zu warm um diese Zeit im Fjord.
Da kommen die Fische nicht in den Fjord.
 
wir gehen jetzt ja schon oberhalb vom Polarkreis im Varanger Fjord baden.Das ist schon Klimawandel
 
Wasser viel zu warm um diese Zeit im Fjord.
Da kommen die Fische nicht in den Fjord.
Der Sognefjord hat aktuell zwischen 14-15 Grad, das ist für August durchschnittlich,
da zieht kein Fisch raus.
Habe bei ähnlichen Bedingungen (und deutlich wärmer) schon gut gefangen,
an der Oberfläche dann halt in der Dämmerung, tief war es egal,
Aber der Sognefjord ist schwieriges Gewässer.
Weiß nicht ob Ihr es schon probiert habt,
aus dem Vadheimfjord rausfahren und dann die Bucht rechts.
 
Wir waren 2019 in Vadheim. Die Erfahrungen decken sich ziemlich gut.
Nasskaltes Wetter, zuviel Wind um überhaupt aus dem Fjord zu kommen, schon ab dem leichten Knick in der Mitte stand der Wind senkrecht drauf.
Kaum Fisch, egal wie und wo...wir hatten kleine Pollacks am Auslauf des Kraftwerkes, dann gab es wenigstens mal welchen zu essen.
Am letzten Tag plötzlich schönes Wetter, wir wurden dann noch zur Fjordsafari mit dem RIB eingeladen, das entschädigte ein klein wenig.
 
Am Warmen Wasser kann es nicht liegen die Temperaturen liegen in Durchschnittlichem Mittel eher etwas unterhalb. Haben hier schon 21 Grad Wassertemperatur gehabt und auch gut Gefangen. JEtzt bei 15 Grad ist es auch etwas zäh wie wohl so gut wie überall.
 
Ich war im Sommer 2023 & 2024 im Fjord "gegenüber" (Fuglsetfjord, bei Bjordal), da waren zumindest immer ohne Ende Makrelen unterwegs. Andere Fische immer mal wieder, aber auch keine Regelmäßigkeit. Insofern würde ich die Gegend auch als eher schwierig zu beangeln einstufen. Aber mit Kindern war es halt das entscheidende, dass es immer eine gute Bissfrequenz bei den Makrelen gab - ja, wir mögen die tatsächlich sehr gern und nicht nur als Köder ;-)

Kopf hoch, der nächste Trip wird besser. Dafür musst Du aber nicht unbedingt in den Norden, ich hatte im südlicheren Fjordnorwegen bisher den größten Erfolg
 
Schaut euch Berichte vom Arnafjord an - noch so ein Seitenarm vom Sognefjord - das Revier ist schon sehr speziell und war es schon immer.
 
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