Holger_4250
New Member
- Registriert
- 8 August 2026
- Beiträge
- 1
Hier ist der aktualisierte Entwurf für den NAF-Forumsschrieb, in den die Aktion mit dem Unterwasserberg und der halben Tankfüllung integriert ist:
Hallo zusammen,
ich muss mir hier einfach mal den Frust von der Seele schreiben. Aktuell sitze ich (bzw. sitzen wir) am Vadheimsfjord (einem Seitenarm des Sognefjords) fest, und ganz ehrlich: Dieser Urlaub ist ein ziemlicher Reinfall und steht unserem Desaster-Trip von 2016 in absolut nichts nach.
Vielleicht hilft dieser Bericht ja dem ein oder anderen, der das Revier für die Zukunft auf dem Zettel hat.
Der Sommer zeigt sich hier von seiner grausamsten Seite. Dauerregen, kalte Wassertemperaturen und das Gefühl, dass die Sonne hier quasi ausgeladen wurde. Von Sommerstimmung keine Spur.
Wer hier spektakuläre Kanten oder abwechslungsreiche Strukturen sucht, sucht vergebens. Der Fjord fühlt sich an wie eine ausgewachsene Badewanne – flacher bzw. eintöniger Grund, kaum markante Unterwasserberge oder Kanten im inneren Bereich, an denen sich Futterfisch sammeln könnte.
Der Vadheimsfjord hat sich in diesem Jahr für uns als echtes fischereifreies Pflaster erwiesen. Ob es am fehlenden Futter, dem kalten Süßwassereintrag oder schlicht an der extremen Beißflaute liegt – hier läuft aktuell gar nichts zusammen. Wer eine verlässliche Angelsaison sucht, sollte um diesen Teil des Sognefjords im Moment wohl lieber einen großen Bogen machen.
Für uns heißt es: Ruten einpacken, Zeug verstauen und das Kapitel abhaken. Beim nächsten Mal geht es definitiv weiter nach Norden oder in ein Revier mit echtem Strömungs- und Kantenreichtum.
Habt ihr in letzter Zeit ähnliche Erfahrungen in den Westfjord-Armen gemacht oder lief es bei euch besser?
Grüße und tight lines an alle, die mehr Glück haben!
Erfahrungsbericht Vadheimsfjord (Sognefjord): Die Badewanne ohne Fisch – Ein kompletter Reinfall
Hallo zusammen,
ich muss mir hier einfach mal den Frust von der Seele schreiben. Aktuell sitze ich (bzw. sitzen wir) am Vadheimsfjord (einem Seitenarm des Sognefjords) fest, und ganz ehrlich: Dieser Urlaub ist ein ziemlicher Reinfall und steht unserem Desaster-Trip von 2016 in absolut nichts nach.
Vielleicht hilft dieser Bericht ja dem ein oder anderen, der das Revier für die Zukunft auf dem Zettel hat.
1. Das Wetter und die Bedingungen
Der Sommer zeigt sich hier von seiner grausamsten Seite. Dauerregen, kalte Wassertemperaturen und das Gefühl, dass die Sonne hier quasi ausgeladen wurde. Von Sommerstimmung keine Spur.
2. Unter Wasser: Die "Badewanne"
Wer hier spektakuläre Kanten oder abwechslungsreiche Strukturen sucht, sucht vergebens. Der Fjord fühlt sich an wie eine ausgewachsene Badewanne – flacher bzw. eintöniger Grund, kaum markante Unterwasserberge oder Kanten im inneren Bereich, an denen sich Futterfisch sammeln könnte.
3. Wo sind die Fische?
- Makrelen: Absolute Fehlanzeige. Nicht eine einzige Makrele lässt sich blicken. Entsprechend mau sieht es mit natürlichem Futter im Fjord aus.
- Köhler & Pollack: Fehlanzeige. Weder an den wenigen flachen Stellen noch im Freiwasser ging auch nur ein Seelachs an den Haken.
- Die Köderfisch-Suche: Nach einem Tipp hieß es, an einem bestimmten Unterwasserberg in 18 Meter Tiefe gäbe es Köderfische. Nach weitester Anfahrt und dem Verheizen einer halben Tankfüllung Sprit hat das zwar wenigstens geklappt – aber Aufwand und Ertrag stehen in absolutem Missverhältnis.
- Tiefsee & Naturköder: Also gut, dachten wir uns, versuchen wir es tiefer. Bei 200 Metern mit Naturköder (ganzer Rotbarsch / Pollack) kam dann die "Belohnung": Statt schöner Portionsfische bissen ausgerechnet auf die dicksten Haken und schweren Montagen nur winzige Tiefseehaie (Hågjel / Svarthå), die sich gierig auf alles stürzten. Das war dann die absolute Krönung.
Fazit
Der Vadheimsfjord hat sich in diesem Jahr für uns als echtes fischereifreies Pflaster erwiesen. Ob es am fehlenden Futter, dem kalten Süßwassereintrag oder schlicht an der extremen Beißflaute liegt – hier läuft aktuell gar nichts zusammen. Wer eine verlässliche Angelsaison sucht, sollte um diesen Teil des Sognefjords im Moment wohl lieber einen großen Bogen machen.
Für uns heißt es: Ruten einpacken, Zeug verstauen und das Kapitel abhaken. Beim nächsten Mal geht es definitiv weiter nach Norden oder in ein Revier mit echtem Strömungs- und Kantenreichtum.
Habt ihr in letzter Zeit ähnliche Erfahrungen in den Westfjord-Armen gemacht oder lief es bei euch besser?
Grüße und tight lines an alle, die mehr Glück haben!





