Boot mit 3 ausländischen Angeltouristen bei Smøla vermisst

Im Bremnesfjord habe ich nette Nachbarn gehabt , die sind mit dem Boot losgefahren und wussten trotz Plotter nicht mehr wie sie zurück kommen !!! So etwas geht doch nicht , ich kann so etwas bedienen , habe auf dem Tablet die Navionics Software und als backup auf dem Handy Time Zero ,leider sage ich Idioten , die wussten gar nichts , noch nicht mal die ungefähre Richtung zur Hütte !!!
Als vorsichtiger Seemann, ob mit oder ohne Plotter, hat man immer mal einen Blick zurück bei der Ausfahrt übrig, um die Küste mit seinen Besonderheiten für den Heimweg sich einzuprägen.
Vielleicht sind doch nicht wenige Leute unterwegs, die in den Punkt völlig unbekümmert verfahren.
Viele Verunglückte haben vielleicht auch noch nie einen Seegang über einen Meter miterlebt.
Ich kenne das bereits aus meiner Marinezeit vor über 40 Jahren allein von der Ostsee und das hat nicht selten heftig gefeudelt, was man dem flachen Meer nie zugetraut hätte.
 
Im Bremnesfjord habe ich nette Nachbarn gehabt , die sind mit dem Boot losgefahren und wussten trotz Plotter nicht mehr wie sie zurück kommen !!! So etwas geht doch nicht , ich kann so etwas bedienen , habe auf dem Tablet die Navionics Software und als backup auf dem Handy Time Zero ,leider sage ich Idioten , die wussten gar nichts , noch nicht mal die ungefähre Richtung zur Hütte !!!
Das sind die Schattenseiten der Tatsache dass man in Norwegen als Tourist ein Boot führen darf ohne jeglichen Befähigkeitsnachweis und/oder praktischer Erfahrung. Das macht jemanden aber nicht zum Idioten.
 
Es gibt aber genug Idioten die auf See wollen , das habe ich in meinen fast 20 Jahren bei der DGzRS erlebt .
 
Das sind die Schattenseiten der Tatsache dass man in Norwegen als Tourist ein Boot führen darf ohne jeglichen Befähigkeitsnachweis und/oder praktischer Erfahrung. Das macht jemanden aber nicht zum Idioten.
Das einzige was hilft ist die Erfahrung vor Ort mit den entsprechenden Booten, da kannst noch so viel Scheine in der Tasche haben.
Oder was genau hast du in einem Bootsführerschein gelernt, was dich dazu befähigt es besser zu machen als jemand der kein hat?
 
naja - die Grundzüge der Vorfahrtsregeln zum Beispiel, daß Du als Führer eines kleinen Fahrzeugs Dich tunlichst ausm Staub machst, wenn ein dicker Pott ankommt. Navigation, ganz allgemein. Verkehrszeichen und natürlich auch ein ganz klein wenig Praxis.

Also besser als ohne Schein is ganz bestimmt mit Schein - und noch besser ist logischerweise mit Schein und viel Erfahrung - die kommt aber nicht von selber und muß sich natürlich erarbeitet werden.
 
Es gibt aber genug Idioten die auf See wollen , das habe ich in meinen fast 20 Jahren bei der DGzRS erlebt .
Ich würde sagen es liegt in der Natur des Menschen, wie Dinge angegangen werden. Der Straßenverkehr ist ein gutes Beispiel für die Notwendigkeit des §1 Gegenseitige Rücksichtnahme und Vorsicht (sinngemäß). Es gibt jede Menge Menschen, die die Prüfung ohne Fehl und Tadel bestanden haben und in der Praxis total versagen.
 
Das einzige was hilft ist die Erfahrung vor Ort mit den entsprechenden Booten, da kannst noch so viel Scheine in der Tasche haben.
Oder was genau hast du in einem Bootsführerschein gelernt, was dich dazu befähigt es besser zu machen als jemand der kein hat?
Ja, das sehe ich auch so. Erfahrung ist unbezahlbar. Aber leider überschätzen sich viele, die paarmal in Norwegen angeln waren, unabhängig ob mit oder ohne Schein. Wenn ich sehe, dass ich mittlerweile über 30 mal in Norge fischen war und das gerade mal den Erfahrungshorizont einer Saison (grob gesehen) ausmacht, bleibt mir nur Demut und die Expertise von Fachleuten vor Ort, die ich gern anzapfe und die im Zweifelsfall entscheidet. Es bedarf auch einer gewissen Reife als Bootsführer, sich gegen den "Angelwahn" der Crew zu stemmen.....und weiß Gott, auch ich habe da meine Erfahrungen machen müssen. Nicht immer einfach ...... aber auch Verantwortung tragen will gelernt sein.
Mein Mitgefühl mit den Angehörigen . .....
 
Manchmal nützt auch noch so viel Erfahrung nichts. Ich habe selbst erlebt das manchmal banal erscheinende Dinge für das Kentern eines Bootes entscheidend sein können. So zum Beispiel wenn bei rauher See und hohen Wellen auf dem Rückweg ein Tank leergefahren und gegen einen Vollen getauscht werden muss. Die kurze Zeit ohne Antrieb kann ausreichen, das dass Boot quer schlägt und kentern kann. Oder wenn man nach einer Trift (Drift) den Motor nicht mehr starten kann weil sich eine Batterieklemme von der Batterie gelockert hat, was nur durch händisches Prüfen festgestellt und behoben werden kann. Wenn das Boot antriebslos Richtung Felsen treibt, kann das ebenso tragisch ausgehen.

Solange nicht die genaue Ursache des tragischen Unfalls feststeht, sollte man sich mit Vermutungen das Unerfahrenheit oder fehlende Bootspraxis die Unfallursache waren, möglichst zurückhalten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich persönlich fand es schon öfter sehr beklemmend bei komischem Wetter und Wind und Wellen nicht nur mich sondern auch noch eins bis zwei andere Personen im Boot sicher an Land bringen zu müssen. Da steigt auch ein gewisser Stress-Level. Ruhe bewahren und Erfahrung ist halt sehr wichtig und genug Benzin im Tank vor der Rückfahrt selbstverständlich.
 
Egal was da jetzt hineininterpretiert wird oder welche Vermutungen bzw Vergleiche angestellt werden ist Schnuppe. Wir waren zu der Zeit auf Kvenvaer also um die Ecke. Yr meldete 15m/s mit Böen bis zu 23m/s. Wer da ein Boot in der Größe startet hat damit schon den tödlichen Fehler gemacht.
Wie gesagt wir waren zur gleichen Zeit oben, wussten wo der Fisch steht, ein Fenster von 2 Stunden hätte gereicht, aber haben keinen Gedanken daran verschwendet. Der Sturm kam übrigens ein paar Stunden später wie angesagt...
 
Manchmal nützt auch noch so viel Erfahrung nichts. Ich habe selbst erlebt das manchmal banal erscheinende Dinge für das Kentern eines Bootes entscheidend sein können. So zum Beispiel wenn bei rauher See und hohen Wellen auf dem Rückweg ein Tank leergefahren und gegen einen Vollen getauscht werden muss. Die kurze Zeit ohne Antrieb kann ausreichen, das dass Boot quer schlägt und kentern kann. Oder wenn man nach einer Trift (Drift) den Motor nicht mehr starten kann weil sich eine Batterieklemme von der Batterie gelockert hat, was nur durch händisches Prüfen festgestellt und behoben werden kann. Wenn das Boot antriebslos Richtung Felsen treibt, kann das ebenso tragisch ausgehen.

Solange nicht die genaue Ursache des tragischen Unfalls feststeht, sollte man sich mit Vermutungen das Unerfahrenheit oder fehlende Bootspraxis die Unfallursache waren, möglichst zurückhalten.
Ich möchte mich an dieser Diskussion generell nicht hier beteiligen, da ich konkreten Unfall und Mutmaßungen, eigene Erlebnisse, gute Ratschläge und Meinungen lieber trenne.

Aber ich möchte dem ersten Satz teilweise wiedersprechen.
Ich nenne es mal nicht Erfahrung, sondern (gute) Seemannschaft.
Beispielsweise das ein Tank NIEMALS leer gefahren wird! Niemals!!!
Die Kraftstoffversorgung für die Fahrt wird dann sichergestellt, wenn die Bedienungen voll unter Kontrolle sind. Wenn ich mit einem 25 Liter Tank mehr als 45 km fahre (das wäre jedenfalls die Reichweite bei unseren kleinsten Tanks/Booten), dann ist bei Tourplanung generell etwas im argen.
Ansonsten ist der Tank in der Drift/beim Angeln via Schüttelschlauch nachzufüllen bevor lange Strecke gefahren wird.

Ich gebe generell recht, dass unerwartete technische Probleme zu Motorstop führen können. Aber der Weg hin zu einem tödlichen Unfall ist von hier noch sehr weit (bzw fast unerreichbar), wenn gute Seemannschaft mit im Spiel ist = Ankergeschirr, Rettungswesten, Wetterschutzkleidung, Kommunikationsausrüstung, grundlegende Kenntnisse der Umgebung vorhanden sind.

Wie gesagt möchte ich mich überhaupt nicht zu den aktuellen Geschehnissen äußern, aber bei den schweren Unglücken mit Angeltouristen in den vergangenen 15 Jahren in Norwegen - ich bilde mir ein mir jeden einzelnen Fall recht genau angesehen zu haben - war es in jedem einzelnen Fall wenigstens teilweise schlechte/komplett fehlende Seemannschaft, die den Unfall fatal gemacht hat.

Schlechte Seemannschaft und Unerfahrenheit wohnen oft in der selben Straße, wie man frei übersetzt aus dem Norwegischen sagen würde.

Gute Seemannschaft würde ich selbst im Grunde definieren als Kombination aus viel gesundem Menschenverstand, solider Erfahrung und einem Teil guter Ausbildung. Mit entsprechender Gewichtung in der Reihenfolge der Aufzählung.

Wäre allein der gesunde Menschenverstand mit an Bord, dann würden wir maximal alle paar Jahre mal einen schweren Vorfall sehen (und da schließe ich jetzt Unfälle norwegischer Sportboote mit ein).
 
Ich habe noch bei keinem Boot in Norwegen einen Schüttelschlauch als Ausrüstung gesehen.
Wir haben einen mit, haben ihn aber noch nie gebraucht, weil die Verhältnisse es immer ermöglicht haben, den Tank in Ruhe umzuklinken, oder der Tank so groß war, dass man am Steg wieder auffüllen konnte.

Beste Grüße
Axel
 
In unserer Anlage sind sämtliche Tankverschlüsse durch ein Schloss gesichert, dessen Schlüssel nur der Betreiber der Anlage hat. Wenn wir abends einen leeren Tank rausstellen steht am nächstem Morgen ein voller Tank da. Wir sind beim Angeln dazu übergegangen, bei der letzten Drift zu prüfen wie viel Benzin noch in dem angeschlossenen Tank ist und ob es für die Rückfahrt reicht. Falls nicht, wird der volle Tank angeklinkt, dies ist auch während langsamer Fahrt möglich ohne das der Motor ausgeht.

Wegen der Schösser am Tankdeckel ist kein eigenes Nachtanken oder Umfüllen möglich, der Betreiber hatte dies eingeführt, da eine Angelgruppe meinte, die Tanks mit Wasser auffüllen zu müssen um bei der Benzin- Endabrechnung etwas günstiger davon zu kommen. Den Rest möchte ich der Phantasie jedes einzelnen überlassen.
 
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wie auch immer; Tank leer fahren geht halt gar nicht; dabei zieht man durchaus auch schnell mal Luft ins Kraftstoffsystem und hat dann Mühe, den Motor überhaupt wieder zu starten; mittlerweile haben sehr viele Boote min. den 25l-Tank mit Bajonett-Anschluß und manche Boote sogar zwei davon; größere Boote ab 21.22ft. haben auch schon mal größere fest eingebaute Tanks von 70 oder mehr Liter Inhalt; zusätzlich versuche ich auch immer 1 oder 2 Reservekanister von min. 10l dabei zu haben
 
dass man am Steg wieder auffüllen konnte.
Sofern man den Kanister heben muss und einen Trichter benutzt, geht das extrem auf den Rücken. Deshalb stell ich den Ersatzkanister einfach höher als den Tank ab, fummel mit dem Schüttelschlauch hin und her (nicht was ihr denkt 🤭) und das Benzin läuft selbstständig in den Tank. Und man kleckert mit einem Trichter trotzdem fast immer etwas, was mit dem Schlauch nicht der Fall ist. So ein Schlauch kostet fast nix und hält ewig.
 
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