Urlaub in Feda/Flekkefjord Teil1

blackforrestangeln

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1 Dezember 2005
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Hallo lhr Naffen,
als Gast und seit ein paar Monaten als registriertres Mitglied möchte ich Euch erstmals danken für die vielen hilfreichen Hinweise, was das Angeln im gelobten Land betrifft.
Vielleicht erstmal zu meiner Vorstellung. Ich bin seit ca. 30 Jahren Angler. Berufliche Gründe haben mich in den Schwarzwald verschlagen, wo mein Hobby leider etwas in den Hintergrund getreten ist, da Fliegenfischen einfach nicht mein Fall ist.
Meine grosse Leidenschaft - Norwegen- habe ich aber nicht fallen gelassen, obwohl ich bisher nur in Südnorwegen gewesen bin und auch zu den Anglern gehöre, wo die Erholung und nicht die Fischzeichen in den Augen, im Mittelpunkt steht.
Deshalb jetzt ein erster Teil meines letzten Angelurlaubs in Feda.
Wir, 2 Ehepaare und mein Vater (72 Jahre) haben in der Zeit vom 15.07. bis 22.07. das im Forum bekannte Borks- Haus von Genn und Sissel gemietet.
Anreise wie bekannt über Hirtshals- Kristiansand, Zoll problemlos, aber wir hatten auch keine Bedenken wegen übermäßiger Alkoholeinfuhr.
Glenn und Sissel sind wirklich spitzenmäßige Vermieter, freundlich und hilfsbereit, so habe ich auch alle Norweger in Feda kennengelernt. Wir haben uns gefühlt wie in einer grossen Gemeinschaft und nicht wie geduldete Urlauber.
Das zum Haus gehörende Boot (17ft,40 PS) ist für 5 Personen zwar zugelassen, zum Angeln bei 5 Personen aber zu klein. Wir hatten vorher bei Borks ein Zusatzboot gechartert, was ich jedem empfehlen kann. Glenn hat uns dann ein 17ft Boot mit 70PS und das Boot seines Vaters (17ft und 40 PS) zur Nutzung übergeben. Das war für uns die absolut richtige Entscheidung, obwohl das 70PS- Boot ein kleiner Spritfresser war, wir haben jedenfalls schnell günstige Fangplätze erreicht.
Unsere Fänge waren für südnorwegische Verhältniisse gut. Hauptfischarten Köhler, Leng, aber einige schöne Dorsche, Lachse u.a. und alles im Fedafjord, der im Forum meist als fischarm beschrieben wird. Aber vielleicht kam uns die Revierkenntnis zu gute, da wir bereits vor 2 Jahren hier waren. Die hotspots im Forum sind sicherlich empfehlenswert, jedoch nicht immer zu empfehlen, da Wind, Wetter, Strömung und Tidezeiten einen bedeutend größeren Einfluss haben. Wir haben bei den hotspots jedenfalls keine bedeutenden Fänge erzielen können und uns deshalb nur auf Echolot und genaues Seekartenstudium verlassen.
Die überaus beliebte Blubberblasenbucht haben wir einmal angefahren. In schlechten Beißzeiten immer empfehlenswert, da hier sicherlich auch Massenfänge, bei uns bei Köhlern, auf Grund auch Schellfisch, möglich sind. Eine Befriedigung für das Angeln ist sie jedoch nicht, da die Fische meist nur 30cm in der Spitze (Einzelfänge) 50cm gross sind.
So jetzt mache ich erst einmal Schluss. Sollte das Forum weitere Informationen wünschen, setze ich meine Berichterstattung, auch mit einigen Bildern, fort.
MfG
Blackforrestangeln
 
Ja was für eine Frage... Bilder, vor allem von der Landschaft, sind doch das Salz in der Suppe.

Bevor ich es aber vergesse: Willkommen und Herzlichen Glückwunsch zum ersten Kurzbericht.
 
Hallo Blackforrestangeln,

herzlichen Dank für den Bericht, insbesondere was die Borks-Ferienwohnung, Boote und "Blubberblasen-Bucht" betrifft.
Wäre Dir sehr dankbar, wenn Du noch ein bißchen mehr Details und natürlich Fotos liefern könntest... würde mich freuen!


Gruß
Friedel
 
Hallo Kirsten S,
sicherlich bekommt Ihr einige Landschaftsaufnahmen aber auch einige Hinweise auf meine bevorzugten Angelmethoden. Für Südnorwegen kann es vielleicht hilfreich sein.
MfG
Blackforrestangeln
 
Moin blackforrestangeln
Ersma herzlich Willkommen bei uns
im NAF und viel Spaß hier. :baby:

Zum Einstand gleich ein Bericht ein-
zustellen, kommt immer gut. :}

Also hau in die Tasten, ich will den
zweiten Teil :>>
 
Hallo, hier bin ich wieder mit dem 2 Teil meines Erlebnisberichts Feda!
!. Tag
Am 15.07. , 6.30 Uhr Ankunft mit Color-Line in Kristiansand. Jetzt noch ca. 100km durch wunderschöne Landschaft und herrlichem Wetter und wir waren vor Ort. Kurz vor Feda gibt es eine Mautstelle, also 20Kr. bereithalten.
In Feda angekommen, begrüßte uns Glenn, zeigte uns die Ferienwohnung, die Boote und machte mit uns eine Orientierungsfahrt bis zum Fedafjord.
Da sich der Bootsliegeplatz direkt am Wasserfall des Fedaflusses befindet, war das auch notwendig, denn die Ausfahrt zum Fjord ist bedingt durch viele große Steine, Untiefen und extremes Niedrigwasser nicht ohne. Viele kaputte Schrauben im Bootshaus unterstreichen das. Aber nach 2-3 Ausfahrten ist das auch kein Problem mehr.
Gegen Mittag hatten wir uns eingerichtet, die Angelgeräte montiert und es ging zur esten Ausfahrt in den Fedafjord.
Im Fjord einzelne Makrelen, die unsere mitreisenden Frauen mit Begeisterung gefangen haben. Wir Männer angeln lieber mit Naturköder, hatten also Glück, dass wir uns um Köder nicht kümmern mussten.
Anglerisch war der erste Tag zufriedenstellend. Neben Makrelen waren an den steil abfallenden Kanten im Fjord in 30 - 80m tiefe immer wieder Köhler zu finden. Nur an unseren Naturködermontage zeigte sich lange nichts. Das änderte sich erst als wir die Montage verfeinerten, vor allem kleinere Haken und kleinste Fischfetzen nutzten. Plötzlich waren auch Bisse da und bald lag der erste Portionsdorsch in der Fischkiste, die es eigentlich im Fedaford zu dieser Zeit gar nicht geben sollte, glaubt man den Berichten der Angler die vor uns in Feda gewesen sind. Als fängig erwiesen sich dabei die grossen Buchten im Fedaford mit Wassertiefen zwischen 40 und 100m.
2. Tag
Heute sollte die legendäre Blubberblasenbucht von uns beangelt werden.
Das Wetter war die ganze Woche wunderschön mit Temperaturen um die 30Grad. Der südliche Wind frischte am Tage immer auf, schlief aber meist am frühen Nachmittag völlig eine, so dass Fahrten zu unseren Lieblingsstellen, vor allem im Eidsfjord immer problemlos möglich waren
Die Blubberblasenbucht erreichten wir nach ca. 45 Minuten Fahrzeit und waren überrascht wieviele Boote in dieser kleinen Bucht angelten. Vor allem waren das Norweger mit ihren Kindern, da gerade die Ferien angefangen haben.
Es blubbert tatsächlich und das Futterangebot muss riesig sein. Die gefangenen Fische waren viel fetter, als die im offenen Meer gefangenen.
Mit den Köhlern hätten wir das ganze Boot füllen können, so dass wir die meisten wieder zurücksetzten, was uns neidische Blicke der Norweger einbrachte. Einige Exemplare erreichten jedoch 50cm und vereinzelte brachiale Einsteiger liessen uns vermuten, das auch noch grössere Fische vorhanden sind. Leider hatten wir nicht das Glück einen solchen zu landen.
3. Tag
Heute hatten wir uns entschlossen bereits früh unsere Tour zu beginnen. Also um 6.00 Uhr raus auf den Fjord, wo ein riesiger Makrelenschwarm vorhanden war. Selbst mit grossen Einzelpilkern war ein Durchkommen durch den Schwarm nicht möglich. Also die Naturködermontage raus, beködert mit einem ganzen Makrelenfilet und zum Grund geschickt und es kam Biss auf Biss. Ein guter Portionsleng nach dem anderen und dann noch eine Dublette mit 81cm Leng und 65cm Dorsch. Nach ca. 2 Stunden war dann alles vorbei. Der Makrelenschwarm war weg und leider auch die Beißlust der Fische. Also um 9.00 Uhr wieder zur Ferienwohnung.
Während unseres Aufenthalts konnten wir feststellen, dass die frühen Morgenstunden und der späte Nachmittag die besten Ergebnisse brachte, was möglicherweise auch damit zusammenhing, dass diese Zeiten mit dem Wasserhöchststand zusammenfällt.
Unsere Nachmittagsausfahrt zum Eidsford brachte nicht die anglerische Erfüllung hinsichtlich eines Rekordfisches, jedoch eine gut gefüllte Fischkiste.
Mittelstarke Köhler ausschließlich auf blau/silberne Pilker, einige Leng, Pollaks und Rotbarsche waren für uns eine gute Ausbeute. Die günstige Drift von der Fjordschwelle Eidsfjord Richtung Inselgruppe im Eidsfjord war für uns immer Garant für Fisch. Die Wassertiefen von 10 aus 150m terassenförmig abfallend erwiesen sich als ideal für das Fischen auf unterschiedliche Fischarten. Jedoch auch hier waren kleinere Köder besser, Pilker max. 100g.
4.Tag
Heute Ausflug nach Flekkefjord, ein kleiner Stadtbummel, ein bischen Schoppen, also ein fast angelfreierTag. Nachmittags die Spinnangel geschnappt und oberhalb des Wasserfalls in einer tiefen Gumpe geangelt.Man sieht schöne Forellen, wie auch im gesamten Fedafluss. Das sich aber ein Lachs von 65cm unseren Köder schnappte, unser erster überhaupt, war für uns total überraschend.

Der letzte Teil meines Berichts kommt heute abend, dann auch die versprochenen Bilder.
 
Urlaub in Feda/Flekkefjord-letzter Teil

Hallo hier bin ich wieder.
Die letzten Tage in Feda erbrachten anglerisch ähnliche Erfolge, wie die Tage vorher. Ich will Euch auch nicht langweilen, deshalb einige Anmerkungen, die von allgemeinem Interesse sein könnten.
Fedafluss
Wir können jedem empfehlen es auch mal direkt im Fluss zu versuchen. Steigende Forellen könnt Ihr überall beoachten. In Richtung Flussmündung und auf den Muschelbänken vor der Brücke lassen sich Plattfische, vorwiegend haben wir Steinbutt gefangen, mit Makrelenfetzen überlisten.
Es gibt unmengen von Aalen, jedoch meist nur Schnürsenkel. Aber einige vernünftige Exemplare sind immer dabei. Köder: Rotwürmer8im Angelgeschäft in Flekkefjord erhältlich), Reker (31Kr. für 250g bei Coop in Feda) Aale beissen erst bei absoluter Dunkelheit, vorher fressen nur die Krabben die Köder.
Angeln vom Ufer
Empfehlenswert ist die Steinschüttung am Yachthafen in Feda und der Yachthafen selber. Hier haben wir auch unseren 2. Lachs gefangen, als wir beobachtetet, wie Möwen und Raubfische kleine Futterfische jagten.
Kleine Mefo- Blinker, 25g, waren erfolgreich aber auch kleine Gummifische auf Pollak und einige Krautdorsche. Also wenn mal schlechtes Wetter ist, versuchen, vielleicht seid ihr auch überrascht, was alles möglich ist.
Insgesamt hatten wir einen erholsamen und erfolgreichen Angelurlaub und freuen uns jetzt schon auf den Oktober, wenn es für eine Woche nach Avik Brygge geht
Tschüß
Blackforrestangeln
 
Bilder findet Ihr unter Reiseberichte/Reviervorstellungen. Ein direktes Anhängen an dieses Thema ist mir leider nicht gelungen. Vielleicht wirds beim nächsten Bericht besser.
 
Gelungener, sehr informativer
Reisebericht :baby: :baby:

Vielen Dank für´s Einstellen
 
Klasse Bericht, Gratulation

Hallo Black, also besser hätte man den Bereich Feda nicht beschreiben können. Sehr informativ und spannend.​

Ich war mit meiner Familie auch im Juli in Feda ( 1. neues weisses Haus auf der rechten Straßenseite hinter der kleinen Obstplantage, gehört übrigends der Couisine von Sissel , der Betty ) Da am Haus im Aussenbereich und Bootshaus noch einige Kleinigkeiten zu erledigen waren, hatte ich mir in den drei Urlaubswochen leider nur 8 Angeltörns genehmigen können. Eine Woche ging für den Terassenbau und die Renovierung des Bootshauses drauf.​

Auch ich habe festgestellt, dass die Buchten im Fedafjord am frühen Morgen und in den Abendstunden hervorragende Fische hervorbrachten. Mittags bzw. Nachmittags in der Sonne war kein Durchkommen mit leichtem Geschirr. Makrelen über Makrelen. Nach Umstellen meine Angelmethoden und starker Bebleiung habe ich dann mit Gewalt meinen Köder durch den Schwarm katapultiert. Und siehe da, Dorsche Pollack und Leng kamen zum Vorschein. Auch ich unternahm zwei Abstecher nach Fjellsa. Ich hatte allerdings mehr Glück . Nachdem sich die Kleinfische verzogen hatten, konnte ich in einem Großfischschwarm einige gute Köhler ins Boot bringen.
PS: Angeln in Fedafluss. Wusstest du, dass die Fischerei auf Salmos nur im August freigegeben ist ?? So isses leider. Thorbjörn aus dem Angelgeschäft in Flekkefjord, der auch in Feda wohnt, teilte mir dieses nach einem Angeltörn im Fluss mit. Aber macht nichts. Habe nur ein paar Bratforellen entnommen. Viele Grüsse Troll​
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hallo Troll,
das von Dir beschriebene Haus haben wir natürlich gesehen, kannten es ja schon aus dem Forum. Übrigens ein sehr guter Ausgangspunkt für Angelfahrten.
Die Problematik mit den Salmoniden war uns tatsächlich nicht bekannt, auch Glenn hat diesbezüglich nichts gesagt oder wir haben es mit unseren bescheidenen Englischkenntnissen nicht verstanden. Übrigens haben wir die Salmos nur gesehen und leider nicht gefangen.
Vidar baut ja auch seine Bootshäuser toll aus, Weißt Du, ob diese auch einmal über Borks angeboten werden?
Gruß
Blackforrestangeln
 
hallo erst mal

Also falls du das Grundstück hinter dem weissen Haus an der Straße meinst, dass zum Verkauf steht ??
Hier werden einige neue Bootshauser mit Wohnungen entstehen. Die Arbeiten sind in vollem Gange. Das Grundstück war vorher bis auf ein altes Bootshaus unbebaut und wurde zwecks Verkauf geteilt.
Für Feda gilt zum Schutz der Erhaltung des Ortsbildes eine spezielle Regelung. Die besagt, dass der Eigentümer mindestens 5 Jahre in dem Haus wohnen / gemeldet muss, bevor er es weitervermieten darf.
Daher gehe ich davon aus, dass sich die Häuser im Privatbesitz befinden und in nächster Zeit nicht vermietet werden. Im Ort munkelt man, dass Leute aus Stavanger die Grundstücke erworben haben. Aber wer weiss, Regeln sind dazu da, dass man sie umgehen kann. Ich werde aber am Ball bleiben und mich mal bei Terje Egenes erkundigen. Dem gehört das weisse Haus, welches ich vermittel. Bei dem weissen Haus greift die Regelung nur nicht, da es auf den Grundmauern eines im 18. Jahrh. erbauten Hauses aufgebaut wurde und seit dem im Familienbesitz ist. Viele Grüsse Karsten
 
Hallo Troll,
vielen Dank für Deine Antwort. Ich freue mich, dass mein Bericht im wesentlichen von einem neutralen Angler bestätigt wurde.
Das von Dir angesprochenen Anwesen ist sehr gut, die Ausstattung kann ich nicht einschätzen, liegt aber hervorragend zu den Fischgründen.
Vidar baut ja auch völlig neue Bootshäuser. Weißt Du, ob die auch über Borks vermietet werden sollen?n Mit den Salmos hatten wir auch keine Ahnung, haben uns voll auf Glenn verlassen, der nichts davon gesagt hat. Oder wir haben es mit unseren bescheidenen Englischkenntnissen nicht verstanden.
Gruß
Blackforrestangeln
 
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