unter unserem Himmel - vom Wandel der Flüsse

da Beppe

JosefBepperlSepp
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Eisbär

Machdeburjer
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Wenn ich durch Bayern fahre, habe ich den Eindruck, dass es dort verhältnismäßig viele PV-Anlagen gibt. Bei Windkrafträdern ist Bayern recht zurückhaltend, was ich auch verstehe, da es touristisch nicht vorteilhaft ist.

Trotzdem denke ich, könnten noch mehr PV-Anlagen auf Dächern sein und dann sollten lieber keine Wasserkraftwerke zusätzlich gebaut werden. Ist aber nur meine Meinung.
 

da Beppe

JosefBepperlSepp
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Du mußt Dir aber auch mal unser fantastischen Maisfeldmonokulturen angucken - damit die Biogasballons auch ständig unter Druck stehn - und ab und an laufen halt paar Hecktoliter in den vorbeifließenden Bach, von dort aus in das nächste Flüsschen und schwuppdiwupp sind wieder mal 10 km Fließgewässer kaputt.

Wenn ich wüßte wie die Lösung aussieht würd ichs hier hin schreiben.

PV und Wind sinds jedenfalls nicht, es sei denn wir machens wie die Afrikaner, haben nachts kein Licht mehr und schnacksln dafür mehr :biglaugh:

Kernkraft is es natürlich auch nicht,
Kohle sowieso nicht,
Öl und Gas zu schade und auch irgendwie mal zu Ende. . . .

Vielleicht gibts noch Potential durch bessere Turbinen in den Großwasserkraftanlagen, aber da würde ich mir zunächst auch einen Entwicklungssprung in Sachen Durchgägnigkeit vor allem stromabwärts wünschen . . . .

Hoffentlich findet da bald mal einer das Ei des Kolumbus :a0155:
 

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Stammnaffe
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Ich finde es gibt nichts schlimmeres als mit PV-Anlagen zugepflasterte Freiflächen, keine Ahnung, warum das genehmigt wird.
Aber warum wird nicht jeder Häuslebauer dazu verdammt, ne PV-Anlage auf sein Dach zu schrauben? (Also beim Neubau)

Ob PV nun gut oder schlecht ist, da streiten sich ja auch viele Gelehrte, Lithium und Co fallen auch nicht einfach so vom Himmel,
allerdings ist die CO2-Bilanz recht schnell positiv, das Ei des Kolumbus ist es sicher nicht.
 

Eisbär

Machdeburjer
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Von den Maisfeldern haben wir bei uns auch reichlich.
PV-Anlagen auf Wohnhausdächern finde ich gut, wenn es keine Innendachkonstruktionen sind.
Zwischen dem Dachmaterial und den PV-Platten sollte noch Luft sein. Erstens arbeiten sie dann effektiver und die gefahr eines hausbrandes wird verringert. Ausserdem müsste jede Anlage auf einem Wohnhausdach von aussen abschaltbar sein. Für den Fall eines Brandes löscht sonst die Feuerwehr nicht.

Abschaltlösungen für Photovoltaikanlagen ermöglichen es der Feuerwehr im Falle eines Hausbrandes, die Photovoltaik Anlage spannungsfrei zu schalten. Dies ist die Voraussetzung, damit überhaupt Löscharbeiten durchgeführt werden können.

Was die Entsorgung betrifft, habe ich auch keine Ahnung. Aber diese Anlagen können auch Jahrzehnte arbeiten.
Windkraftanlagen können da stehen, wo viel Platz und wenige Menschen sind, z.B. bei uns auf dem Land.

Aber für ganz Europa gesehen ist reichlich Strom vorhanden und wenn wir jetzt nicht alle E-Autos fahren, dann brauchen wir auf keinen Fall noch die Wasserkraftwerke.
 

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Stammnaffe
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Zwischen dem Dachmaterial und den PV-Platten sollte noch Luft sein. Erstens arbeiten sie dann effektiver und die gefahr eines hausbrandes wird verringert. Ausserdem müsste jede Anlage auf einem Wohnhausdach von aussen abschaltbar sein. Für den Fall eines Brandes löscht sonst die Feuerwehr nicht.
Wieso wird die Gefahr des Hausbrandes verringert?
Für vorhandene Dächer sind gerade die Dachintegrierten Anlagen interessant, die meisten neuen Häuser haben sowieso flachere Dächer mit Fachwerkbindern, dort kann die Dämmung am Binderuntergurt angeordnet werden und die Anlage bleibt "ungedämmt" und kalt.
Der Lasttrennschalter ist ja ohnehin Pflicht, den allerdings von außen zugänglich zu machen, dürfte schwer sein.
 

da Beppe

JosefBepperlSepp
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Ich finde es gibt nichts schlimmeres als mit PV-Anlagen zugepflasterte Freiflächen, keine Ahnung, warum das genehmigt wird.
Aber warum wird nicht jeder Häuslebauer dazu verdammt, ne PV-Anlage auf sein Dach zu schrauben? (Also beim Neubau)

Ob PV nun gut oder schlecht ist, da streiten sich ja auch viele Gelehrte, Lithium und Co fallen auch nicht einfach so vom Himmel,
allerdings ist die CO2-Bilanz recht schnell positiv, das Ei des Kolumbus ist es sicher nicht.
Als Architekt möchte ich allerdings einwenden, daß nicht alles was technisch möglich, auch gleichzeitig baupraktisch gut ist! :wave:
 

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Stammnaffe
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daß nicht alles was technisch möglich, auch gleichzeitig baupraktisch gut ist!
Das mag sein, aber welche Probleme siehst du konkret bei einer PV-Anlage auf dem Dach?
Außer der Optik, die ja bei euch Architekten eine große Rolle spielt, die allerdings generell
entgegen der Baupraxis ist :a010: :1poke:
 

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NAF Spezi
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und in der Mediathek zum nachschauen!

Sepp schau ich jeden Sonntag!! Sind immer sehr interessante Beiträge!!!!! Ich habe zu diesen ganzen Biostrom Maßnahmen...... Mais, Wasserkraft und Windkraft ein gespaltenes Verhältnis. Wobei Biogas/Mais und kleine Wasserkraftanlagen der absolute Schwachsinn ist. Aber wie geschrieben wie/woher soll die ganze Elektroenergie kommen, wenn man alles nicht will.
 

da Beppe

JosefBepperlSepp
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Das mag sein, aber welche Probleme siehst du konkret bei einer PV-Anlage auf dem Dach?
Außer der Optik, die ja bei euch Architekten eine große Rolle spielt, die allerdings generell
entgegen der Baupraxis ist :a010: :1poke:

die Problematik aus meiner Sicht - und so erlebe ich es eben im Berufsalltag - zwischen PV-Anlage und darunterliegendem Dach entsteht ein eigenes Klima. Die Materialien sind dafür nicht ausgelegt, die Langlebigkeit z.b. von Dachziegeln leidet darunter (Frost/Tau-Wechsel) Irgendwann ist jeder Dachziegel ermüdet. Unter einer PV-Anlage geht das schneller, weil die Ziegel nicht so gut trocknen, belichtet und belüftet werden.

Weiterhin ist ja jede Durchdringung der obersten Dachdichtungsebene ein Schwachpunkt. Der kann zugegebenermaßen mit Sonderaufwand eine Zeitlang sichergestellt werden. IdR eben auch die 4 bzw. 5 jährige Gewährleistung überdauern. Aber Bauherren haben meist die Erwartung das Dächer länger als 5 oder 10 Jahre dicht sind.

Was in meinen Augen auch ein großer Gefahrenpunkt ist/war PV-Anlagenbauer kann jeder sein. Sprich - da werden teils ungelernte Arbeitskräfte aufs Gebäude gelassen und ruinieren Dir dann das Dach :lacher: ok - die Firma mußte dann dafür grade stehen und 8000 m2 Dachfolie austauschen, aber ärgerlich ist sowas natürlich schon, zeit- und nerven raubend sowieso. Oder bei einem andren Projekt gabs zigtausend Durchdringungen der Dachfolie zu flicken, weil die Monteure die Schrauben + Dübel nicht geschraubt hatten, sondern Schraube und Dübel eingeschlagen hatten. Dadurch ging der Dübel eben tiefer als notwendig und perforierte die Dachfolie.

Dann hat sicherlich die Feuerwehr auch keine große Freude an dieser Technik und die Brandversicherungskammer wohl auch nicht!

Ich hab aber absolut nichts gegen solche Anlagen, wenn der Erbauer um die Konsequenzen weiß und den Strom eben nutzt um selbst autark zu sein.

So wie es ursprünglich auch die Regel war. Aber das jeder Strom einspeist und die Allgemeinheit dafür ordentlich blechen darf, das nervt mich schon ein wenig.

Zur Optik kann ich Dir nicht viel sagen - gibt immer gut gestaltetes aber meist schlecht gestaltetes und am Ende heißts dann: "Ah, so bist worn!"
 

da Beppe

JosefBepperlSepp
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Sepp schau ich jeden Sonntag!! Sind immer sehr interessante Beiträge!!!!! Ich habe zu diesen ganzen Biostrom Maßnahmen...... Mais, Wasserkraft und Windkraft ein gespaltenes Verhältnis. Wobei Biogas/Mais und kleine Wasserkraftanlagen der absolute Schwachsinn ist. Aber wie geschrieben wie/woher soll die ganze Elektroenergie kommen, wenn man alles nicht will.

Das grundsätzliche Problem ist doch, das unsere Regenten wohlmeinend sich Förderungen ausdenken und dann der normale Menschenverstand aussetzt. Alles ufert aus, nur um der Förderung willen. Würde sich alles rechnen müssen käme es überhaupt nicht zu diesen gräßlichen Landschaftsverschandelungen wie Maismonokultur, PV-Plantagen usw.
 

Eisbär

Machdeburjer
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Wieso wird die Gefahr des Hausbrandes verringert?
Für vorhandene Dächer sind gerade die Dachintegrierten Anlagen interessant, die meisten neuen Häuser haben sowieso flachere Dächer mit Fachwerkbindern, dort kann die Dämmung am Binderuntergurt angeordnet werden und die Anlage bleibt "ungedämmt" und kalt.
Der Lasttrennschalter ist ja ohnehin Pflicht, den allerdings von außen zugänglich zu machen, dürfte schwer sein.
Viele Hausbrände gehen von elektrischem Strom aus, sogar die meisten. Unter einer PV-Anlage staut sich auch Hitze, wenn sie im Dach ist. Bei Aufdachkonstruktionen kann ja besser der Wind durchziehen. Auch bringen erhitzte PV-Anlagen nicht so viel wie kühle. Die ganz modernen Anlagen sind Kombinationen aus PV-Anlage mit Solarthermie.
Dabei führt die Solarthermie die Wärme ab in den Speicher und die PV-Anteile werden schön gekühlt. Beide sind dadurch ertragreicher als jede für sich.
Von einem Hybridmodul oder Kombimodul spricht man, wenn ein Modul sowohl für Photovoltaik wie auch für Solarthermie bzw. zur Warmwassererzeugung genutzt werden kann. Es handelt sich also um eine Kombination aus PV- und Solarthermiemodul auch bekannt unter den Ausdrücken Thermovoltaik oder Photothermie. Der Photovoltaikanteil wird zur Erzeugung von Solarstrom genutzt, der Solarthermieanteil zur Erzeugung von Warmwasser.

Das hat mir mal ein Ing. für erneuerbare Energien erklärt, nachdem ich alles fertig hatte.
Er hält wöchentlich Vorträge an der Uni zu diesem Thema und hat auch schon eine Unterrichtsstunde mit Studenten und Prof. bei mir gemacht. Sozusagen mal die Theorie an einem realen System erklärt.
 

da Beppe

JosefBepperlSepp
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was auch ne beliebte Brandursache bei den Wechselrichtern der PV-Anlagen ist.

Die Kabel werden locker. Das wird natürlich gecheckt wenn man nen Wartungsvertrag hat.
Wenn man sich das sparte kann man Pech haben!
 
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