Unbekannt: Kuckuckslippfisch

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Nordlicht
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Utvorda/Flatanger (N-Trøndelag)
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www.nord-flatanger.no
Kuckuckslippfisch

Lat.:
Labrus mixtus, Linnaeus, 1767

Norw.: Rødnebb (weibl.), Blåstål (männl.)

Engl.: Cuckoo wrasse

Verwandte Arten: Eine der umfangreichsten Familien mit 65 Gattungen und wenigstens 500 bis 600 Arten, die in allen Weltmeeren verbreitet sind und zumeist in Küstenregionen anzutreffen sind. Häufig stellen Lippfische die größte Fischvielfalt und auch Masse an Fisch. Auch in Norwegen sind mehrere Arten gewöhnlich, wobei sie im äußersten Norden selten sind, oder fehlen.

Wissenschaftliche Systematik: Knochenfisch –Barschartige –Lippfische –Kuckuckslippfisch

Beschreibung: wenigstens männliche Kuckuckslippfische dürfte man kaum mit anderen Arten entlang der norwegischen Küste verwechseln können, denn sie sein prächtig blau gefärbt und darauf schwarz oder orange gemustert. Weibliche Fische sind rotbraun und weit unscheinbarer. Beide Geschlechter sind schlank und werden bis zu 30, selten 40cm lang. Die Rückenflosse ist lang und durchgehend, die Lippen wulstig.

Lippfische verfügen über kleine aber kräftige Zähne zum Knacken kleiner Schnecken, Muscheln oder Seeigel. Sie sind keine ausdauernden Schwimmer und nutzen oft nur die Brustflossen zur Fortbewegung.

Verbreitung: Im nordöstlichen Atlantik von der Küste Nordafrikas, über die Britischen Inseln bis nach Nordnorwegen. In Süd- und Mittelnorwegen häufig, nördlich der Lofoten jedoch kaum vertreten.

Lebensraum/Lebensweise: Lippfische bevorzugen allgemein felsigen Boden und halten sich gern in Kelp- und Tangwäldern auf, aber auch bevorzugt an Wracks und in Hafenanlagen. Sie suchen Unterschlupf in Höhlen und Felsspalten und sind standorttreu. Ein Männchen bewacht in der Regel recht eifersüchtigen einen Harem aus mehreren weiblichen Fischen.
Der Kuckucklippfisch ist, wie schon erwähnt, kein außerordentlicher Schwimmer. Folglich besteht die Nahrung auch eher aus Würmern, Seeigeln, Muscheln, Schnecken, Garnelen und Krebsen. Jedoch werden Lippfische auch immer wieder beim Spinnfischen erbeutet. Da es sich (meines Wissens nach) fast immer um männliche Fische handelt bleibt dabei offen ob territoriales Verhalten oder gezielte Jagd nach Beutefischen zum Anbiss führen.

Interessant: Kuckuckslippfische (sowie auch andere Lippfischarten) können das Geschlecht wechseln und tun dies gewöhnlich auch im Laufe ihres Lebens. So sind zunächst alle Lippfische weiblich. Bei Geschlechtsreife im Alter von 5 bis 6 Jahren wandeln sich einige Weibchen zu Männchen, der größte Teil bleibt jedoch weiblich. Später, im Alter von 10 bis 14 Jahren werden dann fast alle Individuen die dieses Alter erreicht haben zu männlichen Fischen. Die Lebenserwartung dürfte bei wenigstens 17 Jahren liegen.
In den letzten Jahren wurden Lippfische vermehrt als Putzerfische in der Lachszucht eingesetzt, wo sie den Befall an Parasiten (Lachslaus) bei den Salmoniden eindämmen sollen.

Verwertbarkeit: Das Fleisch ist süßlich und zum Verzehr geeignet. Lippfische werden in Europa allerdings hauptsächlich im Mittelmeerraum gezielt gefangen und verwertet.


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