Touristenfischerei Beschlüsse zur Quote usw

Bei der Diskussion sollten wir auch endlich mal vergegenwärtigen das die Bestände ganz einfach drastisch weniger werden.

Unabhängig davon wer letztlich daran die meiste “Schuld“ trägt
 
Zuletzt bearbeitet:
@tauchprojekt.de Hallo Sven,
guter Einwand, den Punkt sollte man durchaus beachten. Daher möchte ich ihn auch nicht kontern, sondern nur die Sichtweise in eine weitere Richtung bewegen.

Bei 20 KG hast Du zum Beispiel 40 Mal Essen. Das reicht bis zum nächsten Urlaub. Bei 10 Kg werden die Portionen nicht kleiner, also kann man nur noch 20 Mal essen. Will man weiterhin seinen wöchentlichen Fisch essen, dann muss man die 10 Kg dazu kaufen. Diese Kosten sollten dann auch noch in die Rechnung mit einfließen, wer unbedingt rechnen möchte. Wobei ich finde man kann da eh keine Rechnung aufmachen. Aber der Urlaub bekommt halt trotzdem eine gefühlte Abwertung. Er ist im Grunde wie immer, aber im Hinterkopf bleibt das Gefühl, jemand möchte einen den Urlaub abwerten und das Urlaubsziel unattraktiv machen.

Mir persönlich geht es auch eher um das Erlebnis, das Erlebnis des Angelns in Norwegen, mit der Natur und dem Drumherum als tollen Bonus. Ich selbst bin nicht so der Fisch Esser, meine Eltern mögen den aber gerne. Somit rechne ich die Kg eh nicht gegen den Preis und das Erlebnis auf, aber freue mich, wenn ich meinen Eltern tollen Fisch bringen kann, den wir am Wochenende dann auch mal zusammen essen können. Mein Problem ist daher auch eher das mit "die Kg sind voll, ich habe noch mehrere Tage Angelurlaub, wie kann ich den mit gutem Gewissen verbringen"? Und das ist halt bewusst Angelurlaub, für Erlebnisurlaub wähle ich nicht immer das gleiche Land, da will ich verschiedene Sachen kennenlernen. Norwegen ist hingegen Spaß mit toller Natur verbinden, an der man sich nicht satt sehen kann. Zumindest wenn sie der Bonus im eigentlichen Urlaub ist. Zudem wechseln wir die Ziele, da wir verschiedene Ecken kennenlernen möchten. Damit ist bei uns auch nicht der Punkt "langjährige Freunde besuchen" gegeben.
 
@tauchprojekt
Ich sehe das etwas anders. Ich fahre mit Familie für 3 Wochen bis an die Polargrenze zum Fischen.
In Südnorwegen ist es ungleich schwieriger erfolgreich zu fischen, wie wir alle wissen.
Der Urlaub kostet alles eingeschlossen etwa 5-6tsd EUR.
Damit verbietet sich automatisch ein Preisvergleich bzw. Preisgegenüberstellung, nur halbiert sich ab 2027 das Gegenargument für ein ohnehin Minusgeschäft.
Aber was mache ich, wenn ich nach der ersten Woche bereits meine Fangquote drin habe?
Russischer Kaviar ist seit dem Krieg auch teurer geworden, nur das tangiert mich nicht.
Ich würde nur noch selten und maximal nach Südnorwegen reisen und nur aus Spaß am Angeln. So denke ich heute.
Na ja gut, es ist ja eben das was ich schreibe. Du bringst "Urlaub" und "Minusgeschäft" in Kontext.
Urlaub ist so gesehen immer schon Minusgeschäft gewesen. Die Preise für den Urlaub sind auch gestiegen, ganz klar. Aber sicherlich nicht um 400-500% in 20 Jahren.
Dein "Minusgeschäft" war 2006 demnach deutlich größer als 2026 (mit jeweils 15kg) und vom Wert her liegst du objektiv betrachtet 2027 auch noch besser oder identisch vs 2006 (oder auch 2018).

Ich bin nun mal Banker, manchmal kann ich nicht anders.... 😂

Wie gesagt, es bleibt die eigentliche Herausforderung des Umgangs mit der Ressource Fisch und meiner persönlichen Meinung nach der ignorante (einfallslose) Umgang potentiell hochwertiger (weil Devisen, Synergien) wirtschaftlicher Wertschöpfung.
Rein wertmäßig ist die Reduktion der Quote im touristischen, ebenso wie in der Fischerei, im Prinzip überkompensiert durch die Wertsteigerung des Produktes.

Viele Fischer jammern in den sozialen Medien, eigentlich wissen sie aber, dass sie heute deutlich besser verdienen als jemals zuvor. Und das wohlgemerkt mit jetzt schon Quoten 30-40% unter Vorjahr.
Hier mal einer der ehrlich ist:

 
Ich seh das ganze Fisch Natur und nette Menschen….
Wenn es aber weitergeht mit Teilweise deftigen Aufschlägen was die Preise betrifft werde ich umdenken und ich spreche da wohl auch für einige Kollegen.
Für mich sind die 10 kg nicht das Problem aber die Preise mit Fähre Unterkunft und Boot sind teilweise schon recht unverschämt.
Bin gespannt ob es da mal ein umdenken gibt wenn vielleicht weniger Angler nach Norwegen fahren.
 
Na ja gut, es ist ja eben das was ich schreibe. Du bringst "Urlaub" und "Minusgeschäft" in Kontext.
Urlaub ist so gesehen immer schon Minusgeschäft gewesen. Die Preise für den Urlaub sind auch gestiegen, ganz klar. Aber sicherlich nicht um 400-500% in 20 Jahren.
Dein "Minusgeschäft" war 2006 demnach deutlich größer als 2026 (mit jeweils 15kg) und vom Wert her liegst du objektiv betrachtet 2027 auch noch besser oder identisch vs 2006 (oder auch 2018).

Ich bin nun mal Banker, manchmal kann ich nicht anders.... 😂

Wie gesagt, es bleibt die eigentliche Herausforderung des Umgangs mit der Ressource Fisch und meiner persönlichen Meinung nach der ignorante (einfallslose) Umgang potentiell hochwertiger (weil Devisen, Synergien) wirtschaftlicher Wertschöpfung.
Rein wertmäßig ist die Reduktion der Quote im touristischen, ebenso wie in der Fischerei, im Prinzip überkompensiert durch die Wertsteigerung des Produktes.

Viele Fischer jammern in den sozialen Medien, eigentlich wissen sie aber, dass sie heute deutlich besser verdienen als jemals zuvor. Und das wohlgemerkt mit jetzt schon Quoten 30-40% unter Vorjahr.
Hier mal einer der ehrlich ist:

Deine Sicht ist ja auch nicht verkehrt. Nur in meiner Situation mit Angelurlaub für 3 Wochen passen diese Komponenten einfach nicht mehr zusammen.
 
@tauchprojekt.de Hallo Sven,
guter Einwand, den Punkt sollte man durchaus beachten. Daher möchte ich ihn auch nicht kontern, sondern nur die Sichtweise in eine weitere Richtung bewegen.

Bei 20 KG hast Du zum Beispiel 40 Mal Essen. Das reicht bis zum nächsten Urlaub. Bei 10 Kg werden die Portionen nicht kleiner, also kann man nur noch 20 Mal essen. Will man weiterhin seinen wöchentlichen Fisch essen, dann muss man die 10 Kg dazu kaufen. Diese Kosten sollten dann auch noch in die Rechnung mit einfließen, wer unbedingt rechnen möchte. Wobei ich finde man kann da eh keine Rechnung aufmachen. Aber der Urlaub bekommt halt trotzdem eine gefühlte Abwertung. Er ist im Grunde wie immer, aber im Hinterkopf bleibt das Gefühl, jemand möchte einen den Urlaub abwerten und das Urlaubsziel unattraktiv machen.

Mir persönlich geht es auch eher um das Erlebnis, das Erlebnis des Angelns in Norwegen, mit der Natur und dem Drumherum als tollen Bonus. Ich selbst bin nicht so der Fisch Esser, meine Eltern mögen den aber gerne. Somit rechne ich die Kg eh nicht gegen den Preis und das Erlebnis auf, aber freue mich, wenn ich meinen Eltern tollen Fisch bringen kann, den wir am Wochenende dann auch mal zusammen essen können. Mein Problem ist daher auch eher das mit "die Kg sind voll, ich habe noch mehrere Tage Angelurlaub, wie kann ich den mit gutem Gewissen verbringen"? Und das ist halt bewusst Angelurlaub, für Erlebnisurlaub wähle ich nicht immer das gleiche Land, da will ich verschiedene Sachen kennenlernen. Norwegen ist hingegen Spaß mit toller Natur verbinden, an der man sich nicht satt sehen kann. Zumindest wenn sie der Bonus im eigentlichen Urlaub ist. Zudem wechseln wir die Ziele, da wir verschiedene Ecken kennenlernen möchten. Damit ist bei uns auch nicht der Punkt "langjährige Freunde besuchen" gegeben.
Generell wird es vielleicht in einigen Jahren kaum noch jemandem auf der Welt vergönnt sein jede Woche Wildfisch zu essen.
Ich fände es toll wenn ich mich irre, aber sehen wir, dass selbst in den relativ gut regulierten Gewässern Norwegens nun seit 2013 eine Halbierung der Bestände stattgefunden hat, dann ist das schon dramatisch. Gleichzeitig steigen natürlich auch Bestände (beispielsweise in Grönland) aber sicherlich nicht in ausgleichendem Maße.

Wohl so ziemlich jede Ressource wird knapper. Konsumverhalten identisch beizubehalten wird zunehmend schwierig.

Du weißt das und betonst ja auch, dass du Aspekte zufügen möchtest, also nicht als Belehrung verstehen.

Rein mengenmäßige Betrachtung kann also nicht funktionieren, da die Quoten ja für alle gekürzt werden (das was noch da ist auf alle verteilt werden muss, die gerne etwas abhaben möchten).
(Gegen)Wertmäßig ist für viele zu abstrakt, da die Kühlbox ja nunmal sichtbar leerer bleibt (aber eben eigentlich im täglichen Leben genauso der Einkaufswagen, deshalb zuvor dieses Beispiel).

Schwierig ist die öffentliche Diskussion auf beiden Seiten, genau weil eben mehr auf Basis von Emotionen, als rechnerisch geführt.
Sie hat uns in eine Situation gebracht, in der nicht wirklich über eine bessere und langfristige Nachhaltigkeit nachgedacht wurde.

In Norwegen läuft es politisch letztlich auch nicht besser als in Deutschland. Statt echter Reformen wird lieber an Bestehendem so lange rumgebastelt wie irgend möglich.
 
Bei der Diskussion sollten wir auch endlich mal vergegenwärtigen das die Bestände ganz einfach drastisch weniger werden.

Unabhängig davon wer letztlich daran die meiste “Schuld“ trägt
Pauschal kann man das so stehen lassen, allerdings ist das sehr unterschiedlich. Meiner Erfahrung nach spielt da sehr das sich wandelnde Klima rein, ...ab Juli ist es Küstennah oft zu warm. Früher war die Jahreszeit nicht ganz so wichtig, gegenwärtig spielt sie eine große Rolle. Badewetter ist eben kein Angelwetter. :eek1:
 
Ich seh das ganze Fisch Natur und nette Menschen….
Wenn es aber weitergeht mit Teilweise deftigen Aufschlägen was die Preise betrifft werde ich umdenken und ich spreche da wohl auch für einige Kollegen.
Für mich sind die 10 kg nicht das Problem aber die Preise mit Fähre Unterkunft und Boot sind teilweise schon recht unverschämt.
Bin gespannt ob es da mal ein umdenken gibt wenn vielleicht weniger Angler nach Norwegen fahren.
Ich will mich jetzt nicht nochmal rechnerisch dazu äußern, warum bei den allermeisten professionellen Anbietern (also solchen die davon leben müssen) kein "Umdenken" möglich sein wird.
Weder Margen noch Gehälter liegen annähernd in den Bereichen, wie es viele denken möchten.
Die wirtschaftliche Realität wird zu Umstrukturierung führen, verstärkt durch eine Generationswechsel und erschwert durch die aktuelle Unsicherheit und, sagen wir mal aktuell nur mäßig gute Reputation.
Im Klartext: Anlagen schließen/werden Teil zu privaten Objekten umgebaut und das Angebot verknappt sich. Siehe Beispiel Leka Brygge, die ja gar nicht erst versuchen den Verkauf mit einer Weiterführung in laufender Vermietung an Angeltouristen zu verknüpfen.

Allerdings muss ich natürlich auch klar anmerken, dass es schon erhebliche Preisunterschiede gibt und natürlich mancher Vermieter im Norden mehr Spielraum hätte als Anbieter in der Mitte und im Westen.
 
Deine Sicht ist ja auch nicht verkehrt. Nur in meiner Situation mit Angelurlaub für 3 Wochen passen diese Komponenten einfach nicht mehr zusammen.
Einer der Punkte, der mich auch am meisten ärgert..... nämlich nicht Wertschöpfung zu berücksichtigen.

Somit hat jemand, der 2 x für jeweils 2-3 Tage nach Norwegen fährt aktuell mehr Anrecht auf Fischmitnahme bei 4 oder 6 Tagen Wertschöpfung vor Ort, als du mit 21 Tagen Wertschöpfung.

Von der Logik und den Zahlen her ist das nicht vermittelbar.... Eben eine weniger als halbgare Regelung.
 
Wenn ich gerne Fisch esse, ist die Überlegung ob ich wegen 10 kg noch nach Norge fahre schon ein Thema, was eine Rolle spielt. Wenn man dann die Preise sieht und dabei auch bedenkt welch ein Aufwand unabhängig vom finanziellen damit zusammenhängt, dann ist das so. Ich habe Spaß an Gartenarbeit und freue mich über die Zeit im Garten, aber ich mache das, weil ich gerne Sachen aus dem Garten in der Küche habe. Ansonsten kann ich ja auch rausgehen und "nur die Vögel beobachten" oder mich an deren Gesang erfreuen. Wozu haben Kaninchenzüchter Kaninchen? nur zum streicheln oder weil es Spaß macht die zu füttern oder was?
Angler die keinen Fisch essen, sitzen wohl nur am Wasser um sich vor Arbeit drücken zu können? Natur kann ich mir auch beim Waldspaziergang ansehen.
Und warum fischen denn die Fischer in Norge den Fisch? Nur weil es Spaß macht auf dem Wasser zu sein?
Übrigens muss ich vor jedem Urlaub den Garten gut saubermachen, damit er nicht verdreckt und nach dem Urlaub gut was nacharbeiten. Das brauche ich dann wohl zukünftig nicht mehr.
Ich bin mir auch nicht mehr sicher, ob ich noch Lust auf eine Tour mit Wohnwagen nach Norge habe auch wegen der Diskussionen hier, guter Norwegengast-schlechter Norwegengast.
 
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Ich will mich jetzt nicht nochmal rechnerisch dazu äußern, warum bei den allermeisten professionellen Anbietern (also solchen die davon leben müssen) kein "Umdenken" möglich sein wird.
Weder Margen noch Gehälter liegen annähernd in den Bereichen, wie es viele denken möchten.
Die wirtschaftliche Realität wird zu Umstrukturierung führen, verstärkt durch eine Generationswechsel und erschwert durch die aktuelle Unsicherheit und, sagen wir mal aktuell nur mäßig gute Reputation.
Im Klartext: Anlagen schließen/werden Teil zu privaten Objekten umgebaut und das Angebot verknappt sich. Siehe Beispiel Leka Brygge, die ja gar nicht erst versuchen den Verkauf mit einer Weiterführung in laufender Vermietung an Angeltouristen zu verknüpfen.

Allerdings muss ich natürlich auch klar anmerken, dass es schon erhebliche Preisunterschiede gibt und natürlich mancher Vermieter im Norden mehr Spielraum hätte als Anbieter in der Mitte und im Westen.
Wie man Leka Brygge trotz einer sehr guten Buchungslage einfach vom Markt nehmen kann ist mir schleierhaft. Dort wurden seit Jahren eine Reihe von falschen Entscheidungen getroffen. Das ging los mit dem Bau der neuen Rorbuer, völlig suboptimal für Angler. Man dachte die norw Familien kommen zu Scharen auf die Insel wenn die Angler ausbleiben. Nur das keinen paar rotbraune Steine interessieren.sei dahingestellt. Dann die Aufteilung mit Ehebett, Doppelbett und eins oben und der Hasenstall mit zwei Doppelstock war alles andere als komfortabel. Leicht umzubauen ohne Investitionen.Aber das habe ich nur so gesehen. Nun zur 10kg ab 2027.....Ich hab mich ins Zeug gelegt das jeder Gast 10kg frischen Lachs auf Eis gelegt hätte auf Wunsch mitnehmen können. Die Schlachterei hätte den bis auf die Insel angeliefert. Und dieses unrentable Restaurant hätte mit wenigen Handgriffen eine feine 8Pers Wohnung abgegeben. Aber dort hatten einfach zuviel Leute das Sagen. Frage mich wie das endet. Es kursierte aber auch das Gerücht das jegliches Einfrieren von Fisch verboten würde. Das erstmal klarzustellen bedurfte einiger Überzeurungsarbeit,geholfen hat's nichts.
Grüße Mario
 
Den Reiz des Dauerdorschpumpens in Island werd ich wohl nie verstehen... da brauche zumindest ich einen anglerischen Anreiz.

Ich kenn auch viele die Island probiert haben und dies als Erfahrung abgehakt haben.
für mich hat sich bisher auch noch kein Anlass ergeben, Island zu bereisen; aus meinem Bekanntenkreis gibt es allerdings einige "Wiederholungstäter", die dort beim Angeln sehr zufrieden waren; dagegen stehen aber auch ca. 40% die sagen, einmal und nie wieder - und genau diese Quote ist es, welche mich abschreckt
eher gehe ich otimistisch an das Thema Norwegen-Urlaub und freue mich jedes Jahr "wie Bolle" aufs Neue auf die vielen tollen Erlebnisse in diesem Land; wenn ich da an die Bilder und Filme von Kebu aus dem Januar in Kvenvær denke - einfach nur HAMMER
 
Darüber spekulieren ob Island den Meeresangeltourismus ausbaut werden nur diejenigen, die sich nicht mit dem Thema beschäftigt haben. Ich denke man sollte froh sein, wenn die existierenden Anlagen bestehen bleiben und weiterhin die Möglichkeit besteht dort Boote selbst zu fahren.

Weiterhin frage ich mich auch manchmal, warum scheinbar nur sehr wenige den gedanklichen Sprung schaffen mal die 10kg wertmäßig in Relation zu bringen. Wir hatten 2006 bis 2018 die Regelung "15 kg + Trophäenfisch", bevor sie dann von der 20/10kg Regelung abgelöst wurde.

Wir haben damals Skrei für teils 25-30kr geliefert. Diesen Winter 100kr, in der Spitze bisher 125.
Bei den Preisen für Endverbraucher war die Entwicklung teils noch drastischer.
Übrigens wird Köhler gerade so gut wie nicht gefangen/geliefert, also auch hier möglicherweise eine spannende Preisentwicklung in den kommenden Wochen und Monaten.
Scheinbar ist es normal, dass ich bei Besuch in Deutschland (und natürlich auch bei Einkauf in Norwegen) heute meine Einkäufe für 40-50 Euro in einer Tüte tragen kann, wo ich vor 20 Jahren den Einkaufswagen bis direkt ans Auto hätte schieben müssen.

Aber für 10kg die vielleicht 350-500 Euro Gegenwert darstellen "lohnt es sich nicht mehr", wo vor 20 Jahren ein Wert von 150 bis 20 Euro völlig in Ordnung war.

Die eigentliche Problematik der vernünftigen Verwertung bleibt hier natürlich ausgeklammert und ich respektiere definitiv jeden Gedanken und jede Diskussion dazu.

Aber die Aussage "lohnt sich nicht mehr" hat dann nichts zu suchen und ist objektiv betrachtet gleich in mehrfacher Hinsicht lachhaft, da ein Urlaub generell nicht den Sinn und Zweck haben sollte in irgendeiner wirtschaftlichen Form "lohnend" zu sein.
Für mich ist der vorletzte Absatz der Knackpunkt.
Wie wird der Fisch vernünftig verwertet.
Ich bewerte meinen Urlaub nach schönen Angeltagen nicht nach kg Filet.
Allerdings ist es für mich kein schöner Angeltage wenn ich Fische zurück setze und hoffe das sie überleben.
 
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