Hannes1
Member
Hallöchen!
Und nun der versprochene Bericht meiner 2. Reise in den Norden.
…………………………….. Und so kam es wie es kommen musste. Eines schönen Tages im Wonnemonat Mai 2005 traf ich mich wieder mal mit meinen Kollegen Konrad von der ersten Reise.
`` Schau mal, was ich für dich habe``, sagte er und hielt mir ein Bündel Fotos unter die Nase.
``Ich bin gerade aus Senja zurückgekommen und dachte, das könnte von Interesse für dich sein``. Was ich da zu sehen bekam war der Hammer. Dorsche um die 8kg waren Standart.
Und dann bombardierte ich ihn mit Fragen. Ich sog alles gierig in mich ein und kam schon wieder ins träumen. Er schilderte mir alles so bildlich, dass ich in Gedanken schon wieder im Fjord dümpelte. `` Und stell dir vor, sagte er, im September habe ich schon wieder 14. Tage nach Terrak gebucht``. Ich runzelte die Stirn und begann zu grübeln Mit meiner Holden hatte ich zwar ausgemacht, dass ich alle 2 Jahre etwas unternehme, da wir ja schließlich auch noch das Boot am See haben und auch dieses in den Sommermonaten benutzt werden sollte.
Ich sagte mal vorerst nichts. Ein paar Tage später sprach mich meine Gattin an.: `` Gestern habe ich Konrad getroffen, der fährt im September schon wieder nach Norwegen, hat ein tolles Angebot bekommen und zwei Bekannte von uns hat er auch überredet mitzukommen. Möchtest du nicht auch mit? `` Ich warf noch ein paar Einwände bezüglich Nutzung des Bootes usw. ein, lies mich aber doch von ihr ``überreden``.
Kurz noch angefragt, ob noch ein Platz frei ist und schon wurde gebucht.
Dann begann die lange Zeit des Wartens und der Vorbereitung. Ein Treffen noch mit allen Teilnehmern im Juli, bei der wieder viele bekannte Gesichter des letzten Jahres auftauchten. Endlich war es nur noch eine Woche bis zur Abreise. Ich beobachtete schon etliche Zeit das Wetter in Skandinavien, und das machte mir Sorgen. Ein mächtiges Tief war da und wollte nicht verschwinden. Immer wieder sagte mein Kollege, dass es nur besser werden kann. Schlussendlich ließ ich mich von ihm überzeugen. Und endlich kam der 9. September 2005.
Den Reiseablauf kannte ich nun ja schon und alles war nur mehr Routine. Bus beladen, aufsitzen und gegen 23.00 Uhr Abfahrt in Bregenz. Für Unterhaltung, Speis und Trank war wie beim ersten Mal bestens gesorgt. Ankunft in Kiel gegen 12.00 Uhr und um 13.00 Uhr ging es mit der Color-Line Richtung Oslo. Das Wetter war gar nicht so übel und wir hofften, dass das hartnäckige Tief über Norwegen abziehen würde. Bei der Ankunft in Oslo regnete es jedoch schon wieder (oder immer noch). Dann ging es via Trondheim mit dem Bus nach Terrak.
Gegen 23.00 Uhr kamen wir dann wohlbehalten am Ziel unserer Reise, dem TerrakRorbuferie Center von Walthers Angelreisen an. Es schüttete in Strömen und beim Ausladen unseres Busses und des Anhängers waren wir pudelnass. Als wir dann unsere Unterkünfte, die übrigens super waren, bezogen hatten und unsere Sachen verstaut hatten genehmigten wir uns noch ein (oder zwei) Bierchen und gingen dann voller Erwartung auf den nächsten Tag schlafen.
Tag 1: Am Morgen war das Wetter nicht viel besser. Aus dem 3 Km entfernten Terrak mussten noch ein paar Boote geholt werden und bei der Überstellung wurden wir dann gleich „ getauft“. Dann wurden die Boote verteilt und die erste Ausfahrt konnte beginnen.
Heute wollten wir nur mal die nähere Umgebung erkunden. Von den umliegenden Bergen sah man sehr viele Bäche sich in den Fjord ergießen, von denen wir im letzten Jahr nicht einen sahen. Das Wasser war braun vom eingeschwemmten Wasser und der Salzgehalt war für mein Gefühl auch nicht mehr so hoch. Die erste Ausfahrt war auch nicht gerade ergiebig und wir konnten gerade mal ein paar halbwüchsige Köhler landen.
Tag 2: Ich wurde um 06.00 Uhr wach und hörte schon wieder das Prasseln des Regens auf unserem Hausdach. Also musste man sich nicht so beeilen und konnte gemütlich frühstücken. Dann wurde beraten, wohin es heute gehen sollte.
Konrad war mit Wolfi unserem Norwegenneuling auf einem Boot und ich hatte mit Bruno, der immerhin schon bald 70 Lenze zählte ebenfalls einen Neuling an Bord. Wir fuhren hinaus und es regnete ohne Unterlass. Dank dem mäßigen Wellengang konnten wir aber dennoch einigermaßen angeln. Das größte Problem war jedoch der Wind, da man von einer fängigen Stelle relativ rasch abdriftete. Die Temperaturen waren auch nur um die 10 bis 12 Grad. Mit dem Wasser von oben hatte ich keine Probleme, da ich einen guten Regenanzug trug und mir zum Glück einen Südwester zugelegt hatte. Auch an diesem Tag wurde nur mäßig gefangen. Am späteren Nachmittag frischte dann der Wind auf und es wurde welliger. Ich merkte, dass es Bruno nicht mehr so wohl in seiner Haut war und er immer öfter zum Himmel schaute. Schließlich brachen wir den Törn für heute ab und fuhren nach Hause. Nach dem versorge der Fische machten wir es uns noch in der warmen Hütte gemütlich.
3. Tag: Ähnlicher Verlauf wie am Vortag. Wir klapperten, soweit es der Wind erlaubte, alle fängigen Stellen des Vorjahres ab, konnten jedoch wieder nichts Aufregendes erwischen. Aber im Camp ging es allen gleich.
4. Tag: Wieder Regen, jedoch war der Wind nicht so stark wie am Vortag. Wir beschlossen heute etwas weiter zu fahren und fingen dann auch etwas besser. Auch unsere Neulinge fingen recht gut und waren zufrieden. Bei der Heimfahrt jedoch erwischte es uns. Der Wind frischte auf und die Wellen begannen leichte Schaumkrönchen zu bilden. Es war sehr unruhige See und die Querung eines Fjords verlangte schon einiges an Fahrkünsten ab. Ich beobachtete meinen Bootspartner Bruno, der am Bug des Bootes saß. Sein Gesichtsausdruck ließ mich erahnen, dass ihm nicht mehr wohl in seiner Haut war. Mit einiger Mühe erreichten wir dann endlich den heimatlichen Hafen.
5. Tag: Bei der morgendlichen Besprechung offenbarte Bruno, dass er heute nicht mit raus fahren will, weil das Wetter wieder nicht besser ist als gestern.
Von diesem Tag an war ich immer alleine unterwegs. War aber auch kein Problem, da ich ja immer in der Nähe des Bootes von Konrad und Wolfi war.
Der „ Rekord“ im Camp lag zurzeit bei einem Dorsch von ca. 7,5 kg, also nicht überragend und wurde auch am heutigen Tag nicht gebrochen.
6. Tag: Auch heute keine Änderung der Wetterlage. Regen, Regen, Regen.
Zum Glück konnte man immer raus und an einer etwas geschützteren Stelle angeln. Dies spiegelte sich jedoch in den Fangergebnissen wider. Die etwas ergiebigeren Stellen konnten wegen der rauen See nicht angefahren werden.
7. Tag: Wieder dasselbe Spiel. Bis zum Mittagessen Regen. Am Nachmittag dann lichtete sich die Wolkendecke etwas und sogar die Sonne ließ sich kurz blicken. Aber auch wirklich nur für kurze Momente, aber die taten gut. Aber auch heute wurde nicht übermäßig gefangen.
8. Tag: Auch heute keine wirkliche Wetterbesserung. Aber wir ließen uns die gute Stimmung nicht vermiesen. Wir waren immer noch guter Dinge. Am Nachmittag dann war es soweit: Wolfi das Greenhorn fing doch tatsächlich einen Dorsch mit ca. 7,9 kg und verlor kurz darauf bei einem rasanten Drill einen schönen Köhler. Mann, war der aufgeregt. Ich dachte schon dass dies der Rekord des heurigen Trips war. Nun versuchte ich es mit Naturköder. Wir fingen vereinzelt schöne Heringe und genau so einen ließ ich am System in die Tiefe. Unser Boot driftete schön langsam einen Berg hinunter. Mit der zweiten Rute war ich nebenbei noch am Pilken. Ich hatte einen relativ kleinen Pilker montiert, der einen Hering imitierte. An dieser Stelle hatte es ungefähr 35 bis 40 Meter tief. Da der Grund steinig war, musste man höllisch auf Hänger achten. Ich ließ gerade meinen Pilker hinabsausen, da kam mir der Gedanke, bei der Grundmontage mit dem Hering etwas Schnur nachzugeben. Während ich dies tat, hatte ich natürlich übersehen, dass mein Pilker bereits am Grund angekommen war. Ich hob leicht die Rute und spürte schon den Widerstand. Hänger, war mein erster Gedanke. Ich riss die Rute nach oben, wieder nichts. Konrad beobachte dies vom anderen Boot aus. Nochmals riss ich an. Wenn ich diesmal nicht los komme, dann muss ich meine Naturködermontage einholen und mich intensiver mit dem Hänger befassen. Ein kurzer Fluch wollte gerade meine Lippen verlassen, als ich beim anreißen plötzlich einen Ruck in der Rute verspürte. Im selben Moment rief auch schon Konrad rüber:“ Das ist ein Fisch“. Und dann kam Bewegung in die Sache. Die ersten paar Minuten konnte ich ihn nur auf Zug halten und gewann keinen Meter Schnur. Das muss ein schöner sein, rief Konrad und näherte sich vorsichtig mit seinem Boot, da ich ja alleine war, wollte er mir beim gaffen behilflich sein. Und endlich nach ca. 15 Minuten lag der Fisch im Boot. Ein wunderschöner Dorsch ca. 115 cm lang und wie sich dann beim verwiegen herausstellte 14 kg schwer. Die Freude meinerseits war groß. Die Ausdauer und Geduld bei diesem Sauwetter wurde nun doch belohnt.
Später fingen wir dann noch ein paar schöne Dorsche um die 5 bis 6 kg unter anderem auch mit meiner Naturködermontage. Also dieser Tag war die Entschädigung für alle anderen Tage und am Abend wurde das natürlich kräftig gefeiert.
9. Tag: Als wir am Morgen aus der Hütte schauten, waren die Berge ringsum angezuckert und die Temperatur war auch nicht gerade einladend. Wir ließen uns beim Frühstücken Zeit und fuhren erst später raus. Auch an diesem Tag fingen wir noch ein paar schöne Dorsche, aber die Finger wurden bei diesen Temperaturen ganz schön klamm. Zeitweise fing es sogar an zu graupeln. Da ist man dann froh, wenn man die Fische in einem Schlachtraum versorgen kann und nicht im Freien arbeiten muss. Dann endlich in die wohlig warme Stube, etwas Feines essen und trinken und wieder etwas abfeiern.
10. und letzter Tag: Heute will keiner mehr so richtig.Das Wetter ist auch nicht besser geworden und die meisten fahren gar nicht mehr raus. Am späteren Vormittag versuchen wir es doch noch. Wir fahren nicht mehr weit, teilen die letzten Benzinreserven auf und fischen noch ein wenig, aber nur mit mäßigem Erfolg. Am Nachmittag dann noch die Boote gereinigt und wieder dem Verwalter übergeben. Hüttenreinigung, Übergabe und dann gemütliches Warten auf den Bus. Beim Beladen wieder Regen, Regen, Regen. Auch der Truppe, die jetzt hochkommt, wird es wahrscheinlich nicht besser ergehen.
Gegen 23.00 Uhr dann Abfahrt Richtung Oslo.
Der krönende Abschluss war dann noch die Fähre. Wir hatten das Glück, die Überfahrt mit der Color-Line Fantasy machen zu dürfen. Das ist ein Schiff! Wir konnten uns nicht satt sehen und genießen und das ging dann bis in die frühen Morgenstunden.
Fazit: 10 Angeltage, die wir trotz miesem Wetter nicht missen wollen.
Und das beste noch zum Abschluß:
Am 21. Juli 2006 geht es schon wieder los Richtung Terrak. Diesmal nimmt Konrad seinen Sohnemann mit und ich meinen 12-jährigen Neffen und Göttekind. Meine Frau meinte, man man sollte auch ihm mal so ein Abenteuer gönnen.
Ich hatte auch diesmal keinen Einwand!!!!!!!
Also bis zum nächsten Bericht. Hoffe, diesmal klappt es besser mit den Bildern.
Wolfis Digi ist gleich nach der zweiten Ausfahrt abgesoffen und ich musste die Wenigen Bilder von anderen Kollegen einscannen.
Und nun der versprochene Bericht meiner 2. Reise in den Norden.
…………………………….. Und so kam es wie es kommen musste. Eines schönen Tages im Wonnemonat Mai 2005 traf ich mich wieder mal mit meinen Kollegen Konrad von der ersten Reise.
`` Schau mal, was ich für dich habe``, sagte er und hielt mir ein Bündel Fotos unter die Nase.
``Ich bin gerade aus Senja zurückgekommen und dachte, das könnte von Interesse für dich sein``. Was ich da zu sehen bekam war der Hammer. Dorsche um die 8kg waren Standart.
Und dann bombardierte ich ihn mit Fragen. Ich sog alles gierig in mich ein und kam schon wieder ins träumen. Er schilderte mir alles so bildlich, dass ich in Gedanken schon wieder im Fjord dümpelte. `` Und stell dir vor, sagte er, im September habe ich schon wieder 14. Tage nach Terrak gebucht``. Ich runzelte die Stirn und begann zu grübeln Mit meiner Holden hatte ich zwar ausgemacht, dass ich alle 2 Jahre etwas unternehme, da wir ja schließlich auch noch das Boot am See haben und auch dieses in den Sommermonaten benutzt werden sollte.
Ich sagte mal vorerst nichts. Ein paar Tage später sprach mich meine Gattin an.: `` Gestern habe ich Konrad getroffen, der fährt im September schon wieder nach Norwegen, hat ein tolles Angebot bekommen und zwei Bekannte von uns hat er auch überredet mitzukommen. Möchtest du nicht auch mit? `` Ich warf noch ein paar Einwände bezüglich Nutzung des Bootes usw. ein, lies mich aber doch von ihr ``überreden``.
Kurz noch angefragt, ob noch ein Platz frei ist und schon wurde gebucht.
Dann begann die lange Zeit des Wartens und der Vorbereitung. Ein Treffen noch mit allen Teilnehmern im Juli, bei der wieder viele bekannte Gesichter des letzten Jahres auftauchten. Endlich war es nur noch eine Woche bis zur Abreise. Ich beobachtete schon etliche Zeit das Wetter in Skandinavien, und das machte mir Sorgen. Ein mächtiges Tief war da und wollte nicht verschwinden. Immer wieder sagte mein Kollege, dass es nur besser werden kann. Schlussendlich ließ ich mich von ihm überzeugen. Und endlich kam der 9. September 2005.
Den Reiseablauf kannte ich nun ja schon und alles war nur mehr Routine. Bus beladen, aufsitzen und gegen 23.00 Uhr Abfahrt in Bregenz. Für Unterhaltung, Speis und Trank war wie beim ersten Mal bestens gesorgt. Ankunft in Kiel gegen 12.00 Uhr und um 13.00 Uhr ging es mit der Color-Line Richtung Oslo. Das Wetter war gar nicht so übel und wir hofften, dass das hartnäckige Tief über Norwegen abziehen würde. Bei der Ankunft in Oslo regnete es jedoch schon wieder (oder immer noch). Dann ging es via Trondheim mit dem Bus nach Terrak.
Gegen 23.00 Uhr kamen wir dann wohlbehalten am Ziel unserer Reise, dem TerrakRorbuferie Center von Walthers Angelreisen an. Es schüttete in Strömen und beim Ausladen unseres Busses und des Anhängers waren wir pudelnass. Als wir dann unsere Unterkünfte, die übrigens super waren, bezogen hatten und unsere Sachen verstaut hatten genehmigten wir uns noch ein (oder zwei) Bierchen und gingen dann voller Erwartung auf den nächsten Tag schlafen.
Tag 1: Am Morgen war das Wetter nicht viel besser. Aus dem 3 Km entfernten Terrak mussten noch ein paar Boote geholt werden und bei der Überstellung wurden wir dann gleich „ getauft“. Dann wurden die Boote verteilt und die erste Ausfahrt konnte beginnen.
Heute wollten wir nur mal die nähere Umgebung erkunden. Von den umliegenden Bergen sah man sehr viele Bäche sich in den Fjord ergießen, von denen wir im letzten Jahr nicht einen sahen. Das Wasser war braun vom eingeschwemmten Wasser und der Salzgehalt war für mein Gefühl auch nicht mehr so hoch. Die erste Ausfahrt war auch nicht gerade ergiebig und wir konnten gerade mal ein paar halbwüchsige Köhler landen.
Tag 2: Ich wurde um 06.00 Uhr wach und hörte schon wieder das Prasseln des Regens auf unserem Hausdach. Also musste man sich nicht so beeilen und konnte gemütlich frühstücken. Dann wurde beraten, wohin es heute gehen sollte.
Konrad war mit Wolfi unserem Norwegenneuling auf einem Boot und ich hatte mit Bruno, der immerhin schon bald 70 Lenze zählte ebenfalls einen Neuling an Bord. Wir fuhren hinaus und es regnete ohne Unterlass. Dank dem mäßigen Wellengang konnten wir aber dennoch einigermaßen angeln. Das größte Problem war jedoch der Wind, da man von einer fängigen Stelle relativ rasch abdriftete. Die Temperaturen waren auch nur um die 10 bis 12 Grad. Mit dem Wasser von oben hatte ich keine Probleme, da ich einen guten Regenanzug trug und mir zum Glück einen Südwester zugelegt hatte. Auch an diesem Tag wurde nur mäßig gefangen. Am späteren Nachmittag frischte dann der Wind auf und es wurde welliger. Ich merkte, dass es Bruno nicht mehr so wohl in seiner Haut war und er immer öfter zum Himmel schaute. Schließlich brachen wir den Törn für heute ab und fuhren nach Hause. Nach dem versorge der Fische machten wir es uns noch in der warmen Hütte gemütlich.
3. Tag: Ähnlicher Verlauf wie am Vortag. Wir klapperten, soweit es der Wind erlaubte, alle fängigen Stellen des Vorjahres ab, konnten jedoch wieder nichts Aufregendes erwischen. Aber im Camp ging es allen gleich.
4. Tag: Wieder Regen, jedoch war der Wind nicht so stark wie am Vortag. Wir beschlossen heute etwas weiter zu fahren und fingen dann auch etwas besser. Auch unsere Neulinge fingen recht gut und waren zufrieden. Bei der Heimfahrt jedoch erwischte es uns. Der Wind frischte auf und die Wellen begannen leichte Schaumkrönchen zu bilden. Es war sehr unruhige See und die Querung eines Fjords verlangte schon einiges an Fahrkünsten ab. Ich beobachtete meinen Bootspartner Bruno, der am Bug des Bootes saß. Sein Gesichtsausdruck ließ mich erahnen, dass ihm nicht mehr wohl in seiner Haut war. Mit einiger Mühe erreichten wir dann endlich den heimatlichen Hafen.
5. Tag: Bei der morgendlichen Besprechung offenbarte Bruno, dass er heute nicht mit raus fahren will, weil das Wetter wieder nicht besser ist als gestern.
Von diesem Tag an war ich immer alleine unterwegs. War aber auch kein Problem, da ich ja immer in der Nähe des Bootes von Konrad und Wolfi war.
Der „ Rekord“ im Camp lag zurzeit bei einem Dorsch von ca. 7,5 kg, also nicht überragend und wurde auch am heutigen Tag nicht gebrochen.
6. Tag: Auch heute keine Änderung der Wetterlage. Regen, Regen, Regen.
Zum Glück konnte man immer raus und an einer etwas geschützteren Stelle angeln. Dies spiegelte sich jedoch in den Fangergebnissen wider. Die etwas ergiebigeren Stellen konnten wegen der rauen See nicht angefahren werden.
7. Tag: Wieder dasselbe Spiel. Bis zum Mittagessen Regen. Am Nachmittag dann lichtete sich die Wolkendecke etwas und sogar die Sonne ließ sich kurz blicken. Aber auch wirklich nur für kurze Momente, aber die taten gut. Aber auch heute wurde nicht übermäßig gefangen.
8. Tag: Auch heute keine wirkliche Wetterbesserung. Aber wir ließen uns die gute Stimmung nicht vermiesen. Wir waren immer noch guter Dinge. Am Nachmittag dann war es soweit: Wolfi das Greenhorn fing doch tatsächlich einen Dorsch mit ca. 7,9 kg und verlor kurz darauf bei einem rasanten Drill einen schönen Köhler. Mann, war der aufgeregt. Ich dachte schon dass dies der Rekord des heurigen Trips war. Nun versuchte ich es mit Naturköder. Wir fingen vereinzelt schöne Heringe und genau so einen ließ ich am System in die Tiefe. Unser Boot driftete schön langsam einen Berg hinunter. Mit der zweiten Rute war ich nebenbei noch am Pilken. Ich hatte einen relativ kleinen Pilker montiert, der einen Hering imitierte. An dieser Stelle hatte es ungefähr 35 bis 40 Meter tief. Da der Grund steinig war, musste man höllisch auf Hänger achten. Ich ließ gerade meinen Pilker hinabsausen, da kam mir der Gedanke, bei der Grundmontage mit dem Hering etwas Schnur nachzugeben. Während ich dies tat, hatte ich natürlich übersehen, dass mein Pilker bereits am Grund angekommen war. Ich hob leicht die Rute und spürte schon den Widerstand. Hänger, war mein erster Gedanke. Ich riss die Rute nach oben, wieder nichts. Konrad beobachte dies vom anderen Boot aus. Nochmals riss ich an. Wenn ich diesmal nicht los komme, dann muss ich meine Naturködermontage einholen und mich intensiver mit dem Hänger befassen. Ein kurzer Fluch wollte gerade meine Lippen verlassen, als ich beim anreißen plötzlich einen Ruck in der Rute verspürte. Im selben Moment rief auch schon Konrad rüber:“ Das ist ein Fisch“. Und dann kam Bewegung in die Sache. Die ersten paar Minuten konnte ich ihn nur auf Zug halten und gewann keinen Meter Schnur. Das muss ein schöner sein, rief Konrad und näherte sich vorsichtig mit seinem Boot, da ich ja alleine war, wollte er mir beim gaffen behilflich sein. Und endlich nach ca. 15 Minuten lag der Fisch im Boot. Ein wunderschöner Dorsch ca. 115 cm lang und wie sich dann beim verwiegen herausstellte 14 kg schwer. Die Freude meinerseits war groß. Die Ausdauer und Geduld bei diesem Sauwetter wurde nun doch belohnt.
Später fingen wir dann noch ein paar schöne Dorsche um die 5 bis 6 kg unter anderem auch mit meiner Naturködermontage. Also dieser Tag war die Entschädigung für alle anderen Tage und am Abend wurde das natürlich kräftig gefeiert.
9. Tag: Als wir am Morgen aus der Hütte schauten, waren die Berge ringsum angezuckert und die Temperatur war auch nicht gerade einladend. Wir ließen uns beim Frühstücken Zeit und fuhren erst später raus. Auch an diesem Tag fingen wir noch ein paar schöne Dorsche, aber die Finger wurden bei diesen Temperaturen ganz schön klamm. Zeitweise fing es sogar an zu graupeln. Da ist man dann froh, wenn man die Fische in einem Schlachtraum versorgen kann und nicht im Freien arbeiten muss. Dann endlich in die wohlig warme Stube, etwas Feines essen und trinken und wieder etwas abfeiern.
10. und letzter Tag: Heute will keiner mehr so richtig.Das Wetter ist auch nicht besser geworden und die meisten fahren gar nicht mehr raus. Am späteren Vormittag versuchen wir es doch noch. Wir fahren nicht mehr weit, teilen die letzten Benzinreserven auf und fischen noch ein wenig, aber nur mit mäßigem Erfolg. Am Nachmittag dann noch die Boote gereinigt und wieder dem Verwalter übergeben. Hüttenreinigung, Übergabe und dann gemütliches Warten auf den Bus. Beim Beladen wieder Regen, Regen, Regen. Auch der Truppe, die jetzt hochkommt, wird es wahrscheinlich nicht besser ergehen.
Gegen 23.00 Uhr dann Abfahrt Richtung Oslo.
Der krönende Abschluss war dann noch die Fähre. Wir hatten das Glück, die Überfahrt mit der Color-Line Fantasy machen zu dürfen. Das ist ein Schiff! Wir konnten uns nicht satt sehen und genießen und das ging dann bis in die frühen Morgenstunden.
Fazit: 10 Angeltage, die wir trotz miesem Wetter nicht missen wollen.
Und das beste noch zum Abschluß:
Am 21. Juli 2006 geht es schon wieder los Richtung Terrak. Diesmal nimmt Konrad seinen Sohnemann mit und ich meinen 12-jährigen Neffen und Göttekind. Meine Frau meinte, man man sollte auch ihm mal so ein Abenteuer gönnen.
Ich hatte auch diesmal keinen Einwand!!!!!!!
Also bis zum nächsten Bericht. Hoffe, diesmal klappt es besser mit den Bildern.
Wolfis Digi ist gleich nach der zweiten Ausfahrt abgesoffen und ich musste die Wenigen Bilder von anderen Kollegen einscannen.






