#Tag 6 - Vier Jahreszeiten an einem Tag, Wale so weit das Auge reicht & Heilbutt-Pizza
Kennt ihr diese Tage, an denen ihr sofort wisst, dass es heute so richtig knallen wird?
Man schaut nach draußen und man hat es einfach im Urin, dass die Fische heute beißen werden. Denn so erging es uns heute!
Spoiler-Alarm: So war es dann doch nicht.
Ich mache es kurz. Es lief wie die letzten Tage. Und zwar zäh und frustrierend!
Aber warum der Tag am Ende doch toll war, erzähle ich euch jetzt.
Wir waren echt hoch motiviert, weil wir heute mit Andi gemeinsam raus fahren wollten. Denn es sollte auf Steinbeißer gehen. Und dafür sind wir extra zur gegenüberliegenden Insel gefahren und haben ordentlich Strecke auf uns genommen. Vom Wetterbericht her passte auch alles.
Und als wir endlich da waren... waren die Wellen auch da, begleitet vom Wind.
Hier angeln? Keine Chance. Also zurück. Schön bei Wind und Welle, um auf der Seite unseres Camps unser Glück zu probieren...
Angeltechnisch war kaum was an Band zu bekommen. Am Ende der Tour konnte ich selbst lediglich zwei Dorsche auf Köderfisch fangen.
Das sind dann gerade einmal drei Dorsche auf die letzten zwei Tage... phew, das nagt schon an der Stimmung.
Und da das Wetter Jahreszeiten-Bingo spielt und man nie wusste, welches Wetter in drei Minuten sein wird, wollten wir uns irgendwann auch auf den Rückweg machen.
In einem Moment war friedliche Windstille ohne Drift, dann hatten wir heftige Windboen und eine Köderführung nicht möglich, nur um im nächsten Moment einen Sonnenbrand zu bekommen, obwohl noch der Frost in den Knochen steckte. Und wo wir gerade dabei sind, was ist denn das für eine weiße Wand da vor un... okay, alles voller Schnee und keine Sicht mehr. In einer Stunde haben wir alle vier Jahreszeiten erlebt.
Es ist einfach Unfassbar, was das hier für ein Wetterchaos momentan ist.
Der Wetterbericht funktioniert hier aktuell gleich 0. Oder man könnte sagen, er funktioniert wie eine kaputte Uhr. Die liegt auch zwei Mal am Tag richtig.
Man hat eine Driftrichtung. Alles klar, fahren wir auf diese Stelle und schwups... driftet man in die Entgegengesetzte Richtung, um sich im nächsten Moment zu drehen.
Verrückt... einfach verrückt.
Auf dem Weg zurück haben wir noch einige Stellen mitgenommen, an denen wir eine Drift machen wollten.
Und dann auf einmal sehen wir etwas in weiter Entfernung. Einen Wal... nein, zwei Wale... halt, was ist das? Noch mehr Wale? Und auf einmal sehen wir Wale in nächste Nähe bis dort hin, wohin unser Augenlicht reichte. Ich habe keine Ahnung wie viele Wale es tatsächlich waren. Aber ich schätze hundert(e), da diese derart groß Verteilt auftauchten und immer irgendwo mehrere zeitgleich zu sehen waren.
Kann jemand von euch diese Walart bestimmen? Für Schweinswale scheinen diese zu groß gewesen zu sein.
Anhang anzeigen lv_0_20260425161946.mp4
Danach ging es dann zurück zur Bude. Die Jungs waren vom vorherigen Tag noch müde und haben sich schlafen gelegt.
Ich persönlich konnte und wollte noch nicht aufhören. Ich hatte noch Bock. Aber ich wollte es auch nicht einfach so belassen und mich frusten lassen, ohne nicht alles erdenkliche ausprobiert zu haben. Also ging es für mich wieder an den Steg, um dort zu angeln. Andi war ebenfalls dort und hat schon einige Dorsche fangen können. Also habe ich mich dazu gesellt und konnte auch noch einen Dorsch und ne Platte fangen.
Mittlerweile war auch Torben wach, der ebenfalls Lust auf eine weitere Tour hatte und so sind wir dann nur zu Zweit raus gefahren, um eine von Andi empfohlene Insel mit den von ihm erhaltenen Tipps zu beangeln. Und tatsächlich waren wir hier erfolgreich. Wir haben hier, wie den Rest des Tages auch, unser Glück auf Heilbutt und Steinbeißer probiert. Aber am Ende waren es schöne Dorsche, ein Leng und natürlich Lumbs, die unsere Köder attackierten. Teilweise wurden sogar beide Ruten parallel krum, jedoch blieb auf der Köderfischrute mit dem Circle Hook nie was hängen. Aber halb so wild, denn es hat Spaß gemacht und war neben den Walen ein echt tolles Erlebns. Torben konnte noch einen richtig tollen Dorsch und den ersten größeren Köhler fangen. Aber vor allem waren die gewonnenen Erkenntnisse Gold wert und wir schauen, ob diese uns morgen weiter bringen.

Da bereits wieder eine große Schneewand auf uns zugekommen ist, haben wir uns dann aber auch auf den Weg gemacht, obwohl wir noch ewig hätten weiter angeln können. War dann zwar nur eine kurze aber dafür motivierende Tour.
Daheim gab es dann das letztes besondere Highlight des Tages. Torben hat Pizzen gemacht.
Und vor allem eine ganz besondere Pizza - die auf unserer ToDo stand und einen bestimmten Fisch erforderte.
Und zwar die
Heilbutt-Pizza.
Und verdammt - die war lecker. Das hätte ich beim besten Willen nicht gedacht aber verdammt - die konnte man echt gut essen. Am Ende hatte er uns sechs Pizzen gemacht - die über den Abend verteilt bis nach 23 Uhr gegessen worden sind und unsere Mägen gefüllt haben.
Und jetzt liege ich im Bett, den Magen schwer gefüllt und am Schreiben des aktuellen Tagesberichts.
Wann es morgen los geht, weiß ich noch nicht. Aber sobald es losgehen soll, springe ich auf und mache mich schnell fertig fürs Boot.
Ich habe Bock und will endlich den Schlüssel knacken.
Und habe natürlich weiterhin einen winzigen kleinen Funken, dass es doch noch Steinbeißer für uns geben dürfte und es mehr als ein Heilbutt wird.
Wie es auch laufen wird, ich werde berichten.
Vielen Dank für die ganzen großartigen Tipps und der Anteilnahme.
Wir lesen uns
Gruß Knollo