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Saltstraumen im Juli

Hallo zusammen, danke für die positive Rückmeldung.

Wir sind nun alle wieder gut zuhause angekommen, Gerät und Fisch ebenfalls.

Jetzt ist Waschtag und: Nach Norwegen ist vor Norwegen!
Nächstes Jahr müssen wir aus verschiedenen Gründen leider einmal aussetzen und 2026 geht es wieder hoch.
Schwerpunkt soll dann Pollack sein, das hat uns dieses Jahr sehr gefesselt.
Generell haben wir auf dieser Reise noch viel Neues dazu gelernt und wir können es jetzt schon nicht abwarten, das in einem neuen Revier zu erproben.

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Diese Stelle sollte man beim Rio Seeaal auf Rost prüfen:

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Ich melde mich später noch einmal hier.
 
Träumchen, danke fürs Berichten!
 
Wir sind gestern angekommen und hatten heute unseren ersten Tag.
Kleine Seelachse sind ja quasi überall anzutreffen…. Mit den größeren haben wir uns schwer getan.

Dicke Makrelen, Dorsche von 50-80cm und jede Menge pollack bis 90cm waren am Start. Pollack knapp 100 heute gefangen und waren auf jedem Plateau etwas außerhalb anzutreffen.

Mal gucken was die nachsten Tage noch so bringen …
 
Kurzes Update von Tag 2:

- vormittags bisschen Spaß mit der Ultra light Rute 5-10g auf kleine Seelachse bis 50cm
- dann in den saltfjord und dort Dorsch Seelachs und Heilbutt gefangen auf Kunstköder in 10-35m tiefe. Dorsch bis 90cm , Seelachs bis 90cm und Heilbutt bis 110cm (9 gefangen, davon 7 auf Kunst und zwei auf NK Seelachs)
- Highlight war ein 95cm Heilbutt auf die Spro SP1 15-40g mit ner Daiwa Saltist MQ 3000.

Solider Tag mit 22 grad und Sonne pur. Das Wasser hat teilweise 16C an der Oberfläche und spiegelglatte See da Ostwind.
Die nächsten Tage schauen ähnlich aus was das Wetter angeht.

Auf rotbarsch etc haben wir nicht wirklich Lust wegen der tiefen angelei.

Mal gucken was die nächsten Tage bringen….
 
Kurzes Update von Tag 2:

- vormittags bisschen Spaß mit der Ultra light Rute 5-10g auf kleine Seelachse bis 50cm
- dann in den saltfjord und dort Dorsch Seelachs und Heilbutt gefangen auf Kunstköder in 10-35m tiefe. Dorsch bis 90cm , Seelachs bis 90cm und Heilbutt bis 110cm (9 gefangen, davon 7 auf Kunst und zwei auf NK Seelachs)
- Highlight war ein 95cm Heilbutt auf die Spro SP1 15-40g mit ner Daiwa Saltist MQ 3000.

Solider Tag mit 22 grad und Sonne pur. Das Wasser hat teilweise 16C an der Oberfläche und spiegelglatte See da Ostwind.
Die nächsten Tage schauen ähnlich aus was das Wetter angeht.

Auf rotbarsch etc haben wir nicht wirklich Lust wegen der tiefen angelei.

Mal gucken was die nächsten Tage bringen….

Petri Heil dazu, besonders zu den Buttfängen!
Wie läuft es denn weiterhin?

———-
Wie zugesagt möchte ich noch ein paar Worte über die Anlage und das Revier schreiben.
In der Anlage ist absolut alles zu finden was man braucht: Gute Boote, zweckmäßige saubere Unterkünfte, gutes und großes Filetierhaus, unter anderem mit Schneidebrettern, Hochdruckreiniger für Boot und Fischwannen, Tankstelle gleich um die Ecke, Supermarkt in der Nähe, Ansprechpartner und Guiding vor Ort, Grillhütte, Angelladen…. So perfekt habe ich das noch nicht gesehen. Und das ist gleichzeitig der Knackpunkt für mich, denn es ist schon recht industriell das Ganze, für mich etwas unpersönlich.
Das ist aber mein persönliches Empfinden, ich mag etwas kleinere Unterkünfte bzw. Anlagen lieber.

Das Revier ist von der Artenvielfalt schön, Seelachse, Dorsch, Heilbutt, Rotbarsch, typisch Nordnorwegen eben, aber auch noch Pollack, Makrelen und Leng sind zu fangen.
Finde ich super, da ich auch gerne auf die letztgenannten Arten fische.

Wir hatten gute Rotbarschfänge mit viel Lumb dazwischen, da die Lumb wenig Nematoden hatten haben wir die aber auch gerne mitgenommen.
Insgesamt haben wir von zehn Tagen an sieben Tagen Fisch gegessen. War super!
Heilbutt ließ sich gleich in der Nähe des Saltstraumens fangen, zumindest von Kaschi. 😉
Für Pollack mussten wir suchen und weiter fahren. Im näheren Umkreis war kein Pollack zu finden bzw. zu fangen.
Seelachse waren nicht nennenswert da, das was wir gefangen haben hätte man auch zum Beispiel am Romsdalfjord bekommen. Da habe ich ehrlich gesagt mit mehr gerechnet, „im Revier des Weltrekord Köhlers“. Aber gut, jedes Jahr ist anders und dieses Jahr war es halt schwierig.
Die Pollack - Fänge haben das entschädigt.
Es war mehrere Tage sehr sonnig, und um nicht tagsüber im Boot zu schwitzen haben wir kurzerhand unseren Rhythmus aufs nächtliche angeln verlagert. Teils hatten wir mit geringer bis gar keiner Drift zu kämpfen, was das angeln erschwert hat.
Neu war für mich das Überbeisser-angeln. Wer Kaschis Videos kennt weiß, dass er das gerne macht und was ich dazu gelernt habe werde ich mir gut merken und an anderer Stelle wiederholen!
Generell habe ich ihm eigentlich permanent über die Schulter geschaut und beobachtet, wie er was macht und sowohl im Hinblick aufs angeln dazu gelernt, aber auch was Filetieren und Bootfahren betrifft.
Was er hinsichtlich Köderführung und-Kontrolle macht ist höchstes Niveau, hochinteressant sich da etwas abschauen zu können.

Unsere Gruppe war wieder super, wir waren zu viert im 20 Fuß Kvaerno, da muss man sich ein wenig organisieren und etwas aufeinander achten damit das passt aber neben der Angelei ist es uns sehr wichtig, Zeit miteinander zu verbringen. Wir haben immer sehr viel Spaß und lachen viel. Schlechte Stimmung gibt es nicht. Neben dem Spaß arbeiten wir aber auch gut zusammen, jeder hat im Blick was zu tun ist und wir helfen uns gegenseitig und müssen das nicht groß absprechen, das funktioniert einfach.
Einer fährt etwa das Boot und hat das Echo im Blick, zwei angeln Köderfische und der vierte versorgt sie.

Nochmal zum Revier: Es ist definitiv ein Abenteuer, einmal am Saltstraumen zu angeln und dort hindurch zu fahren. Die Wassermassen dort sind nicht ohne Grund eine Touristen Attraktion. Das wollte ich definitiv mal erlebt haben.
Das Revier hat aber auch Nachteile, etwa das einschränkende Zeitfenster das man bei der Durchfahrt durch den Straumen beherzigen muss, und so werden wir uns für die nächste Reise nach etwas anderem umsehen.
Wohin nur?
Darum kreisen meine Gedanken schon….

Zum Gerät:
Wir haben den üblichen Dreiklang aus Spinnrute, mittlerer Pilkrute und 30lbs Kombi mit Multirolle gefischt und eigentlich alle Kombis gleichermaßen verwendet.
Viel Spaß bereiteten wieder unsere Daiwa Prorex XR Travel 40-90g und unsere Team daiwa pilk/ Grandwave Pilk 150-300g.
Kaschi hatte eine Savagear SG6 Alpha mit 70-130g WG dabei, ebenfalls eine feine Rute die auch größere Sandaale noch werfen kann.
Die Spinnruten kamen auch recht oft zum Einsatz, in den ruhigen Bereichen abseits des Straumens kann man auch leicht fischen. Im Straumen selbst gehen auch 500g seitlich weg und die Hängergefahr ist groß, da haben wir gar nicht geangelt.
Ich habe Berichte gelesen in denen von viel „Anglermüll“, also abgerissenen Pilkern und Montagen am Saltstraumen die Rede ist, da war von bis zu zehn Tonnen jährlich gesprochen. Wir hatten im gesamten Urlaub zwei Abrisse, zwei Pollack Gummis sind weg und das ar eher der Ungeduld geschuldet.
Mit vernünftigem Gerät, passenden Vorfächern und Einzelhaken reduziert sich die Hängergefahr gewaltig.
Ich hatte ja bei der Eröffnung des Themas hier geschrieben, dass ich erstmals das selbe Setup wie auch im Vorjahr dabei hatte… 😅
Ich bin da diesbezüglich nach dem Umstieg auf Travel Ruten „angekommen“, alle drei Kombis sind sehr ausgewogen und gefallen mir jeweils richtig gut, sie werden bleiben!
Im einzelnen sind das:
- Daiwa Prorex Xr Travel 2,40m 40-90g WG mit Quantum Cabo 50;
- Daiwa Grandwave Travel 2,10m 150-300g WG mit Okuma Azores zxp 6000 P;
- Okuma Cortez Travel 1,98m 30-50 lbs mit Penn Fathom II 25 P SD.

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Was das Speedpilken angeht, so habe ich dieses Jahr einiges ausprobiert, verschiedene Farben und Typen, interessant war ein Evergreen Tungsten Jig den ich für meine Frau getestet habe. Den gebe ich ihr bei der nächsten Reise, der ist sehr kompakt und lässt sich mit weniger Kraft kurbeln.
Große Gummifische habe ich auch getestet aber nichts nennenswertes darauf bekommen.


Ich möchte die Gelegenheit hier nutzen und etwas über die Pflege des Materials zu schreiben.
Ich bin da sehr ordentlich, meine Frau nennt es pingelig. Macht euch euer eigenes Urteil… 😉

Ich habe einen Baueimer im Boot dabei, in dem ich meine benutzten Köder und Montagen lagere. Am Rand ist Schnur durchgezogen an die man Köder hängen kann. Es ist kein Aufwand das zu basteln. So liegen keine Pilker und andere Haken im Boot herum und abends wird der Eimer mit Süßwasser geflutet, das durch zwei kleine Löcher im Boden wieder abfließt. Das Arbeits- und Filetiermesser kommt auch dazu. So hat man kaum Rostprobleme am Gerät bei sehr geringem Aufwand. Der Baueimer hält auch die rüde Behandlung des Flughafenpersonals aus und wenn nicht, wird halt ein neuer angeschafft. Im Boot stört er nicht, er steht unter einem der Sitze.

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Nach dem Urlaub kontrolliere ich meine Rollen.

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Die Rutenringe behandele ich nach gründlicher Reinigung mit Corrosion X.

Die Haken der Köder bekommen auch einen dünnen Ölfilm. Ihr seht, ich habe etwas gegen Rost. 😉

Anbei eine Auswahl Pilker und Gummifische, die ich benutzt habe.
„Weapon of choice“ war wie schon so oft ein rot-schwarzer 150g Speedy.
Der Stanley Wedgetail V2 ist einer meiner Favoriten auf Pollack.
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Naturköder angeln habe ich ausschließlich mit Circle Haken betrieben. Die Montagen baue ich ausschließlich selbst, nutze ich so eigentlich für Seehecht, habe ich jetzt für Rotbarsch zweckentfremdet. Ich hatte merklich mehr Lumb darauf als meine Freunde, vielleicht zu viele Leuchtelemente.

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Ich nehme mittlerweile gar nichts anderes mehr als Circle Haken. Vielleicht sollte ich meine konventionellen Haken mal in den Flohmarkt einstellen.

Bezüglich der Unterwasser Aufnahmen wird wie angekündigt noch etwas kommen.
Ich bedanke mich bis hierhin fürs Mitlesen hier und verabschiede mich bis zur nächsten Reise.
Petri Heil.

Dakarangus.
 

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Das Revier ist von der Artenvielfalt schön, Seelachse, Dorsch, Heilbutt, Rotbarsch, typisch Nordnorwegen eben, aber auch noch Pollack, Makrelen und Leng sind zu fangen.
Nicht zu vergessen Steinbeißer und Meerforelle - die ist für mich fast schon der Hauptgrund, dass der Skjerstadfjord nicht von der Favoritenliste kommt (und eben die ganz einmaligen Uferangelplätze abseits des Straumens selbst, die der besonderen Geologie geschuldet sind).IMG_2105.jpeg
 
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