"Profis" auf Väroy

AW: "Profis" auf Väroy

Noch eine Sache zum Kopfsprung. Es kommt schon mal vor, dass Fische etwas benommen an der Oberfläche treiben. Ich hab schon Rotbarsche gesehen, gefangen in größeren Tiefen, die nach >20 min. wieder normal abgetaucht sind. Sollte mal ein Fisch die C+R Aktion nicht überleben wird sich aber sicher ein anderer Teilnehmer der natürlichen Nahrungskette finden, der sich liebevoll um den Verletzten bemüht!

Allzeit Petri Heil :flaggen14:

Wir haben schon viele Rotbarsche gefangen, z.T. aus"nur" 80m. Ich kann mich an keinen erinnern, bei dem nicht dieSchwimmblase aus dem Maul kam.
Zum letzten Satz: wenn es unvermeidbare Verluste sind, dann ist das i.O., aberin diesem Fall wird zum Spaß das Ableben der Fische in Kauf genommen und dasist nicht zu akzeptieren.
Mann schießt ja auch nicht auf Spaß auf Hasen und überlässt sie den Füchsen.

 
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Hallo Peregrin,

bitte habe Verständnis das ich nicht auf alles in deinem Post eingehe, aber eine Schätzung will ich nicht schuldig bleiben.
5 von 100 werden es wohl nicht geschafft haben. Wir haben allerdings auch nur fast unverletzte zurückgesetzt und diese auch nur wenn sie selbst ausreichend Fit waren.
Jeder hat noch einen Knutscher bekommen mit dem Hinweis mal seine Eltern vorbei zu schicken. ………….Ok, der Knutscher könnte noch ein paar erledigt haben!
Insgesamt halte ich die Meeresräuber allerdings für relativ robust, insbesondere wenn man sieht mit welchen Bisswunden so mancher Fisch überlebt und alt wird.

Schönes Wochenende :flaggen14:
Gerd
 
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Moin Moin.
Ich weiß es nicht mehr so 100%ig, aber lief nicht vor längerer Zeit einmal eine Umfrage von Fischereibiologie-Studenten der Hochschule aus Tromsö über das Thema C + R von Dorsch durch Sportfischer in Nordnorwegen? In einem der einschlägigen Angel-Foren wurde auch aufgerufen sich online an der Umfrage zu beteiligen.
Es wird wohl erforscht, ob der Fisch auch wenn er nach dem Zurücksetzen scheinbar quicklebendig wieder abtaucht auch noch Stunden später am Leben ist. Steht alles im Zusammenhang mit der Geschichte "Beifang" in der Fischerei. Dieses Thema ist zur Zeit ja wieder sehr aktuell - weltweit.
Ich will jetzt hier aber keine Diskussion zum "großen Ganzen" entfachen. :)

Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass selbst Köhler (4kg-Klasse) die in nur 15 -20m tiefen Wasser an den für Dorsch gedachten Gummifisch gingen, im Wasser schonend abgehakt, nach 10 bis 20 Minuten zurück an die Oberfläche kamen. Dieses Mal mit Bauch nach Oben. :( Darauf hin Dorschangeln eingestellt und die ca. 5 - 6 Köhler eingesammelt. Das hätten wir damals nicht für möglich gehalten.
Ort des Geschehens war der "Fjordsack" des Isfjorden / Romsdalfjord. Die großen Köhler standen noch hinter dem Hafen von Andalsnes.
Also, nur weil ein Fisch nach dem Releasen gleich verschwunden ist und wegschwimmt, muss es nicht heißen das der Fisch körperlich ok ist und so weiterlebt wie vor dem Anbiss.
Das ist zumindest meine Meinung.
Catch and Release ist aber auch ein Thema, über das man herrlich streiten kann. Nur wird es kein Ergebnis geben, oder doch? :dance3: :ergibmich:

Gruß Carsten
 
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Moin Moin.

Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass selbst Köhler (4kg-Klasse) die in nur 15 -20m tiefen Wasser an den für Dorsch gedachten Gummifisch gingen, im Wasser schonend abgehakt, nach 10 bis 20 Minuten zurück an die Oberfläche kamen. Dieses Mal mit Bauch nach Oben. :( Darauf hin Dorschangeln eingestellt und die ca. 5 - 6 Köhler eingesammelt. Das hätten wir damals nicht für möglich gehalten.

Gruß Carsten

Danke für die Info. Hast du das auch bei anderen Fischarten beobachtet?
 
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Danke für die Info. Hast du das auch bei anderen Fischarten beobachtet?

Moin Moin.
Auf alle Fälle bei den üblich verdächtigen Flossenträgern:
Rotbarsch, Leng, Lumb, Seehecht, Schellfisch, Wittling.....
Gruß Carsten
 
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Selbst Dorsch ist bei ca 15 m Wassertiefe nicht mehr überlebensfähig. Abtauchen ist ok aber dann geht er ein und nach einiger Zeit treibt er oben. Meist bekommt man das aber auf Grund der Strömung und Drift nicht mehr mit.
 
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jep, so ist es. Wir haben Dorsche die aus ca. 20 Meter kamen an freier Leine "getestet beim releasen " - war völliger Blödsinn. Kann man sich sparen. Dümpelten alle 50 Meter hinterm Boot rum an der Oberfläche und wurden von Möven transaliert. Nach diesem Test ging auch nichts mehr retour.

Releasen ist aber gut für uns Angler - erleichtert das Gewissen und man kann anderen zeigen wie verständnisvoll wir mit der Natur umgehen. Und falls es jemand nicht macht, können wir mit dem Finger auf Ihn zeigen:dance4:
 
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Und dann ist auch das Zurücksetzen der untermaßigen Fische nicht von Erfolg gekrönt;(. Also, sollte man die Stelle wechseln, wenn die Dorsche oder anderen Fische nicht so groß sind, wie sie sein sollten bzw. den Angeltag beenden, wenn für den Tag genug Fisch in der Kiste ist. Wobei ich selber sagen muß, das ich es ausser bei Rotbarsch und Lumb, die aus richtig großen Tiefen kamen, sonst weniger festgestellt habe, dass die Fische es nicht wieder nach unten geschafft haben. Leng habe ich immer mitgenommen, da mir klar war, was sonst wird. Übrigens ist der kleinere Leng ein super Kochfisch:daumen:.
Möwen wären ja ein auffälliges Zeichen für die kaputten Fische.
 
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Ich habe auch schon einige Fische zurücksetzen wollen und dann festgestellt, dass es keinen Sinn macht. Das passiert doch auch sicher jedem von uns. Wenn ich aber den Eindruck habe, an einer bestimmten Angelstelle beißen nur Fische, die ich nicht verwerten will, dann fahre ich halt weiter oder ändere die Angeltechnik.
Das ist aber nur meine Sicht der Dinge und jeder andere Angelfreund soll das handhaben wie er möchte (im sicheren Gefühl dafür, was man tut - in diesem Sinne war dieser Thread sicher informativ).
 
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