Eisbär
Machdeburjer
Aus unserer Tageszeitung
Jurist: Uefa soll Infantino stürzen Dem Fifa-Boss gehe es noch mehr um Geld als Blatter. BERLIN/DPA. Der Schweizer Strafrechtsexperte Mark Pieth hat die Mitgliedsverbände ins besondere in Europa dazu auf gerufen, sich gegen Fifa-Präsident Gianni Infantino zur Wehr zu setzen. Im Gespräch mit dem „Tagesspiegel“ nannte der frühere Vorsitzende der Fifa-Kommission für Governance Möglichkeiten, den vor allem in Europa kritisierten Infantino zu stürzen. „Die Fifa ist ein institutioneller Verein; jedes Vereinsmitglied kann wählen, absetzen oder sogar jemanden vor Gericht zitieren. Diese Möglichkeit hat jedes Fifa-Mitglied“, sagte Pieth.
Dass es diesbezüglich keine Bestrebungen gäbe, erklärte der 73-Jährige mit dem System Infantino. Die Ethikkommission etwa würde nur formal existieren. „Unabhängigkeit gibt es nicht in der Fifa – und dementsprechend auch keine Kontrolle“, sagte Pieth. „Im Grunde hat er das System (Sepp) Blatter perfektioniert: Mehr noch als Blatter geht es Infantino um Macht und um Geld. “Niemand würde den 56 Jahre alten Schweizer angreifen, weil dieser als „unantastbar“ gelten würde. „Er denkt, über ihm ist nur noch Gott. Und in seinem Verband ist das auch so“, sagte Pieth. Eine Schlüsselposition im Widerstand gegen Infantino, der sich während der laufenden WM in Nordamerika unter anderem den Vorwurf der Einflussnahme durch US-Präsident Donald Trump gefallen lassen musste, hat laut Pieth der europäische Kontinentalverband Uefa. „Die Uefa könnte sagen: Wir machen das alleine, wir gehen raus aus der Fifa und organisieren eine riesige Fußball-EM. Klar, viele Länder würden fehlen, aber diese WM zeigt: Europa ist der mächtigste Kontinent im Fußball. Ohne Europa geht im Grunde nichts, diese Macht sollten die Verbände einsetzen.“
VON CARSTEN LAPPE
Jurist: Uefa soll Infantino stürzen Dem Fifa-Boss gehe es noch mehr um Geld als Blatter. BERLIN/DPA. Der Schweizer Strafrechtsexperte Mark Pieth hat die Mitgliedsverbände ins besondere in Europa dazu auf gerufen, sich gegen Fifa-Präsident Gianni Infantino zur Wehr zu setzen. Im Gespräch mit dem „Tagesspiegel“ nannte der frühere Vorsitzende der Fifa-Kommission für Governance Möglichkeiten, den vor allem in Europa kritisierten Infantino zu stürzen. „Die Fifa ist ein institutioneller Verein; jedes Vereinsmitglied kann wählen, absetzen oder sogar jemanden vor Gericht zitieren. Diese Möglichkeit hat jedes Fifa-Mitglied“, sagte Pieth.
Dass es diesbezüglich keine Bestrebungen gäbe, erklärte der 73-Jährige mit dem System Infantino. Die Ethikkommission etwa würde nur formal existieren. „Unabhängigkeit gibt es nicht in der Fifa – und dementsprechend auch keine Kontrolle“, sagte Pieth. „Im Grunde hat er das System (Sepp) Blatter perfektioniert: Mehr noch als Blatter geht es Infantino um Macht und um Geld. “Niemand würde den 56 Jahre alten Schweizer angreifen, weil dieser als „unantastbar“ gelten würde. „Er denkt, über ihm ist nur noch Gott. Und in seinem Verband ist das auch so“, sagte Pieth. Eine Schlüsselposition im Widerstand gegen Infantino, der sich während der laufenden WM in Nordamerika unter anderem den Vorwurf der Einflussnahme durch US-Präsident Donald Trump gefallen lassen musste, hat laut Pieth der europäische Kontinentalverband Uefa. „Die Uefa könnte sagen: Wir machen das alleine, wir gehen raus aus der Fifa und organisieren eine riesige Fußball-EM. Klar, viele Länder würden fehlen, aber diese WM zeigt: Europa ist der mächtigste Kontinent im Fußball. Ohne Europa geht im Grunde nichts, diese Macht sollten die Verbände einsetzen.“
VON CARSTEN LAPPE








