Nach dem Angelurlaub ist vor dem Angelurlaub!

PiedPiper

Stammnaffe
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15 Juli 2024
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Wie macht ihr es nach eurem Norge Trip?

Das agressive Salzwasser verlangt der Ausrüstung ja so einiges ab. Die Ruten und Rollen sehen sehr gut aus, ohne Anzeichen von Korrosion. Die habe ich alle vor der Rückreise abgespült, so wie die Jigköpfe und Pilker und Haken.

Während Ruten und Rollen allesamt gut aussehen, zeigen die Haken, Sprengringe und Stahlpiker doch erhebliche Anzeichen von Flugrost.

Ich habe die Pilker und Sprengringe jetzt alle sandgestrahlt bis sie frei von Rost waren und entsprechend geölt.

Die Drillinge wurden allesamt ausgetauscht und eine Nummer stärker als die ursprünglichen genommen, da sich zwei Drillinge auch leicht aufgebogen haben

Über weitere Tips zu dem Thema würde ich mich freuen.

Grüße

Pied
 

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Rollen in Süßwasser kalt abwaschen und trocknen lassen (kein Fön) verwenden und die Ruten mit lauwarmem Wasser abwaschen.
Wenn der Trip nach Norwegen länger dauert, lasse ich die Rollen bei einem Naffen warten. Pilker Haken Sprengring leicht mit Ballistol einreiben löst den Rost.
 
Ich habe meist in den Pflanzenöl Flaschen noch Reste, wenn die abgelaufen sind. Da kommt etwas in ein Glas und dann landen die Kleinteile da drin. Ansonsten werden die halt ersetzt, so viel verbrauche ich nicht, da ich nur 3-5 Pilker fertig mache und die Haken dann abmache und an den neuen Pilker packe, sollten die 3-5 nicht an der aktuellen Stelle reichen. So lange dauert der Wechsel nicht und warum soll ich ein Dutzend Haken usw. fertig montiert auf dem Boot haben, wenn 3-4 Pilker reichen und ich dann nach Situation den Rest aussuche.
 
Rollen in Süßwasser kalt abwaschen und trocknen lassen (kein Fön) verwenden und die Ruten mit lauwarmem Wasser abwaschen.
Wenn der Trip nach Norwegen länger dauert, lasse ich die Rollen bei einem Naffen warten. Pilker Haken Sprengring leicht mit Ballistol einreiben löst den Rost.
Hallo genhel,

gibt es einen Grund warum die Rollen kalt abgewaschen werden?

Grüße

Pied
 
Sandstrahlen halte ich für gefährlich bei Sprengringen, da geht ggf. Material verloren und das Metall wird anfälliger für erneuten Rost. Ich bin bzgl. Sandstrahlen überhaupt sehr skeptisch - es sieht zwar toll aus, wenn alles "runter" ist, aber das Material wird schon viel dünner und ohne Behandlung (Einölen allein nutzt da bei Salzwasserkontakt wenig) noch anfälliger.
Sprengringe, Wirbel und Drillinge mit Anzeichen von Flugrost entsorgen ich meist noch vor Abreise, der Rest an Haken ködern etc. wird mit Süßwasser geduscht.
Bzgl. des Süßwasserbades für Rollen hat Wolfgang einst dagegen plädiert, da so erst Salz und Dreck in die Rolle und Lager reingedrückt wird - wenn ich mich recht entsinne. Rollen werden bei mir schnellstmöglich zuhause zerlegt und dann von innen nach außen gereinigt. Beim Einlagern unbedingt die Bremsen ganz öffnen.
Beim Einlagern von Gummiködern unbedingt auf "sortenreine" Lagerung achten, sonst bekommt man Matsch - ist mir so jüngst bei Gummis von Hogy und Twitchern wieder passiert, obwohl die doch eigentlich voneinander abstammen... Sehr schade, wenn einem das teure Zeug davonwabbelt.
Ruten werden geduscht und ggf. Risse im Lack überpinselt - muss aber dazu sagen, dass ich keine teuren Stöcke habe und die Rutenbauer bestimmt noch detaillierter Tipps geben können.
 
Zum Thema Pflege hatte ich u.a. das hier kürzlich geschrieben:

Ich möchte die Gelegenheit hier nutzen und etwas über die Pflege des Materials zu schreiben.
Ich bin da sehr ordentlich, meine Frau nennt es pingelig. Macht euch euer eigenes Urteil… 😉

Ich habe einen Baueimer im Boot dabei, in dem ich meine benutzten Köder und Montagen lagere. Am Rand ist Schnur durchgezogen an die man Köder hängen kann. Es ist kein Aufwand das zu basteln. So liegen keine Pilker und andere Haken im Boot herum und abends wird der Eimer mit Süßwasser geflutet, das durch zwei kleine Löcher im Boden wieder abfließt. Das Arbeits- und Filetiermesser kommt auch dazu. So hat man kaum Rostprobleme am Gerät bei sehr geringem Aufwand. Der Baueimer hält auch die rüde Behandlung des Flughafenpersonals aus und wenn nicht, wird halt ein neuer angeschafft. Im Boot stört er nicht, er steht unter einem der Sitze.

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Nach dem Urlaub kontrolliere ich meine Rollen.

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Die Rutenringe behandele ich nach gründlicher Reinigung mit Corrosion X.

Die Haken der Köder bekommen auch einen dünnen Ölfilm. Ihr seht, ich habe etwas gegen Rost. 😉

Anbei eine Auswahl Pilker und Gummifische, die ich benutzt habe.
„Weapon of choice“ war wie schon so oft ein rot-schwarzer 150g Speedy.
Der Stanley Wedgetail V2 ist einer meiner Favoriten auf Pollack.
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Naturköder angeln habe ich ausschließlich mit Circle Haken betrieben. Die Montagen baue ich ausschließlich selbst, nutze ich so eigentlich für Seehecht, habe ich jetzt für Rotbarsch zweckentfremdet. Ich hatte merklich mehr Lumb darauf als meine Freunde, vielleicht zu viele Leuchtelemente.

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Ich nehme mittlerweile gar nichts anderes mehr als Circle Haken. Vielleicht sollte ich meine konventionellen Haken mal in den Flohmarkt einstellen.

Bezüglich der Unterwasser Aufnahmen wird wie angekündigt noch etwas kommen.
Ich bedanke mich bis hierhin fürs Mitlesen hier und verabschiede mich bis zur nächsten Reise.
Petri Heil.

Dakarangus.
 
Welchen Lack nimmst du dafür?
Ganz ehrlich: Klarlack, wie er für Ausbesserungen am Auto als zweite Schicht verwendet wird. Die Rutenbauer werden mich dafür steinigen, aber ist eine kostengünstige, leicht zu verarbeitende und zu transportierende Sache. Ist für schnelle Reparaturen immer mit dabei - geht auch zur Verhinderung des Aufblühens von Ringen. Ich habe allerdings auch keine High-End-Ruten...
 
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