AW: Live Hitra Knarrlagsund vom 28. September - 12. Oktober 2008
von Halsa aus sollte es dann immer der E39 lang bis kurz vor Orkanger gehen um dann auf die RV 714 nach hitra abzubiegen.
Wir fuhren so auf der E39 und ich wunderte mich schon ein wenig das uns seit gut einer halben Stunde kein Auto entgegengekommen ist.
Gegen 20:15 Uhr war dann auch klar warum.
Wir fuhren eine Waldstrecke, rechts Fels, links ging es Steil den Berg abwärts, auf einmal sah ich vor mir einen polnischen LKW mit Warnbklinker an.
Ich stoppte ab und dachte mir noch so, och nee, jetzt noch nen Unfall mitten in der Pampa, muß ja echt nicht sein...
Dann entdeckte ich aber links neben dem LKW 2 Baustellen Warnbaken. Okay, so ein polnischer LKW mag ne Menge dabei haben, aber bestimmt keine Baustellen Warnbake.
Ich schaute am LKW vorbei und entdeckte einen Schlagbaum, daran ein Schild: Vej stengt. Also auf deutsch, Straße geschlossen.
Supi! Ich zum LKW Fahrer hin, schön auf deutsch gefragt ob er denn deutsch könne (die Polen die ich kenne können das), konnte er aber nicht, dafür englisch. Er erklärte mir dann das es erst um 5 Uhr Morgens weiter gehen würde. Klasse, Jackpot! :--
Ich sah dann auch das die ganz Straße aufgerissen war und einige Bagger herum standen.
Nun war guter Rat teuer. Was nun. Zurück fahren war klar. Aber wie nach Hause kommen? Ganz bis nach Kristiansund und dann wie gehabt, das würde locker nen Umweg von knapp 2 Stunden sein. Unten rum, via Lökken Verk, würde auch gehen, sind aber auch knappe 80 Kilometer Umweg. So ein Kack!
Dann viel mir ein das wir doch vor kurzen erst an einer Fähre vorbeigekommen waren. Wo ging die nochmal hin?! Un das war dann die große Stunde vom Fahrplan, welchen wir in geistiger Umnachtung auf der Hin- Fähre einfach mal mitgenommen haben.
Ein Blick ins Heftchen und da sahen wir das die Fähre von Hennset nach Arasvika fuhr. Dann würden wir über Aure fahren können und via Kyrksaeteröya weiter nach Hitra. Wir würden also hinter der Irmasundbrücke wieder die selbe Strecke fahren wie auf der Hinfahrt.
Alles klar, das machen wir. Dann folgte wenden in gefühlten 8 Zügen auf der an dieser Stelle schmalen E39. Peggy hilf mir bestens dabei damit der Passat Kombi weder am Fels hängen blieb noch dem Abhang zu nahe kam. Geschafft. Der LKW Fahrer tat mir n bissel leid, mit nen LKW und Hänger konnte der das vergessen, der hatte also ne schöne Nacht auf der E39 gewonnen.
Hinter uns standen nun schon 4 norwegische Autos. Das erste Auto klärten wir auf, die Fahrerin quittierte die Info über die gesperrte Straße mit einem "shit".
Wir waren auch extrem beruhigt das nicht nur wir uns "verarschen" lassen haben.
Nun ging es los, ab zur Fähre. Die sollte um 20:40 Uhr fahren. Die nächste dann erst wieder 21:40 Uhr.
Weder Peggy noch ich hatten ein Gefühl dafür wie weit es bis nach Hennset sein würde geschweige denn wie lange wir brauchen würden. Unser Navi kannte diesen Ort leider nicht....
Um 20:41 Uhr erreichten wir den Fähranleger. Keine Fähre da. Wir sahen diese aber aufm Fjord fahren. Och nö dachten wir uns, die ist schon weg. Aber weit gefehlt, Peggy stellte dann fest das sich die Fähre in Richtung unseres Fähranlegers bewegte. Also mal richtig Schwein gehabt, die war zu spät dran, unser Glück. Danke für diese Verspätung an Fjord 1, einfach genial :baby:;ooo;
Um 20:45 Uhr fuhren wir dann auf die Fähre auf. Wir hatten diese ganz für uns alleine, nur ein paar abgestellte Autos (vermutlich die der Angestellten) fuhren mit uns rüber nach Arasvika.
Von dort ging es dann ohne weitere Probleme über den Ort mit K :D zur RV714.
Es setzte mal kurz Schneeregen ein, aber das war nach 10 Minuten auch vorbei. Die letzten Kilometer auf der RV 714 bis zum Hitratunnel zogen sich dann mal wieder wie Kaugummi, aber dank guter Musik, netter Unterhaltung mit PP und ein wenig Pepsi Max wurde auch diese Zeit überbrückt.
Vom Hitratunnel bis zum Knarrlagsund war dann Weißarschalarm angesagt. Wir zählten rund 20 Rehe die wir rechts und links der Straße entdecken konnten. Wohlbemerkt bei entspannten 50-60 Km/h. Denn Nachts muß man auf Hitra wirklich höllisch aufpassen, ansonsten wird aus dem Angelurlaub schnell nen Jagdurlaub. :}
Um 23:45 Uhr erreichten wir dann völlig müde und fertig aber extrem erleichtert und glücklich wieder unsere Haus am Knarrlagsund.
Ja, das soweit von unserem "Kurz" Trip zur Atlantikstraße. Beim nächsten mal dann vielleicht doch lieber die Katamaranfähre von Hitra und dann ab Kristiansund Mietwagen. Dürfte bestimmt entspannter sein. Aber vielleicht auch nicht ganz so aufregend und abenteuerlich wie diese Tour war. ;<
Das soweit von mir, gehe nun mal schnell in die Koje.
Gruß
Hitti (Dirk)
PS: Zum einschlafen anbei noch nen Kurzvideo von der Brandung an der Atlantikstraße und nen Foto von unserer Private Ferry. ;):baby: