Lachsangeln Vancouver Island, BC

Traumhaft schöne Bilder und Berichte. Da bekommt man echt Fernweh!
Einmal im Leben müsste man sowas mal mitmachen! Danke und Grüße Christian
 
5.-7.9. 2026; Bamfield

Mein letzter Sommerangeltrip stand an. Mein Freund Jerrod hatte mich auf sein Boot fuer’s grosse Port Alberni Salmon Festival eingeladen. Das ist das groesste und eines der aeltesten fishing derbys in BC. Ich glaube in den fruehen 60ger Jahren ins Leben gerufen und es ist bis heute beliebt. Es ist aber nicht nur ein Angelwettkampf sondern ein langes Wochenende am dem Lachse gefeiert werden. Der erstaunliche Lebenszyklus der Lachse, die Tradition und Bedeutung der Lachse fuer diese Kueste und deren Bewohner – seit ewigen Zeiten und noch heute. Da gibt es im Ort Staende fuer das Leibliche, live Musik und andere Unterhaltung. Und natuerlich die Wiegestation bei der bis 16:00 an den drei Tagen alle Wertungsfische registriert werden muessen. Es zaehlten nur Lachse. Einige hundert Angler aus ganz BC und sogar von weiter nehmen jedes Jahr daran teil und hoffen auf einen der Geldpreise und natuerlich den Titel des Lachskoenigs. Das Angelgebiet erstreckt sich nicht nur ueber den ganzen Alberni Fjord sondern auch ueber den ganzen Barkley Sound bis zum offenen Pazifik. Wenn man mal in die Geschichtsbuecher guckt, kann man 60 Pfuender unter den historischen Gewinnern sehen. Bis in die fruehen 2000er waren noch regelmaessig hohe 40ger und sogar 50 Pfuender unter den Gesamtsiegern. Leider, und hier sieht man die traurige Entwicklung, sind die Gewinnerlachse seit 25 Jahren immer kleiner geworden. Seit einigen Jahren reicht schon ein 30 Pfuender oder sogar hohe 20ger. Ein trauriger Trend der sich an der gesamten Pazifikkueste von Kalifornien bis Alaska wiederspiegelt; die Lachse werden immer kleiner. Besonders an den Chinooks und Cohos sieht man das. Der Weltrekord fuer Coho liegt bei 31 Pfund, gefangen in den 60gern hier auf Vancouver Island. Heute gilt ein Coho ueber 10 Pfund als gross und ein 15 Pfuender kapital. Von 20 Pfuendern hoert man nichts mehr. Ich hatte vor 22 Jahren mit meinem Vater mal einen Doppelfang mit 13.5 und 15.5 Pfund Cohos auf einem Schlag. Das waere heute schon fast Nachrichtenmaterial. Die langjaehrigen Leser hier wissen, dass ich seit 2012 einem eigenen Tyee (Chinook > 30 Pfund) hinterherjage. Die Chance wird wohl jedes Jahr geringer.

Die Gruende sind wohl vielfaeltig und Streitthema vieler Experten. Sicher ist, dass Veraenderungen in der Nahrungskette im Pazifik eine Rolle spielen – Krill und eiweissreiches Zooplankton werden seltener, vorallem in Jahren mit warmen Stroemungen (El Nino). Die kleinen Junglachse finden dann kein gutes Futter im Meer. Ein anderer Faktor sind immer weiter schrumpfende Fluesse und Baeche zur Laichzeit. Grosse Lachse kommen in einigen Fluessen einfach nicht mehr zu den Laichgruenden wegen zu niedrigen Pegelstaenden – natuerliche Auslese zu gunsten der kleineren Artgenossen. Klimawandel verursacht die anhaltenden Duerren. Und auch Massenbrutstationen haben ihren Fingerabdruck an dieser Entwicklung. Die grossen Massenproduktionsstationen, entstanden in menschlichem Groessenwahn der meinte in Tankanlagen Lachse besser und effizienter erzuechten zu koennen als die Natur – als Ersatz fuer die Vollversperrung vieler Fluesse durch Daemme und Staumauern – nahmen und nehmen auch heute noch wenig Ruecksicht auf Genetik und mischen einfach grosse und kleine Elternlachse zur Fortpflanzung zusammen. Im Gegensatz zur Natur wo ein grossen Weibchen sich eher grosse Maennchen zur Paarung aussucht. Auch diese Erbruetungspraxis half nicht die Gene von grosswuechsigen Lachsen zu erhalten. Viele heutige Brutstationen haben da schon Verbesserungen der Brutausfuehrung eingefuehrt aber der Schaden ist schon mal gemacht. Das kann viele Generationen dauern bis die genetische Vielfalt wieder waechst.

Aber um mal mit einer positive Note hier zu enden; ich habe dieses Jahr mehr Chinooks ueber 20 und sogar 25 Pfund gefangen als in den letzten 3 Jahren zusammen. Ob das einfach nur mein Glueck war oder vielleicht einen Trend erkennen laesst, lasse ich einfach mal dahingestellt. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Jedenfalls freute ich mich riesig auf den Trip. Einmal weil ich seit langem mal wieder richtig Zeit mit Jerrod haette und ausserdem weil ich mal nicht der verantwortliche Captn war und einfach mal nur mitfahren durfte. Jerrod hatte Unterkunft und Derbytickets organisiert und ich fuhr am Freitag Nachmittag nach der Arbeit zu ihm nach Nanaimo. Das war praktisch schon auf dem Weg von mir nach Bamfield und von dort waren es nur noch 2,5 Stunden. Allerdings war Jerrod noch nicht ganz fertig als ich 16 Uhr dort ankam und es deutete sich eine dunkle Ankunft in Bamfield an. Aber ich wollte nicht meckern – Jerrod ist ein Kleinunternehmer und hat einen kleinen Betrieb der coole Blechkunstwerke mit einigen lokalen indianischen Kuenstlern herstellt und in Souvenirshops, Kunstgallerien und online verkauft. Er erzaehlte mir auf dem Trip, dass er neuerdings auch einige deutsche Kunden belieferte und das sehr wichtig fuer seinen Betrieb ist weil die von Trump erlassenen Zoelle auch seine Produkte sehr teuer

fuer US Kunden machte. Vielleicht hier mal ein kleiner Werbehinweis fuer meinen Freund – vielleicht hat ja einer von Euch Lust auf so ein fischiges Kunstwerk aus Metall. Schaut doch mal auf die Webseite von “Ruggid Coast”.

Wir slippten das Boot im allerletzten Abendlicht und fuhren dann schon im Dunklen die kurze Strecke bis nach West-Bamfield, wo man nur per Boot hinkommt. Jerrod hatte un seine schoene Doppelhaushaelfte fuer die 3 Naechte gemietet, wo wir jeder unser eigenes Schlafzimmer hatten. Ein seltener aber willkommener Luxus auf Angeltouren. Frueh um 6:30 wollten wir beim ersten Licht ablegen.

5.9. 2026, Bamfield Tag 1

So spaet wie jetzt hatte ich noch nie an der Westkueste geangelt. Jerrod schon und er wusste, dass die Lachse jetzt praktisch ueberall im Sound waren. Es kamen immer noch frische neue Schwaerme rein, allerdings immer weniger Chinooks die schon in Kuerze in die Fluesse zum Laichen aufsteigen wuerden. Die Cohos wuerden noch wochenlang neu reinziehen denn sie laichen spaeter als die Chinooks (und Sockeye). Daher mussten wir nicht unbedingt zur offenen Kueste oder gar offshore um Lachse zu fangen. Wir mussten nur die richtigen Stellen im Sound heraussuchen – und von denen gab es sehr viele. Eine Karte vom Barkley Sound mit seinen hunderten Inseln und Inselchen laesst die unendliche Vielzahl an potentiellen Angelstellen erkennen. Aber Angler sind eben auch Gewohnheitstiere und Herdentiere und so versammeln sich die meisten Lachsangler eben auch immer wieder an ein paar wenigen bekannten Stellen. Wir wollten es zuerst tief im Sound an einer herausragenden Felsnase versuchen. Die war nur Minuten von unserem Dock entfernt und wurde auch schon von 4 oder 5 anderen Booten befischt als wir ankamen. Jerrod setzte zuerst auf einen Blinker, ich auf eine Flashfly. Und dann fing das Derby fuer uns an. WIr hatten natuerlich ausgemacht, dass wenn wir tatsaechlich was gewinnen sollten, dann wuerden wir das Preisgeld teilen. Wir sahen einen Seeloewen herumlungern und das gab mir kein gutes Gefuehl.

Da der erste Tag windmaessig mit am ruhigsten werden sollte, wollten wir es trotz eines Lachsderbys auch mal auf Heilbutt versuchen. Jerrod ist nicht der beruehmteste Heilbuttjaeger – er ist der Ling-King. Aber seine Familie mochte Heilbutt so gerne wie meine und so wollten wir die guenstigen Windverhaeltnisse fuer einen kurzen Abstecher vor die offene Kueste zu ein paar bekannten Buttstellen nutzen. Aber zuerst waren 2-3h Lachs angesagt. Nach etwa 30 Minuten umherschleppen ruckte meine Rute an, ich setzte einen Anschlag und spuerte gleich guten Widerstand. Der war gut! Jerrod holte blitzschnell seine Rute rein und hatte auch gleich schon den Kescher in der Hand. Aber so schnell ging es bei mir nicht. Der Fisch nahm gleich mal ein Stueck Schnur und blieb tief – oft ein Zeichen von einem grossen Fisch. Ich fuehlte die schweren Kopfstoesse und erwartete die naechste Flucht. Und die kam auch und wie! Ploetzlich zog es als ob ein D-Zug am Haken hing und die Schnur flog nur so von der Rolle. Nach ein paar Sekunden ahnte ich was los war – und nach ein paar weiteren Sekunden bekamen wir die Bestaetigung. Der Seeloewe tauchte vielleicht 25m hinter dem Boot auf, machte einen eleganten Sprung und tauchte wieder ab. Meine Rolle kreischte wieder auf und es gab einen Ruck und der Widerstand war weg bevor wir auch nur die Chance auf einen Konterplan gehabt haetten. Gluecklicherweise war Koeder und Geschirr alles noch dran – der Haken war aus dem Fisch geschlitzt.

Aber nun praesentierte der dreiste Bursche seine Beute. Er kam etwas hinter dem Boot kerzengerade hoch mit einem schoenen Lachs im Maul – der Fischkopf schon in Schlund aber der gesamte Fischkoerper senkrecht in die Luft gereckt. Dieser elende Fischdieb! Wir riefen ihm einige Obszoenitaeten zu und er praesentierte den Fisch noch einige Zeit weiter. Wenn das mal nicht der $30,000 Fisch gewesen war! Spaeter am Dock erfuhren wir das dieser Kerl heute noch drei weitere Angler beraubt hatte. Wir wechselten kurz nach dieser Pleite die Stelle weil wir aus Erfahrung wussten, dass Robben und Seeloewen, wenn einmal erfolgreich, nur noch mutiger in ihren Attacken wurden. Wir hatten keine Lust das Biest weiterzufuettern. Wir versetzten und fanden stetige Action. Wir fingen einige Cohos von denen wir 2 behielten und dann schien Jerrod den heissen Blinker gefunden zuhaben denn in kurzer Zeit packte er erst einen etwa 15 pfuendigen Chinook und dann gleich noch einen 85 cm langen dazu. Wir checkten die Online-Rangliste – es gab Geldpreise fuer jeden Tag einzeln und dann fuer den Gesamtsieg. Im Moment stand ein 20 Pfuender auf 1, ein 18.7 auf 2 und ein 18.4 auf 3. Der dritte Platz brachte noch $1000 ein. Ein 85 cm Lachs konnte zwischen 15 und 20 Pfund sein. Jerrod’s Lachs war ziemlich gut im Futter – wir schaetzten auf 18 Pfund und Jerrod’s Handwaage liess das auch vermuten. Jetzt stellte sich die Frage; sollten wir mit dem Fisch den 3h Rundtrip nach Port Alberni und zurueck machen, vielleicht $150 in Benzin verfahren um dann vielleicht ein paar Gramm zu wenig zu haben? Die letztem Jahre hatte das Derby noch weitere offizielle Wiegestationen u.a. auch in Bamfield. Dieses Jahr leider nicht. Der ganze Rest des Tages waere futsch gewesen und vielleicht war heute unsere einzige Chance auf Butt. Wir beschlossen hier zu bleiben und lieber weiterzuangeln. Nur wenn wir einen sicheren Podiumskandidaten haetten, wuerden wir zum Wiegen hinfahren. Wir werden nie wissen ob wir $1000 verschenkt hatten, der 18.4 Pfund Lachs blieb der dritte und wir waeren sicher dicht dran gewesen. Aber Jerrod und ich hatten noch einen herrlichen Tag auf dem Wasser. Die Sonne kam raus und wir nutzten das ruhige Wasser und suchten ein paar Stellen vor der Kueste nach Butt ab. Nach einigen Versuchen konnte ich tatsaechlich einen winzigen Butt erwischen – mit vielleicht 65 cm einer der Kleinsten die ich je gefangen habe. Aber ich nahm in mit und war zufrieden damit.

Nachmittags machten wir Schluss und schlachteten unseren Fang am Schlachttisch am Dock. Jerrod nahm die Fische nur aus und fror sie ganz ein. Ich filetierte und verpackte sie nach den strengen Regeln fuer Fischtransport. Wir bemerkten wieviel weniger Boots- und Menschenbetrieb jetzt in Bamfield war im Vergleich zu 3 Wochen zuvor. Wir mussten nichtmal am Bistro zum Abendessen anstehen um einen Platz zu kriegen. Herrlich!

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6.9. 2026, Bamfield Tag 2

Der zweite Tag sollte etwas windiger werden und so versuchten wir unser Glueck im Fjordinneren. Ich zeigte Jerrod meine beliebte Schleppstrecken innerhalb von Cape Beale wo ich schon etliche Fische aus einem Kelpfeld herausgezogen hatte. Und auch an diesem Tag war dort Fisch vor Ort und wir fingen ein paar schoene Cohos – und sogar ein Markierter war dabei. Wir behielten 3 der Cohos. Ich angelte heute mit den letzten paar Koederfischen vom vorherigen Trip und das war diesmal ganz hoch auf dem Menu. Bei jeder Runde am Kelpfeld vorbei biss bei mir was. Ich liess ein paar Chinooks so zwischen 10 und 12 Pfund wieder frei. Ich wollte eigentlich keine Lachse mehr behalten ausser den Derbygewinner natuerlich. Schliesslich hakte auch Jerrod einen feinen Chinook der einen tollen Drill ablieferte. Eine Weile waren wir sogar nervoes das das ein Kandidat sein koennte. Aber dann hatten wir ihn neben dem Boot – der war vielleicht knapp so lang wie der gestern aber einiges schlanker. Und der hier war auch schon dunkler und auch markiert. Der war ein typischer Stamp River Chinook in der Robertson Creek Hatchery erbruetet. Aber der ging noch auf Jerrods Lizenz.

Am Nachmittag wollte Jerrod mir mal seine Lingcod Tricks zeigen. Wir fuhren an einen felsigen Unterwasserberg und er stellte den Autopilot so ein, dass er uns an der 40 m Tiefenlinie um den Berg herumfahren wuerde. Ging nicht schlecht, aber ich musste hin und wieder mal korrigieren. Jerrod schleppte derweilen eine Hardbait- Schlange !!! am Downrigger etwa 3-5 m ueber Grund. Er hatte einen ganzen Eimer mit grossen Hecht und Muskiekoedern und war felsenfest ueberzeugt, dass die Lings die grossen Silhouetten dieser Koeder liebten. Eine 40 cm Schlange als Koeder! Ich schuettelte nur schmunzelnd den Kopf; aber er behielt recht. Nach 20 Minuten verbog sich die Rute und Jerrod brachte einen etwa 80 cm Ling an Bord. Feine Sache. Wir erwischten noch einen Untermassigen und dann war das Riff abgefischt. Statt uns ein neues Ling-Riff zu suchen, fand Jerrod eine heilbuttverdaechtige Stelle nicht weit weg. Hier sah es kiesig-sandig aus, um einen steinigen Huegel herum. Wir verankerten das Boot wie wir es im Sueden der Insel gelernt hatten und liessen zwei tote Koederfischruten ein. Ich bekam bald einen harten Biss und etwa blieb haengen. Es kaempfte in etwa wie der Minibutt gestern und daher war ich ermutigt wieder einen Kleinbutt nach obenzudrillen. Auch Jerrod freute sich schon diesmal auch ein Buttfilet abzubekommen Aber es kam nur ein grosser Dornhai zum Vorschein. Enttaeuschung war auf unsere Gesichter gezeichnet. Dann passierte lange nichts. Wie doesten in der warmen Sonne und erzaehlten uns allerlei Geschichten aus der Jugend. Jerrod wollte viel ueber die DDR und Nachkriegszeiten hoeren. Er hatte Verwandte in Griechenland.

Dann riss es ploetzlich wieder an meiner Rute. Das war Buttbiss. Ich wartete noch etwas und als ich stetigen Druck in der Rute sah, kurbelte ich hart hinein. Hing! Und der war besser! Ich nahm die Rute aus dem Halter und fing mit dem langsamen Pumpen an. Ploetzlich hatte der Widersacher genug und sausste wieder zum Grund runter. Schoen! Das war ein guter Butt! Jerrod war ganz aufgeregt; er angelte nicht oft auf Heilbutt. Wo er wohnt, bei Nanaimo gibt es auch keine Heilbutte. Ich hatte den Butt halb hoch, da versuchte er nochmal auf Distanz zu gehen. Aber diesmal kam er nicht mehr sehr weit. Dann hatte ich ihn oben – kein Riese aber ordentlich. Jerrod bekam das Nervenflattern und uebergab lieber das Gaff mir und nahm dafuer die Rute. Der Butt tobte jetzt wild neben dem Boot und es dauerte eine Weile bis ich einen gezielten Gaffangriff machen konnte. Dann hatte ich ihn am Eisen und zerrte ihn ueber die Bordwand! Lachend klatschten wir uns ab! Wer haette damit noch gerechnet, so spaet in der Saison einen Butt innerhalb des geschuetzten Fjordes zu fangen. Man nimmt immer an das dann die leicht erreichbaren Stellen schon abgefischt sind aber wenn das eben jeder denkt aber keiner macht….

Dann kam auch bald eine frische Brise auf und wir machten uns auf dem Heimweg. Wir hielten noch hier und da mal an und versuchten es nochmal auf den grossen Lachs. An einer prominenten Felsennase ging ich mal auf 30 m Tiefe mit dem Koederfischsystem und bekam auch gleich einen harten Biss. Fuer ein paar Sekunden war ein guter Fisch dran der auch Schnur nehmen wollte und ploetzlich weg. Stellte sich heraus das Vorfach war durchgebissen. Kurz vor der Laichzeit bekamen viele Lachsarten richtig boese und auch scharfe Zaehne. Daher banden viele Lachsangler ihre Vorfaecher mit staerkerer Schnur um diese Zeit. Eine weitere Rund um die selbe Stelle und ich hatte wieder einen guten Biss und landete einen vielleicht 13-14 pfuendigen Chinook. Auch der hatte schon stattliche Zaehne und durfte die auch weiterhin einsetzen weil ich ihn wieder freiliess. Das hatten wohl einige Boote in der Umgebung gesehen und ploetzlich waren wir in einem Pack von 20 Booten. Wir strichen die Segel vor diesem Zirkus und probierten noch paar andere neue Stellen. Aber ausser paar Shakern und kleinen Felsenbarschen ging nichts mehr. Als wir abends noch mal den Tagesstand checkten, war da nur wenig passiert. Ein 21 Pfuender war der Tagessieger mit 18-20 gern dahinter. Nur ein halbwegs guter Fisch und man konnte hier fett gewinnen. Aber grosse Lachse schienen momentan rar zu sein.

7.9. 2026, Bamfield Tag 3

Der letzte Morgen; noch ein paar Stunden um den Derbysieg zu erledigen! Wir waren noch guter Hoffnung und fischten wieder in der Naehe von Cape Beale am Kelpfeld. Es war rauh hier heute aber es waren wieder Fische da. Wir fingen einige Cohos und nahmen auch noch einen dicken Kerl mit. Nach einigen Stunden fanden wir auch noch einen Chinook der aber nichts mit dem Wettkampfausgang zu tun hatte und auch wieder schwimmen durfte. Und dann war auch Schluss fuer uns. Wir hatte ja noch eine lange Heimreise und mussten noch unsere Unterkunft leerraeumen. Letztendlich gewann ein 24 Pfuender das gesamte Derby. Ein schoenes Gewinnerfoto mit einer ganzen Familie wurde gepostet – na das goennt man denen dann auch. Wir hatten viel Spass gehabt, die Hoffnung blieb bis zuletzt und wir brachten ein paar feine Fische nach Hause. Besonders ueber die Butte freuten wir uns. Wuerde ich naechstes Jahr wieder mitmachen. Danke, Jerrod!

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