Fischfrikadellen selber machen, aber wie?

Das wichtigste ist den Fisch 24 Stunden im Kühlschrank stehen zu lassen, das gilt für frische gefangenen sowie für aufgetauten.
Hab da mal was zu gelesen, da ändert sich irgendwas mit Eiweiß im Fleisch, weiß nur nicht mehr wo.
Das wiederum sorgt dafür, dass die Masse sehr klebrig wird und nicht mehr auseinander fällt.

Dann braucht man auch nicht soviel Ei. Knetet man die Masse dann lang genug zusammen mit Paniermehl, merkt man richtig wie das Zeug an den Händen klebt.

Die fertigen Frikadellen halten dann auch bombastisch. Ich mache mir immer Burger draus.
 
Ich schaue oft in dem Buch "Fisch aus Fluss und Meer" nach Rezepten. Das Buch ist von Landküche
 

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Ich hab mir mal in Norwegen ein Rezept mit den Augen geklaut. Die nehmen hauptsächlich Schellfischfleisch für Frikadelen. Seelachs ist oft sehr grau und sieht nicht so schön aus.Aber sehr iritiert was ich,als die Fischmasse in der Schüssel lag,das die Köchin dann 1 l Milch über die Masse goß.Als ich sie darauf ansprach sagte sie mir,das der Fisch hohle Fasern hat ,und die milch komplett aufgesaugt wird. Sie ließ es 1.Nacht stehen und am anderen Tag erst die Gewürze rein.und die Milch war wirklich weg. Aber die Masse war Schneeweiß und ließ sich gut verarbeitet und auch Braten. Vielleicht mal Mut haben und es machen.P.S. es waren so ca 5 kg Masse darauf 1 l Milch.
Norgefisch
Ich habe mal den Mut gehabt !
Was soll ich sagen, es schmeckt zum Ko..... !
Für meinen Geschmack jedenfalls !
 
Hier mal ein Rezept mit Räucherfisch, gibt noch mehr Geschmack.
Mit dem Mehl und Semmelmehl muss man sich rantasten, damit die Konsistenz passt.
Guten Appetit
 

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Ein mal mussten wir improvisieren, da keine Semmelbrösel vorhanden waren.
Diese haben wir durch kleingezupftes frisches Toastbrot ersetzt. War Volltreffer! Das Brot nimmt und hällt mehr flüssigkeit auf und hällt die Masse gefühlt deutlich besser (Stärke, Gluten?) als Paniermehl/Brösel zusammen. Das Toastbrot wurde nach Gefühl und mit einwenig Milch beigemischt.
Der Fisch war gemischt aus Filetierresten Dorsch-Köhler und wurde zuvor abgekocht.
 
Hi, nun habe ich mit Dank eurer Hilfe das für mich perfekte Rezept für Fischfrikadellen gefunden.
Meinen Fleischwolf wollte ich nehmen darum habe ich die meisten Zutaten im Zerkleinerer gegeben und es war Super.
Den Fisch, Brot eingeweicht in Milch, etwas Kartoffel und Kräuter und ein Ei. Kräuter habe ich Dill, Petersilie und Estragon verwendet.

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Das ganze sah dann so aus. Ich fand es schon sehr gut, und auch so das man Frikadellen daraus formen kann.
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Zwiebeln in Butter angebraten und dazu gegeben.
(kein Bild)
Gewürzt mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Zitronen Wasser ( aus Salzzitronen)
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Die Frikadellen in Paniermehl gewälzt
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In Butter/Olivenöl gebraten


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Super saftig
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Dipp dabei, etwas Salzzitrone, einfach nur lecker
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PS. ich glaube der Sud der Salzzitrone hat einfach dazu beigetragen das die Frikadellen so lecker waren.

Ich freue mich schon auf viele Rezepte von euch
 
Der größte Fehler ist fertig Paniermehl von LIDL. ALDI und Co zu verwenden. Am besten Weckmehl ( gemahlene trockene Brötchen und Weißbrot) beim Bäcker kaufen.
den Fisch nicht durch den Wolf drehen, sondern in ganz kleine Würfel schneiden, je nach Masse ein oder zwei in warmer Milch eingeweichte Brötchen dazu geben, Zitronenschalen Abrieb, Salz Pfeffer ( hier ganze Körner nehmen und diese im Mörser zerkleinern ) Kardamon kann auch nicht schaden, frische Kräuter ( Petersilie / Dill ) sowei mittelscharfer Sanf gehört auch dazu. Die zerkleinerte Zwiebel kann man kurz anschwitzen bevor man sie zur Masse gibt, je nach Masse dann 1 oder 2 Eier dazu, die Masse mit Salz abschmecken. Je nach Konsistenz noch Weckmehl zugeben bis die Masse gut zusammen hält. Fischbällchen von mittlerer Größe (5-6cm) formen, und in Butterschmalz
bei mittlerer Hitze braten, ich drücke die runden Fischbällchen noch mit der Hand zusammen so das dann das typische Frikadellen aussehen entsteht. Und bitte nicht Tod Braten... ( die Vorausestzung für diese Zubereitung sind bei mir mindestens 3 verschiedene Sorten Fisch)
 
Hallo,
Ich selbst zuhause habe es noch nicht gemacht, aber war vor 10 Jahren mal einem Fischkochkurs dabei da haben wir es so gemacht. Mir war der Aufwand mit Därme kaufen bisher zu viel. Aber sicher wird das gut!
Viele Grüße
 
Hallo,
Ich selbst zuhause habe es noch nicht gemacht, aber war vor 10 Jahren mal einem Fischkochkurs dabei da haben wir es so gemacht. Mir war der Aufwand mit Därme kaufen bisher zu viel. Aber sicher wird das gut!
Viele Grüße
Därme hab ich eigentlich immer vorrätig (kaufen ist mittlerweile absolut easy), da ich ja gerne Bratwürste mache. Bei mir scheitert es am (Weiss-)Fisch, da bei uns im Bach ausschließlich Salmoniden vorkommen und mir die zu schade sind. Aber wird sich sicher mal ne Gelegenheit ergeben.
Gruß
Stefan
 
Bei Würsten soll die Konsistenz noch größere Probleme machen. Habe es nur immer gehört das einige schon seit Jahren probieren ein gutes Rezept zu finden.
Unser ehemaliger Jugendwart hat für Frikadellen immer 50:50 Fisch und Fleisch genommen. Das Fleisch sorgte für die Bindung und da es nur 50% Fisch war (mit den anderen Zutaten dann noch weniger) schmeckt das auch denen die Fisch alleine nicht so mögen.
 
Moin zusammen,

Ich habe kein wirkliches Rezept, mache es eher "Pi mal Daumen". Heraus kommen leckere Fiskekakker, Frikadüsen, Frikadunsen, Bremsklötze oder wie auch immer 😄

Zutatenliste:
- Fisch (oh Wunder!)
- Zwiebeln
- Röstzwiebeln (Un-be-dingt!)
- Eier (wir brauchen Eier!)
- Senf
- Ketchup
- Paniermehl
- Salz, Pfeffer, Zitrone, nach Geschmack: Dill
- Ankerkraut Küstenkruste

Zubereitung:
Den Fisch schneide ich per Hand, mag es nicht, wenn gewolfter Fisch zu sehr fein-faserigen Frikadellen führt.

In der Regel verwende ich ca. pro 300 Gr. Fisch (gerne Lumb, Leng oder Schellfisch) 1 Ei.

Dazu kommen nach Augenmaß alle anderen Zutaten. Zuletzt das Paniermehl, um die passende Klebe-Konsistenz zu erhalten.

Ich stelle die Frikadellen dann über Nacht in den Kühlschrank. Alle Aromen durchziehen die Frikadellen dann schön und sie fallen beim Braten nicht mehr auseinander.

Anbraten immer in Butter/Butterschmalz. Gibt aus meiner Sicht eine schönere Bräune und ein geileres Aroma!

Petri Heil! Und guten Appetit!
 
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