C & R gerät ein wenig mehr in der Fokus

Die unterschiedlichen Quoten für unterschiedliche Fischarten sind eine Idee, die Kontrolle der Umsetzung eher schwierig, wenn zB ein 4Mann-Boot 50kg schneeweißes Dorsch-Filet offshore filetiert und beim Vermieter als Lengfänge der Größenordnung 100-120cm "deklariert" ... ich befürchte, daß diese KriPo-Aufgabe schwerlich auf die Vermieter abzuwälzen ist.

Schon jetzt sind die GoFish-Erhebungen rein auf die Angaben der Angler gestützt, die in Eigenverantwortung abends nach dem hastigen Genuss von 6-8 Hülsen Nordlandspils mehr oder minder wahre Angaben in ihr Smartphone pinseln.
 
Hier sind wirklich viele und gute Beiträge zum Thema 👍👍
Es kommt aber der Eindruck rüber, alle die nach Norwegen fahren, fangen ihre 18kg und setzen danach zurück.
Meine Erfahrung ist aber auch, dass viele Gruppen ihre 18kg bei weitem nicht erreichen. Sei es durch Unkenntnis oder noch viel öfter durch das Wetter. Ich habe oft Kunden am Telefon die mir berichten das sie bedingt durch die Wetterkapriolen wenig bis gar nicht zum Angeln gekommen sind.

Die wenigsten berichten über eine Tour, in der der Skattag ein Urlaubfüllendes Programm darstellt. Nicht alle sind Profis und haben den Wetterpapast in der Tasche.

Schwarze Schafe gibt es und wird es immer geben, sei es beim angeln oder anderen Bereichen im Leben. Die Summe an verantwortungsvollen Anglern die einen Einklang mit der Natur suchen, ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Nicht zuletzt durch Aufklärung und Sensibilisierung durch Foren wie dieses.
 
Trotzdem wird als Hauptargument, für`s reine Fangen und Zurücksetzen immer wieder erwähnt, dass man nicht weiss was man mit dem Fisch, den man gerne angelt machen soll, wenn die 18 kg erreicht sind.
Ich glaube mit etwas Kreativität und dem Willen von Campbetreibern und Anglern lässt sich dieses "Problem" ganz sicher lösen. (...habe hier im Forum z.B. schon gelesen, dass sich einzelne Vermieter in der Skreisaison der Sache angenommen haben und ihren Gästen eine sinnvolle Verwertung des überschüssigen Fisches angeboten haben).

Quoten halte ich für sinnvoll was das Management lokaler, stark, (auch durch die Angelfischerei), befischter Bestände betrifft. Die Gefahr, dass bei Erreichen der Quote weiterhin übertrieben Gefangen und Zurückgesetzt wird, besteht da jedoch nach wie vor.

Wenn man als Angler einfach mal den Ball etwas flacher hält, sich an die Gesetze hält und seinen gefangenen Fisch vernünftig verwertet, kommt man in Norwegen schon ziemlich weit.

Hab ehrlich gesagt auch keinen Bock darauf, dass aufgrund einiger anstrengender Touristen, ein ziemlicher Berg an Steuergeldern dafür verwendet werden muss, alle Angler die hier her zum Angeln kommen zu reglementieren und zu überwachen.
Falls doch Bedarf seitens der angelnden Touristen besteht, - führt bitte ne Angelkarte ein, die diese Kosten dann abdeckt.

Gruss
Smolt
 
wer interesse an c&r versuchen zu dorsch (ostsee+norwegen) und heilbutt (norwegen) hat einfach melden...

dann gibt's per pn was (deutsch und englisch)
 
Hier sind wirklich viele und gute Beiträge zum Thema 👍👍
Es kommt aber der Eindruck rüber, alle die nach Norwegen fahren, fangen ihre 18kg und setzen danach zurück.
Meine Erfahrung ist aber auch, dass viele Gruppen ihre 18kg bei weitem nicht erreichen. Sei es durch Unkenntnis oder noch viel öfter durch das Wetter. Ich habe oft Kunden am Telefon die mir berichten das sie bedingt durch die Wetterkapriolen wenig bis gar nicht zum Angeln gekommen sind.

Die wenigsten berichten über eine Tour, in der der Skattag ein Urlaubfüllendes Programm darstellt. Nicht alle sind Profis und haben den Wetterpapast in der Tasche.

Schwarze Schafe gibt es und wird es immer geben, sei es beim angeln oder anderen Bereichen im Leben. Die Summe an verantwortungsvollen Anglern die einen Einklang mit der Natur suchen, ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Nicht zuletzt durch Aufklärung und Sensibilisierung durch Foren wie dieses.
Dem kann ich nur zustimmen. Wir erreichen selten die maximale Ausfuhrmenge. Letztes Jahr konnten wir in einer Woche lediglich 3 mal raus und das auch nur bei Mistwetter wo das Angeln keinen Spaß machte. Aber darüberhinaus sind wir auch keine hard core Angler und lassen es eher gemächlich angehen. Es gab schon Zeiten, da bin ich ohne Fisch nach Hause gefahren, weil der Fang einfach zu wenig war zum einfrieren. Der wurde dann gleich vor Ort verspeist. Ja, auch das gibt es.
 
ist das nicht offiziell?
 
Trotzdem wird als Hauptargument, für`s reine Fangen und Zurücksetzen immer wieder erwähnt, dass man nicht weiss was man mit dem Fisch, den man gerne angelt machen soll, wenn die 18 kg erreicht sind
Letztlich fischt heute ein großer Teil der Urlaubsangler mit quasi „professioneller“ Ausrüstung und fängt entsprechend in derselben Größenordnung wie ein Berufs- oder Nebenerwerbsfischer (konnte ich z.B. persönlich bei kleinen Stellnetzfischern auf der Leia beobachten).
In der Fläche und übers Jahr stellt sich so ein Angelcamp insofern wie ein Fischereiunternehmen dar… nur mit etwas anderen Regularien. Diese Regularien (Ausfuhrregelung) greifen aber schlecht, wenn die „fischereiliche Sterblichkeit“ durch C&R unkalkulierbar erhöht wird. Deswegen versucht man, auch die Rückwürfe dokumentieren zu lassen.
Dennoch bleibt die Unlogik, immer effektiver fischen zu wollen, aber mit den entsprechenden Fängen nichts anfangen zu können, außer sie zurückzusetzen. Und das ist bei der Meeres-Bootsangelei ganz unbestritten viel problematischer als bei Waller und Karpfen.
 
...alles schön und gut, aber letztendlich ist es jeder einzelne von uns der das in der Hand hat.
Ebenso verhält sich das mit dem Filetieren. Was da teilweise als "Abfall" entsorgt wird ist gelegentlich schon der Hammer - und hinterher aber maulen wenn´s mit den erwarteten 18kg Filet nix wurde...
 
dem kann ich nur zustimmen, Winne.

Klar, bei Pollacks auf 5m kann man bedenkenlos die kleineren schwimmen lassen (ich nehme eigtl keine unter 60cm mit).
"früher" habe ich es -wie die meisten anderen- gehandhabt, nut die schönen Filetteile mitzunehmen, der Rest ging zu den Krebsen. Hat man so gelernt bekommen als Neuling oder in vielen Filetiertutorials. Seit Jahren aber nehme ich auch Bauchlappen mit, wenn sie verwertbar, sprich wurmfrei sind (wie Chutoro und otoro vom Thunfisch - beste Teile).
Entweder kommen die direkt vor Ort in die pfanne, oder Zuhause als tempura - da sind die echt lecker!

der Fisch verdient eine respektvolle Behandlung und eine bestmögliche Verwertung.
 
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