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Alles anders, Hasepups wie immer: Die Helgebleikja-Chroniken

Vinny

Stammnaffe
Registriert
8 Oktober 2023
Beiträge
226
Moin ihr Alle !
Es ist wieder soweit. Die Koffer sind gepackt, die Angeln verstaut und der Verstand wurde vorsorglich an der Haustür an der Garderobe aufgehängt. Wir sind wieder unterwegs gen Norden – in dieses mystische Land der Fjorde, Fische und Felsen.

Dieses Jahr geht es für uns in das Ferienhaus "Helgebleijka" bei Bømlo.

Die Besetzung ist wie gewohnt hochkarätig: Mein Mann, meine liebe Freundin Hasepups und ich.

Gestern ging es schon gut los: Hasepups ist bei uns aufgeschlagen und wir haben uns der schweißtreibenden Aufgabe gewidmet, den Vito zu beladen. Bei der Gluthitze gestern war das gefühlt ungefähr so angenehm wie ein Marathon im Daunenmantel – schweißtreibend, sinnfrei und optisch ein Desaster. Als Belohnung gab es danach erst mal ordentlich Griechisch. Was soll ich sagen... Die Knoblauchfahne ist mein treuer Begleiter und weicht mir auch heute noch nicht von der Seite. Das hat etwas fast schon Sakrales. Sollte uns unterwegs ein Vampir auflauern: Der geht freiwillig ins Kloster.

Danach ging das Zittern los. Stichwort: Vito. Ein Auto mit Charakter – und leider auch mit eigener Meinung:
Wer meine Berichte kennt, erinnert sich vielleicht... Vor 2 Jahren meinte das gute Stück ja schon mal, mitten im Urlaub den Dienst komplett zu verweigern. Und was macht der Kumpel heute? Kaum haben wir die ersten Kilometer auf der A7 hinter uns gebracht, meldet sich das Infotainment mit einem wohlbekannten, fröhlichen Piepen: "Ölstand reduzieren".

Ja, danke für nichts. Das ist wie so eine Panikattacke auf Rädern. Vorgestern erst nachgeschaut, da war der Ölstand absolut im grünen Bereich. Aber gut, man braucht ja auch ein bisschen Nervenkitzel auf der Autobahn, sonst schläft der Fahrer noch ein und wir landen sanft in den Leitplanken. Ich bete einfach, dass der Bock diesmal durchhält und uns nicht wieder irgendwo in der Pampa stranden lässt.

Aktuell befinden wir uns im Tiefflug auf dem Weg nach Hirtshals zur Color Line und der Vito schnurrt (bzw. piept) so vor sich hin.

Ich halte euch auf dem Laufenden, sobald wir skandinavischen Boden unter den Füßen haben und die erste Lage Knoblauch verflogen ist.

Bis dahin, Petri und ahoi
 
Hallo Vinny,
schön, dass Du uns wieder teilhaben lässt an Eurem Urlaub.
Ich wünsche eine gute Anreise und natürlich bestes Wetter und dicke 🐟🐟🐟.
Ölstand reduzieren klingt gar nicht so gut. Das Öl kann sich ja nicht von alleine vermehren. Folglich ist da Diesel oder Wasser mit drin.
Ich drücke die Daumen, dass ihr ohne Panne hin und zurück kommt.

Beste Grüße
Axel
 
Ich wünsche euch wieder tolle Erlebnisse in Norge.
Danke, dass ihr uns wieder teilhaben lasst! Ich habe den Trööt schon aboniert!
 
Guten Morgen Vinny !
Sehr schön das du wieder eine Liveschalte machst. Da werde ich mir wieder das ein oder andere Grinsen nicht verkneifen können. Vielen Dank für die humorvolle Schreiberei !

So, jetzt kommt erstmal gut an und habt einen schönen Urlaub, mit bestem Angelwetter und jeder Menge (lustigen) Erlebnissen !
 
na endlich wieder Geschichten vom Vito :aetsch:....achso und geangelt wird ja auch noch.....ich freue mich.....vorab schon mal Danke dafür!
ich wünsche eine gute Fahrt, kommt heile an und krumme Ruten. :angler:
 
Und ich hatte schon befürchtet, du angelst nicht mehr. Dann viel Spaß.
 
Zeit wirds - war schon fast ungeduldig auf Eure geilen Geschichten und Erlebnisse.

Wünsche Euch eine streßfreie Anreise und danach beste Erholung und optimales Fischweter, so daß Ihr Eure anglerischen Träume verwirklichen könnt!

😍
 
Moin moin. Wir sind dieses Jahr auch mit einem BENZ und dieser Fehlermeldung befahren. Ist unkritisch, also keine Sorge
 
Vinny, du hast mir gefehlt. Schön, dass du wieder berichtest, ich liebe deinen vor Humor strotzenden Schreibstil sehr.
Ich wünsche euch eine gute Reise und einen schönen Urlaub :angler: :angeln:🥂🍷🍸...
 
Angekommen an der Fähre. Nun heißt es Warten. Dieses typische Hafen-Stand-by, bei dem die Zeit nicht verstreicht, sondern zäh wie geschmolzener Käse über die Windschutzscheibe tropft.
Ich nutze die Zeit, um das soeben erlebte für die Nachwelt festzuhalten:

Mein Mann schaltet sofort in den Reptilien-Modus: Beifahrersitz auf schmerzfreie 170 Grad gekurbelt, Basecap tief ins Gesicht gezogen und augenblicklich weggedöst. Schnarch-Frequenz: unauffällig. So weit, so gut.

Hasepups, eben noch motiviert auf dem Fahrersitz, erlitt derweil eine spontane, medizinisch völlig unerklärliche Fehlfunktion ihres Nasen-Rachen-Raums. Kein Geschmack, kein Geruch – weg. Einfach so. Ihre wissenschaftlich fundierte Selbstdiagnose verlangte nach nur einer einzigen, unaufschiebbaren Rettungsmaßnahme: Ich muss mich flach auf den Rücken legen.

Einziger Haken: Ich belegte zu diesem Zeitpunkt in aller Seelenruhe die Doppelsitzbank hinten. Als herzensguter Mensch sage ich natürlich: „Klar, komm nach hinten, kannst dich hinlegen.“

Ein kurzes, akustisch von leisem Fluchen begleitetes Gewusel später sitzt sie neben mir. Und da zeigt sich wieder die reine Physik: Trotz ihrer wirklich lachhaft geringen Körpergröße reichte ein einziger Sitzplatz zum flachen Niederlegen schlichtweg nicht aus.

Erneutes Gewusel im Innenraum. Ich opfere mich, zwänge mich in einer anatomisch hochgradig bedenklichen Bewegung mit dem Allerwertesten voran zwischen den Sitzen durch nach vorne und lasse mich auf den Beifahrersitz plumpsen. Es bleibt bis jetzt völlig offen, ob ich mich dabei für immer verkantet habe oder ob mich die Feuerwehr irgendwann aus diesem Mercedes schneiden muss.

Währenddessen versucht Hasepups da hinten auf gefühlten 0,438 Quadratmetern ein liegendes Wendemanöver. Ich beobachte das Spektakel im Rückspiegel und bewundere gerade ihre beachtlichen, fast schon schimpansenhaften Fähigkeiten, sich mit den bloßen Zehen an einer Wasserflasche festzuklammern – als plötzlich ein Schrei die Stille des Color-Line-Terminals erschüttert.

Ein Krampf. Aber kein normaler. Ein Todeskrampf in ihrer Wade.

Was folgte, war ein Drama in drei Akten: Roter Kopf, verzerrtes Gesicht, ein hohes Winseln, gefolgt von einem leisen Quietschen. Hasepups hing kopfüber und völlig hilflos halb vom Sitz.

Nun gab es zwei Optionen.
Option A: Ich spiele die mitfühlende Freundin, leiste Erste Hilfe und dehne ihr Bein.
Option B: Ich bleibe sitzen und feiere diesen Anblick aus tiefster Seele.

Habe mich für Option B entschieden und tränen gelacht. Man muss die Feste schließlich feiern, wie sie fallen – auch wenn die Freundin dabei aussieht wie ein gestrandeter Klappstuhl.

Hasepups kaut jetzt nervös eine magnesium Tablette nach der anderen und klagt über die Nachwehen im Unterschenkel-Triebling.
...sollte ich ihr sagen, dass ich meine letzten reisetabletten in eben diese magnesium-tabletten dose gepackt habe....? :a055:
 
Vinny, großartiger Schreibstil und gerne viel mehr davon. Ich freue mich auf die Live-Schalte und wünsche einen tollen erlebnisreichen Urlaub. Letzteres eher für uns Mitleser.. Danke und Tschüss
Edwin
 
Ich wünsche Euch auch eine entspannte Anreise, angelbares Wetter und maximalen Fun. Well done
 
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