4 Angeltouristen vermisst

 
Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich um ein Boot und Gäste dieser Anlage hier:


Betrachtet man die Bilder der Boote auf der Homepage sowie die Bilder bei Maps so erhärtet sich die Vermutung. Passen würde auch, da es sich um Averoy und tschechische Gäste handelt.
 
Nachtrag. Gerade noch einige andere Bilder geschaut, weil mich jetzt selbst mal interessiert hat was für ein Boot genau.
Bei seitlicher Ansicht meine ich der Motor sieht doch nach wenigstens 70PS aufwärts aus, vielleicht sogar um 100.
Das Boot scheint ein ziemlich vollwertiges Boot mit Centerkonsole gewesen zu sein. Man erkennt ein Logo das mit bekannt vorkommt, aber ich leider nicht direkt einordnen kann.
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Das Boot war ein Mazury 570 polnischer Bauart und der Motor war ein 60 PS Mercury SeaPro...
 
Nachtrag. Gerade noch einige andere Bilder geschaut, weil mich jetzt selbst mal interessiert hat was für ein Boot genau.
Bei seitlicher Ansicht meine ich der Motor sieht doch nach wenigstens 70PS aufwärts aus, vielleicht sogar um 100.
Das Boot scheint ein ziemlich vollwertiges Boot mit Centerkonsole gewesen zu sein. Man erkennt ein Logo das mit bekannt vorkommt, aber ich leider nicht direkt einordnen kann.
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Es handelt sich um ein Boot des polnischen Hersteller "Mazury"
Hier ein Foto eines Cruisers 700 mit dem Firmenlogo
Quelle / Link: https://www.boat24.com/de/motorboote/mazury/mazury-700-camping-cruiser/detail/729962/

@Nordstern war schneller :wink:

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Danke für die Detektivarbeit. Und auch das wir hier sachlich bleiben und 👍 es ist ein Thema mit dem ich/wir mich/uns lieber nicht beschäftigen würden. Aber nun ist es natürlich wichtig die Sache einzuordnen.
Boot und Motor wirken jedenfalls erstmal geeignet für den sorgfältigen Einsatz in dem Seegebiet. Allgemeine Trackerpflicht wird gefordert, aber alle die etwas in der Sache drin sind wissen, dass es im Mai den Unfall nicht verhindern konnte und auch jetzt (bei deutlich wärmerem Wasser) legt die Beobachtung das Boot schnell gefunden wurde, aber die Verunglückten nur teils und nach langer Suche nahe das der Einsatz von Schwimmhilfen möglicherweise nicht so gehandhabt wurde wie gesetzlich vorgesehen.
 
Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich um ein Boot und Gäste dieser Anlage hier:


Kann ich so bestätigen, hatte es bereits im anderen Thread am Samstag zu diesem Thema geschrieben:

„Ich kenne das Boot. Habe mich im Sommer noch mit einem Kumpel (der auch auf der Insel vermietet) entsetzt darüber unterhalten, dass einige der tschechischen Angler regelmäßig ohne Schwimmweste unterwegs sind und bei teils abenteuerlichen Bedingungen trotzdem bis nach Griptaren fahren. Und das, nachdem bereits drei Angler im Frühjahr in der Region gestorben sind. Traurig und vermeidbar…“
 
Hmm, ja das rundet das Bild natürlich dann ab. Dann braucht es bei den Bedingungen nur eine hohe Welle. Hab schon oft genug erlebt wie ein kleiner Kaventsmann an uns vorbeigezogen ist. Der kippt so ein kleines Boot einfach mal so um und dann nimmt das Schicksal seinen Lauf. Einer wurde gefunden, der hatte wahrscheinlich eine Weste an. Und bei den anderen 3 langen die Westen wahrscheinlich nur im Boot. Und das wars dann.
 
Die ersten Stimmen werden schon laut :

Forderung nach strengeren Regeln nach dem tödlichen Unfall in Averøy – drei Personen weiterhin im Meer vermisst​


Lokale Fischer auf Nordmøre sind der Meinung, dass einige der Touristen, die entlang der Küste kleine Boote mieten, zu viele Freiheiten haben. Unterstützung bekommen sie von der norwegischen Gesellschaft für Seenotrettung.


Das norwegische Küstenwachschiff und die Seenotrettung bei der Such- und Rettungsaktion, nachdem vor Averøy ein Boot mit vier Angeltouristen gefunden wurde.


Das Fischerboot mit vier Personen an Bord wurde in der Nacht zum Samstag kieloben treibend gefunden. Drei der vier Personen werden weiterhin vermisst.


Synnøve Hole – Journalistin
Eirik Haukenes – Journalist



Wir berichten aus Averøy.


Veröffentlicht gestern um 16:38 Uhr, aktualisiert gestern um 16:46 Uhr


Drei tschechische Männer werden weiterhin vermisst, nachdem am Freitag vor der Insel Grip ein Boot gesunken ist.7


Das Boot wurde in der Nacht zum Samstag mit dem Kiel nach oben gefunden, zusammen mit einer der vermissten Personen. Die drei anderen wurden bislang nicht gefunden.


Lokale Fischer sind der Meinung, dass für Touristen, die in der Gegend Boote mieten, nicht genügend strenge Regeln gelten und dass die Bedingungen rund um Grip für kleine Mietboote zu gefährlich sind.


„Meiner Meinung nach hat er dort nichts verloren. Die Gewässer rund um Inngripan und weiter südlich sowie auch auf der Außenseite sind so gefährlich und unberechenbar, dass Unbekannte dort nicht hinausfahren sollten“, sagt Kåre Bjarne Fure.

Er ist der Ansicht, dass Touristen häufig nicht über die nötigen Kenntnisse verfügen, um einschätzen zu können, wie gefährlich das Meer sein kann.


NRK hat dem örtlichen Unternehmen, das die Boote vermietet, mehrere Fragen zur Ausbildung der Kunden und zur Ausrüstung gestellt. Die Unternehmensleitung hat bislang nicht geantwortet.


Karl Erik Eriksson (links) und Kåre Bjarne Fure stehen den kleinen Fischerbooten, die in unbekannte Gewässer hinausfahren, skeptisch gegenüber.


Einschränkungen für Touristen vorgeschlagen​


Nun erhalten die lokalen Fischer Unterstützung von der norwegischen Gesellschaft für Seenotrettung. Diese war am Wochenende bei Grip an der Suche nach dem Boot und den vier Touristen beteiligt.


Der Schiffsführer der Seenotrettung, Jon-Atle Leier-Toft, sagt, dass es rund um die Touristeninsel Grip im offenen Meer starke Strömungen und wechselhaftes Wetter gibt.


„Es gibt starke Strömungen, und die Bedingungen können sich schnell ändern. Wenn man keine Möglichkeit hat, seine Position zu bestimmen, und ein Problem bekommt, ist es sehr schwierig, die Betroffenen zu finden. Sie können ziemlich weit abtreiben“, sagt der Schiffsführer Jon Atle Leia Toft von der Seenotrettung.

Er hält es für einen guten Vorschlag, zu begrenzen, wie weit Touristen mit den Booten hinausfahren dürfen, und die Boote mit digitaler Ortung auszustatten.


Das Boot soll untersucht werden​


Polizeijuristin Emma Johansen sagt, dass sich die Ermittlungen noch in einer frühen Phase befinden und noch mehrere Ermittlungsschritte ausstehen, bevor man hoffentlich etwas über die Ursache des Unfalls sagen kann.


Das verunglückte Boot war ein sechs Meter langes, offenes Motorboot mit 60 PS.


„Wir versuchen, zu klären, was passiert ist. Die Ermittlungen erfolgen sowohl taktisch als auch technisch, mit Befragungen und Untersuchungen des Bootes“, sagt Johansen.

Die norwegische Unfalluntersuchungskommission (Statens havarikommisjon) wurde informiert, hat aber bislang noch nicht entschieden, ob sie eine Untersuchung einleiten wird.


Die Unfallkommission hat bereits mehrere ähnliche Unfälle untersucht und festgestellt, dass es offenbar auch in diesem Fall ähnliche Herausforderungen gibt.


„Wir warten jetzt ab und schauen, was das norwegische Schifffahrtsdirektorat und die DSB (Direktorat für gesellschaftliche Sicherheit und Notfallvorsorge) gegenüber der Branche für Bootsvermietung unternehmen wollen“, sagt Dag Liseth, Leiter der Schifffahrtsabteilung der Unfalluntersuchungskommission.

Die Kommission hat in der Vergangenheit bereits mehrere Änderungen der Vorschriften vorgeschlagen.


Unter anderem fordert sie strengere Anforderungen an die Bootsvermietung sowie Ortungsgeräte an Bord, damit schnell reagiert werden kann, wenn etwas passiert.


Dag Liseth ist Leiter der Schifffahrtsabteilung der Unfalluntersuchungskommission.


Es soll geprüft werden, ob die Vorschriften ausreichend sind​


Es ist nicht das erste Mal, dass ausländische Angeltouristen ums Leben kommen. Allein in diesem Jahr sind sieben Menschen ums Leben gekommen, drei davon in Smøla, nicht weit von Averøy entfernt.


Das norwegische Schifffahrtsdirektorat hat gemeinsam mit dem Direktorat für gesellschaftliche Sicherheit und Notfallvorsorge (DSB) von der Regierung den Auftrag erhalten zu prüfen, ob die Vorschriften für die Vermietung von Freizeitbooten verschärft werden müssen.


„Leider hat es eine Reihe von Unfällen im Zusammenhang mit der Vermietung von Freizeitbooten gegeben“, sagte Dag Inge Aarhus, Kommunikationsdirektor des Schifffahrtsdirektorats, am Wochenende gegenüber NRK.

Aarhus sagt, dass die Arbeit gerade erst begonnen habe, das Ziel aber eindeutig sei:


„Wir haben eine Nullvision. Unser Wunsch ist, dass alle, die aufs Meer hinausfahren, sicher nach Hause kommen.“

Dag Inge Aarhus ist Kommunikationsdirektor des norwegischen Schifffahrtsdirektorats.


Fischer sprechen von einem „Freifahrtschein“​


Mario Uebe vermietet selbst Boote auf Averøya, aber sein Unternehmen war nicht in den Unfall verwickelt. Er sagte am Sonntag gegenüber NRK, dass alle Kunden, die bei ihm buchen, die notwendige Einweisung erhalten und dass Sicherheit höchste Priorität habe.


Der Fischer Karl Erik Eriksson ist der Meinung, dass mehr Vermieter stärker darauf achten sollten, wo sich ihre Kunden befinden, und sicherstellen sollten, dass die Boote in sicheren Gebieten unterwegs sind.


Sein Kollege Kåre Bjarne Fure betont, dass die Behörden dringend strengere Regeln für den Angeltourismus einführen müssten.


„Das Problem heute ist, dass es praktisch keine Einschränkungen gibt. Sie bekommen die Boote vermietet, fahren los, und niemand kümmert sich darum, wo sie sich befinden“, sagt er.

Auch interessant​


Vorschriften für Bootsvermietung sollen überprüft werden


Weitere Meldungen aus Møre und Romsdal betreffen unter anderem einen tödlichen Unfall eines jungen Mannes aus Sunndal, die traditionelle Spezialität „Smølaball“ aus Smøla sowie weitere Nachrichten aus der Region.
 
Ich find die digitale Ortung bringt einfach nicht viel. Sie zeigt dir ja nur an das die Fischer bescheuert weit draußen sind. Und dann kann es ja schon zu spät sein.

Ich würde ne Blockierung der Motoren in Hafen empfehlen. Jeder Vermieter kontrolliert am Morgen das Wetter. Wenn es gefährlich wird dann wird die Zündung per Funk einfach blockiert. Keiner fährt raus. Ende.
 
Ich find die digitale Ortung bringt einfach nicht viel. Sie zeigt dir ja nur an das die Fischer bescheuert weit draußen sind. Und dann kann es ja schon zu spät sein.

Ich würde ne Blockierung der Motoren in Hafen empfehlen. Jeder Vermieter kontrolliert am Morgen das Wetter. Wenn es gefährlich wird dann wird die Zündung per Funk einfach blockiert. Keiner fährt raus. Ende.

so tragisch das auch ist, macht bitte aus Norwegen nicht Deutschland
 
Am Ende ja auch nicht so wichtig. Wir haben an dem Unglückstag letztlich mit unseren 830/250 PS beschlossen nicht offshore zu fahren, obwohl der Wind nachmittags eine brauchbares Zeitfester lieferte. Aber die Wellenprognose auf Barentswatch war uns einfach zu wild.
Danke für den Tip mit Barentswatch. Kannte ich nicht und die Wellenvorhersage scheint deutlich genauer und detailierter als Windy oder YR. Kann man die Vorhersagen auch in Seekarten wie Kartverket, C-Map oder Navionics einbinden oder benutzen die Profifischer professionellere Apps?
 
Ich denke, solange es zum Meeresangeln nach Norwegen geht ,wird es zu solchen tödlichen Unfällen kommen.
Weil einfach die Leute ,viel zu leichtsinnig sind ,es sind ja fast alles # Landratten #
da würden selbst technische Möglichkeiten ausser Betrieb gesetzt ,nur um den einen Fisch mehr zu fangen.Man hat ja schließlich dafür bezahlt........
 
In der Vergangenheit hatte ich mehrere „Erlebnisse“ mit osteuropäischen Angelgästen in mehreren Angelanlagen. Zum Teil sind die Kollegen stinkbesoffen ins Boot gestiegen und dabei ins Wasser gefallen. Dieses Jahr fast gleiches Bild. Einige Angler (auch osteuropäische Wurzeln) kamen mir torkelnd auf dem Steg entgegen. Da hat sich der Eine oder Andere beim Angeln „verzaubert“. Da wundert es mich nicht, wenn ich solche Meldungen lese.
 
Ich find die digitale Ortung bringt einfach nicht viel. Sie zeigt dir ja nur an das die Fischer bescheuert weit draußen sind. Und dann kann es ja schon zu spät sein.

Ich würde ne Blockierung der Motoren in Hafen empfehlen. Jeder Vermieter kontrolliert am Morgen das Wetter. Wenn es gefährlich wird dann wird die Zündung per Funk einfach blockiert. Keiner fährt raus. Ende.
Völliger Quatsch, was spricht dagegen in geschützten Schären zu angeln...
Man muss nicht wegen Dummheit einiger wieder alle bestrafen...
 
Völliger Quatsch, was spricht dagegen in geschützten Schären zu angeln...
Man muss nicht wegen Dummheit einiger wieder alle bestrafen...
Genau da liegt mein Problem, auch wenn in sozialen Medien von Laien denen der Unterschied (offshore vs geschützte Bereiche) fremd ist das schnell mal als Forderung kommt.

Aber nehmen wir mal den Tag des Unglücks. Bei uns waren alle Boote unterwegs, nur eben ganz klar nicht offshore.
Zwischen den Schären und im Namsfjord überhaupt kein Problem. Einige hatten die Fjordmündung geplant und sind dann weiter rein, oder wieder zurück zwischen die Inseln wegen zu viel Welle bei Mefaltaren & co.

Kombination aus Wetterbericht lesen und verstehen (und vor allem vielleicht auch respektieren), Kommunikation und Einschätzung durch Guide vor Ort und dann am Ende einfach eine Portion gesunder Menschenverstand mit an Bord.
Es scheint so als hätten sich beide schweren Unfälle in diesem Jahr schon alleine durch jeden einzelnen der o g Punkte für sich alleine vermeiden lassen.

Da können wir auf die Boote an Technik packen was wir wollen, diese beiden Unfälle wären trotzdem so, oder sehr ähnlich passiert.
 
Moin.
4 Mann in dem Boot, statistisch 2 übergewichtig, und dann bei der Welle.
Ich wundere mich immer, dass da niemand Angst bekommt, oder ist das uncool?
Als Bootsführer bei unseren Ausfahren, ermahne ich meine Kollegen immer ausdrücklich, mir zu sagen, ob etwas nicht passt.
In der Regel drehe ich aber sowieso bei, dass bei uns auch akzeptiert wird.
Ist einer gegen die Ausfahrt, wird umgekehrt. Na gut, ich bin wahrscheinlich auch ein Schisser :)
 
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