Boot mit 3 ausländischen Angeltouristen bei Smøla vermisst

Tja, wenn jemand einen Bootsführerschein für ein absolutes Minimum hält hört sich das für mich stark nach einem Wunsch nach einer Führerscheinpflicht an.
Aber auch egal, die Norweger werden es schon richten.
Kannst Du für Dich so auslegen - aus dem Zusammenhang von MKWs Beitrag lese ich das so raus, daß es im ureigensten Interesse eines Jeden ist einen zu haben. Du bist also anderer Ansicht und stellst fest ein Führerschein ist des Teufels und um alles in der Welt zu verhindern!

Es ist eben ganz oft so, daß man zur Untermauerung seiner Interessen und Meinungen nur ganz kleine Winzigkeiten zitiert - da kommts dann logischerweise zu Mißinterpretationen.

Aber egal - ich fordere keine Führerscheinpflicht - is mir doch egal wie und mit welchem Vorwissen oder auch nicht all die andren auf die Menschheit losgelassen werden oder auch nicht. :lacher:

Alles kann - nix muß :biglaugh:



p.s.

Trotzdem fänd ich ein how to wie man halbwegs sicher ein Boot führt, bzw. was man alles beachten könnte oder natürlich auch falsch machen könnte auf hoher See angepinnt irgendwo ganz oben reichlichst sinnvoll.

Es muß sich ja keiner bevormundet fühlen - der solls halt dann nicht lesen! :lacher:
 
Kannst Du für Dich so auslegen - aus dem Zusammenhang von MKWs Beitrag lese ich das so raus, daß es im ureigensten Interesse eines Jeden ist einen zu haben. Du bist also anderer Ansicht und stellst fest ein Führerschein ist des Teufels und um alles in der Welt zu verhindern!
Nein ist nicht des Teufels, ich bin gegen eine Pflicht,
selbst in Deutschland sind Motoren bis 15PS führerscheinfrei und in Norwegen halt bis 25 PS oder Boote <8m wer nach 1980 geboren wurde.
Also, alles geregelt, wer mehr möchte macht halt einen Schein, die Fahrschulen freuts.
 
Der Führerschein ist für mich auch kein Lebensretter.
Die größe des Boots und die Anzahl der Personen im Boot sowie die ausreichende Motorleistung sind für mich entscheidend.
Ich würde nie mit einem Boot 25 PS aufs offene Meer fahren. 25 PS sind für Fjorde.
Eine vernünftige Sicherheitstechnik an Bord mit Ortung halte ich für sinnvoller!

Aber das Wichtigste ist immer noch der gesunde Menschenverstand.
Wenn ich manchmal lese wie weit einzelne Trupps raus fahren.
 
Nein ist nicht des Teufels, ich bin gegen eine Pflicht,
selbst in Deutschland sind Motoren bis 15PS führerscheinfrei und in Norwegen halt bis 25 PS oder Boote <8m wer nach 1980 geboren wurde.
Also, alles geregelt, wer mehr möchte macht halt einen Schein, die Fahrschulen freuts.
und da ich nicht für eine Pflicht bin sind wir doch gar nicht weit auseinander
:wave:
 
Egal was man hier reininterpretieren will oder was verallgemeinert werden soll -> ein Blick auf den Wetterbericht hätte gereicht, um die 3 Leben zu retten. Bei dieser Vorhersage hat man auf dem Meer einfach nichts verloren, völlig egal ob Bootsführerschein oder nicht!

Bei diesem Wetter ist ne Tour gleichzusetzen mit Bergsteigen ohne Sicherungsseil oder Gleitschirmfliegen bei Fallwinden!

Ob jetzt vielleicht der Vermieter die Ausfahrt sperren soll (haben wir bei ähnlichen Wetter selber schon erlebt) oder ob auf Eigenverantwortung gesetzt wird ist an anderer Stelle zu klären.

Bitte nicht falsch verstehen, ich finde Bootsführerschein, bestmögliche Aufklärung übers Seegebiet, Hinweise über sichere Ausfahrstrecken usw. für mehr als sinnvoll. Man muss auch unterscheiden zwischen Fahrten im letzten Fjordzipfel, anspruchsvolles Angeln und Navigieren im Schärengebiet oder aber weiten Offshore-Touren. Aber oft scheitert es an Kleinigkeiten:
- voller Tank
- studieren der Wetterberichte
- zweites Boot bei Offshore-Touren
- Abstellen des Motors bei laufendem Echolot usw.
- Nummer des Vermieters bzw. Notfallnummer eingespeichert
- Trockene Kleidung auf jedem Boot

Die ganze Diskussion über Schüttelschlauch usw. versteh ich jetzt nur bedingt. Die meisten Boote die auch einigermaßen Offshore-tauglich sind haben doch eh einen größeren Tank. Mit dem 18ft 40PS Motor mit 20l - Tank muss ich ohne zweites Boot doch auch nicht unbedingt Offshore fahren. Und bei 2 Booten lässt ein Boot den Motor laufen und man steckt den Tank halt schnell um beim anderen Boot (Achtung Lüftungsschraube auf)

Ich finde die Anmeldung zum Angeln über Gofish eigentlich ganz gut. Hier wird nochmals auf den Wetterbericht, ein volles Mobiltelefon usw. hingewiesen.
 
Auf Island haben alle Boote AIS und UKW , beim Auslaufen meldet man das Boot mit Anzahl der Personen ab und beim Einlaufen wieder an . Das AIS ist die ganze Zeit an und ist bei der überwachenden Behörde immer auf dem Schirm . Das Abmelden und Anmelden geht in Norwegen bei der Anzahl der Boote nicht , wäre aber denkbar für Offshoregebiete oder dort wo man vorrangig Offshore fährt . AIS würde für jedes Boot Sinn machen .
 
Ich habe vor vielen Jahren den Schein für Binnen und See gemacht, weil wir auch in D fahren wollen und eine höhere Motorisierung haben.
Vor 2 jahren in Norwegen passiert : Wir sehen auf dem Wasser eine Blau-Weiße Flagge und umfahren diese großzügig, da ich das Zeichen kenne ( Beim Führerschein gelernt).
Von hinten kommt ein Boot mit mehreren Anglern angebrettert, ca. 2m an der Flagge vorbei -kurz darauf taucht der Kopf eines Tauchers auf. Glück gehabt !?
Ich halte auch nicht viel von Verpflichtungen, kann es aber nur jedem Empfehlen den Schein zu machen. Man wird dadurch nicht dümmer.
 
Wie gesagt will ich hier keine Ratschläge einbringen.
Ich möchte aber doch kurz einzelne Punkte aus der Praxissicht kommentieren.

Ich gehe davon aus, dass die allermeisten hier noch nie eine Rettungsinsel genutzt haben. Es ist, selbst mit dem Trockenanzug mit dem wir die Übung bei den Sicherheitskursen machen, kein einfaches Unterfangen. Dabei sind die Bedingungen zudem ja noch kontrolliert.

Eine Rettungsinsel ist toll, wird aber nur Wert haben mit Crew, die die Vorgang koordiniert. Bei sehr vielen Gruppen gibt es vermutlich nicht einen einzigen in der Gruppe, der die Insel aus eigener Kraft besteigen könnte.

Ich stimme dem ersten Absatz im letzten Beitrag vom hecht sehr zu.
Nochmal wiederhole ich meine Meinung (aus einer anderen Diskussion bzgl Bootstypen/Sicherheit) warum wir bei den Unfällen mit Touristen fast immer Aluboote (abgesehen von Dolmoy) mit wenigstens 70-90PS+ sehen. Es gibt Leute die meinen mit größerem Boot betrifft sie das Wetter nicht.
Die Debatte über "sichere Boote mit hoher Reling und viel PS" zeigt im Prinzip diesen Irrglauben immer wieder deutlich.

Der Zusammenhang, was hier letztlich die Unfälle ermöglicht sollte jedem klar sein. Der gesunde Menschenverstand lässt sich nicht mit PS und Freibord ersetzen.

Ich bin kein Freund davon Problematiken zu vereinfachen, aber hier ist es -meiner Meinung nach- genauso einfach.
Wir werden Vorschriften, Vorgaben und Technik ins Spiel bringen können und doch wird es schwere Unfälle geben. Die Evolution in den Vermietflotten (seetüchtigkeit der Boote, Navigationsausstattung, Wartung der Motoren, tracker,...) und auch bei den Nutzern (Schwimmwesten, kein Alkohol, Schwimmanzug, Telefone an Bord,...) ist absolut positiv......

Und trotzdem haben wir nun die Diskussion.
 
Wie gesagt will ich hier keine Ratschläge einbringen.
Ich möchte aber doch kurz einzelne Punkte aus der Praxissicht kommentieren.

Ich gehe davon aus, dass die allermeisten hier noch nie eine Rettungsinsel genutzt haben. Es ist, selbst mit dem Trockenanzug mit dem wir die Übung bei den Sicherheitskursen machen, kein einfaches Unterfangen. Dabei sind die Bedingungen zudem ja noch kontrolliert.

Eine Rettungsinsel ist toll, wird aber nur Wert haben mit Crew, die die Vorgang koordiniert. Bei sehr vielen Gruppen gibt es vermutlich nicht einen einzigen in der Gruppe, der die Insel aus eigener Kraft besteigen könnte.

Ich stimme dem ersten Absatz im letzten Beitrag vom hecht sehr zu.
Nochmal wiederhole ich meine Meinung (aus einer anderen Diskussion bzgl Bootstypen/Sicherheit) warum wir bei den Unfällen mit Touristen fast immer Aluboote (abgesehen von Dolmoy) mit wenigstens 70-90PS+ sehen. Es gibt Leute die meinen mit größerem Boot betrifft sie das Wetter nicht.
Die Debatte über "sichere Boote mit hoher Reling und viel PS" zeigt im Prinzip diesen Irrglauben immer wieder deutlich.

Der Zusammenhang, was hier letztlich die Unfälle ermöglicht sollte jedem klar sein. Der gesunde Menschenverstand lässt sich nicht mit PS und Freibord ersetzen.

Ich bin kein Freund davon Problematiken zu vereinfachen, aber hier ist es -meiner Meinung nach- genauso einfach.
Wir werden Vorschriften, Vorgaben und Technik ins Spiel bringen können und doch wird es schwere Unfälle geben. Die Evolution in den Vermietflotten (seetüchtigkeit der Boote, Navigationsausstattung, Wartung der Motoren, tracker,...) und auch bei den Nutzern (Schwimmwesten, kein Alkohol, Schwimmanzug, Telefone an Bord,...) ist absolut positiv......

Und trotzdem haben wir nun die Diskussion.

Guten Morgen,

besser hätte ich es nicht sagen können. Zum Thema Alkohol kenne ich eine gute Geschichte aus eigener Erfahrung. Wir wollten ursprünglich zu 4 nach Norwegen fahren, als wir dann gesagt haben das es auf dem Boot kein Bier gibt ( kein Ausfahrt Bier, kein erster Fisch Bier usw ) hat uns einer kurzfristig abgesagt. Dann ist das so.

Bleibt bitte alle vernünftig und kommt immer heil zurück!!!!

VG Toni
 
Egal was man hier reininterpretieren will oder was verallgemeinert werden soll -> ein Blick auf den Wetterbericht hätte gereicht, um die 3 Leben zu retten. Bei dieser Vorhersage hat man auf dem Meer einfach nichts verloren, völlig egal ob Bootsführerschein oder nicht!

Bei diesem Wetter ist ne Tour gleichzusetzen mit Bergsteigen ohne Sicherungsseil oder Gleitschirmfliegen bei Fallwinden!

Damit ist aus meiner Sicht das Wichtigste gesagt!

Als ich ohne meine Junx mit Vaddern, Neffe und Onkels alleine auf Senja war, habe ich aus der Erfahrung der vorangegangenen Touren profitiert.
Und als dann Wind und Welle da war, wurde 1 1/2 Tage auf Bude gesessen. So weh es auch getan hatte.
 
Als ich ohne meine Junx mit Vaddern, Neffe und Onkels alleine auf Senja war, habe ich aus der Erfahrung der vorangegangenen Touren profitiert.
Und als dann Wind und Welle da war, wurde 1 1/2 Tage auf Bude gesessen. So weh es auch getan hatte.

Wir waren ja zur gleichen Zeit auf Hitra. Von 7 Tagen sind wir 5 auf der Hütte gesessen und haben Karten gespielt... Deshalb für mich komplett unverständlich und da braucht es auch keine Diskussionen über andere Ursachen!
 
Eine Rettungsinsel ist toll, wird aber nur Wert haben mit Crew, die die Vorgang koordiniert.
Das fängt meiner Meinung nach ja schon bei der Crew an, eine Vielzahl an Booten bestimmt ja noch nicht mal nen Kapitän. Und davon die Hàlfte macht nicht, was dieser sagt, oder man hat nicht die richtige Person als Kapitän. Und wenn dann einer über Board geht, fangen die Diskussionen an, was natürlich nicht sonderlich hilfreich ist.
 
Ich hab mir das jetzt mal alles durchgelesen und meine Meinung ist das dieser Unfall vermeidbar gewesen wäre indem die beteiligten sich einfach nen schönen Tag auf der Bude gemacht hätten. 100% Eigensverschulden.Bei 15m/s Böen hätte es bei mir schon ein Ausfahrt Verbot gegeben für den Tag.
Grüße Mario
 
Das fängt meiner Meinung nach ja schon bei der Crew an, eine Vielzahl an Booten bestimmt ja noch nicht mal nen Kapitän. Und davon die Hàlfte macht nicht, was dieser sagt, oder man hat nicht die richtige Person als Kapitän. Und wenn dann einer über Board geht, fangen die Diskussionen an, was natürlich nicht sonderlich hilfreich ist.
so isses in der Tat - wenn ich denke wie oft da ne Arme an Schutzengeln mit unterwegs ist . . . .
 
oder besatzungen mit durchschnittsalter "70+"... (oder 120, 140kg+)
klingt blöd, aber wenn da einer über bord geht war's das für den (jedenfalls zu 99%).

aber gut, man muss sich dessen halt nur bewusst sein, gehen muss schließlich jeder mal.

beim wetter kann ich zum glück selbst entscheiden ob ich fahren möchte, oder nicht... und da ich es sicher mag und nicht auf krampf bei welle und harter drift angeln möchte, bleibe ich eher im hafen als andere(klar, je nach boot und gebiet).

mehr sorgen mache ich mir da eigentlich immer eher über die motoren.
da weiß man halt nie wie die gewartet und von den anderen behandelt werden.
 
oder besatzungen mit durchschnittsalter "70+"... (oder 120, 140kg+)
klingt blöd, aber wenn da einer über bord geht war's das für den (jedenfalls zu 99%).

aber gut, man muss sich dessen halt nur bewusst sein, gehen muss schließlich jeder mal.

beim wetter kann ich zum glück selbst entscheiden ob ich fahren möchte, oder nicht... und da ich es sicher mag und nicht auf krampf bei welle und harter drift angeln möchte, bleibe ich eher im hafen als andere(klar, je nach boot und gebiet).

mehr sorgen mache ich mir da eigentlich immer eher über die motoren.
da weiß man halt nie wie die gewartet und von den anderen behandelt werden.
ganz so schlimm ist es bei mir nicht obwohl 75 und 86 kg. Nur gut zu wissen das ich über den Motor immer wieder ins Boot gelange, sofern ich nicht vergessen habe den Quickstop am Handgelenk zu befestigen. Wissen wohl die wenigsten wozu das rote Dingen nötig ist.
Allerdings ist bei mir bei 4 ms Schluss mit lustig. Im Grunde sind die "Angelboote" eigentlich nur Schönwetterboote.
 
ganz so schlimm ist es bei mir nicht obwohl 75 und 86 kg. Nur gut zu wissen das ich über den Motor immer wieder ins Boot gelange, sofern ich nicht vergessen habe den Quickstop am Handgelenk zu befestigen. Wissen wohl die wenigsten wozu das rote Dingen nötig ist.
Allerdings ist bei mir bei 4 ms Schluss mit lustig. Im Grunde sind die "Angelboote" eigentlich nur Schönwetterboote.

Das eine ist das Wissen, das andere ob Du es wirklich schaffst....
Schon mal real im Hafen probiert, ob du über den Motor wieder ins Boot kommst?
Weiß derjenige im Boot was zu tun ist?
 
ach du Schlaumeier, ja, glaub mir . Mein Filius ist mit den Kisten, grosse Kisten, groß geworden.
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