Köderführung allgemein und spezifisch

Wenn du Pollack im Fjord fangen willst, such dir Stellen etwa von 20 bis 30m
Wassertiefe.
Gummifische bis max 12cm an Jigköpfen von 20 bis 40g.
Oder an Steilwänden.
Da kann es ruhig auch mal 50m tief sein.
Dementsprechend können dann die Jigs auch bis 60g wiegen.
Auf Pollack ist meine bevorzugte Köderführung des Gummifisches sehr langsam.
 
Statt oder neben den strömungsempfindlichen Bergmännern würde ich 1-2 Speedpilker um 150g einpacken. Wenn Köhler da sind, stürzen sie bereits beim ablassen drauf ein. Durch die Form taumeln diese Pilker bzw Jigs nicht und sinken pfeilschnell. Bei 100 bis 150g sind sie noch recht kompakt und lassen sich bei Bedarf sehr schnell einkurbeln.

Auch ein Inchiku ähnlicher Gewichtsklasse hat sich als "Alzweckwaffe" mittlerweile sehr gut etabliert. Ich behaupte mal dass ein Inchiku alles kann - NK, Pilken, (speed) Jiggen und hat bei uns gefühlt zuverlässiger gefangen, als die anderen spezialisierten Kunstköder. Im Norden verwenden wir Inchikus bis 200g, im Westnorwegen würde uU auch bis 150g langen.
 
Was wäre das Mittel der Wahl für Dorsch?
Ich würde es mit Gummifisch versuchen.
Aber ich kenne deinen Fjord nicht.
Würde ich da jetzt im Juni hinfahren, würde ich es zu aller erst wiederum
im Flachen versuchen.
10 bis 20m, falls es da größere solcher Wasserflächen geben sollte.
Gummis die gleichen wie für die Pollacken.
Darf man ruhig einen Zacken schneller führen, aber mehr in Grundnähe !
 
ich persönlich würde im Juni gar nicht in Norwegen angeln.
 
Hallo, für Köhler und Pollack kleine Pilker oder Gummifische, für Leng Naturködermontagen bis 400g blei. Fetzenköder am Seitenarm waren bei mir der Joker. Köder leicht über den Grund geführt, so das du merkst du bist Grundnah. Keine Angst vor großen ködern Fetzen bis 20 cm halten die kleinen Lumpen weg. ☝️So konnte ich Tiefen bis bis 250 m ohne Probleme abfischen.
Grüße Björn
 
ich persönlich würde im Juni gar nicht in Norwegen angeln.
Hm, also wenn die Rein auf die Fischausbeute bezogen ist, mag man das so sehen können, keine Frage. Für mich zählt aber auch das Drum Herum dazu, z. B. Wandern, Volleyball spielen, grillen im Freien oder auch Baden im Fjord.
Und dafür sind die Monate Juni u. Juli nunmal am Besten. Der August kann auch gut sein. Wobei wenn ich zurückdenke, hatten wir damals im August deutlich größere Lengs an der Angel. Ist aber auch schon lange her.
 
Vielen Dank an alle Tips bisher, das hilft mir schon mal durchaus weiter. Ich werde mich jetzt mal auf die Suche nach ein paar Ködern machen und eine Liste zusammenstellen, ggfs. würde ich mich dann nochmals melden für ein Feedback. Falls es noch weitere tipps / Empfehlungen gibt, immer raus damit, ich bin lernwillig.
 
...Volleyball spielen...
Oha, das wird, glaube ich, schwierig.
War selbst aktiver Volleyballer und fahre seit 1995 jährlich 1...2 mal nach Norwegen, habe aber noch kein Beach-Feld open air gesehen, geschweige denn ein Spiel.
In Norwegen ist die Gefahr des Ballverlustes auch ziemlich hoch, finde ich (Wasser, Steilhang, Dornenhecke) :wink:.
Viel Erfolg!
 
In Sørbøvågen gibt´s das, sogar in doppelter Ausführung. Und genau gegenüber (über dem Fjord) befindet sich eine wunderbare Steilküste, wo sich der Ausblick echt lohnt. Natürlich nur bei gutem Wetter 😉und noch einen natürlichen Badesee, wo das Wasser immer ein paar Grad wärmer ist als direkt im Fjord. Also es lohnt sich durchaus auch im Sommer, ich würde fast sagen, auch ohne zu Angeln ist Norwegen erlebenswert.
1773044685378.webp1773044852445.webp1773045136123.webp
 
meine/unsere Erfahrungen mit Köderführung als abschließender Fazit: KISS - keep it stupid simple. Man wird es schon selbst herausfinden, ob die Fische beim pilken, jiggen, schnellen oder langsamen einkurbeln getriggert werden. Was bringt mir die ewige Theorie, wenn die restlichen Variablen nicht stimmen? Findet ihr Fisch zur richtigen Zeit, dann beisst er.
Wir sind zum 1. Mal 2016 nach Norwegen geflogen, ohne zuvor nur 1 Mal geangelt zu haben, also 0,0 Angelerfahrung. Trotzdem haben wir unser Essen - Achtung, im Sognefjord - gefangen. Ein 25 PS Boot ohne Echolot, ohne KArtenplotter + 2x Discounter-Angelset.
 
So ganz unrecht haste natürlich nicht ! :a020:

Aber das hättest du jetzt lieber nicht schreiben sollen :
Ein 25 PS Boot ohne Echolot, ohne KArtenplotter + 2x Discounter-Angelset.
Damit haste es dir mit den Geräte-Gurus und Tackle-Fetischisten auf ewig verscherzt !!
:lacher::lacher:
 
Damit haste es dir mit den Geräte-Gurus und Tackle-Fetischisten auf ewig verscherzt !!
:lacher::lacher:
Naja, was funktional ist und was Spaß bzw. Sinn macht, sind geht nicht immer Hand in Hand einher 😀Aber Insbesondere wenn man beim ersten Mal nicht weiß, ob es bei einem Mal bleibt, ist das sicher nicht die falscheste Wahl. Dann hat man zukünftig im Zweifel immer Ersatz zur Hand, falls das Equipment den Dienst quittiert. Das hatten wir tatsächlich beim letzten Mal, zwei Rutenbrüche (waren günstige Modelle) und nur ein Ersatz.
 
Also bei Ruten und Rollen habe ich ne andere Einstellung !
Kaufe da eher wenig neues.
Meist wenn was kaputt geht.
Jedes Jahr sich komplett neu einzudecken, sehe ich keinen großen Sinn drin ! ?
Man muß sich und dem Gerät auch mal die Chance geben, zueinander zu finden
und sich richtig einzuarbeiten ! :wink:
Aber jeder soll so machen, wie er möchte !! :a010:
 
Oben