Süßwasserangeln obere Glomma

so nun fang ich noch mal an. In dieser tristen Winterzeit träumt man von den vergangenen schönen Urlaubserlebnissen und plant natürlich den neuen Angelurlaub, der nächste Sommer kommt gewiß! Vielleicht kann man auch mal anderen Anglern das abwechselungsreiche Angeln im Süßen näherbringen. Bei der Anreise per Auto seht ihr ja in Norge ständig die schönen Gewässer, fahrt aber immer vorbei, man könnte dort ja mal die Angel reinhalten, dort gibts bestimmt interessante Fische. Wir kommen meist über Schweden die E45 ,dann den Klarelven/ Trysilelva nordwärts nach Norge richtung Engeren und Femundsee . Die Fahrt an den Flüssen/ Seen entlang nordwärts ist für Angler schon ein Hingucker. Am Isterfossen, nah am Femundsee, gibts nen obligatorischen Stop um den Fliegenfischern mal zuzuschauen.
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Bequem am Parkplatz da ist immer was los für faule Angler, aber wer die Einsamkeit sucht findet auch gleich nebenan Wildnis. Bei der weiteren Fahrt zur Glomma nach Tolga geht die Fahrt durch ein langes Gebirgstal -Hodalen-mit vielen verbundenen Seen und Fließen, Fische sind überall zu Hause. Über fishspot.no gibts auch mal die Angelkarten voraus zu bestellen, oder per Barkasse für Fiskekart an ner privaten Mautstelle oder Angelplatz, am Tag ab 5 €, da kannste mal bei der Anfahrt ein paar Stunden Spaß haben.
Bei der Fahrt in dieser beeindruckenden Natur kommste richtig in Urlaubsstimmung, so zB. ein Straßengraben voller wilder Blumen -Trollblumen.
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Oben im Gebirge bei Tolga kanns im Hochsommer früh auch mal etwas kälter sein
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Mit entsprechender Kleidung je nach Wetter wird geangelt, und das Wetter schlägt ja auch mal schnell um.
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In den Gebirgsseen gibts die Forelle als Hauptfisch, Saiblingsseen sind seltener meist noch höher im Gebirge, zB am Savalen
Wenn man noch nen Boot nutzen kann ist es einfacher, aber aktives Uferangeln ist trotzdem erfolgreich.
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bis 30cm Forellen gibts reichlich , ab 35cm unserem Mindestmaß, werden die Fänge weniger. Das ist aber auch ein spezieller Anreitz, mal ne 40er zu fangen.
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Wir haben hier viele Eintagsfliegen gesehen
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die wackelten im Wasser an der Oberfläche rum,
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aber keine Forelle, kein Fisch hat diese Leckerbissen weggefressen?! Was ist denn hier los ?
Wir haben keinen Topköder für die Forellen gefunden, es ging vieles, hier mal die Auswahl im Boot
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Ein paar schöne Fjellforellen( soll ne eigene Gattung sein) wollten dann doch mit in die Küche.
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Diese Fjellforellen fassen sich anders an als die aus der Glomma. Sie fassen sich weicher an , so wie die Saiblinge aus nem Gebirgssee.
Sie haben auch wunderbares Fleisch.
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Ihre Hauptnahrung sind Unmengen von kleinen Bachflohkrebsen, nur die hatten wir in den Mägen gefunden, obwohl sie auch unsere Kunstköder atackiert hatten
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in unserer urigen Gebirgshütte wurde dann richtig mit Holz eingeheitzt, und ne frische Forelle im Urlaub ist dann der gelungene Tagesabschluß.
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Von der Angelei in der Glomma werde ich dann auch noch mal berichten, das ist jedes Jahr immer wieder interessant und anders.
 
Klasse Bericht von euch Beiden!
Da möchte man sofort mal los.:a020:
 
Solche Berichte zu lesen macht immer wieder Spaß und steigert die Vorfreude auf den nächsten Angelurlaub.👍
 
Ich bin zwar noch bissl feucht hinter den Ohren was die Süßwasserangelei in Norwegen angeht aber du, Wolfgang und Jana ihr habt durch eure Erzählungen und Berichte hier mich und die Kinder infiziert. Es ist was anderes, eine entschleunigung, zurück in die Natur und ein Genuss die Ruhe zu genießen. Danke für deine Eindrücke und Bilder!
 
Sehr schönes Thema,

Wie haltet Ihr die Stechmücken im Zaum oder ist es am Ende gar nicht so schlimm wie ich’s mir vorstelle?

Schönen Sonntag
Sepp
:wave:
 
Ich bin zwar noch bissl feucht hinter den Ohren was die Süßwasserangelei in Norwegen angeht aber du, Wolfgang und Jana ihr habt durch eure Erzählungen und Berichte hier mich und die Kinder infiziert. Es ist was anderes, eine entschleunigung, zurück in die Natur und ein Genuss die Ruhe zu genießen. Danke für deine Eindrücke und Bilder!

Ja toller Bericht und Bilder von Jana und Wolfgang. Wenn man sich darauf einläßt, gibt es im Süßwasser unzählige Optionen. Weiter unten
in der Glomma kann man auch gute Hechte und Rutten fangen, Äschen sind überall. Ich bin viele Jahre unten rund um Larvik im März/April
auf MeFo und von Mai bis Oktober auf Hecht und Barsch in umliegenden Seen, 2 haben auch Zanderbestand. In der Mitte und weiter nördlich
gibt es unzählige Seen und Bergseen, wo man teilweise sehr große Forellen und Saiblinge fangen kann, auch in Seen/„Pfützen“ mit nur 1-2 Hektar. die
besseren Gewässer sind leider oft nicht neben der Straße, sondern man muss sie sich schon ein wenig „erlaufen“, manchmal reichen
20 Min. manchmal erst 1-2 Stunden. Je abgelegener, desto besser! Oft läßt sich das gut mit der Angelei im Meer/Fjord kombinieren, man
muss das halt vorher auch planen, wo beides ganz gut ist. Gut ist es sicher z. B. in Nordland, da wohnen einfach weniger Leute und ist auch
nicht so der stationäre Massentourismus. Nicht so geeignet sind meist die großen Inseln wie Vikna, Leka, Vega,… oder vorgelagerte Offshore
Camps. Seen gibt es immer aber nicht immer fängt man dort reizvolle Forellen… Wer zu Südnorwegen/ Raum Larvik Infos zu Hecht, Barsch
und MeFo möchte, kann sich gerne melden… will den Glomma Faden nicht verwässern…
 
Ja toller Bericht und Bilder von Jana und Wolfgang. Wenn man sich darauf einläßt, gibt es im Süßwasser unzählige Optionen. Weiter unten
in der Glomma kann man auch gute Hechte und Rutten fangen, Äschen sind überall. Ich bin viele Jahre unten rund um Larvik im März/April
auf MeFo und von Mai bis Oktober auf Hecht und Barsch in umliegenden Seen, 2 haben auch Zanderbestand. In der Mitte und weiter nördlich
gibt es unzählige Seen und Bergseen, wo man teilweise sehr große Forellen und Saiblinge fangen kann, auch in Seen/„Pfützen“ mit nur 1-2 Hektar. die
besseren Gewässer sind leider oft nicht neben der Straße, sondern man muss sie sich schon ein wenig „erlaufen“, manchmal reichen
20 Min. manchmal erst 1-2 Stunden. Je abgelegener, desto besser! Oft läßt sich das gut mit der Angelei im Meer/Fjord kombinieren, man
muss das halt vorher auch planen, wo beides ganz gut ist. Gut ist es sicher z. B. in Nordland, da wohnen einfach weniger Leute und ist auch
nicht so der stationäre Massentourismus. Nicht so geeignet sind meist die großen Inseln wie Vikna, Leka, Vega,… oder vorgelagerte Offshore
Camps. Seen gibt es immer aber nicht immer fängt man dort reizvolle Forellen… Wer zu Südnorwegen/ Raum Larvik Infos zu Hecht, Barsch
und MeFo möchte, kann sich gerne melden… will den Glomma Faden nicht verwässern…
Servus Norbert,

Gibt es da Erlaubnisscheine für jedes Gewässer oder besser noch Bereichskarten?

Achja. Wege wirds dorthin eher nicht geben?

Schönen Sonntag
Sepp
 
Servus Norbert,

Gibt es da Erlaubnisscheine für jedes Gewässer oder besser noch Bereichskarten?

Achja. Wege wirds dorthin eher nicht geben?

Schönen Sonntag
Sepp

Hallo Sepp, im Süden brauchst Du oft Erlaubnisscheine je Gewässer, hatte die mal in einem eigenen Faden für die Seen dort schon zusammen gefaßt:

In Nordland sind die meisten Bergseen frei oder man kann eine Regionen Lizenz über die online Plattformen www.inatur.no oder www.elveguiden.no
kaufen, bzw. sich vor der Reise halt über die Verwaltung der Kommune erkundigen, wenn man nichts findet
 
Nun träumen wir mal ein bißchen weiter vom Angelsommer in Norwegen. Vom Gebirgssee gehts nun mal runter an die Glomma, südlich von Røros, die meisten Fliegenfischer sind ja in den bekannten Bereichen Koppang oder Atna am Silberelch unterwegs. Die Äsche ist als Hauptfisch aber überall vertreten, da kann jeder sein Anglerglück versuchen.
Es ist schon ein imposanter Fluß mit den unterschiedlichsten Struckturen, mal flach aber auch mal gleich am Ufer mal 3m tief rein.
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Wenn man nicht gleich am Parkplatz angeln will, mal nen bißchen am Fluß lang wandern, da kann man die Ruhe am Wasser genießen, nur du und die Natur. Da ist Spaßangeln angesagt für den ders möchte. Sandige Strecken , gefährliche stolprige Geröllabschnitte und auch ruhige Schlammstrecken wechseln sich ab. Gut zu Fuß solltest du schon sein.
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mit guten Äschen kannste überallrechnen, ob du sie dann an den Haken bekommst liegt an deinem Geschick, ist ja auch unser Ansporn.
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In diesem urigen wenig beangelten Fluß gibts bestimmt auch kapitale Fische, doch die lassen sich nicht so einfach von uns fangen. Eine Bachforelle 50+ ist da bei uns schon ein Ausnahmefisch, wo man mal alles richtig gemacht hat.
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Diese ist hier auf einem Glasi von unserem Glasmicha reingefallen von ganz weit draußen,
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Andere Forellen gingen auch aufs Haarwaschl, das kennen die hier noch nicht
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Die Äschen haben wir auf Blinker, Wobbler und natürlich auf verschiedene Fliegenmuster gefangen am kleinen 4 Gramm Spirolino. Wieso beißen die Äschen auf Blinker oder Wobbler? Wir haben noch keine Äsche dort ausgenommen, die in ihrem Magen mal nen kleinen Fisch hatte ?! Sollte das nur Revierverhalten sein, daß sie Konkurenten verbeißen wollen, und wenn sie denn mal Pech haben hängen sie am Haken. Auf einen 9cm Wobbler hatte ich mal eine 47er Äsche, kleine Köder müssen nicht sein.
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Die besten Stellen für die Äschen sind stromab hinter den Rauschen, in den Rauschen waren mehr die Forellen zu Hause.
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an ruhigen Abschnitten sind auch Hechte und Barsche vorhanden, da kann man auch mal drauf probieren zur Abwechselung, da dann allerdings mit Stahlvorfach. Mir haben dort die Hechte auch gleich mal ohne Stahl den guten Forellenwobbler beim ersten Wurf aus der neuen Schachtel abgebissen.
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Größere Hechte 80+ haben wir dort auch noch gesehen, aber nicht an den Haken bekommen. Sie sind dort in dieser Strecke der Glomma als Gesundheitspolizei gern gesehen. Doch ein paar Kilometer weiter stomauf in der nächsten Angelstrecke ist zu unserer Überraschung dieses Schild zu sehen ?!
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dort sollst du diese Fischarten Hecht Barsch vor der Ausbreitung hindern. Da sind sich die Flußeigner nicht so richtig einig , was gut fürn Fluß ist. Deshalb ist es sehr wichtig die Angelkarte und die Bedingungen gut zu studieren und zu verstehen , oft sind die Vorschriften anders.
Es gibt auch gute ordentliche Rastplätze von den Anglern,
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auch gute Angelhütten, die gepflegt sind. Letztes Jahr haben wir aber öfter , selbst weit ab in der Wildnis solche Müllkippen gefunden, wie zu Hause.
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Da kann man nur mit den Kopf schütteln, wie die Natur verschandelt wird, können die Knaller ihren Müll nicht einfach mit nach Hause nehmen, das liegt dort bis zum nächste Hochwasser und dann strandet es wo anders, wir saufen dort Gänsewein aus dem Fluß, total Abfallfrei.
Es gibt auch mal Tage oder Stunden am Fluß da beißt kaum was an. Ausdauer ist da der Beste Köder und irgendwann haben sie wieder Hunger, da zappelts wieder an der Angel
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Die unbegangenen Ufer sind teilweise mit brusthohen Wildpfanzen bewachsen, da weiß man nicht immer wo man hintritt, wenn man sich vorwärtskämpft ohne Trampelpfad, ein senkrechts Biberloch kann dich dann schon mal zu fall bringen. Bei mir waren es total zugewachsene Findlinge, die der Bauer zur Uferbefestigung zum Feld dort platziert hatte vor vielen Jahren. Die Uferkante war total zugewachsen mit Birkengestrüpp und Gras. Das Unkraut war brusthoch, ich bin an der Uferkante lang und dann gings 1,2m tief ins Leere. Da war ein Findling zu Ende und ich knallte mit dem Rücken auf die Steinkante. Da bleibt dir erst mal die Luft weg vor Schmerz und du weist erst mal nicht so richtig was los ist. Dank Handy konnte ich da meine Frau ranklingeln, die schon am Auto war , ich brauchte mal meinen Watstock als Gehhilfe und sie mußte auch mal meine Utensilien zum Auto tragen. Ja, so schnell kanns gehen . So etwas hatte ich vor 2 Jahren im April an der Glomma schon mal durch beim Sturz auf die Eisschollen, der ärztliche Notdienst hatte damals auch nur den Hinweis daß es lange schmerzen wird ( 6 Wochen) und die Schmerztabletten dazu gabs im Supermarkt. Nun hab ich mir die wieder geholt, irgendwie wirds schon gehen. Das Sitzen und Stehen einschließlich Angeln ging sogar ganz gut, war nur nicht mehr so schnell auf den Beinen unterwegs. Aber ins Bett legen oder früh Aufstehen war äußerst schmerzhaft. Naja hauptsache die Angelei geht. Wir wollten dann ja noch 3 Wochen nach Harbak ans Meer.
In den kleineren Zuflüssen zur Glomma ist je nach Wasserstand im Sommer auch eine abwechselungsreiche Angelei möglich in wunderschöner Umgebung, dazu mal noch was später.
 
Sehr schön erzählt von Dir und die Bilder sind auch sehr schön, ich wünsche Euch für 2026 viel Erfolg bei Eueren Touren in Norwegen.
 
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