Innereien Pollak Seelachs

Seglaskrei

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8 Oktober 2021
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Hallo,

Wenn ich im Juni Seelachs und Pollak verwerte, hat der Seelachs immer voll entwickelte Innereien und beim Pollak wirkt es eher verkümmert!
Verändert sich das beim Pollak im Jahresverlauf oder ist das sein Standard?
Gruß Seglaskrei
 
Die Innereien der einzelnen Fischarten sind sehr verschieden.
Selbst bei den Dorschartigen !
Ohne jetzt Biologe zu sein, würde ich aber behaupten, das alle
Fischarten die lebensnotwendigen Innereien besitzen.
Nur halt ist wohl die Größe und Lage unterschiedlich ! ?
 
Hallo,

gutes Foto, so kenne ich die Leber vom Seelachs!

Da bringt der Pollak im Juni nur ein paar Prozent von mit!
Ich werde dieses Jahr mal Fotos zum Vergleich machen.

Nehmen wir mal an, der Ernährungszustand vom Pollak ist im Juni noch mager! Ich denke mal,dass macht sich auch an der "Fleischquaität" bemerkbar???

Gruß Seglaskrei
 
Ich behaupte weiterhin, die Leber vom Pollack ist von Hause aus kleiner als die des Seelachses !
Natürlich bei gleicher Fischgröße.
 
Hier ein Bild von einem Pollack inkl. Mageninhalt und Köder, den ich im Spätherbst gefangen habe.

IMG_2726.jpeg

Man sieht, die Leber ist recht groß.
Dies hängt mit dem Ernährungszustand der Fische zusammen.
Im Frühjahr/Frühsommer sind die Fische nach der Laichzeit oft noch recht dünn und die Leber eher kleiner.
Im Herbst, wenn sie sie dann in den fettreichen Makrelen stehen, sind sie dann wieder ordentlich korpulent. Dicke Filets und große fette Leber.

Gruss
Smolt
 
Du meinst wahrscheinlich die Qualität bzw. Größe der Leber? Ist halt ein Reserveorgan und spiegelt den Ernährungszustand wieder. Hier z.B. ein Köhler im August mit Superleber. Sehr lecker in der Pfanne gebraten.Anhang anzeigen 297496
Hallo,
ich würde mich sehr über Eure Einschätzung zur grün-beigen Leber des Köhlers vom Juni 2025 freuen. Mir ist außerdem das vanille-gelbe Fett unter der Haut aufgefallen, da ich normalerweise eher dunkelbeige bis bräunliche Farben kenne. Die Galle wurde nicht angestochen.
Vielen Dank im Voraus für Eure Rückmeldung!
Viele Grüße
Rame
 

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Hier ein Bild von einem Pollack inkl. Mageninhalt und Köder, den ich im Spätherbst gefangen habe.

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Man sieht, die Leber ist recht groß.
Dies hängt mit dem Ernährungszustand der Fische zusammen.
Im Frühjahr/Frühsommer sind die Fische nach der Laichzeit oft noch recht dünn und die Leber eher kleiner.
Im Herbst, wenn sie sie dann in den fettreichen Makrelen stehen, sind sie dann wieder ordentlich korpulent. Dicke Filets und große fette Leber.

Gruss
Smolt
Hallo zusammen,
ich sehe rechts in der Leber des Pollacks vier Punkte. Könnte es sich dabei um zusammengerollte Nematoden oder vielleicht andere Parasiten handeln? Ich habe ähnliche Beobachtungen schon öfter gemacht und würde mich freuen, wenn jemand mit Erfahrung in diesem Bereich etwas dazu sagen könnte.
Vielen Dank im Voraus für Eure Hilfe!
Liebe Grüße
Rame
 
Moin,

Ich kann die Punkte in der Leber auf dem kleinen Bildschirm eher nicht so genau erkennen. Aufgerollte Nematoden in der Leber wären allerdings ein extrem gewöhnliches Phänomen.
Grünfärbung: bei einer blassen Grünfärbung liegt es vermutlich daran, dass der Fisch in einer Phase (oder mehreren) schlechten Zugang zu Nahrung hatte. Die Galle arbeitet dann scheinbar trotzdem weiter und die überschüssige Flüssigkeit wird nicht /ungenügend abgebaut, oder ausgeschieden.
In der Berufsfischerei kann es zudem vorkommen, dass die Gallenblase im Fisch platzt. Hier werden die Fische natürlich auch grob behandelt und in großer Masse gelagert.
Ansonsten kann es immer passieren, dass die Galle bei der Verarbeitung des Fisches austritt. Aber die Verfärbungen ist dann nicht so gleichmäßig und natürlich erstmal oberflächlich.

Generell nicht gefährlich, aber weder schon noch lecker. In der Fischverarbeitung haben wir graue Leber noch durchgehen lassen, bei jeder Grünfärbung wurde sie aber aussortiert.
 
Hallo zusammen,
ich sehe rechts in der Leber des Pollacks vier Punkte. Könnte es sich dabei um zusammengerollte Nematoden oder vielleicht andere Parasiten handeln? Ich habe ähnliche Beobachtungen schon öfter gemacht und würde mich freuen, wenn jemand mit Erfahrung in diesem Bereich etwas dazu sagen könnte.
Vielen Dank im Voraus für Eure Hilfe!
Liebe Grüße
Rame

….ja das waren zusammengerollte Nematoden in der Leber des Pollacks, höchstwahrscheinlich Anisakis simplex “Kveis”. Das sieht man hier relativ oft in den Fischen, zum Glück hier in unserer Region meinstens nur in der Leber und kaum in den Filets.

Gruss
Smolt
 
….ja das waren zusammengerollte Nematoden in der Leber des Pollacks, höchstwahrscheinlich Anisakis simplex “Kveis”. Das sieht man hier relativ oft in den Fischen, zum Glück hier in unserer Region meinstens nur in der Leber und kaum in den Filets.

Gruss
Smolt
Bei Skrei und anderem Fisch der fast ausschließlich pelagisch frisst ist die Leber oft ziemlich "sauber". Ansonsten ist es wohl in so ziemlich allen Regionen eher selten Leber komplett ohne Nematoden zu finden.
Das wiederum spielt, anders als die grüne Farbe, keine Rolle bei der Sortierung für die Verarbeitung.

Mahlzeit dann beim nächsten Löffel Møllers Tran 😅
 
Bei Skrei und anderem Fisch der fast ausschließlich pelagisch frisst ist die Leber oft ziemlich "sauber". Ansonsten ist es wohl in so ziemlich allen Regionen eher selten Leber komplett ohne Nematoden zu finden.
Das wiederum spielt, anders als die grüne Farbe, keine Rolle bei der Sortierung für die Verarbeitung.

Mahlzeit dann beim nächsten Löffel Møllers Tran 😅
Hallo Sven,
vielen Dank für Deine Rückmeldung. Mir ist aufgefallen, dass der Köhler von Blaumeise eine rötlichere Leber hat. Ich würde mich freuen, wenn Du uns noch etwas zur hellen Färbung des Fettes unter der Haut des Köhlers sowie zur hellen Leber sagen könntest. Ich kenne beim Köhler das Fett unter der Haut mehr beige-bräunlich.
Ich wäre sehr dankbar für Deine Einschätzung dazu.
Vielen Dank im Voraus und herzliche Grüße
Rame
 

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Hallo Sven,
vielen Dank für Deine Rückmeldung. Mir ist aufgefallen, dass der Köhler von Blaumeise eine rötlichere Leber hat. Ich würde mich freuen, wenn Du uns noch etwas zur hellen Färbung des Fettes unter der Haut des Köhlers sowie zur hellen Leber sagen könntest. Ich kenne beim Köhler das Fett unter der Haut mehr beige-bräunlich.
Ich wäre sehr dankbar für Deine Einschätzung dazu.
Vielen Dank im Voraus und herzliche Grüße
Rame
Also, letztlich kann ich natürlich nur zu dem etwas sagen, wozu ich mal Hintergründe aufgeschnappt hatte. Letztlich können Fische aber sicherlich auch Fettleber bekommen.
Köhler, die du in der Nähe Lachszucht fängst haben häufig stark vergrößerte Leber. Durch hohe Fetteinlagerung bei üppigem Nahrungsangebot sollte sich eine helle Färbung ergeben, der Logik nach.
Bei der Farbe des Fleisches kann ich nur spekulieren, dass es (ähnlich wie bei Salmoniden) vermutlich Einfluss durch die Zusammensetzung der Nahrung geben könnte. Ob vielleicht auch größen-/altersbedingt habe ich ehrlich gesagt noch nie untersucht.

Vielleicht kann man dazu via KI auch Quellen/Untersuchungen finden. Köhler ist immerhin ein wesentlicher Speisefisch
Könnte mir vorstellen dazu gab es schon Forschung.

VG 🙂
 
 
Sieht teilweise aus wie nicht vollständig ausgeblutet
Ich hatte auch noch etwas gesehen zur unterschiedlichen Nahrung von Köhler. Viele Fischer meinen die Qualität von Köhler ist deutlich besser wenn sie Krill/Rødåte fressen, als Hering oder Lodde. Würde mich nicht wundern wenn das auch Einfluss auf die Farbe der Leber hätte.
 
Grünfärbung: bei einer blassen Grünfärbung liegt es vermutlich daran, dass der Fisch in einer Phase (oder mehreren) schlechten Zugang zu Nahrung hatte. Die Galle arbeitet dann scheinbar trotzdem weiter und die überschüssige Flüssigkeit wird nicht /ungenügend abgebaut, oder ausgeschieden.
Die Gallenblase ist ein Reservoir für in der Leber überschüssig gebildete Gallenflüssigkeit (eigentlich müsste die Leberflüssigkeit heißen). Evolutionär ist die also für die "guten Zeiten" wichtig, wenn viel Fett verdaut werden muss. Ich besitze keine Gallenblase mehr, deshalb weiß ich das. :wink:
Wenn die Leber also grün wird, ist das ein Indiz für innere Verletzungen und sehr wahrscheinlich durch Parasiten herbeigeführt. Der Fisch war definitiv krank und persönlich würde ich den nicht mehr genussvoll verspeisen wollen, ungeachtet einer möglichen Unbedenklichkeit.
 
Hallo Matu,

vielen Dank für Deine persönliche Antwort. Es tut mir leid zu hören, dass Deine Gallenblase entfernt werden musste. Ich wünsche Dir, dass Du Deine Ernährung nicht zu sehr einschränken musst und gut damit zurechtkommst.

Mit Deiner direkten Erfahrung hast Du unser Forum fachlich bereichert. Dafür danke ich Dir herzlich!

Viele Grüße
Rame
 
Ich habe mit Angelfreunden in einem Fjord schon häufig Seelachse mit grüner, extrem vergrößerter Leber gefangen. Sie waren meist so um die
5-8 kg und extrem hochrückig und korpulent, wie in etwa die Form eines großen Silberkarpfens. Da man sie optisch von „normalen“ Seelachsen
schon unterscheiden kann, haben wir sie dann später nicht mehr entnommen, fast immer haben wir sie recht flach auf 3-15 m gefangen. Von unserer
Angelstelle ist ca. 3-4 km entfernt eine Lachszucht. Ich denke sie mästen sich dort und wachsen extrem schnell (recht kleiner Kopf) Manchmal fängt man auch schon extrem korpulente und hochrückige Seelachse mit 2-3 kg. Als wir die Fische filetiert hatten, war das Fleisch (2-3 Std. nach dem Fang)
komplett matschig und das Filet ist auseinander gefallen, wie bei einem überlagerten Fisch. In unserem Fall ist es wie gesagt regelmäßig seit
ein paar Jahren und kein Einzelfall, sie haben sich aus meiner Sicht wie gesagt an den Käfigen überfressen… bin aber kein Biologe…😀
 
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