"Die schmeißen ja alle wieder rein"

C&R ist in den Bundesländern nicht einheitlich geregelt, bei uns ist es so, dass ich Fische die ich nicht verwerten kann (oder will) zurück setzen darf
Du kommst nicht aus Deutschland? Ich Frage, das es in Deutschland keine Frage von dürfen oder nicht ist. Tötest Du einen Fisch den Du nicht sinnvoll verwerten kannst, dann ist das in ganz Deutschland verboten. Ausnahmen sind zum Beispiel Hege Gründe wie invasive Art (Graskarpfen , Blaubandbärbling, Schwarzmundgrundel, Sonnenbarsche, usw.) Krankheit, Überbestand, usw. die eine Entnahme ohne sinnvolle Verwertung erlauben. Diese Gründe werden aber extern vorgegeben, das kannst nicht Du entscheiden. Wenn ich also als Urlauber in Bayern einen 2m Wels fange, dann muss ich ihn zurück setzen, da ich den nicht sinnvoll verwerten kann. Das ist deutsches Gesetz. Ohne triftigen Grund dürfen Wirbeltiere nicht getötet werden.

Ich kenn die Geschichte vom ersten Post aber auch, nur das dort in 9 von 10 Fällen der Tenor ist warum der arme Fisch getötet wird. bzw. es gibt Zustimmung wenn ich den zurück setzen und erkläre das es nicht mein Zielfisch ist und ich den nicht sinnvoll verwerten kann. Wobei er in den meisten Fällen weder getötet wird, noch zurück gesetzt, er geht In den Setzkescher. In Holland hingehen ist es anders. Da bin ich auch im Verein und deutsche sind da immer im Blick, da sie den Ruf haben alles zu töten und damit die Bestände zu schädigen. Keiner sagt etwas wenn man einen Hecht/Zander im Küchenfenster zur Verwertung entnimmt, aber so ab 80-85 cm ist man dann das Feindbild des gierigen Deutschen. Nicht umsonst ist die Entnahme von Aal und Karpfen mittlerweile bei uns im Bereich Groningen-Drenthe komplett verboten und Hecht und Zander sehr stark reglementiert.

Das sich die Gewässer stark verändert haben, musste ich auch Zuhause feststellen. Früher war es normal das jeder eine Klärgrube hatte und ein Überfluss in den Graben ging. Die Bauern haben großzügig Gülle und Mist ausgebracht. Das Wasser war sehr "Nährstoffhaltig", die Brassen liebten es. Jetzt sind große Brassen selten, das Wasser ist klarer und die vielen Jahre Hegefischen mit Entnehmen haben auch einen Einfluss gehabt. Zum Glück sind die seit längerem vorbei und es wird in den Setzkescher gefischt. Besseren Besatzfisch gibt es nicht und die Bestände erholen sich langsam. Aber kein Vergleich mehr, denn die Verbreitung der Kanalisation hat die Wasserqualität in eine Richtung verändert die anderen Fischen besser liegt. Aber wir haben da noch einen Baggersee der extrem überdüngt ist. Für das Baggersee Projekt war der daher außer Konkurrenz, aber da fühlen sich Brassen und Karpfen wohl.
 
@ marcimarc

Wie hebauer es schon geschrieben hat sind deine Vergleiche zur Jagd mehr als unpassend.
Mit nunmehr 25 Jahren im Besitz des Jagdscheines habe ich es persönlich noch nie erlebt das jemand einen Trophäenträger schießt und diesen dann nicht verwertet.
Ein Hegeabschuß ist durch das Tierschutzgesetz gedeckt und dient dazu der Kreatur weiteres Leid zu ersparen.
Vor zwei Jahren hatte mir z.b. jemand Bescheid gegeben das er ein offensichtlich verletztes Reh gesehen habe.
Ich habe dieses mit meinem Jagdhund nachgesucht und dann erlöst.
Das Stück hatte eine Verletzung an der Keule (Verkehr oder wolf, keine Ahnung).
In der Wunde wimmelte es von Maden und das Tier war völlig abgekommen.
Hättest du es verwerten wollen?
Bei der Raubwildbejagung geht es um die Wiederherstellung eines halbwegs natürlichen Verhältnisses an Beutegreifern zum Schutze seltener Bodenbrüter.
Alles Gründe die durch das Tierschutzgesetz gedeckt sind.
Beim reinen C u. R sehe ich das nicht.
Entnahmefenster und die Schonung wichtiger Laichtiere alles ok.
Beim reinen C. u R sehe ich den Sinn auch garnicht.
Und beim Meeresangeln aus größerer Tiefe ist es doch völlig egal ob du den Fisch zurück ins Wasser schmeißt oder im Camp hinter der Hütte entsorgst.
Für den Fisch ist es doch das gleiche.
Und wenn ich im Forum dann einen Bericht lese, dass jemand sein Limit voll hat und dann noch zwei Tage C u. R betreibt macht mich das auch wütend.
Als Norweger würde mich ein solcher Umgang mit den Ressourcen des Landes richtig fuchsig machen!
Warum freut man sich nicht einfach das das Fischen super gelaufen ist und unternimmt die letzten beiden Tage etwas anderes.
Verstehe ich wirklich nicht!

Gruß Christoph
 
Versuche einfach mal das Gesetz „C+R Verbot“ und die logischen Folgen davon zu trennen und bei dir zu hinterfragen ob du hier nicht mit dir selbst im Konflikt stehst oder zumindest ein wenig. So sieht es nämlich für mich aus wenn ich deine Texte so lese. Ein reiner C+R Verbot macht Bestände nicht besser, soviel kann man definitiv sagen!
Stefano,

Du magst ja nicht ganz unrecht haben. Die Mißstände an diesem Baggersee, die ich einfach so nicht hinnehmen will, sind bei mir wohl subjektiv in meiner Einstellung zu Fangen und Zurücksetzen ein wesentlicher Fakt.

Ganz entscheidend bei diesem Karpfenthema ist natürlich die Einstellung der Vereinsvorstandschaft. Bei meiner sind die Mitglieder seit Jahren mehrheitlich "Karpfenangler". Das schlägt sich dann im Besatz, wie auch in der Haltung zu C & R nieder und führt zu dem, was ich jetzt kritisiere.

Wir Älteren haben im Verein andere Wege aufgezeigt, fanden aber kein Gehör.

Von einem Nachbarverein, mit dessen Vorstand ich schon in Norge war, weiß ich, daß die gesetzlichen Vorgaben zu C & R konsequent vorgegeben werden. Wer sich nicht daran hält und erwischt wird muß mit internen Strafen bis hin zum Vereinsausschluß rechnen.

Hermann
 
Du kommst nicht aus Deutschland? Ich Frage, das es in Deutschland keine Frage von dürfen oder nicht ist. Tötest Du einen Fisch den Du nicht sinnvoll verwerten kannst, dann ist das in ganz Deutschland verboten. Ausnahmen sind zum Beispiel Hege Gründe wie invasive Art (Graskarpfen , Blaubandbärbling, Schwarzmundgrundel, Sonnenbarsche, usw.) Krankheit, Überbestand, usw. die eine Entnahme ohne sinnvolle Verwertung erlauben. Diese Gründe werden aber extern vorgegeben, das kannst nicht Du entscheiden. Wenn ich also als Urlauber in Bayern einen 2m Wels fange, dann muss ich ihn zurück setzen, da ich den nicht sinnvoll verwerten kann. Das ist deutsches Gesetz. Ohne triftigen Grund dürfen Wirbeltiere nicht getötet werden.

Ich kenn die Geschichte vom ersten Post aber auch, nur das dort in 9 von 10 Fällen der Tenor ist warum der arme Fisch getötet wird. bzw. es gibt Zustimmung wenn ich den zurück setzen und erkläre das es nicht mein Zielfisch ist und ich den nicht sinnvoll verwerten kann. Wobei er in den meisten Fällen weder getötet wird, noch zurück gesetzt, er geht In den Setzkescher. In Holland hingehen ist es anders. Da bin ich auch im Verein und deutsche sind da immer im Blick, da sie den Ruf haben alles zu töten und damit die Bestände zu schädigen. Keiner sagt etwas wenn man einen Hecht/Zander im Küchenfenster zur Verwertung entnimmt, aber so ab 80-85 cm ist man dann das Feindbild des gierigen Deutschen. Nicht umsonst ist die Entnahme von Aal und Karpfen mittlerweile bei uns im Bereich Groningen-Drenthe komplett verboten und Hecht und Zander sehr stark reglementiert.

Das sich die Gewässer stark verändert haben, musste ich auch Zuhause feststellen. Früher war es normal das jeder eine Klärgrube hatte und ein Überfluss in den Graben ging. Die Bauern haben großzügig Gülle und Mist ausgebracht. Das Wasser war sehr "Nährstoffhaltig", die Brassen liebten es. Jetzt sind große Brassen selten, das Wasser ist klarer und die vielen Jahre Hegefischen mit Entnehmen haben auch einen Einfluss gehabt. Zum Glück sind die seit längerem vorbei und es wird in den Setzkescher gefischt. Besseren Besatzfisch gibt es nicht und die Bestände erholen sich langsam. Aber kein Vergleich mehr, denn die Verbreitung der Kanalisation hat die Wasserqualität in eine Richtung verändert die anderen Fischen besser liegt. Aber wir haben da noch einen Baggersee der extrem überdüngt ist. Für das Baggersee Projekt war der daher außer Konkurrenz, aber da fühlen sich Brassen und Karpfen wohl.
ö

Kai,

auf deinen Beitrag, daß Du einen in Bayern gefangenen 2-Meter-Wels zurücksetzen mußt, weil Du ihn im Urlaub nicht sinnvoll verwerten kannst, muß ich schon noch einmal eingehen, zumal das ja meist für alle Fische gilt, die man im Urlaub fängt. Nicht jeder hat eine Bratpfanne dabei oder jemanden der den Fisch abnimmt.

Ich will hier nicht den Oberlehrer spielen und bin selbst auch kein "Heiliger". Offene Fragen, vor allem rechtliche, möchte ich, ausgehend wohl von meiner früheren Tätigkeit immer zur Gänze geklärt haben.

Wie im Link zu lesen


Das Tierschutzgesetz verbietet also einem Tier Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen, die sich nicht durch einen vernünftigen Grund rechtfertigen lassen.

Wenngleich im Gesetz nicht genannt, ist nach der Rechtsprechung die Frage der Erforderlichkeit und der Verhältnismäßigkeit heranzuziehen und verbindlich.

Es wird keinen zwingenden Grund geben, daß es erforderlich ist, daß Du im Urlaub angelst und es ist auch nicht verhältnismäßig, daß Du nur des Spaßes wegen dem Fisch Schmerzen oder Leiden zufügst, wenn Du von vorneherein weißt, daß er nicht verzehrt wird und Du ihn ohnehin wieder schwimmen läßt.

Das heißt also, nur des Spaßes wegen darf ich nicht angeln!

Ich meine der Link ist von einem kompetenten Mann und zur Frage C & R relevant.


Hermann


Hermann
 
Du kommst nicht aus Deutschland? Ich Frage, das es in Deutschland keine Frage von dürfen oder nicht ist. Tötest Du einen Fisch den Du nicht sinnvoll verwerten kannst, dann ist das in ganz Deutschland verboten. Ausnahmen sind zum Beispiel Hege Gründe wie invasive Art (Graskarpfen , Blaubandbärbling, Schwarzmundgrundel, Sonnenbarsche, usw.) Krankheit, Überbestand, usw. die eine Entnahme ohne sinnvolle Verwertung erlauben. Diese Gründe werden aber extern vorgegeben, das kannst nicht Du entscheiden. Wenn ich also als Urlauber in Bayern einen 2m Wels fange, dann muss ich ihn zurück setzen, da ich den nicht sinnvoll verwerten kann. Das ist deutsches Gesetz. Ohne triftigen Grund dürfen Wirbeltiere nicht getötet werden.

Ich kenn die Geschichte vom ersten Post aber auch, nur das dort in 9 von 10 Fällen der Tenor ist warum der arme Fisch getötet wird. bzw. es gibt Zustimmung wenn ich den zurück setzen und erkläre das es nicht mein Zielfisch ist und ich den nicht sinnvoll verwerten kann. Wobei er in den meisten Fällen weder getötet wird, noch zurück gesetzt, er geht In den Setzkescher. In Holland hingehen ist es anders. Da bin ich auch im Verein und deutsche sind da immer im Blick, da sie den Ruf haben alles zu töten und damit die Bestände zu schädigen. Keiner sagt etwas wenn man einen Hecht/Zander im Küchenfenster zur Verwertung entnimmt, aber so ab 80-85 cm ist man dann das Feindbild des gierigen Deutschen. Nicht umsonst ist die Entnahme von Aal und Karpfen mittlerweile bei uns im Bereich Groningen-Drenthe komplett verboten und Hecht und Zander sehr stark reglementiert.

Das sich die Gewässer stark verändert haben, musste ich auch Zuhause feststellen. Früher war es normal das jeder eine Klärgrube hatte und ein Überfluss in den Graben ging. Die Bauern haben großzügig Gülle und Mist ausgebracht. Das Wasser war sehr "Nährstoffhaltig", die Brassen liebten es. Jetzt sind große Brassen selten, das Wasser ist klarer und die vielen Jahre Hegefischen mit Entnehmen haben auch einen Einfluss gehabt. Zum Glück sind die seit längerem vorbei und es wird in den Setzkescher gefischt. Besseren Besatzfisch gibt es nicht und die Bestände erholen sich langsam. Aber kein Vergleich mehr, denn die Verbreitung der Kanalisation hat die Wasserqualität in eine Richtung verändert die anderen Fischen besser liegt. Aber wir haben da noch einen Baggersee der extrem überdüngt ist. Für das Baggersee Projekt war der daher außer Konkurrenz, aber da fühlen sich Brassen und Karpfen wohl.
Du hast beim verwerten das "will" überlesen, Beispiel, ich möchte einen Zander zum Abendbrot fangen und fange versehentlich einen Karpfen von 50 cm den ich gut verwerten könnte aber nicht will, dann darf ich den zurücksetzen.
Wie schon geschrieben, bei uns nimmt jeder mit was er denkt solange das Mindestmaß eingehalten wird, Zander 80 oder 85 cm wird auch mal mitgenommen,
entweder tief gefangen oder aber auch tief geschluckt bei denen die mit Köderfisch angeln.
Tut den Bestand übrigens nicht weh solange es nicht zu viele Angler gibt, einen Fischer haben wir auch noch.
Bei einem See war der Bestand mal eingebrochen weil einer gequatscht hatte und viele Gastangler auftauchten, Zander weg, Angler wieder weg,
jetzt erholt sich der Bestand langsam wieder.

VG
 
moin,
also ich bekomme regelmäßig waschbär und dachs... die meisten jäger sind ganz froh, wenn sie die nicht "umsonst" abmurksen...

zu dem eigentlichen "thema" fällt mir auch nicht viel ein...
außer vielleicht, hebauer, du nervst... hat dich hier eigentlich (wieder mal) einer nach deiner komischen meinung gefragt???

hier in mv finden es die leute normal, dass leute angeln, dass angler fische entnehmen und essen, genauso aber auch, dass angler fische zurücksetzen... egal warum.
bei den "schiedsrichtern" sieht's genauso aus.
Ich finde es eine riesengroße Sauerei, dass du ihm schreibst, er würde dich nerven. Sein Beitrag hat ein klares und deutliches Problem aufgezeigt, was nicht kleinzureden ist. Eher würde ich sagen, du kommst mit einer Argumentation daher, die man sonst eher alten Leuten zuschreibt, so nach dem Motto, das haben wir immer so gemacht, das ist in Ordnung. Klar kann man sich über das Hin und Her streiten, aber @Hebauer zeigt durch seine Erinnerungen doch die menschgemachten Probleme auf und da können wir froh sein, dass jemand diese Probleme mal angeht, wenn auch nur schriftlich. Ich würde mal empfehlen, das im Angelverein vor Ort anzusprechen. Jurist bin ich nicht und ob die Angelgesetze dort die gleichen wie bei uns sind, ist mir nicht klar. Aber es wird überall etwas für die Renaturierung getan und wenn es evtl. so einfach ist, in dem man dort ein Zurücksetzen der großen Karpfen und Waller verbietet, dann besteht doch wenigstens eine Chance, dass es dem Gewässer wieder besser geht. Und wenn es dann auch noch erfolgreich ist, dann kann das überregional Schule machen.
 
ö

Kai,

auf deinen Beitrag, daß Du einen in Bayern gefangenen 2-Meter-Wels zurücksetzen mußt, weil Du ihn im Urlaub nicht sinnvoll verwerten kannst, muß ich schon noch einmal eingehen, zumal das ja meist für alle Fische gilt, die man im Urlaub fängt. Nicht jeder hat eine Bratpfanne dabei oder jemanden der den Fisch abnimmt.

Ich will hier nicht den Oberlehrer spielen und bin selbst auch kein "Heiliger". Offene Fragen, vor allem rechtliche, möchte ich, ausgehend wohl von meiner früheren Tätigkeit immer zur Gänze geklärt haben.

Wie im Link zu lesen


Das Tierschutzgesetz verbietet also einem Tier Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen, die sich nicht durch einen vernünftigen Grund rechtfertigen lassen.

Wenngleich im Gesetz nicht genannt, ist nach der Rechtsprechung die Frage der Erforderlichkeit und der Verhältnismäßigkeit heranzuziehen und verbindlich.

Es wird keinen zwingenden Grund geben, daß es erforderlich ist, daß Du im Urlaub angelst und es ist auch nicht verhältnismäßig, daß Du nur des Spaßes wegen dem Fisch Schmerzen oder Leiden zufügst, wenn Du von vorneherein weißt, daß er nicht verzehrt wird und Du ihn ohnehin wieder schwimmen läßt.

Das heißt also, nur des Spaßes wegen darf ich nicht angeln!

Ich meine der Link ist von einem kompetenten Mann und zur Frage C & R relevant.


Hermann


Hermann
Das ist doch Blödsinn, sorry für Ausdrucksweise.
Wenn ich eine Ferienwohnung habe, dann habe ich auch eine Pfanne. Als ich um die Jahrtausendwende von der BW auf Lehrgängen in Fürsti und Sonthofen war, da hatte ich selbst im Zimmer Doppel-Herd Platte mit und Pfanne. Das mit dem Tierschutzgesetz habe ich selbst schon geschrieben, denn genau da verbietet es mir eben den 2m Wels zu töten. Denn im Gegensatz zum geplanten Küchenwels, den ich verwerten kann und will, wird es bei 2m schwer den mit 1-2 Personen im Urlaub zu Essen. In der (meist nur ein Fach großen) Tiefkühltruhe ist Essen für den Urlaub und da ich vor Ort verwerten möchte, habe ich auch keine Sachen dabei um das gefrorene Filet bei Sommertemperaturen durch das ganze Land zu fahren. Der ist also nicht mein Ziel und nur Beifang.

Ich habe auch nie geschrieben das ich nur zum Spaß Angel, es ist aber erlaubt dass ich mir im Urlaub Küchenfische für die Verwertung fange. Denn Dein Argument "Es wird keinen zwingenden Grund geben, daß es erforderlich ist, daß Du im Urlaub angelst" gilt dann genau so für Dich als Einheimischen. Mit Deinem Argument darf dann quasi keiner Angeln. Auch das Argument mit der Jagd ist schlecht. Der Jäger weiß genau was er schießt, der Angler nicht. Selbst wenn ich hinter einen sichtbaren 80 cm Wels werfe, ist nicht auszuschließen das ein 2m Wels schneller ist.

Ich verstehe also nicht warum Du plötzlich mit so etwas kommst "Das heißt also, nur des Spaßes wegen darf ich nicht angeln!", denn davon war ausdrücklich nie die Rede bei mir.

@zander67 Das will habe ich bewusst außen vor gelassen, denn das geht in den Bereich den Hebauer nennt. Da sehe ich dann einen gewaltigen Spielraum, da es schwer wird damit zu argumentieren. Das ist also ein Bereich der nicht so klar ist.
 
Das ist doch Blödsinn, sorry für Ausdrucksweise.
Wenn ich eine Ferienwohnung habe, dann habe ich auch eine Pfanne. Als ich um die Jahrtausendwende von der BW auf Lehrgängen in Fürsti und Sonthofen war, da hatte ich selbst im Zimmer Doppel-Herd Platte mit und Pfanne. Das mit dem Tierschutzgesetz habe ich selbst schon geschrieben, denn genau da verbietet es mir eben den 2m Wels zu töten. Denn im Gegensatz zum geplanten Küchenwels, den ich verwerten kann und will, wird es bei 2m schwer den mit 1-2 Personen im Urlaub zu Essen. In der (meist nur ein Fach großen) Tiefkühltruhe ist Essen für den Urlaub und da ich vor Ort verwerten möchte, habe ich auch keine Sachen dabei um das gefrorene Filet bei Sommertemperaturen durch das ganze Land zu fahren. Der ist also nicht mein Ziel und nur Beifang.

Ich habe auch nie geschrieben das ich nur zum Spaß Angel, es ist aber erlaubt dass ich mir im Urlaub Küchenfische für die Verwertung fange. Denn Dein Argument "Es wird keinen zwingenden Grund geben, daß es erforderlich ist, daß Du im Urlaub angelst" gilt dann genau so für Dich als Einheimischen. Mit Deinem Argument darf dann quasi keiner Angeln. Auch das Argument mit der Jagd ist schlecht. Der Jäger weiß genau was er schießt, der Angler nicht. Selbst wenn ich hinter einen sichtbaren 80 cm Wels werfe, ist nicht auszuschließen das ein 2m Wels schneller ist.

Ich verstehe also nicht warum Du plötzlich mit so etwas kommst "Das heißt also, nur des Spaßes wegen darf ich nicht angeln!", denn davon war ausdrücklich nie die Rede bei mir.

@zander67 Das will habe ich bewusst außen vor gelassen, denn das geht in den Bereich den Hebauer nennt. Da sehe ich dann einen gewaltigen Spielraum, da es schwer wird damit zu argumentieren. Das ist also ein Bereich der nicht so klar ist.

Kai,

ließ bitte nochmal durch, was ich geschrieben habe und was in den Ausführungen dieses Professors steht.

Selbstverständlich darfst Du im Urlaub in Deutschland angeln. Die angesprochene Verhältnismäßigkeit, also ob es im Verhältnis steht, dem Tier Leiden zuzufügen, wenn es ohnehin und von aller Anfang an klar ist, daß der Fisch weder von Dir noch von anderen verwertet und somit zurück gesetzt wird, ist dann nicht gegeben und das Angeln auch nicht erlaubt.

Hier sind wir aber wieder bei der Grundaussage des Gesetzes und dem Kernproblem von C & R.. Die offensichtliche Pein des Fisches beim Fang muß begründet und verhältnismäßig zum angestrebten Ziel sein. Ziel kann die Essensbeschaffung, die Hege oder anderes Wesentliches sein. Der reine Angelspaß alleine zählt mit Sicherheit nicht dazu.
Fängt also ein Angler einen sehr großen Fisch, hat er ein Problem. Setzt er ihn ohne berechtigten Grund zurück, verstößt er gegen den Buchstaben des Gesetzes.

100 % C & R, wie es häufig von Karpfenanglern betrieben wird, steht gar nicht mehr zur Diskussion. Es ist schlicht und ergreifend verboten und ein erheblicher Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Die Aussage, daß der Karpfen ja nicht der Zielfisch war, wird einen Kundigen nur zum Lachen bringen und das Bußgeld evtl. erhöhen.

Hermann
 
Kai,

ließ bitte nochmal durch, was ich geschrieben habe und was in den Ausführungen dieses Professors steht.

Selbstverständlich darfst Du im Urlaub in Deutschland angeln. Die angesprochene Verhältnismäßigkeit, also ob es im Verhältnis steht, dem Tier Leiden zuzufügen, wenn es ohnehin und von aller Anfang an klar ist, daß der Fisch weder von Dir noch von anderen verwertet und somit zurück gesetzt wird, ist dann nicht gegeben und das Angeln auch nicht erlaubt.

Hier sind wir aber wieder bei der Grundaussage des Gesetzes und dem Kernproblem von C & R.. Die offensichtliche Pein des Fisches beim Fang muß begründet und verhältnismäßig zum angestrebten Ziel sein. Ziel kann die Essensbeschaffung, die Hege oder anderes Wesentliches sein. Der reine Angelspaß alleine zählt mit Sicherheit nicht dazu.
Fängt also ein Angler einen sehr großen Fisch, hat er ein Problem. Setzt er ihn ohne berechtigten Grund zurück, verstößt er gegen den Buchstaben des Gesetzes.

100 % C & R, wie es häufig von Karpfenanglern betrieben wird, steht gar nicht mehr zur Diskussion. Es ist schlicht und ergreifend verboten und ein erheblicher Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Die Aussage, daß der Karpfen ja nicht der Zielfisch war, wird einen Kundigen nur zum Lachen bringen und das Bußgeld evtl. erhöhen.

Hermann
Also Hermann,
Du schlägst dich hier mit deinen eigenen Argumente, da wir uns ja hier im NAF unterhalten und du auch begeisterter Norwegenangler bist müssen wir jetzt davon ausgehen das du nur zum Zwecke der Essensbeschaffung, der Hege oder anderer Wesentlichkeiten (was auch immer das ist), dein Hobby ausübt.
 
Also Hermann,
Du schlägst dich hier mit deinen eigenen Argumente, da wir uns ja hier im NAF unterhalten und du auch begeisterter Norwegenangler bist müssen wir jetzt davon ausgehen das du nur zum Zwecke der Essensbeschaffung, der Hege oder anderer Wesentlichkeiten (was auch immer das ist), dein Hobby ausübt.

Alter,

manche haben mich nicht verstanden. Ich habe selbst geschrieben, daß ich kein Heiliger bin.

Ich bin aber schon der festen Meinung, daß Angeln, an dem wir große Freude haben, auch untrennbar mit der Fischeverwertung verbunden ist.

Aufgrund meiner früheren Tätigkeit glaube ich doch Gesetze lesen zu können und ich will das auch ins Forum einbringen. Da gehört es dazu rechtliche Vorgaben klar und deutlich aufzuzeigen, auch wenn sie uns oft nicht gefallen.

Hier geht es auch um die öffentliche Meinung. Wenn der ein oder andere Fisch wieder ins Wasser zurückgeht, wird das die meisten nicht groß stören.
Wenn das aber die Regel wird, dürfen wir kein Verständnis erwarten. Reines C & R schadet der Umwelt und unserem Ruf.

Ich verabschiede mich mit einem kräftigen Petri Heil, hoffe, daß ich niemanden gekränkt habe, Observer, vertragen wir uns wieder und übermorgen gehts nach Sorreisa.

Hermann
 
Leider haben sie immer wieder Erfolge bei Anzeigen, weil die Richter außer den Paragrafen keinen Sachverhalt kennen.
Da muss ich mal eine Lanze für die Rechtsvertreter brechen, ...die haben da wenig Spielraum. Maßgeblich ist nun mal die jeweils festgeschriebene Rechtsverbindlichkeit im Form von Gesetzen, Verordnungen usw. und Sachverhalte sind da sekundär (nur bei der Festlegung des Strafmaßes relevant). Ein Richter wird immer nach bestehendem Recht urteilen, sofern er nicht ein Urteil "contra legem" mit Aussicht auf Durchsetzbarkeit in höheren Instanzen vertreten kann. Diese Hürde ist aber sehr hoch und beim Tierwohl geht auch die gesellschaftliche Tendenz eher in Richtung "mehr als weniger". Insofern haben da Tierschützer ein leichtes Spiel, da ihre Anzeigen/Forderungen hier in D gesellschaftlich getragen werden (vornehmlich die junge Generation).
 
Oder Waschbären?
Der wird hier als invasive Art bejagt und kann für die Verwertung abgeben werden (strenge Auflagen, wie bei Wild allgemein gültig), ...zumindest ein Fleischer hier verarbeiten den schon. Gegessen habe ich den noch nicht, soll aber in Richtung Hase gehen (etwas strenger). :wink:
 
Hm, schwieriges Thema. Normalerweise äußere ich mich ja nicht zu solchen Themen, da ich der Meinung bin, daß das jeder selbst entscheiden muß, und das denke ich auch weiterhin. Jeder muß selbst mit dem, was er tut, im Reinen sein. Warum ich hier aber dieses mal doch was schreibe, hat mit einem Erlebnis zu tun, welches ich gestern nachmittag hatte - ist wirklich genauso passiert.

Meine Frau war mit meiner jüngsten Tochter unterwegs, ich hatte also einen "freien Nachmittag" hatte bei der Sauhitze (wír hatten gestern 32°) eigentlich keine Lust, irgend etwas zu unternehmen. Weil mir langweilig war, bin ich dann aber doch zu einem kleinere See in der Nähe gefahren, obwohl ich eigenlich keine große Hoffnung hatte, in der Nachmittagsglut bei gleißender Sonne irgendwas zu fangen. Das Wasser hatte auch fast Badewannentemperatur und es war, außer ein paar Enten, keinerlei Bewegung am Wasser erkennbar. Also habe ich zwei leichte Feederruten mit Mais fertig gemacht, vielleicht geht ja ein kleinerer mitnehmbarer Karpfen oder eine Sommerschleie für den Räucherofen.

Aber es war sehr zäh, der Schweiß lief, ich wollte schon fast aufgeben. Dann zuckte doch die eine Spitze, Anhieb, ein für die leichte Rute beachtlicher Widerstand, aber kaum Gegenwehr. Nach kurzer Zeit hatte ich einen riesigen Giebel im Netz, sicherlich 2 kg schwer, vielleicht auch noch größer. Ich hab den Fisch, der ganz ruhig im Kescher lag, vorsichtig abgehakt (er war äußerlich völlig unverletzt, der Haken hin vorn im Maulwinkel) und zurückgesetzt. Giebel sind für mich keine Speisefische. Der Fisch schwamm dann ganz langsam und bedächtig von dannen, so daß ich dachte, die Sache ist damit im beiderseitigen Einvernehmen erledigt.

Nach etwa 10 Minuten plötzlich Bewegung an der Wasseroberfläche, eine große Rückenflosse tauchte direkt an meiner Angelstelle auf und zog gang langsam Kreise an der Oberfläche. Nach weiteren etwa 10 MInuten lag dann der große Giebel an der Oberfläche, plätscherte noch ein weilchen, blieb dann still liegen und wurde mit dem leichten Wind ganz langsam auf den See rausgetragen.

Irgenwie hat mich das unendlich traurig gemacht, so daß ich dann das Angeln eingestellt hab und nach Hause gefahren bin. So ein sicherlich uralter Fisch, der so viel erlebt und für so viel Nachwuchs gesorgt hat - und nur dafür, daß ich 3 Minuten meine Spaß hatte. Noch vor ein paar Jahren wäre mir das ziemlich egal gewesen, aber vielleicht denkt man, wenn man älter wird, über bestimmte Sachen einfach anders.

Das ganze hat jetzt nicht sooo viel mit dem Thema C&R zu tun, aber ich meine, man sollte bei jeder Art zu Angeln nie den Respekt vor den Fischen verlieren und sich auch mal fragen, was für Konsequenzen es hat (bzw. haben kann), Fische nur aus Spaß zu fangen. Ich setze auch Fische, die ich nicht behalten will, wieder zurück oder gehe mal in reinen C&R Strecken mit der Fliege auf die Pirsch. Aber man sollte sich (und sein tun) auch hin und wieder mal reflektieren. Jeder, der das nicht kann, der tut mir leid.

Naja, irgendwie mußte ich mir das jetzt mal von der Seele schreiben.
 
Hm, schwieriges Thema. Normalerweise äußere ich mich ja nicht zu solchen Themen, da ich der Meinung bin, daß das jeder selbst entscheiden muß, und das denke ich auch weiterhin. Jeder muß selbst mit dem, was er tut, im Reinen sein. Warum ich hier aber dieses mal doch was schreibe, hat mit einem Erlebnis zu tun, welches ich gestern nachmittag hatte - ist wirklich genauso passiert.

Meine Frau war mit meiner jüngsten Tochter unterwegs, ich hatte also einen "freien Nachmittag" hatte bei der Sauhitze (wír hatten gestern 32°) eigentlich keine Lust, irgend etwas zu unternehmen. Weil mir langweilig war, bin ich dann aber doch zu einem kleinere See in der Nähe gefahren, obwohl ich eigenlich keine große Hoffnung hatte, in der Nachmittagsglut bei gleißender Sonne irgendwas zu fangen. Das Wasser hatte auch fast Badewannentemperatur und es war, außer ein paar Enten, keinerlei Bewegung am Wasser erkennbar. Also habe ich zwei leichte Feederruten mit Mais fertig gemacht, vielleicht geht ja ein kleinerer mitnehmbarer Karpfen oder eine Sommerschleie für den Räucherofen.

Aber es war sehr zäh, der Schweiß lief, ich wollte schon fast aufgeben. Dann zuckte doch die eine Spitze, Anhieb, ein für die leichte Rute beachtlicher Widerstand, aber kaum Gegenwehr. Nach kurzer Zeit hatte ich einen riesigen Giebel im Netz, sicherlich 2 kg schwer, vielleicht auch noch größer. Ich hab den Fisch, der ganz ruhig im Kescher lag, vorsichtig abgehakt (er war äußerlich völlig unverletzt, der Haken hin vorn im Maulwinkel) und zurückgesetzt. Giebel sind für mich keine Speisefische. Der Fisch schwamm dann ganz langsam und bedächtig von dannen, so daß ich dachte, die Sache ist damit im beiderseitigen Einvernehmen erledigt.

Nach etwa 10 Minuten plötzlich Bewegung an der Wasseroberfläche, eine große Rückenflosse tauchte direkt an meiner Angelstelle auf und zog gang langsam Kreise an der Oberfläche. Nach weiteren etwa 10 MInuten lag dann der große Giebel an der Oberfläche, plätscherte noch ein weilchen, blieb dann still liegen und wurde mit dem leichten Wind ganz langsam auf den See rausgetragen.

Irgenwie hat mich das unendlich traurig gemacht, so daß ich dann das Angeln eingestellt hab und nach Hause gefahren bin. So ein sicherlich uralter Fisch, der so viel erlebt und für so viel Nachwuchs gesorgt hat - und nur dafür, daß ich 3 Minuten meine Spaß hatte. Noch vor ein paar Jahren wäre mir das ziemlich egal gewesen, aber vielleicht denkt man, wenn man älter wird, über bestimmte Sachen einfach anders.

Das ganze hat jetzt nicht sooo viel mit dem Thema C&R zu tun, aber ich meine, man sollte bei jeder Art zu Angeln nie den Respekt vor den Fischen verlieren und sich auch mal fragen, was für Konsequenzen es hat (bzw. haben kann), Fische nur aus Spaß zu fangen. Ich setze auch Fische, die ich nicht behalten will, wieder zurück oder gehe mal in reinen C&R Strecken mit der Fliege auf die Pirsch. Aber man sollte sich (und sein tun) auch hin und wieder mal reflektieren. Jeder, der das nicht kann, der tut mir leid.

Naja, irgendwie mußte ich mir das jetzt mal von der Seele schreiben.

Ja Sei 66,

Du bist im Vergleich zu mir noch jung, aber so manche Einstellung und Vorgehensweise hat, so meine auch ich, wirklich was mit dem Alter zu tun.

Ein trauriges Erlebnis zu dem Thema, das auch ich erfahren habe. Kann sein, daß ich es schon geschildert habe, aber macht nichts:

Ein Mitangler fing in Norge einen Dorsch, wohl aus einer Tiefe von gut 50 Meter, mit deutlich über einen Meter. Er war ihm zu groß und er hat ihn zurückgesetzt.
Nach einer Weile sahen wir den Fisch vielleicht 70 Meter entfernt auf der Wasseroberfläche treiben. Möwen hatten sich auf ihm niedergelassen und hackten auf ihn ein.
Jeder von Euch kann sich das Bild vorstellen.

Wir wollten den Fisch einholen und erlösen. Plötzlicher stark aufkommender Wind mit hohem Wellengang verhinderte das.

Diese Situation habe ich heute noch vor Augen.


Hermann
 
@Hebauer
ich habe das ganze Wochenende damit gerungen etwas dazu zu schreiben oder nicht. Das Thema ist so komplex und kann von verschiedenen Seiten immer in eine Richtung argumentiert werden; ABER was alle Angler unter sich sich nicht erlauben können ist darüber zu Urteilen.

- Kann der Fliegenfischer mit selektiver Entnahme über den Heilbuttangler urteilen der im Grunde das Gleiche macht? Ein erhaltender Fischbestand ist meiner Meinung nach nur mit selektiver Entnahme möglich
- Einige lassen ihren "Beifang" an Weißfisch wieder schwimmen und Urteilen über den Karpfenangler
- Selbst du lässt es zu den Dorsch aus 50m Tiefe zu releasen und machst ein Thema über die Karpfenangler auf
- fängt man sich jeden Köderfisch frisch und aufs neue?

die Liste könnte man beliebig erweitern...

Das beste was jeder dafür machen kann ist ein wenig Selbstreflektion und die richtigen Schlüsse für einen persönlich ziehen. Nicht für den Nachbarn.

Was wir Angler auf jeden Fall nicht brauchen können ist diese Doppelmoral überall anzuwenden und uns gegenseitig das Leben unnötig schwer zu machen. Lassen wir einfach diese Diskussion, denn es gibt so viele Blickwinkel zu dem Thema. Jeder hat zu einem gewissen Prozentsatz Recht und Unrecht. Was am Ende der Diskussion bleibt ist immer ein Schaden am "Angeln" selbst.

Ist auch kein persönlicher Angriff auf dich Hermann. Aber irgendwann ist der Schaden dieser Diskussionen größer als deren Nutzen...
 
Irgendwie hat mich das unendlich traurig gemacht, so daß ich dann das Angeln eingestellt hab und nach Hause gefahren bin. So ein sicherlich uralter Fisch, der so viel erlebt und für so viel Nachwuchs gesorgt hat - und nur dafür, daß ich 3 Minuten meine Spaß hatte.
Das ist doch ein wunderschönes Beispiel warum man dieses Thema eben genau aus zwei Sichtweisen sehen muss! (Mal Gesetze ausgeklammert). Dass dies passiert ist und dich am Ende traurig gemacht hat, kann wohl jeder hier nachvollziehen. Hierbei hatte aber ganz sicher auch die Hitze ihre Schuld mit.

Wäre der Fisch jedenfalls nicht wieder nach oben gekommen und hätte fröhlich weiter gelebt, wärst du sehr wahrscheinlich mit gutem Gewissen und glücklich nach Hause gegangen, nehme ich einfach mal stark an. Und genau dieser Satz sagt aus warum!
So ein sicherlich uralter Fisch, der so viel erlebt und für so viel Nachwuchs gesorgt hat
Und genau aus diesem Grund kann es sich mit nahezu 100%iger Sicherheit lohnen Fische wieder zurückzusetzen, wenn Sie den Anschein machen fit und unversehrt zu sein. Nämlich exakt damit diese weiter wachsen und für Nachkommen sorgen können! Wenn Sie das nicht tun können, weil wir Sie alle auf den Kopf hauen, wird das nicht besser mit dem Nachwuchs. Wenn bestimmte Fischarten aus einem Gewässer raus müssen, ist das ein anderes Thema und hat nichts mit dem C+R zutun von dem wir hier beim Norwegenangeln i.d.R. sprechen.

Die Diskussionen um das Thema werden wohl leider noch weiterhin so bestehen bleiben… ich glaube aber fest daran, wenn es dieses Gesetz gar nicht gäbe, dann würde der eine oder andere hier auch anders oder gar nicht argumentieren. Warum? Weil es gar nicht ums Angeln oder den Fisch geht, sondern darum Leute darauf hinzuweisen was sie nicht machen sollen oder dürfen 😉 ich nenne sowas Langeweile, aber vielleicht kommt das auch erst im Alter. Ich habe den letzten Teil mutwillig etwas provokant geschrieben, jedes einzelne Blatt Papier hat nämlich zwei Seiten die es lohnt anzuschauen - ausnahmslos!
 
- Selbst du lässt es zu den Dorsch aus 50m Tiefe zu releasen und machst ein Thema über die Karpfenangler auf
- fängt man sich jeden Köderfisch frisch und aufs neue?

Hecht6 99,

Wenn ich mit einer Truppe, die ich organisiere, unterwegs bin. entscheidet jeder erwachsene, nicht gerade unerfahrene Angler selbst ob er einen Fisch zurücksetzt oder nicht. Diesen Vorwurf möchte ich zurückweisen. Jeder Einzelne soll soweit es geht selbst entscheiden und sich im Urlaub nicht gegängelt fühlen.. Ich versuche wenn nötig eine einvernehmliche Lösung herbeizuführen, was mir bislang meist gelungen ist.

ich habe die Diskussion schon eingestellt.

Hermann
 
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