Mit dem E-Auto ins gelobte Land

Kurzfristig nicht.
Längerfristig schon.
Das Kapitalistische System hat es ja in sich dass das Geld, Investitionen dahin fließen wo Geld zu verdienen ist.
Und das ist immer da wo Nachfrage das Angebot übertrifft, die Gewinnspannen dadurch groß sind, wie jetzt bei Lithium und anderen Industriemetallen.
Längerfristig wird es irgendwann zu Überkapazitäten kommen und dan sich Angebot und Nachfrage einpendeln.
Auch Deutschland mach da mit.
 
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Leider sind diese Batterietests nicht genormt und liefern deshalb z.T. große Abweichungen. Letzens im TV wurde bei einem ein VW E up die Batterie von zwei unterschiedlichen Stellen nach unterschiedlichen Methoden getestet. Ergebnis 1 = 41%, Ergebnis 2 = 84%. Wobei Ergebnis zwei aufgrund der Leistung und Ladeeigenschaft plausibel und richtig erscheint.
Aber: Das Problem der an sich genialen Natriumbatterien von CATL ist ein Anderes: Diese befinden sich laut CATL zwar bereits kurz vor dem Marktstart - aber CATL hat die Rezeptur und Fertigung weltweit patentiert und wird dadurch Alleinherrscher dieser Technologie sein. Bedeutet ergo: Ein weitere Abhängigkeit aus Fernost. (China) Europa hat es verlernt Technlologie-Führer zu bleiben und wird nun aus Fernost überrollt (auch bei E-Autos selbst) - ich finde das zum 🤮
Finde ich auch weniger schön, gelinde gesagt. Aber wir können es doch so machen wie die Chinesen auch. Wir kopieren es einfach und scheissen ignorieren das chinesische Patent.
 
Naja, ich hab von nem I3 und 100tkm gelesen, dass er nach ADAC noch 86% hatte. Wie genau das Auto damit umgeht, stand da leider nicht, aber wenn da so oder so schon immer 4kw und mehr nicht nutzbar sind und das Auto die "kaputten" Zellen dahin bucht, wird der Effekt für den Fahrer ja hoffentlich geringer... aber wissen weiss ich da auch nix... so viele Fragen noch offen.
Soviel ich weiss nutzt der BMW i3 die mehr installierte Kapazität so, dass die Degradation der nutzbaren Kapazität damit kompensiert wird. Heisst, man spürt sehr lange nichts betreffend nutzbaren Nettokapazität der Batterie. Die würde aber bedeuten, dass bei Deinem i3 die installierte Reserve, plus 14% bereits degradiert ist.

Ich habe gerade Lust, bei Aviloo (Firmensitz in Wien) mal anzufragen, inwieweit die intsallierte Reserve ebenfalls von der Degradation betroffen ist, oder ob diese immer für einen Schutz vor Tiefentladung bestehen bleibt. (Sollte eigentlich so sein um die Batterie vor grösserem Schaden zu verschonen)

Hier ein interessanter Beitrag von Carmaniac zur Batteriekapaizät eines i3 mit 180t Kilometer auf der Uhr.
Du kannst gerne alles schauen, es ist interessant. Aber für Deine Frage dürfte es ab hier besonders interessant sein.

Gruss Fredi

 
Einfach nochmal, weil der Aviloo-Test angezweifelt wird.

Der Aviloo-Test wurde vom TÜV zertifiziert und ist als sehr verlässlich anerkannt. Der Aviloo-Test ist aktuell das Mass aller Dinge auf dem Occasionsmarkt für E-Autos. Der Test wurde mir übrigens gratis von meiner Versicherung (AXA Winterthur) angeboten, weil sie Daten für den Wert von E-Autos bei Unfallschäden brauchen. Wenn der nicht zuverlässig wäre, würden sie ihn kaum verwenden und anbieten.
 
Leider sind diese Batterietests nicht genormt und liefern deshalb z.T. große Abweichungen. Letzens im TV wurde bei einem ein VW E up die Batterie von zwei unterschiedlichen Stellen nach unterschiedlichen Methoden getestet. Ergebnis 1 = 41%, Ergebnis 2 = 84%. Wobei Ergebnis zwei aufgrund der Leistung und Ladeeigenschaft plausibel und richtig erscheint.

Finde ich auch weniger schön, gelinde gesagt. Aber wir können es doch so machen wie die Chinesen auch. Wir kopieren es einfach und scheissen ignorieren das chinesische Patent.
Könnte passieren.
Das der Kampf um die Weltherschafft zwischen den Amis und Chinesen weiter eskaliert und wir irgendwann auch Sanktionen auf Chinesische Produkte haben und es zwangsweise machen.
 
Ob sich Catl von anderen mit seinen Baterien in der Praxis absetzen wird, muss sich erst noch zeigen.
Man weiß nicht was andere in der Pipline haben und noch erfunden wird.
Der eine wie der Elon Mask von Tesla trägt alles in die Öffentlichkeit lange bevor es serienreif ist.
Und so einer wie der BYD Cheff, der scheut die Öffentlichkeit und zeigt seine Entwiklungen erst wen der die fertig hat.
So auch bei anderen Firmen und so entsteht ein verzehrtes Bild zu dem was wirklich Stand der Entwiklung ist.

Normal wird nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird.
Habe gelesen das die Deutsche Industrie für E-Autos mehr Patente hält als die Chinesen.
Hierzulande wird auch nicht so gepennt wie gerne in der Presse dargestellt wird.

Was das Angebotsdefizit und hohen Preise von Lithium für Li Ionen Akus betrifft.
Das fällt auch unter das was an der Börse Schweinezykluß genannt wird.
Schweinezyklus – Wikipedia
Erleben wir gerade auch bei Energie, nur verstärkt durch den Ukrainekrieg und grüne Politik.

Walko, die Wahrscheinlichkeit, dass sich der chinesische Konzern CATL mit ihren neuen Natrium-Batterien bald durchsetzten wird, ist extrem hoch.
Da ich mich sehr mit der Materie befasse, einfach weil sie mich interessiert, zeigen alle Indikatoren der Zukunft sehr deutlich in Richtung dieser lithiium- und cadmiumfreien Natrium-Batterien.

CATL scheint diesen Durchbruch mit einer Tausendschaft von Forschern und und Entwicklern geschafft zu haben und arbeiten bereits an einer weiteren Generation von Natrium-Akkus, welche schon fast an die Energiedichte von bekannten Lithium Batterien erreichen und Lithium-Eisen Akkus bald übertreffen sollen. Der Preis für die Herstellung soll in einigen Jahren bis 79% tiefer liegen, we bei aktuellen Akkus mit Lithiumbeigabe. Klar, Natrium kostet fast nix und ist eines der häufigst vorkommenden Elemente dieser Erde. Auch die Gewinnung von Natrium ist relativ einfach und nicht so energientensiv und umweltschädlich wie bei Lithium.

Das Thema ist unglaublich komplex, schwer alles genau zu beschreiben, von mir schon gar nicht. Also bitte keinen Anspruch auf Vollständigkeit meinerseits.

Grüss Dich, Fredi
 
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Möglich ist es.
Nur weiß man gar nicht was alles in der Pipline bei anderen ist.
Es arbeiten so viele Firmen und Institute jetzt an Baterien.
Heute wird ja auch nur ein Bruchteil aus Akkus herausgeholt was aus dem Material theoretisch mit atomarer Ausrichtug möglich wäre.
Ich sehe das so wie bei Tesla.
Vor ein paar Jahren hat man herumgeschrieben das Tesla keine Chance hat.
Dann plötzlich durch die aufgekommenen Förderung das Tesladie ganze Autoindustrie plattmacht und die Weltherschafft übernimmt.
Jetzt siht man das die Ihren Marktanteil erobern werden aber der Weltweite Marktführer längerfristig ist jetzt schon zweifelhaft.
So ändern sich ständig die Zukunftausichten mit neuen Erkenntnissen.
Und keiner weis was der nächste Durchbruch ist.
 
Wie auch immer, Verbrennen werden schneller verdrängt wie erwartet, damit müssen wir uns Alle abfinden.

Aber dazu brauchen wir deutlich bessere und nachhaltigere Akkus. Darüber hinaus genug nachhaltige Energie und ein zielgerichtetes Energiemanagement für den Lastenausgleich im Netz. Dies und dazu die nötigen Ladestellen können nicht von Heute auf Morgen aus dem Ärmel geschüttelt werden, dies war auch mit dem heutigen Tankstellennetz nicht so. Das braucht Zeit. Der ganze Rest (vor allem der Antrieb, inkl. Rekuperation der kinetischen Energie ) von E-Autos ist Verbrennern längst um um Längen überlegen, dass ist einfach Fakt. (und war im Prinzip schon vor 100 Jahren so)
 
Wie auch immer, Verbrennen werden schneller verdrängt wie erwartet, damit müssen wir uns Alle abfinden.
Da bleibt dann aber immer noch die ungeklärte Frage, wie in Ballungsgebieten mit der signifikant größten Fahrzeugdichte Energie "getankt" werden soll. Für mich in absehbarer Zeit unlösbar.
 
Durschnittlich fährt ein Auto in Deutschland ca. 30km am Tag.
In Ballungszentren eher weniger und es sind da auch noch die Urlaubsfahrten drin.
Der Durschnittsverbrauch der E-Autos liegt bei 15kw.
In der Stadt durch rekuperation eher weniger, im Gegensatzt zum Verbrenner.
Also liegt der Verbrauch pro E-Auto in Ballungszentren bei ca. 3-4kw täglich.
Wo ist das Problem?
Zum Vergleich
Einmal Trokner laufen lassen sind 1,5-2kw
Ein ca. 10 Jahre alter Herd braucht ca 1.6kw die Stunde.
Backofen über 1kw die Stunde.
Fön, Stabsauger bis 2kw die Stunde.
Und derzeit haben wir bei Neuwagenverkauf gerade mal einen Marktanteil von 16%.
Heißt der Energiebedarf Deutschlands ist durch dieses Jahr verkauften E-Autos um ca 0.15% gestiegen.
Deutschland hatte aber vor ein paar Jahren schon um ca. 10% höheren Stromverbrauch als jetzt
Nach Bauchgefühl den Energieverbrauch zu beurteilen kann sehr in die irre führen.
 
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Ich denke ich glaube dem ADAC mehr der den Verbrauch mit 15kw angibt als irgendwelchen E-Auto Gegnern, Fans oder auch Herstellerangaben was Verbrauch betrifft.
Der Verbrauch der Urlaubsfahrt ist auch nur eine Mosaikstein im Gesammtverbrauch und da weis ich auch das man da bei Richtgeschwindigkeit je nach Auto eher bei 25kw ist. Wenn es wirklich interessiert. Bei Youtube gibts genug Videos zum Verbrauch.
 
Vielleicht kann Walko ja mal für 25kw rechnen, damit sollte selbt ein weniger sparsames E-Auto auskommen.
 
Lieber Walko bei allem Respekt, es wäre schön wenn dieser Satz stimmen würde, leider ist aber nicht so..., der Verbrauch ist weit höher...

LG

Herbert
Hoi Herbert

Das hängt sehr davon ab, wie gross das E-Auto ist, wie und wo man es vor Allem fährt. Auf Autobahnen braucht man auch mal 20 kW/h auf 100 Km. Das wären dann vergleichbar ca. 2.5 Liter Benzin, welche ca. 10 kW/h Strom für ihre Raffinierung brauchen. (Förderung und Transporte sowie Zapfsäulen nicht eingerechnet, das käme dann noch dazu)

Hier mal einen Auszug aus meiner Skoda Citigo-E App bei Kurz und Mittelstrecke. (Auch Autobahn)

Über das ganze Jahr (Sommer und Winter) braucht er ca. 14 kW/h im Fahrbetrieb und ab der Steckdose ca. 15 kW/h. (Ladeverluste)
Die Momentanaufnahme auf dem Bild betrifft den Stromverbrauch ab Steckdose, nicht im Fahrbetrieb! Das ist schon brutal effizient… Aber noch passt das Fahrprofil eines E-Autos sicher noch nicht zu jedem Anwender, das muss natürlich auch klar sein.

Grüss Dich, Fredi

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Selbs bei 120km/h, wenn es keine SUVs sind, bei Minute 6:50 sind die Testverbräuche eingeblendet.



Man sollte halt wissen das bei E-Autos bei höheren Geschwindigkeiten die Verbräuche saumäßig steigen viel schlimmer als beim Verbrenner.
Deswegen sind die auch in der Regel irgendwo in der Geschwindigkeit zwischen 150 und 200km/h abgeriegelt.
Elektroauto hat seine Stärke in der Stadt, bei Stop und Go, oder in bergiger Gegend wo rekuperiert wird.
Da die Menschen ja in der Regel auch nicht blöd sind, kaufen verstärkt sollche Menschen E-Autos die diese Vorteile auch verstärkt nutzen können.
Deswegen dürfte der Wert vom ADAC auch der derzeitigen Realität entsprechen.
Wenn man jetzt ein E-Auto einfach im Drittelmix testen würde, dann wäre der Verbrauch schon je nach Auto meistens über 20kw.
selbst dann. wir hatte vor ein paar Jahren 10% mehr Strom verbrauch in Deutschlad als jetzt.
Dieser Mehrverbrauch den wir schon hatten reicht rein theoretisch um ca. 15 Millionen E-Autos mit 25kw Verbrauch am laufen zu halten.
und da werden wir wahrschienlich erst in ca. 10-15 Jahren sein.

Bei Resorsen ist eher eine Frage welche, nicht das Elektroauto mehr als Verbrenner braucht.
Auf Dauer eher weniger, wegen dem ca. 3 Mal besseren Wirkungsgrad des E-Autos gegenüber einem Verbrenner und Recycling vom Auto selber das man die Rohstoffe überwiegend nur einmal rausholen muss.
Öl, außer der saumäßigen Umweltverschmutzung in der Welt, gehen die leicht erreichbaren Quellen auch immer mehr zur Neige und es geht sehr schnell Richtung Fraking und Tiefsee wo die Umweltschäden noch viel schlimmer werden.
Habe das jetzt nicht mehr genau im Kopf. habe das mal über eine Ölfirma im Börsenbrief mitbekommen das bis zum Jahr 2030 ca. 50% des Öls von da stammen soll.

Und mal einfache Rechnung zum CO² was den meisten gar nicht bewusst ist.
1 einzelner Liter Diesel verbrennt zu 2.65kg CO². das sind über 1,35Kubikmetter reines CO²
Das ist so viel wie in 3400Kubikmetern Luft drin ist.
Wenn nan noch die Förderung, transport und Rafinerie berücksichtigt sind wir bei rund 5000m³ bei einem einzelnen Liter.
und ein Durschnittsauto verbrennt um die 800 im Jahr was ca. 4000000 Kubikmetern entspricht.
Das nur mal so als Denkansatzt.
 
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Alles schön und gut, aber wie sollen derzeit 1,24 Mio. zugelassene PKW in Berlin mit 240 Ladestationen jemals abgedeckt werden? Soll Berlin eine verkehrsleere Zone werden?
Ich verstehe es wirklich nicht. Wie will man E-Autos nach dem Verbot von Verbrennern in Ballungszentren unterhalten? WIE?
 
Bei der E-Mobilität wird auch gerne ignoriert,daß bei der Herstellung von Paneelen oder Windanlagen,bei der Förderung der Rohstoffe die in Verbindung mit der E-Mobilität stehen,ebenfalls sehr viel CO2 entsteht !
 
Bei der E-Mobilität wird auch gerne ignoriert,daß bei der Herstellung von Paneelen oder Windanlagen,bei der Förderung der Rohstoffe die in Verbindung mit der E-Mobilität stehen,ebenfalls sehr viel CO2 entsteht !
Schon so, von Nichts kommt nichts. Es kommt auf das Verhältnis der Gesamtbilanzen an und da führt über kurz oder lang kein Weg am Strom vorbei.
 
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