•   
  •   
 
 
 

Wie finde ich raus ob auf eine Rute eine Multi oder Spinrolle kommt?

Crusty

Stammnaffe
Mitglied seit
29 Dezember 2019
Beiträge
72
Ort
München
Hi :)

Ich stelle mir die o.g. Frage relativ oft.

Manchmal heissen die Ruten "Spin" oder manchmal sieht man dass der erste Rutenring sehr gross ist.
Aber wie findet ihr Profis das zb bei so etwas raus:


Besonders die 50lbs Variante mit Rollenring an der Spitze. Selbst auf der Herstellerseite keine Angaben.

Anscheinend haben ja viele Ruten ein "Rückgrat" das eine Biegerichtung vorgibt. Oft hat das ja dann fatale Folgen wenn man die Rute anders biegt (Rutenbruch usw)

Danke euch!
 

bayer100

bayer100
Mitglied seit
6 Dezember 2014
Beiträge
3.444
Multirolle: kleiner Startring
Spinnrolle: grosser Startring

Für wo und was willst Du eine solche Rute einsetzen?
 

MarciMarc

Stammnaffe
Mitglied seit
26 Februar 2017
Beiträge
1.446
Alter
41
Kein 100% iges Anzeichen, aber Rollenhalter bei Multi schraubt man eher von der Spitze zum Griff zu, bei Stationärrollen meistens andersherum. Liegt einfach daran dass man bei der Multi den Daumen dicht bei der Rolle hat und somit vom Griff her an der Rollen anfasst. Da ist es angenehmer ween der Rollenhalter von oben nach unten geschraubt wird da man sonst am Rollenhaltee anfasst
 

Crusty

Stammnaffe
Mitglied seit
29 Dezember 2019
Beiträge
72
Ort
München
Multirolle: kleiner Startring
Spinnrolle: grosser Startring

Für wo und was willst Du eine solche Rute einsetzen?
Danke euch :) Ich suche immer noch eine gute Kombination zum Trollen in den Tropen die in einen Reisekoffer passt.

Kein 100% iges Anzeichen, aber Rollenhalter bei Multi schraubt man eher von der Spitze zum Griff zu, bei Stationärrollen meistens andersherum. Liegt einfach daran dass man bei der Multi den Daumen dicht bei der Rolle hat und somit vom Griff her an der Rollen anfasst. Da ist es angenehmer ween der Rollenhalter von oben nach unten geschraubt wird da man sonst am Rollenhaltee anfasst
Demnach wäre das ein Kandidat für eine Multirolle? Andererseits ist der Starting etwas grösser.
 
Zuletzt bearbeitet:

MeFo-Schreck

Stammnaffe
Mitglied seit
16 Februar 2010
Beiträge
5.220
Alter
53
Ort
Viernheim
Neben den Antworten, die schon genannt wurden :a020: , ist bei einer Multi-Beringung im Normalfall auch der Startring deutlich näher zur Rolle als bei einer Stationär-Beringung und manche "Multi-Ruten" sind sogenannte "Triggergriffe" montiert, meist für kleine bis mittlere Baitcaster-Multis.
Wenn ein Triggergriff montiert ist, ist es zu 100% eine Rute für Multi, ohne "Trigger" kann man theoretisch beides fischen, wobei eben Grifflänge und Startringgröße dann doch den einen oder anderen Rollentyp zumindest "suboptimal" vom Handling machen.
Oft hat das ja dann fatale Folgen wenn man die Rute anders biegt (Rutenbruch usw)
Die Montage der Ringe hat bzgl. der Biegerichtung eines Blanks keinerlei Einfluß auf Rutenbrüche :bindagegen:
 

Crusty

Stammnaffe
Mitglied seit
29 Dezember 2019
Beiträge
72
Ort
München
Die Montage der Ringe hat bzgl. der Biegerichtung eines Blanks keinerlei Einfluß auf Rutenbrüche :bindagegen:
Hm dann muss ich das Konzept von einer "Spine" / Rückgrat(?) falsch verstanden haben. Ich dachte der Blank hat eine bevorzugte Biegerichtung.
Im Rutenbauforum sieht Tricks wie man rausfindet wo das Rückgrat ist, und dementsprechend werden dann da die Ringe montiert.
Die drücken da irgendwie oben auf die Spitze so dass sich der Blank biegt und der biegt sich denn immer in einer bestimmten, wiederholbaren Richtung.

Wie passt das mit deiner Aussage zusammen? Wenn die Ringe unten sind, dann biegt sich der Blank doch so dass die Ringe aufeinander zu biegen, während wenn ich eine Multi draufmach, die Ringe oben sind, und sich dann quasi die Ringe voneinander wegbiegen.
Das sind doch dann 2 unterschiedliche Biegerichtungen, und das ist dem Blank egal?
 

MarciMarc

Stammnaffe
Mitglied seit
26 Februar 2017
Beiträge
1.446
Alter
41
Hm dann muss ich das Konzept von einer "Spine" / Rückgrat(?) falsch verstanden haben.
Man kann auch Kleberand sagen, Man sollte eigentlich nur aufpassen, dass man über den Kleberand biegt (egal wie rum) und der nicht auf der Steite ist. Aber wenn ich das richtig verstehe wäre das kein Drama sondern eher sowas wie Schönheitsfehler.
 

MarciMarc

Stammnaffe
Mitglied seit
26 Februar 2017
Beiträge
1.446
Alter
41
Demnach wäre das ein Kandidat für eine Multirolle? Andererseits ist der Starting etwas grösser.
Oh, der ist irgendwo untergegangen. Also ich finde den Startring jetzt nicht so gross. Für mich sieht die Rute wie ne Multirollenrute aus. Wobei der Rollenhalter hier auch der Teilung im Griff geschuldet sein kann. Aber Trolling in der Big Game Klasse sind meiner Meinung nach überwiegend mit Multi.
 

Linken600

Stammnaffe
Mitglied seit
27 Januar 2020
Beiträge
33
Hi,

Der Blank hat klar eine Vorzugsrichtung, macht sich aber eher beim werfen bemerkbar. Das hat keinen Einfluss auf die Stabilität der Rute, du braucht in eine Richtung halt nur mehr Kraft als in die andere.

Die Rute ist übrigens sicher für Multi, eine Stationärrolle für 50 LBS wäre ja ein reißen Klopper, da ist der Ringabstand von Starter zu gering. Außerdem kann ich mir nicht vorstellen das ein Hersteller einen Roller als Tip für ne Stationärrolle baut.
 

Crusty

Stammnaffe
Mitglied seit
29 Dezember 2019
Beiträge
72
Ort
München
Wie immer viel gelernt hier ;) Danke sehr. Dann werde ich mir die Rute vermutlich mal genauer ankucken und mit den wenigen Alternativen vergleichen.
 

MeFo-Schreck

Stammnaffe
Mitglied seit
16 Februar 2010
Beiträge
5.220
Alter
53
Ort
Viernheim
Hm dann muss ich das Konzept von einer "Spine" / Rückgrat(?) falsch verstanden haben. Ich dachte der Blank hat eine bevorzugte Biegerichtung.
Oh je, der alte Flaschengeist des Spine/des Springpunktes kommt immer mal wieder aus seiner Flasche gekrochen :a045::a045::wink:
Nicht jeder Blank hat nur 1 Overlap/Springpunkt/Springer/Spine
Teilweise haben sie mehrere oder der Springer läuft sogar spiralig um den Blank. Welchen nimmt man dann!
Der Fall "1 Overlap + Springer + Krümmung des Blanks" alles auf einer Linie ist leider ein äußerst seltener Idealfall.
Ich baue meine Ruten schon lange nicht mehr primär nach dem "Spine" auf, sondern nach dem Ziel, im Endeffekt eine möglichst gerade Rute zu haben. Also schaue ich mir die "natürliche" Krümmung des Blanks (kaum ein Blank ist wirklich zu 100% stangengerade) ohne Belastung an und baue die Ringe so drauf, diese Krümmung mit dem Gewicht der Ringe "gerade zu hängen". Für den (seltenen Fall), dass der Blank tatsächlich keine Krümmung aufweist, schaue ich nach dem einzigen oder subjektiv stärksten Springer und richte mich danach beim Aufbau.
Und mit einem Rutenbruch hat der Spine schon mal gleich gar nichts zu tun! Was sein KANN, (nicht muss), ist dass man bei ausgeprägten Spines einen kleinen Unterschied messen kann in der Härte/der Federkraft des Blanks bei gleicher Biegung/Auslenkung, je nachdem ob die Biegung im 90°-Winkel oder im 0°Winkel zum Spine verläuft (wenn es denn auch wirklich nur einen und auch geraden Spine gibt, wie gesagt ein eher seltener Fall).
Mein Rat: Vergiss den Spine/den Overlap/ den Springpunkt und bau nach der vorherrschenden Krümmung des Blanks auf!:a010:
 

BenjaminB.

Stammnaffe
Mitglied seit
14 März 2013
Beiträge
1.140
Alter
37
Ort
Hamburg
Falls auch was Gebrauchtes für dich in Frage kommt, dann schick mir gerne eine PN. Hätte ne Reiserute und Multi, von denen ich mich trennen könnte.
 

Crusty

Stammnaffe
Mitglied seit
29 Dezember 2019
Beiträge
72
Ort
München
Nunja, da mein Wissen auf dem Gebiet nicht
Oh je, der alte Flaschengeist des Spine/des Springpunktes kommt immer mal wieder aus seiner Flasche gekrochen :a045::a045::wink:
Mein "Wissen" in dem Gebiet ist quasi nicht-existent und besteht aus einer Sammlung von (anscheinend inkohärenten) Fakten die ich mir aus diversen Videos und Posts zusammengestückelt hab, daher bin ich äussert froh eines Besseren belehrt zu werden und meine Fakten etwas kohärenter zu machen :dance4:

In einem der Videos hat ein recht bekannter Typ (Mike Genoun von Florida Sportfishing) gesagt er hat mal auf einem Parkplatz bei einer spontanen Demo ("hey kuck mal wie schön sich diese Rute biegt") eine parabolische Highend Rute abgebrochen, weil er sie seitlich belastet hat, statt entlang der normalen Biegerichtung.
Irgendwie ist das bei mir recht Stark im Hirn hängen geblieben, als Noobie, so in der Art "Dinge die man auf gar keinem Fall tun sollte". Aber dann war das vermutlich Pech auf seiner Seite oder Seemannsgarn?
 

Heringsdomteur

Stammnaffe
Mitglied seit
6 Mai 2011
Beiträge
926
Alter
53
Ort
42781 Haan
Oh je, der alte Flaschengeist des Spine/des Springpunktes kommt immer mal wieder aus seiner Flasche gekrochen :a045::a045::wink:
Nicht jeder Blank hat nur 1 Overlap/Springpunkt/Springer/Spine
Teilweise haben sie mehrere oder der Springer läuft sogar spiralig um den Blank. Welchen nimmt man dann!
Der Fall "1 Overlap + Springer + Krümmung des Blanks" alles auf einer Linie ist leider ein äußerst seltener Idealfall.
Ich baue meine Ruten schon lange nicht mehr primär nach dem "Spine" auf, sondern nach dem Ziel, im Endeffekt eine möglichst gerade Rute zu haben. Also schaue ich mir die "natürliche" Krümmung des Blanks (kaum ein Blank ist wirklich zu 100% stangengerade) ohne Belastung an und baue die Ringe so drauf, diese Krümmung mit dem Gewicht der Ringe "gerade zu hängen". Für den (seltenen Fall), dass der Blank tatsächlich keine Krümmung aufweist, schaue ich nach dem einzigen oder subjektiv stärksten Springer und richte mich danach beim Aufbau.
Und mit einem Rutenbruch hat der Spine schon mal gleich gar nichts zu tun! Was sein KANN, (nicht muss), ist dass man bei ausgeprägten Spines einen kleinen Unterschied messen kann in der Härte/der Federkraft des Blanks bei gleicher Biegung/Auslenkung, je nachdem ob die Biegung im 90°-Winkel oder im 0°Winkel zum Spine verläuft (wenn es denn auch wirklich nur einen und auch geraden Spine gibt, wie gesagt ein eher seltener Fall).
Mein Rat: Vergiss den Spine/den Overlap/ den Springpunkt und bau nach der vorherrschenden Krümmung des Blanks auf!:a010:
Kannst du bei der Gelegenheit auch etwas zum Thema Spiralanordnung der Ringe berichten. Wird ja in Norge auch öfters gefischt. Habe ich noch nicht probiert.
 

Rutenhalter

Stammnaffe
Mitglied seit
6 Juni 2014
Beiträge
2.025
Theoretisch ist eine Beschädigung des Blanks infolge einer ungünstigen Overlap-Belastungskombi schon möglich.

Dreht sich der Blank unter Belastung um die Längsachse weil nicht auf die Ringanordnung geachtet wurde und wurden vielleicht
noch ungünstig hohe Ringe eingesetzt, dann kann diese Torsionsbelastung für den Blank schädlich sein. Unter anderem sind aus
diesen Grund die Kohlefasern nicht nur unidirektional angeordnet.
Das ist aber sehr sehr theoretisch und wird in der Praxis nicht zu Schäden führen, da der Blank recht elastisch ist und das Moment
nicht riesig ist.

Häufig wird "zum Rutentest" die Spitze Fest in die Hand genommen und gezogen, das hat mit der geplanten Rutenbelastung wenig
zu tun, diese Art Einspannung der Spitze kommt beim Angeln nicht vor und da macht es je nach Einwirkung schon mal Knack.
Mehrfach selber gesehen. Aber das hat mit dem Overlap nichts zu tun.
 

MeFo-Schreck

Stammnaffe
Mitglied seit
16 Februar 2010
Beiträge
5.220
Alter
53
Ort
Viernheim
Zu dem Bruch angeblich wegen der seitlichen Belastung hat Thomas schon alles wissenswerte geschrieben :a020: :a020: :a020:
Das ist eben viel eher die Kategorie "Shit happens" als das da die Belastungsrichtung im Zusammenspiel mit dem Overlap eine Rolle gespielt hätte :genau:
Auch auf diese unselige "Sitte", an der Spitze direkt zu ziehen/biegen weist er zu 150% zu Recht hin! :a020::a020::a020:
Kannst du bei der Gelegenheit auch etwas zum Thema Spiralanordnung der Ringe berichten. Wird ja in Norge auch öfters gefischt. Habe ich noch nicht probiert.
Zum Thema Spiralguide-Anordnung gab es hier im Forum schon einige Threads, ich werde mal suchen und sie dann hier verlinken!:genau::a010:
 

Crusty

Stammnaffe
Mitglied seit
29 Dezember 2019
Beiträge
72
Ort
München
Sehr gut, wieder ein mal fieses Unwissen aus dem Internet im Kopf ausgemistet, danke :bindafuer:
 
Oben