und wieder mal, Deutschland freundlich Anglerland.

Blaufisch2004

Schiffskoch
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Auf einem der letzten Hessischen Angelgewässer wo das Eisfischen noch erlaubt war hat man nun endlich einen Riegel vorgeschoben. Seit dem 1.1. 2013 ist das Eisangeln auf dem Edersee verboten.
Einen plausieblen Grund dafür konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen. Ich habe lediglich die Aussagen einiger ansessiger Anler und Angelfachgeschäfte aufnehmen können, welche da heißen:
1. Die Verschmutzung auf dem Gewässer bei Eis ist zu schwerwiegend, welche ja nur von Anglern verursachtwird.
2. 2010 sind bedauerlicherweise zwei russische Angler ums Leben gekommen, welche aber auch leichtsinnig gehandelt haben und deshalb wurde das Eisangeln verboten.

Alleine im Jahr 2012 sind 410 Menschen bei Badeunfällen ums Leben gekommen, man hat aber keinen der Badeseen geschlossen.
Diesen Weg des geringsten Wiederstands finde ich einfach zum Kotzen(sorry), man spricht ei Verbot aus, keiner wehrt sich und gut ist.
Ich bin zwar kein ansessiger Ederseeangler bin aber dennoch gerne aus dem Rhein Maingebiet dahin zum eisangeln gefahren. Ich werde mich auch noch an höhere Stellen wenden um vieleich mehr zu erfahren und um Beschwerde anzubringen.
Vieleicht hat der ein oder andere Erfahrung mit ähnlichen Verboten und hat paar Tips auf Lager wie und was man machen kann.
 
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na Mario, hässte ma nich die Madendose lichen jelassen....duck und weg bin ich:-->
 
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Ich kann Deinen Ärger sehr gut verstehen Mario. Ich gehe auch gern aufs Eis, um zu Angeln.
Die bösen Eisangler machen alles dreckig, die Schlittschuhläufer sind die Saubermänner vor dem Herrn.
Deswegen ist ja wahrscheinlich auch nur das Angeln verboten, Schlittschuhlaufen bleibt erlaubt.
Keine Ahnung was in den Oberstübchen derjenigen vorgeht, die solche Entscheidungen treffen.
Ich denke, sie haben schlicht keine Ahnung.
Ich bin mal sehr gespannt, ob Du von "höherer Stelle" eine Antwort bekommst.
Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Erfolg bei Deinen Bemühungen.

Herzliche Grüße nach Schmitten
Rollo
 
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zwar bin ich kein Eisangler, aber mich regen solche Amtsstubenaktionen auch gewaltig auf. Es ist nur wirklich schwer dagegen vorzugehen. Einzige Möglichkeit ist, Anscheißer zu spielen und den Müll der Eishockeyspieler zu fotografieren .Gestern lag auf der B1 bei uns so eine Tüte mit großem M und der ganze Inhalt auf der Straße. Wird die Bude nun geschlossen???
 
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Ne die Bude nicht, aber die B1, dann kann man sowas nicht mehr vom Auto aus dorthin werfen:dance4:
Ich stimme euch zu, das ist immer das Gleiche. Ein paar Schwarze Schafe und schon wird mit dem großen Knüppel auf alle eingedroschen, die sich korrekt verhalten.:aerger:
 
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Ne die Bude nicht, aber die B1, dann kann man sowas nicht mehr vom Auto aus dorthin werfen:dance4:Ich stimme euch zu, das ist immer das Gleiche. Ein paar Schwarze Schafe und schon wird mit dem großen Knüppel auf alle eingedroschen, die sich korrekt verhalten.:aerger:
Nein, da muss ich dir wiedersprechen. Aber "wenn man einen Hund verdreschen will, dann findet man auch einen Knüppel".Das nennt sich Politik.Ich wurde vor 3 Jahren auch mal vom Eis gejagt, "wegen der Gefahr des Einbrechens". Ich hatte extra einen Borer bei und habe vorher gemessen. Es waren 40cm. Aber der mich verjagt hat war halt der Pächter und der hat damit immer Recht. Ich glaube, wenn ich der Pächter währe, würde ich auch auf Nr. Sicher gehen. Trotsdem war und bin ich sauer.
 
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Mario, wenn Du gern auf dem Eis angelst, könn wir ja mal einen Spätwintertrip nach Südschweden machen, hab ich für nächstes oder spätestens übernächstes Jahr geplant. Ferienhäuser direkt am See sind im Winter spottbillig, und in Schweden gibts mancherorts noch sehr gute Hecht- und Barschbestände, z.T. auch Zander. Vor allem geht Dir dort keiner mit unsinnigen Regeln und Vorschriften auf den Zeiger. Könn wir ja beim Schlachtfest mal drüber quatschen. Grüße, Ralph
 
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Hei Ralph, da können wir gerne mal drüber sprechen.
Ich habe heute eine E-mail an den Naturverband Kellerwald Edersee gesendet mit der höflichen Bitte um Aufklärung. Mal sehen was sich tut.
 
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Bei uns am Wasser das Eisangeln nicht ausgeübt !!!!!!!!!:arschabfrier:
Aber nach einem Wochenende wenn das Eis trägt müßtet
ihr mal sehen was da für ein Haufen Müll liegt.
NICHT VON ANGLERN!!!!!!!!!! GRUß ULLI:aufweck:
 
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damit das Eisangeln verboten wurde ist das eine, aber was bringt es jetzt mit den Finger auf andere(z.B. Schlittschuhläufer) zu zeigen. Erinnert mich an den Kindergarten.......der Klaus und der Hans haben doch aber auch mit Schnee geworfen.

AF
 
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Interessant wäre ja mal zu wissen was die betroffenen Vereine, der Hessische AV und der VDSF im allgemeinen dazu sagen. Die beiden letzteren sind aber z.Z. mit ganz anderen Dingen beschäftigt und die betroffenen Vereine und deren Mitglieder scheint es ja nicht weiter zu stören. :aufweck:
Solange die Mitglieder das mitmachen und sich gefallen lassen ist doch alles i.O. und es gehört ihnen nicht anders.
Da werden nach dem 15.02.2013 noch ganz andere Sachen kommen und so mancher Zeitgenosse wird sich umschauen. :spiegel:
 
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Eisangeln ist meine unangefochtene Nummer 1 unter den verschiedenen Angel-Disziplinen.

Über den großen Reiz der von dieser herrlichen Fischwaid ausgeht, ist im Eisangel-Thread schon viel geschrieben worden.
Mich trifft dieses unverständliche Verbot hart. Wieder eine Möglichkeit weniger Natur und Erholung bei unserem schönen Hobby genießen zu können. Was ist wenn dieser Trend so anhält? Werden wir unseren Angler-Nachwuchs noch in die Geheimnisse dieser tollen Angelei einweihen können?

Mag schon sein, dass die Entscheidungsträger es abstrakt finden Löcher ins Eis zu bohren um Fische zu fangen. Schließlich kann man doch Fisch auch kaufen. Ich erwarte auch gar kein Verständnis für unsere Leidenschaft.

Akzeptanz würde schon reichen.
 
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So mal ein kleiner Zwichenstand.
Meine Mails an den Naturschutzverband blieben bis jetzt unbeantwortet.:O
Von einem ansässigen Angelverein wurd mir gesagt das das Verbot genau von diesem Verein in Zusammenarbeit mit der Wasserschutzpolizei erlassen wurde. Gründe sind der stark schwankende Wasserstand( war vor 20 Jahren auch schon so) un die Unvernuft der Eisangler bei zu dünnem Eis dieses zu betreten(Spaziergänger machen das natürlich nicht).
Habe mich jetzt erst mal direkt an die Wasserschutzpolizei gewannt um genaueres zu erfahren.

Übrigens bei dem angeschriebenen Angelvereinen stand das Thema Eisangelverbot nicht mal auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung. Soweit sind wir schon in unserem Land, man nimmts hin und gut.
 
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So man glaubt es kaum, aber heute kam Bewegung in die Sache. Sowohl Naturverband Kellerwald als auch Wasserschutzpolizei(WSP) haben mir geantwortet. Mit letzterem habe ich sogar noch ein 10 Minütiges Telefonat geführt. Da beide Einrichtungen gemeinsam an einem Strang ziehen und die selben Interessen verfolgen kam es auch zu identischen Antworten.

In groben Zügen hier mal die Gründe für das momentane Eisangelverbot.
Der Edersee unterliegt sehr starken Wasserstandsschwankungen bedingt auch durch die zeitweise Einspeisung der Weser, deshalb gelten hier besondere Sicherheitanforderungen und auch Bedenken.
Das Eisangeln hat in den letzten 10 Jahren enorm zugenommen, waren vor 10 Jahren nicht mehr als 20 Angler an einem schönen Wochenende auf dem See, so sind es heute mehrere 100. und das vor allem Angler aus Osteuropäischen Ländern.
Der Naturschutz und Tierschutz wird nicht immer so genau genommen. Das heißt Müll und Fäkalien bleiben auf dem Eis zurück und Fische werden nicht vorschriftsmäßig getötet.
Hinzu kommt noch das der Edersee eine Bundeswasserstraße ist und demnach direkt dem Schutz der WSP unterliegt.
Fazit:
Anlieger und anliegende Angler haben kein Interesse am Eisangeln, fühlen sich in Ihrer Ruhe gesört, und deshalb haben sie mit dem Verbot keinerlei Probleme. Man ist ein lästiges, ohne selbst in Aktion treten zu müssen, Problem losgeworden. Man hat jetzt seine Plötzen und Güstern auf die man ja sowiso nicht angelt wieder für sich. Die zehn deutschen Angler die aller drei Jahre mal zum Eisangel kommen(denn es ist ja nicht jedes Jahr Eis) werden schon was anderes finden.

Ich werde jetzt aber noch nicht aufgeben und mich noch mal mit der Naturschutzbehörde in Verbindung setzen, um vieleicht für die Zukunft einen Kompromiss zu finden. Ideen sind schon im Kopf müssen nur noch in Worte gefasst werden.
 
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