Reisebericht Norwegen (Sula 10.08.- 26.08.2006)
Mitfahrer: Jürgen Grahl, Uwe Onescheit, Werner Brüns, Jan Linder, Jörn + Kai Wilkens
Verfasst von Jürgen Grahl
Nordwest von Frøya, mit dem Atlantik als unmittelbarem Nachbarn, liegt inmitten einer Unzahl von Holmen und Schären das Fischerdorf Sula
mit heute 200 Einwohnern.
Sula besitzt eine einzigartige Küstenlandschaft, wo nur die Schreie der Möwen, das Motortuckern oder die Brandung des Meeres durchbrechen
die Stille (sollte nicht eines der beiden Autos der Insel unterwegs sein!)
Im Ort befindet sich ein moderner Supermarkt, als auch eine Poststation.
Und alles überragt der Leuchtturm von Sula.
Unsere 16 tägige Tour nach Sula beginnt am Mittwoch, 09.08. um 12.00 Uhr in Reinbek.
Treffen mit Werner und dann geht es los. "Einkaufen ist angesagt"
Aldi, Penny und Fegro werden nacheinander abgefahren. Aufschnitt, Filet, Getränke usw. werden eingekauft und im Bus verstaut.
Dann kommen die Koffer, Fischkisten und Angelgeräte an die Reihe.
Am nächsten Morgen geht es, mit zwei PKW´s, um 10.00 Uhr
Richtung Kiel los.
Gegen 11.20 Uhr kommen wir in Kiel an.
Die Einschiffung beginnt um 13.00 Uhr und die Abfahrt erfolgt pünktlich um 14.00 Uhr.
Warten auf die Fähre und beratschlagen wie wohl die Größten Fische zu überlisten sind.
Beim skandinavischen Büfett um 17.30 Uhr (32,00 Euro pro Peron) lassen sich alle Mitfahrer das Essen munden.
Wahlweise kann man auch in der Kaffeeteria essen. Ob es wesentlich billiger ist, weiß ich nicht.
Danach werden aus reiner Vorsichtmaßname vor dem Zoll, 3 Flaschen Whisky entsorgt.
Rechtzeitig und müde gehen wir dann gegen 24.00 Uhr ins Bett.
Frühstück um 8.00 Uhr, da wir ja um 9.00 Uhr in Oslo anlegen sollen. (Sollen !!!!)
Nach einer endlosen Fahrt haben wir endlich um 11.30 Uhr in Oslo angelegt.
Jetzt wird es knapp, denn wir sollen um 19.45 Uhr die (letzte) Fähre von Frøya nach Sula nehmen.
Nach mehreren Telefonaten erfahren wir, dass wir von Hitra zur Fähre, cirka 1 Stunde brauchen.
Ohne Pause (nur 4 Minuten Pinkelpause) und immer an der Grenze des Erlaubten, komen wir um 18.55 Uhr auf Hitra an der Touristeninformation an.
Entgegennehmen der Papiere und weiter geht es.
Mit einem Auge auf dem Navi und einem Auge auf die Karte ziehen wir die letzten Kilometer runter.
Letzte Kurve und wir sind da. (19.45 Uhr auf die Minute)
Hurra, die Fähre ist noch da!!!
Dann der Schock, die Fähre ist bis zum letzten PKW-Platz voll; und dafür sind wir so gejagt.
Aber der Kapitän der Fähre legt eine Sonderfahrt für uns ein. Mann, haben wir Glück!
Warten auf die Fähre von Frøya nach Sula.
Lieber 2 Stunden warten.
Roger, unser Vermieter wollte uns sonst mit dem Boot abholen, die Autos hätten wir dann nächsten Tag abgeholt.
Endlich auf der Fähre, statt 19.45 Uhr geht es erst um 22.00 Uhr los.
Mit etwas Verspätung sind wir um 22.00 Uhr auf der Fähre und um 22.30 Uhr befahren wir das erste Mal Sula.
2 Minuten mit dem Auto und wir sind an den Hütten.
Auspacken und Einräumen zusammen mit 200 Milliarden Mücken.
Unterkunft mit 4 separaten Wohnungen (75 qm), auf der anderen Seite liegen die 8 Alu-Boote.
1. Tag auf Sula 12.08.06:
Leichter Wind und leichte See.
Um 9.00 Uhr ist die Übernahme der 19,5 ft. Alu-Boote mit 50 PS Viertaktaußenborder mit Kartenplotter und Echolot.
Sicherheitsausrüstung ist ebenso an Board.
Dann geht es los, mit bis zu 21 kn fahren wir weit zu den Fischgründen auf den Atlantik hinaus.
Wichtig, erstmal das Fahrwasser erkunden, denn bei Nebel oder schlechter Sicht ist die Einfahrt nach Sula,
für ungeübte Bootsfahrer sehr schwer und ohne Kartenplotter wohl kaum zu finden.
Nachdem wir uns mit den Gegebenheiten vertraut gemacht haben, geht es los.
Der erste Angeltag kann beginnen.
Einige gute Dorsche, Pollacks und Seelachse werden gefangen.
2. Tag auf Sula 13.08.06:
Kaum Wind und ruhiges Wasser.
Jetzt soll es etwas größerem Fischen an den Kragen gehen.
Einige von uns nehmen einen silbernen Pilker zwischen 200 gr. und 400 gr. beködern den Drilling mit Fischfetzen von Seelachs oder Makrele und lassen die Montage ca. 1,00 m über den Grund tanzen.
Man kann auch mit einem Kupferrohr, Birnenblei zwischen 500 gr. und 800 gr. und einem Nachläufer ca. 1,50 m fischen.
Hiermit hat man sehr gute Chancen auf Heilbutt, Leng, Lump und große Dorsche.
Siehe da, der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten.
Kai drillt mal wieder, "geht doch", zwei schöne Dorsche von 11 KG und 11,5 KG kommen über die "Planken"
Schlachtplatz aus Edelstahl mit Kunststoffplatten zum abnehmen "Da macht das filetieren Spass! Kai freut sich und Werner kann nur staunen!
Danach haben wir Entrecote gegrillt. Dazu gebackene Zwiebeln mit Soße Bernaise und Pilzen gegessen.
Zwischendurch haben wir natürlich über die gefangenen und verlorenen Fische gefachsimpelt.
Vor dem Haus auf der Terrasse kann man übrigens sehr gut grillen.
Die nächsten Tage auf Sula:
In der ersten Woche ist das Wetter sehr gut, das heißt gutes Angelwetter.
Leichter bis mäßiger Wind mit guter Drift.
Jetzt werden auch die meisten und größten Fische gefangen.
Jürgen mit seinem schwersten Dorsch von 12 kg, auch gefangen auf Pilker mit Fetzen
Jürgen mit zwei schönen Leng´s von 6 kg & 7 kg, gefangen in ca. 58 m Tiefe auf Pilker mit Fetzen
Jan drillt mit voller Begeisterung, in der Hoffnung auf "den Fisch".........und er soll Recht behalten! Was für ein Monsterfisch!!!
Jan strahlt er hat ihn, seinen größten Dorsch von 21,5 kg gefangen in ca. 48 m Tiefe auf Pilker
Uwe mit zwei wild kämpfenden Pollacken 6,3 kg & 6,7 kg, gefangen beim Raufkurbeln
Auch Werner hat Fische gefangen, was man an seinem Gesichsausdruck sehen kann !
Das Wetter ist wirklich super, wir können fast jeden Tag draussen essen. Nur der Wind macht uns ab und zu zuschaffen.
Zwischendurch sind wir nach Filan, auf die Insel Hirta gefahren, was man nur machen soll, wenn man wirklich genügend Zeit hat.
Da die Fähre nicht sehr oft fährt. (max. 4 mal)
Startzeit am Haus war 10.00 Uhr, Ankunft 18.00 Uhr
Wir sind kurz zum Supermarkt in Filan und haben einen Zwischenstop in Kvenvær eingelegt.
Tankstelle (Benzin & Diesel) und Supermarkt in Kvenvær, Bezahlung mit EC-Karte möglich.
Die zweite Woche auf Sula:
Die Luft ist raus, wir haben sowiel Fischfilet, das die Truhen fast voll sind.
Einige Dorsche und Lumpen von ca. 3 kg bis 5 kg werden schonend zurückgesetzt.
3 Tage fahren wir nur sporadisch hinaus, der Wind hat zugenommen und man kann im Atlantik kaum angeln.
Trotzdem werden noch zahlreiche und große Fische gefangen.
Schöne Seelachs und Pollack - Wie sagt man so schön? "Die Wanne ist voll................"
Jörn mit Dorsch gefangen auf " Torskallen " - Jan mit Pilker und Drilling - 3 Haken = 3 Fische
Jörg drillt gespannt und denkt: "Jetzt noch einen schönen Steinbeisser oder Heilbutt" das wärs!!!
Jörn kann es nicht glauben " schon wieder ein Lump " fast wie Stippen auf Rotaugen und Uwe strahlt mit 2 Pollacken um die Wette
Das Schlachthaus von "Sula Rorbuer" mit Anlegesteg - Im linken Gebäudeteil befindet sich ein ca. 10 qm großer Gefrierraum
An den Tagen wo starker Wind war, wurde nur rumgegammelt. Hat auch etwas Gutes, so gab es mal früh Mittagessen.
Danach ging es für Jürgen und Kai an die Playstation. Unter anderem wurden mehrere Langzeitrennen fahren,
auch die GTM Meisterschaft von Japan..
Nach 10 langen Rennen wurde Kai endlich Japanischer Meister und gewann einen Toyota
Jan übt Golf, was für das erste Mal sehr gut war! - Kai kann es kaum erwarten, er möchte mit Jürgen PES 5 spielen (Fussball)
War wohl doch nicht so gut, nach 5 verlorenen Spielen, die sehr knapp verliefen
und nach dem letzten Spiel (Barcelona - Arsenal 6:1) kannte er endlich "Ronaldino" (machte im letzten Spiel 5 Tore)
Aber Kai schwor Revange und im nächsten Urlaub sollen die Ergebnisse besser aussehen.
Mal abwarten :lachtot:
Drei Tage in der Bude, das langt, jetzt wollen wir es nochmal wissen, mal sehen was man an den Haken bekommt.
Herrliche Fische, gefangen im Atlantik, meist vor "Toskskallen" ca. 30 Min. Fahrzeit. - Jan mit einem Pollack von 11 kg - Jörn mit 5 kg Dorsch
Kai mit einem gewöhnlichen Beifang. Seelachs und kleine Rotbarsche, die abgezogen und gebraten ganz lecker schmecken.
Anlegemanöver am Steg von "Sula Rorbuer" klappt eigendlich ganz gut, da wir normalerweise Innenborder statt Außenborder gewöhnt sind
Jürgen und Werner versuchen Ihr Glück das letzte mal, dann geht es zurück und die Angelsasion 2006 ist für uns in Sula beendet.
Rückfahrt nach Hamburg 24.08.06:
Heute geht es zurück. Die Fischkisten sind voll, Ruten, Rollen und Zubehör sind vom Salzwasser gereinigt und verpackt.
Jetzt beginnt das Warten, denn die Fähre fährt erst um 21.15 Uhr.
Einige von uns versuchen die Zeit mit Lesen zu überbrücken, andere versuchen noch ein Stündchen zu schlafen.
Dann ist es soweit, Fischkisten ins Auto und ab zur Fähre.
Nach 2 Minuten haben wir die Fähre erreicht und fahren pünktlich ab.
Urlaub ist zu Ende, Rückfahrt zurück nach Frøya, vorbei an einer Lachszucht
Nach 1 1/2 Stunden Fahrzeit fahren wir mit unseren Autos um 22.45 Uhr auf Frøya von der Fähre, kurz tanken und weiter geht es im Nebel bis Orkanger.
Ab da ist der nervige Nebel vorbei. Nach mehreren Pausen kommen wir geschlaucht und müde um 8.10 Uhr in Oslo an.
Jetzt heißt es wieder warten bis 13.00 Uhr, dann ist "Einschiffen" und 15 Minuten später bezeihen wir glücklich unsere Außenkabinen.
Nach dem skandinawischen Büfett um 17.30 Uhr fallen wir gegen 19.00 Uhr hundemüde in die Kojen.
Wir erreichen Kiel um 9.30 Uhr und haben das Schiff um 9.45 Uhr verlassen.
Fazit:
Sula hat eine sehr schön und vielfältige Angelregion, ist aber nur was für wetterfeste und erfahrene Norwegenfahrer, denn die vielen Holme und Schären machen das Fahren und Navigieren mit den Booten nicht einfach.
Vom Preis her ist Sula etwas teurer, da die Boote Benzin anstatt wie sonst Diesel verbrauchen. Wir haben für Benzin 500,00 Euro bezahlt.
Die Außenborder haben hier den Vorteil, dass man sie bei sehr flachem Wasser schnell elektrisch anheben kann.
Somit ist die Gefahr, dass die Schraube an Steinen geschädigt wird gering.
Trotzdem sollte man nicht überheblich werden und besonnen fahren.
Schwedische Angler, die neben uns wohnten, mussten eine Schraube bezahlen und haben dafür mehrere hundert Kronen hinlegen müssen.
Die Unterkünfte sind für 6 Personen ausgelegt, was natürlich den Preis beeinflußt und mit 6 Personen auf einem Boot ist wohl auch nicht das Wahre.
Wir hatten mit 6 Leuten, 2 Unterkünfte und 2 Boote.
Also reichlich Platz und jeder hatte sein eigenes Zimmer.
Der Preis lag etwas über 1700,00 Euro pro Person incl. Fähre Kiel - Oslo - Kiel mit Außenbettkabinen, Sandinavischem Büfett und Frühstück,
Benzingeld für 2 Auto´s und 2 Boote, Unterkunft, Verpflegung vor Ort ohne alkoholische Getränke.
Bei der nächsten Fahrt würde ich nicht mehr die Fähre Kiel - Oslo - Kiel wählen, sondern nur die Hinfahrt Kiel - Oslo und die Rückfahrt
über Schweden vorziehen. Eventuell mit einer Übernachtung in der Nähe von Oslo.
Dann hat man die Wartezeit auf Sula nicht und man kann Morgens nach dem Frühstück die Fähre um 10.10 Uhr nehmen.
Die Fähre Frøya - Sula - Frøya fähr Mo. - Do. wie folgt:
Ab Dyrøy (Froya): 8.30 / 11.40 / 16.30 / 19.45
Ab Lomsøya (Sula) 10.10 / 12.35 / 15.10 / 18.00 / 21.15
Andere Abfahrtzeiten kann man unter Fährplan ersehen.
Aber bitte immer auf den Abfahrtsort achten: Dyrøy (Froya) oder Lomsøya (Sula)
Die aktuellsten Wetterdaten von Sula
Mitfahrer: Jürgen Grahl, Uwe Onescheit, Werner Brüns, Jan Linder, Jörn + Kai Wilkens
Verfasst von Jürgen Grahl
Nordwest von Frøya, mit dem Atlantik als unmittelbarem Nachbarn, liegt inmitten einer Unzahl von Holmen und Schären das Fischerdorf Sula
mit heute 200 Einwohnern.
Sula besitzt eine einzigartige Küstenlandschaft, wo nur die Schreie der Möwen, das Motortuckern oder die Brandung des Meeres durchbrechen
die Stille (sollte nicht eines der beiden Autos der Insel unterwegs sein!)
Im Ort befindet sich ein moderner Supermarkt, als auch eine Poststation.
Und alles überragt der Leuchtturm von Sula.
Unsere 16 tägige Tour nach Sula beginnt am Mittwoch, 09.08. um 12.00 Uhr in Reinbek.
Treffen mit Werner und dann geht es los. "Einkaufen ist angesagt"
Aldi, Penny und Fegro werden nacheinander abgefahren. Aufschnitt, Filet, Getränke usw. werden eingekauft und im Bus verstaut.
Dann kommen die Koffer, Fischkisten und Angelgeräte an die Reihe.
Am nächsten Morgen geht es, mit zwei PKW´s, um 10.00 Uhr
Richtung Kiel los.
Gegen 11.20 Uhr kommen wir in Kiel an.
Die Einschiffung beginnt um 13.00 Uhr und die Abfahrt erfolgt pünktlich um 14.00 Uhr.
Warten auf die Fähre und beratschlagen wie wohl die Größten Fische zu überlisten sind.
Beim skandinavischen Büfett um 17.30 Uhr (32,00 Euro pro Peron) lassen sich alle Mitfahrer das Essen munden.
Wahlweise kann man auch in der Kaffeeteria essen. Ob es wesentlich billiger ist, weiß ich nicht.
Danach werden aus reiner Vorsichtmaßname vor dem Zoll, 3 Flaschen Whisky entsorgt.
Rechtzeitig und müde gehen wir dann gegen 24.00 Uhr ins Bett.
Frühstück um 8.00 Uhr, da wir ja um 9.00 Uhr in Oslo anlegen sollen. (Sollen !!!!)
Nach einer endlosen Fahrt haben wir endlich um 11.30 Uhr in Oslo angelegt.
Jetzt wird es knapp, denn wir sollen um 19.45 Uhr die (letzte) Fähre von Frøya nach Sula nehmen.
Nach mehreren Telefonaten erfahren wir, dass wir von Hitra zur Fähre, cirka 1 Stunde brauchen.
Ohne Pause (nur 4 Minuten Pinkelpause) und immer an der Grenze des Erlaubten, komen wir um 18.55 Uhr auf Hitra an der Touristeninformation an.
Entgegennehmen der Papiere und weiter geht es.
Mit einem Auge auf dem Navi und einem Auge auf die Karte ziehen wir die letzten Kilometer runter.
Letzte Kurve und wir sind da. (19.45 Uhr auf die Minute)
Hurra, die Fähre ist noch da!!!
Dann der Schock, die Fähre ist bis zum letzten PKW-Platz voll; und dafür sind wir so gejagt.
Aber der Kapitän der Fähre legt eine Sonderfahrt für uns ein. Mann, haben wir Glück!
Warten auf die Fähre von Frøya nach Sula.
Lieber 2 Stunden warten.
Roger, unser Vermieter wollte uns sonst mit dem Boot abholen, die Autos hätten wir dann nächsten Tag abgeholt.
Endlich auf der Fähre, statt 19.45 Uhr geht es erst um 22.00 Uhr los.
Mit etwas Verspätung sind wir um 22.00 Uhr auf der Fähre und um 22.30 Uhr befahren wir das erste Mal Sula.
2 Minuten mit dem Auto und wir sind an den Hütten.
Auspacken und Einräumen zusammen mit 200 Milliarden Mücken.
Unterkunft mit 4 separaten Wohnungen (75 qm), auf der anderen Seite liegen die 8 Alu-Boote.
1. Tag auf Sula 12.08.06:
Leichter Wind und leichte See.
Um 9.00 Uhr ist die Übernahme der 19,5 ft. Alu-Boote mit 50 PS Viertaktaußenborder mit Kartenplotter und Echolot.
Sicherheitsausrüstung ist ebenso an Board.
Dann geht es los, mit bis zu 21 kn fahren wir weit zu den Fischgründen auf den Atlantik hinaus.
Wichtig, erstmal das Fahrwasser erkunden, denn bei Nebel oder schlechter Sicht ist die Einfahrt nach Sula,
für ungeübte Bootsfahrer sehr schwer und ohne Kartenplotter wohl kaum zu finden.
Nachdem wir uns mit den Gegebenheiten vertraut gemacht haben, geht es los.
Der erste Angeltag kann beginnen.
Einige gute Dorsche, Pollacks und Seelachse werden gefangen.
2. Tag auf Sula 13.08.06:
Kaum Wind und ruhiges Wasser.
Jetzt soll es etwas größerem Fischen an den Kragen gehen.
Einige von uns nehmen einen silbernen Pilker zwischen 200 gr. und 400 gr. beködern den Drilling mit Fischfetzen von Seelachs oder Makrele und lassen die Montage ca. 1,00 m über den Grund tanzen.
Man kann auch mit einem Kupferrohr, Birnenblei zwischen 500 gr. und 800 gr. und einem Nachläufer ca. 1,50 m fischen.
Hiermit hat man sehr gute Chancen auf Heilbutt, Leng, Lump und große Dorsche.
Siehe da, der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten.
Kai drillt mal wieder, "geht doch", zwei schöne Dorsche von 11 KG und 11,5 KG kommen über die "Planken"
Schlachtplatz aus Edelstahl mit Kunststoffplatten zum abnehmen "Da macht das filetieren Spass! Kai freut sich und Werner kann nur staunen!
Danach haben wir Entrecote gegrillt. Dazu gebackene Zwiebeln mit Soße Bernaise und Pilzen gegessen.
Zwischendurch haben wir natürlich über die gefangenen und verlorenen Fische gefachsimpelt.
Vor dem Haus auf der Terrasse kann man übrigens sehr gut grillen.
Die nächsten Tage auf Sula:
In der ersten Woche ist das Wetter sehr gut, das heißt gutes Angelwetter.
Leichter bis mäßiger Wind mit guter Drift.
Jetzt werden auch die meisten und größten Fische gefangen.
Jürgen mit seinem schwersten Dorsch von 12 kg, auch gefangen auf Pilker mit Fetzen
Jürgen mit zwei schönen Leng´s von 6 kg & 7 kg, gefangen in ca. 58 m Tiefe auf Pilker mit Fetzen
Jan drillt mit voller Begeisterung, in der Hoffnung auf "den Fisch".........und er soll Recht behalten! Was für ein Monsterfisch!!!
Jan strahlt er hat ihn, seinen größten Dorsch von 21,5 kg gefangen in ca. 48 m Tiefe auf Pilker
Uwe mit zwei wild kämpfenden Pollacken 6,3 kg & 6,7 kg, gefangen beim Raufkurbeln
Auch Werner hat Fische gefangen, was man an seinem Gesichsausdruck sehen kann !
Das Wetter ist wirklich super, wir können fast jeden Tag draussen essen. Nur der Wind macht uns ab und zu zuschaffen.
Zwischendurch sind wir nach Filan, auf die Insel Hirta gefahren, was man nur machen soll, wenn man wirklich genügend Zeit hat.
Da die Fähre nicht sehr oft fährt. (max. 4 mal)
Startzeit am Haus war 10.00 Uhr, Ankunft 18.00 Uhr
Wir sind kurz zum Supermarkt in Filan und haben einen Zwischenstop in Kvenvær eingelegt.
Tankstelle (Benzin & Diesel) und Supermarkt in Kvenvær, Bezahlung mit EC-Karte möglich.
Die zweite Woche auf Sula:
Die Luft ist raus, wir haben sowiel Fischfilet, das die Truhen fast voll sind.
Einige Dorsche und Lumpen von ca. 3 kg bis 5 kg werden schonend zurückgesetzt.
3 Tage fahren wir nur sporadisch hinaus, der Wind hat zugenommen und man kann im Atlantik kaum angeln.
Trotzdem werden noch zahlreiche und große Fische gefangen.
Schöne Seelachs und Pollack - Wie sagt man so schön? "Die Wanne ist voll................"
Jörn mit Dorsch gefangen auf " Torskallen " - Jan mit Pilker und Drilling - 3 Haken = 3 Fische
Jörg drillt gespannt und denkt: "Jetzt noch einen schönen Steinbeisser oder Heilbutt" das wärs!!!
Jörn kann es nicht glauben " schon wieder ein Lump " fast wie Stippen auf Rotaugen und Uwe strahlt mit 2 Pollacken um die Wette
Das Schlachthaus von "Sula Rorbuer" mit Anlegesteg - Im linken Gebäudeteil befindet sich ein ca. 10 qm großer Gefrierraum
An den Tagen wo starker Wind war, wurde nur rumgegammelt. Hat auch etwas Gutes, so gab es mal früh Mittagessen.
Danach ging es für Jürgen und Kai an die Playstation. Unter anderem wurden mehrere Langzeitrennen fahren,
auch die GTM Meisterschaft von Japan..
Nach 10 langen Rennen wurde Kai endlich Japanischer Meister und gewann einen Toyota
Jan übt Golf, was für das erste Mal sehr gut war! - Kai kann es kaum erwarten, er möchte mit Jürgen PES 5 spielen (Fussball)
War wohl doch nicht so gut, nach 5 verlorenen Spielen, die sehr knapp verliefen
und nach dem letzten Spiel (Barcelona - Arsenal 6:1) kannte er endlich "Ronaldino" (machte im letzten Spiel 5 Tore)
Aber Kai schwor Revange und im nächsten Urlaub sollen die Ergebnisse besser aussehen.
Mal abwarten :lachtot:
Drei Tage in der Bude, das langt, jetzt wollen wir es nochmal wissen, mal sehen was man an den Haken bekommt.
Herrliche Fische, gefangen im Atlantik, meist vor "Toskskallen" ca. 30 Min. Fahrzeit. - Jan mit einem Pollack von 11 kg - Jörn mit 5 kg Dorsch
Kai mit einem gewöhnlichen Beifang. Seelachs und kleine Rotbarsche, die abgezogen und gebraten ganz lecker schmecken.
Anlegemanöver am Steg von "Sula Rorbuer" klappt eigendlich ganz gut, da wir normalerweise Innenborder statt Außenborder gewöhnt sind
Jürgen und Werner versuchen Ihr Glück das letzte mal, dann geht es zurück und die Angelsasion 2006 ist für uns in Sula beendet.
Rückfahrt nach Hamburg 24.08.06:
Heute geht es zurück. Die Fischkisten sind voll, Ruten, Rollen und Zubehör sind vom Salzwasser gereinigt und verpackt.
Jetzt beginnt das Warten, denn die Fähre fährt erst um 21.15 Uhr.
Einige von uns versuchen die Zeit mit Lesen zu überbrücken, andere versuchen noch ein Stündchen zu schlafen.
Dann ist es soweit, Fischkisten ins Auto und ab zur Fähre.
Nach 2 Minuten haben wir die Fähre erreicht und fahren pünktlich ab.
Urlaub ist zu Ende, Rückfahrt zurück nach Frøya, vorbei an einer Lachszucht
Nach 1 1/2 Stunden Fahrzeit fahren wir mit unseren Autos um 22.45 Uhr auf Frøya von der Fähre, kurz tanken und weiter geht es im Nebel bis Orkanger.
Ab da ist der nervige Nebel vorbei. Nach mehreren Pausen kommen wir geschlaucht und müde um 8.10 Uhr in Oslo an.
Jetzt heißt es wieder warten bis 13.00 Uhr, dann ist "Einschiffen" und 15 Minuten später bezeihen wir glücklich unsere Außenkabinen.
Nach dem skandinawischen Büfett um 17.30 Uhr fallen wir gegen 19.00 Uhr hundemüde in die Kojen.
Wir erreichen Kiel um 9.30 Uhr und haben das Schiff um 9.45 Uhr verlassen.
Fazit:
Sula hat eine sehr schön und vielfältige Angelregion, ist aber nur was für wetterfeste und erfahrene Norwegenfahrer, denn die vielen Holme und Schären machen das Fahren und Navigieren mit den Booten nicht einfach.
Vom Preis her ist Sula etwas teurer, da die Boote Benzin anstatt wie sonst Diesel verbrauchen. Wir haben für Benzin 500,00 Euro bezahlt.
Die Außenborder haben hier den Vorteil, dass man sie bei sehr flachem Wasser schnell elektrisch anheben kann.
Somit ist die Gefahr, dass die Schraube an Steinen geschädigt wird gering.
Trotzdem sollte man nicht überheblich werden und besonnen fahren.
Schwedische Angler, die neben uns wohnten, mussten eine Schraube bezahlen und haben dafür mehrere hundert Kronen hinlegen müssen.
Die Unterkünfte sind für 6 Personen ausgelegt, was natürlich den Preis beeinflußt und mit 6 Personen auf einem Boot ist wohl auch nicht das Wahre.
Wir hatten mit 6 Leuten, 2 Unterkünfte und 2 Boote.
Also reichlich Platz und jeder hatte sein eigenes Zimmer.
Der Preis lag etwas über 1700,00 Euro pro Person incl. Fähre Kiel - Oslo - Kiel mit Außenbettkabinen, Sandinavischem Büfett und Frühstück,
Benzingeld für 2 Auto´s und 2 Boote, Unterkunft, Verpflegung vor Ort ohne alkoholische Getränke.
Bei der nächsten Fahrt würde ich nicht mehr die Fähre Kiel - Oslo - Kiel wählen, sondern nur die Hinfahrt Kiel - Oslo und die Rückfahrt
über Schweden vorziehen. Eventuell mit einer Übernachtung in der Nähe von Oslo.
Dann hat man die Wartezeit auf Sula nicht und man kann Morgens nach dem Frühstück die Fähre um 10.10 Uhr nehmen.
Die Fähre Frøya - Sula - Frøya fähr Mo. - Do. wie folgt:
Ab Dyrøy (Froya): 8.30 / 11.40 / 16.30 / 19.45
Ab Lomsøya (Sula) 10.10 / 12.35 / 15.10 / 18.00 / 21.15
Andere Abfahrtzeiten kann man unter Fährplan ersehen.
Aber bitte immer auf den Abfahrtsort achten: Dyrøy (Froya) oder Lomsøya (Sula)
Die aktuellsten Wetterdaten von Sula
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