Svengo
Stammnaffe
- Registriert
- 18 August 2013
- Beiträge
- 99
- Alter
- 49
🎣 Angelbericht – Pollack, Dorsch & Heilbutt Rund um Betten Rorbuer
Erst mal das Wichtigste:
Das Revier
Wir hatten in vier Tagen unsere Quote mit den Zielfischen Pollack und Dorsch voll. Entnommen haben wir nur schöne Küchengrößen. Zusätzlich haben wir noch ca. 10 kg Filet verschenkt, da einige Gruppen ihr Limit noch nicht erreicht hatten und uns nach Pollackfilet gefragt haben.
Ein echtes Highlight war unser 1,7 m Heilbutt, gefangen auf einem 17‑Meter‑Berg mit dem Gufi Crasy Dasy. Ein 45 Minutendrill mit zwei Fluchten auf einer dünnen Rute!
Ein Super Erlebnis für alle an Board!!
Nach dem Foto haben wir den Heilbutt aber wieder schwimmen lassen.
Wir fanden es einfach zu Schade den zu schlachten!
Bis gestern kamen noch zwei weitere Heilbutte im Camp dazu – ebenfalls auf flacheren Bergen gefangen. Der größte Dorsch, den ich hier gesehen habe, lag bei 1,08 m.
Es gibt extrem viele Möglichkeiten, die Zielfische zu fangen. Wir haben uns aber erstmal auf die linke Schärenseite konzentriert. Beim nächsten Mal schauen wir uns dann auch die rechte Seite genauer an 😉
Das Revier ist allerdings nicht ohne. Wenn man nicht aufpasst, kann es schnell gefährlich werden. Grip bzw. Nordkleppen war uns bei dem wechselnden Wetter zu weit draußen. Können wir nur bei konstant gutem Wetter empfehlen, da vor der Insel schnell lange Dünungswellen mit zusätzlichen Windwellen entstehen.
Vorgestern hat leider eine Gruppe ihren 150‑PS‑Motor inkl. Lenkung und Getriebe an einem Stein zerstört. Schaden laut Aussage rund 8000- 10.000 € 🫣
👉 Also: Kartenplotter nutzen, an die „Fähnchen“ halten und immer wachsam sein!
Angelmethode und Köder
Geangelt haben wir im Prinzip wie auf Zander: Also mit 20–60 g, weit rauswerfen, bis auf dem Grund fallen lassen, mittelschnell einkurbeln, mal einen kleinen Stop einlegen und dann auf den typischen Pollack‑Einschlag warten 😉
Also kein klassisches Pilken mit dem „German‑Tannenbaum“ oder 500 g Naturköder in 100-200 Metern Tiefe runterlassen und dann kurbeln bis der Arm brennt 💪
Unsere Top‑Köder auf Pollack und Dorsch waren:
* Savage Gear Sandeel V2 in Lemon und Blau (22 g, 33 g, 46 g und 86 g)
* Westin Crasy Dasy→ darauf kam unser Heilbutt und auch gute Dorsche
Die anderen Heilbutte im Camp wurden übrigens als Überbeißer auf Seelachs gefangen.
Haus / Camp
* gutes Filetierhaus, alles da was man braucht
* 60 PS Boote mit Kartenplotter inkl. Tiefenstruktur
* Verbrauch fanden wir sehr gering (wir sind aber auch nicht Vollgas gefahren)
* Benzinservice zu einem fairen Preis
Das Haus Nr. 5 ist eher einfach:
* nur ein Bad (Toilette, Dusche, kleines Waschbecken)
* Ausstattung bei Geschirr, Besteck und Möbeln etwas „zusammengewürfelt“
Positiv:
* kleiner Vorraum für Angelsachen
* Truhe im Haus + zweite im Filetierraum
* Sonnenterrasse direkt am Wasser
Am späten Nachmittag (oder Abend) konnten wir dort immer entspannt den Tag ausklingen lassen und auch draußen essen 👍
👉 Mit 2–3 Personen völlig okay 👉 Mit 4 Leuten wird’s eng
Was uns an Tag eins etwas verwundert hat, war, dass wir eine Einweisung per Telefon hatten 🤔
Klaus, der Anlagenguide, hatte selber frei und wir haben Ihn in unserer Woche nicht kennengelernt. Seine tschechische Vertretung war aber sehr freundlich und hat versucht Fragen bestmöglich zu beantworten!
Für uns war die Einweisung per Telefon aber kein Problem, da wir jedes Jahr in Norwegen sind.
Die Campmanagerin Jana war auch immer per WhatsApp erreichbar und hat uns bei Fragen sehr schnell geantwortet.
Sehr positiv fanden wir, dass wir eine Warnmeldung zum Sturm bekommen haben. Alternativ wurde uns ein Ausflug nach Veiholmen und eine Karte mit Angelplätzen vom Land zugeschickt.
In unserer Woche waren viele tolle Angler im Camp. Es gab einen sehr guten Austausch über die Plätze und Methoden. Was auffällig war das hier jeder auf die Ausfuhrquote geachtet hat und anderen Gruppen auch mit Filets ausgeholfen wurde.
An- und Abreise
Hinfahrt: 1500 km über Hirtshals → Larvik. War für uns eine top Entscheidung, da wir die Nacht auf der Fähre hatten und „ausgeruht“ weiterfahren konnten.
Oslo gegen 04:30 Uhr passiert – komplett freie Straßen. Nach dem Stop beim Silbernen Elch waren wir um 13:30 Uhr in Sandvika. Kurz übersetzen und 14:50 Uhr am Haus 👍
Rückfahrt: Geht über Göteborg Richtung Friedrichshafen. Wir nehmen wieder die späte Fähre um 23:55 Uhr, um etwas zu schlafen und nicht die ganze Nacht durchfahren zu müssen.
Sonstiges
Angeln in Norwegen um die Mittsommerwende ist ein Mega-Erlebnis! Es ist immer hell und wir haben häufig die Zeit aus den Augen verloren.
Da gab es dann auch erst um 22:30 Uhr unser „Mittagessen“ 😉
Am fünften Tag war wegen starkem Sturm nur noch Aufräumen angesagt.
Deshalb fahren wir nun einen Tag früher – nützt ja nix 😉
Aktuell sind wir auf der Rückfahrt und freuen uns schon auf die nächste Tour!
Gruß Svengo


Erst mal das Wichtigste:
Das Revier
Wir hatten in vier Tagen unsere Quote mit den Zielfischen Pollack und Dorsch voll. Entnommen haben wir nur schöne Küchengrößen. Zusätzlich haben wir noch ca. 10 kg Filet verschenkt, da einige Gruppen ihr Limit noch nicht erreicht hatten und uns nach Pollackfilet gefragt haben.
Ein echtes Highlight war unser 1,7 m Heilbutt, gefangen auf einem 17‑Meter‑Berg mit dem Gufi Crasy Dasy. Ein 45 Minutendrill mit zwei Fluchten auf einer dünnen Rute!
Ein Super Erlebnis für alle an Board!!
Nach dem Foto haben wir den Heilbutt aber wieder schwimmen lassen.
Wir fanden es einfach zu Schade den zu schlachten!
Bis gestern kamen noch zwei weitere Heilbutte im Camp dazu – ebenfalls auf flacheren Bergen gefangen. Der größte Dorsch, den ich hier gesehen habe, lag bei 1,08 m.
Es gibt extrem viele Möglichkeiten, die Zielfische zu fangen. Wir haben uns aber erstmal auf die linke Schärenseite konzentriert. Beim nächsten Mal schauen wir uns dann auch die rechte Seite genauer an 😉
Das Revier ist allerdings nicht ohne. Wenn man nicht aufpasst, kann es schnell gefährlich werden. Grip bzw. Nordkleppen war uns bei dem wechselnden Wetter zu weit draußen. Können wir nur bei konstant gutem Wetter empfehlen, da vor der Insel schnell lange Dünungswellen mit zusätzlichen Windwellen entstehen.
Vorgestern hat leider eine Gruppe ihren 150‑PS‑Motor inkl. Lenkung und Getriebe an einem Stein zerstört. Schaden laut Aussage rund 8000- 10.000 € 🫣
👉 Also: Kartenplotter nutzen, an die „Fähnchen“ halten und immer wachsam sein!
Angelmethode und Köder
Geangelt haben wir im Prinzip wie auf Zander: Also mit 20–60 g, weit rauswerfen, bis auf dem Grund fallen lassen, mittelschnell einkurbeln, mal einen kleinen Stop einlegen und dann auf den typischen Pollack‑Einschlag warten 😉
Also kein klassisches Pilken mit dem „German‑Tannenbaum“ oder 500 g Naturköder in 100-200 Metern Tiefe runterlassen und dann kurbeln bis der Arm brennt 💪
Unsere Top‑Köder auf Pollack und Dorsch waren:
* Savage Gear Sandeel V2 in Lemon und Blau (22 g, 33 g, 46 g und 86 g)
* Westin Crasy Dasy→ darauf kam unser Heilbutt und auch gute Dorsche
Die anderen Heilbutte im Camp wurden übrigens als Überbeißer auf Seelachs gefangen.
Haus / Camp
* gutes Filetierhaus, alles da was man braucht
* 60 PS Boote mit Kartenplotter inkl. Tiefenstruktur
* Verbrauch fanden wir sehr gering (wir sind aber auch nicht Vollgas gefahren)
* Benzinservice zu einem fairen Preis
Das Haus Nr. 5 ist eher einfach:
* nur ein Bad (Toilette, Dusche, kleines Waschbecken)
* Ausstattung bei Geschirr, Besteck und Möbeln etwas „zusammengewürfelt“
Positiv:
* kleiner Vorraum für Angelsachen
* Truhe im Haus + zweite im Filetierraum
* Sonnenterrasse direkt am Wasser
Am späten Nachmittag (oder Abend) konnten wir dort immer entspannt den Tag ausklingen lassen und auch draußen essen 👍
👉 Mit 2–3 Personen völlig okay 👉 Mit 4 Leuten wird’s eng
Was uns an Tag eins etwas verwundert hat, war, dass wir eine Einweisung per Telefon hatten 🤔
Klaus, der Anlagenguide, hatte selber frei und wir haben Ihn in unserer Woche nicht kennengelernt. Seine tschechische Vertretung war aber sehr freundlich und hat versucht Fragen bestmöglich zu beantworten!
Für uns war die Einweisung per Telefon aber kein Problem, da wir jedes Jahr in Norwegen sind.
Die Campmanagerin Jana war auch immer per WhatsApp erreichbar und hat uns bei Fragen sehr schnell geantwortet.
Sehr positiv fanden wir, dass wir eine Warnmeldung zum Sturm bekommen haben. Alternativ wurde uns ein Ausflug nach Veiholmen und eine Karte mit Angelplätzen vom Land zugeschickt.
In unserer Woche waren viele tolle Angler im Camp. Es gab einen sehr guten Austausch über die Plätze und Methoden. Was auffällig war das hier jeder auf die Ausfuhrquote geachtet hat und anderen Gruppen auch mit Filets ausgeholfen wurde.
An- und Abreise
Hinfahrt: 1500 km über Hirtshals → Larvik. War für uns eine top Entscheidung, da wir die Nacht auf der Fähre hatten und „ausgeruht“ weiterfahren konnten.
Oslo gegen 04:30 Uhr passiert – komplett freie Straßen. Nach dem Stop beim Silbernen Elch waren wir um 13:30 Uhr in Sandvika. Kurz übersetzen und 14:50 Uhr am Haus 👍
Rückfahrt: Geht über Göteborg Richtung Friedrichshafen. Wir nehmen wieder die späte Fähre um 23:55 Uhr, um etwas zu schlafen und nicht die ganze Nacht durchfahren zu müssen.
Sonstiges
Angeln in Norwegen um die Mittsommerwende ist ein Mega-Erlebnis! Es ist immer hell und wir haben häufig die Zeit aus den Augen verloren.
Da gab es dann auch erst um 22:30 Uhr unser „Mittagessen“ 😉
Am fünften Tag war wegen starkem Sturm nur noch Aufräumen angesagt.
Deshalb fahren wir nun einen Tag früher – nützt ja nix 😉
Aktuell sind wir auf der Rückfahrt und freuen uns schon auf die nächste Tour!
Gruß Svengo


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