sinnvoller Einstieg ins Fliegenfischen?

cbt

Stammnaffe
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Hallo Freunde der Sonne,

ich möchte gerne das Fliegenfischen kennenlernen. Dazu habe ich die letzten Tage, den Abend damit verbracht mich hier im Unterforum Fliegenfischen einzulesen, aber über 400 Themen auf 24 Seiten mit beliebig vielen Antworten macht die ganze Geschichte nicht übersichtlicher.

Wie fängt man denn am sinnvollsten mit dem Fliegenfischen an?

Ich habe genau null praktische Erfahrungen und habe noch nicht einmal eine Fliegenrute in der Hand gehabt. Daher vermute ich das ein Anfängerkurs ein guter Einstieg ist, könnt Ihr hier im nördlichen Raum (MV oder HH) was empfehlen?

Ich versuche mal das aktuell geplante Einsatzgebiet bestmöglich zu beschreiben um dafür sinnvolle Empfehlungen fürs Equipment (Rute, Rolle, die Zusammensetzung der Schnur auf der Rolle vom Anfang bis hin zur "Fliege") zu bekommen. Apropos Equipment habe ich noch zwei Anmerkungen in punkto meiner Vorlieben, basierend auf meinen Erfahrungen von hier und Norwegen, weiß ich, dass mir schnelle und straffe Ruten gefallen, sodass beim Stöbern, z.B. die Hardy Wraith Serie oder die Sage Igniter Serie gut klingen (kann selbstverständlich auch gerne günstiger sein :a055:) und es wäre schön, eine Serie zu haben die die unterschiedlichen Einsatzgebiete bedient. Es sollen außerdem Reiseruten unter 80cm Transportmaß sein. Da ich das Werfen eh erst lernen muss ist es ja vielleicht sinnvoll es gleich mit einer so gearbeiteten Rute zu erlernen, oder???

Nun aber endlich zum geplanten Einsatzgebiet:
1. Eine Idee ist nach der Arbeit mal an der Alster auf Barsch zu Angeln mit möglichst leichtem und feinen Geschirr, soweit ich weiß gibt es da auch keine "bösen" Überraschungen a la Zander oder Hecht, die Alster ist ein sehr flaches (erwähne ich nur um zu zeigen, dass man da glaube ich keine sinkenden Schnüre braucht) und mit Steinen am Rand bepflastertes Gewässer, also mit Hänger Gefahr. Gefühlt gibt es an der Alster immer Wind, soll ja wohl bei der Rutenwahl nicht unwichtig sein??? Aktuell nutze ich hier eine Zenaq Spirado Blackart 1-5 gr und bin sehr zufrieden damit.

2. Zu Hause in Stralsund am Hafen auf Barsch und Zander, und da es sie da gibt, natürlich auch auf Hecht zu angeln. Die Wassertiefe liegt zwischen 3 und 6 Metern. Auch dort ist es immer recht windig.

3. In Südnorwegen auf Pollack und Co in bis zu 10m? Wassertiefe

Das sind Einsatzgebiete, die ich eben jetzt auch schon nutze, selbstverständlich werde ich dann auch neue Gebiete auf Forelle, Mefo, und Co. kennen lernen, wenn alles klappt wie geplant auch mal nächstes Jahr im Sommer in Portugal, oder Sizilien, aber wenn es eben geht mit Geschirr, was ich auch bei den oben 3 genannten Bereichen nutzen kann.

Es kommen bestimmt noch viele weitere Fragen, dass Thema Köder und Fliegenbinden kommt ja dann auch irgendwann :eek1:


Ich würde mich sehr über konstruktive und hilfreiche Tips, gerne auch eigene Erfahrungen freuen.

Vielen Dank
Christian
 

Gollom

Ick mach 'ne Fliege
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Ha, ich wusste, dass es dich irgendwann erwischt.
Christian wenn du ein paar Stunden Zeit hast, können wir gerne mal telefonieren.
Es ist wirklich ziemlich komplex um alles in kurzen Punkten abzuhandeln .
Allein Thema Mefo und das passende Tackle ist fast unendlich.
Um sehr breitbandig aufgestellt zu sein #5,7u.10.
Aber zu schnelle Ruten können durchaus kontraproduktiv sein und sind für einen Anfänger nicht wirklich geeignet da sie keinen Wurffehler verzeihen. Für die Wraith ist es zwingend notwendig den Doppelzug zu beherrschen. Da sind die SWS Zephrus schon gutmütiger😉
Damit solltest du für den Anfang gut aufgestellt sein
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Bei Fliegenruten ist es wie bei Spinnruten du kannst 100€ ausgeben und fängst Fische, du kannst 1000€ ausgeben und fängst auch nur Fische. Alles eine Frage der persönlichen Einstellung.
Ich bevorzuge Ruten, die meine Faulheit unterstützen leider unterstützen diese nicht das Wohlergehen meines Kontos.

Lass uns mal Stück für Stück das Thema behandeln.


Gruß Thomas
 

mephisto

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Würde mal bei Bernd Ziesche wegen nem Wedelkurs nachfragen.
HAMBURG bzw. RÜGEN dürfte da meist passen.
 
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Bigbetter

Stammnaffe
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Willkommen im Club und viel Spaß mit deiner Hausbank bei den folgende Gesprächen !!! :biglaugh:

Ich habe mit dem Fliegenfischen vor genau 7 Monaten angefangen und kann sagen das deine Fragen hier im Forum absolut gutmütig beantwortet werden. Thomas und Jens haben mit wirklich mehr als nur ein paar Tips gegeben.

Ich hatte mir ebenfalls einen Anfängerkurs in meiner Umgebung gesucht, um die ersten Schritte im Fliegenfischen von kundiger Hand zu erlernen, was absolut sinnvoll war.
Folgend geht das Dilemma aber erst los !
Die gesamten Fachbegriffe, verschiedene Arten der Fliegenfischerei, die unendlichen Weiten der Köderwahl und Muster und dazu das eigentliche Wasserlesen sind Themen die mich sicherlich noch Jahre beschäftigen werden. Neben den ganzen kleinen Dingen des Fliegenfischen die so nebenbei sind.......
Aber eins kann ich für mich sagen, es macht SAU VIEL SPASS!!!
Und der Tackleaffe hat mal richtig Futter beim Fliegenfischen.
Gruss Gregor
 

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Roy Spim

Mr. CH, Systemanalytiker und Aphorist
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Hallo Freunde der Sonne,

ich möchte gerne das Fliegenfischen kennenlernen.

Brüder zur Sonne, zur Fliege, wenn Du mit @Gollom telefonierst, brauchst Du zumindest keine weiteren Tipps zum Fliegenfischen hier im Trööt, sondern Finanzberatung, das vergessen die meisten bei ihren ersten Fragen :wink:
 

Ingeson

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Moin,

wenn du sowieso vor hast einen Kurs zu belegen dann wäre das der erste Schritt.
Dort wirst du bereits feststellen ob das Fliegenfischen überhaupt was für dich ist.Die Antwort ist mir aber jetzt schon klar. :wink:
Selbst habe ich keinen Kurs belegt,zum einen hat mir mein Kumpel einiges beigebracht und zum anderen verbrachte ich viele Stunden auf der Wiese um zu üben.
Ich habe im vorletzten Jahr mit dem Wedeln angefangen,allerdings ist mein Zielfisch nur der Hecht,noch.
Meine erste Rute (Greys GR30 9' 8#) und Rolle (auch Greys) hat inklusive Schnur (1 x floating, 1 x sinktip) um die 430 Taler gekostet,also noch überschaulich.
Etwas intensiver wurde das Ganze als ich mit dem Streamer binden anfing weil das echt süchtig macht,stimmt's Thomas?
Als ich dann aber auf Rügen meinen ersten Hecht auf einen selbstgebundenen Streamer fangen konnte war es vollends um mich geschehen.
Mittlerweile hab ich noch eine etwas straffere Orvis Clearwater 9' 9# in Besitz um etwas größere Streamer einsetzen zu können.
Ich wünsche dir bei deinem Vorhaben viel Spaß und viel Erfolg!Der erste Fisch entschädigt die Mühe und den Aufwand.
 

cbt

Stammnaffe
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Ich habe mit dem Fliegenfischen vor genau 7 Monaten angefangen und kann sagen das deine Fragen hier im Forum absolut gutmütig beantwortet werden. Thomas und Jens haben mit wirklich mehr als nur ein paar Tips gegeben.

Ich hatte mir ebenfalls einen Anfängerkurs in meiner Umgebung gesucht, um die ersten Schritte im Fliegenfischen von kundiger Hand zu erlernen, was absolut sinnvoll war.
Folgend geht das Dilemma aber erst los !
Die gesamten Fachbegriffe, verschiedene Arten der Fliegenfischerei, die unendlichen Weiten der Köderwahl und Muster und dazu das eigentliche Wasserlesen sind Themen die mich sicherlich noch Jahre beschäftigen werden. Neben den ganzen kleinen Dingen des Fliegenfischen die so nebenbei sind.......
Aber eins kann ich für mich sagen, es macht SAU VIEL SPASS!!!
Und der Tackleaffe hat mal richtig Futter beim Fliegenfischen.
Gruss Gregor

Danke Gregor

Du machst mir ja Mut, 7 Monate dabei und 5 Ruten:k050:
Ja diese Vielzahl an Fachbegriffen und dann die meisten Videos auf Englisch, da kommt ja was auf mich zu
Grüße
Christian
 

cbt

Stammnaffe
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Brüder zur Sonne, zur Fliege, wenn Du mit @Gollom telefonierst, brauchst Du zumindest keine weiteren Tipps zum Fliegenfischen hier im Trööt, sondern Finanzberatung, das vergessen die meisten bei ihren ersten Fragen :wink:

Danke Dir für den Versuch der Warnung, aber wie Thomas schon schrieb, zu spät:a045:

Dennoch ist jeder noch zu kleine hilfreiche Tip , hier gerne gesehen, so wie der von @mephisto passt doch perfekt, da werde ich auf jeden Fall anrufen
 

Gollom

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@Ingeson

Recht hast du, einmal angefangen lässt es dich nicht mehr los und der erste Fisch auf einen selbstgebastelten Fussel, ist mit das Größte was es gibt.
Zumal ich Christian geraten habe noch nicht mit dem Binden zu beginnen, wohlgemerkt: noch nicht 😉

@Bigbetter

Gregor, Fliegenfischen ist ein ständiger aber schöner Lernprozess. Was mich persönlich fasziniert, man sitzt an einem kleinen Fluss, schaut auf das Wasser und mit der Zeit fängt das Wasser an mit einem zu sprechen, man greift automatisch ins Wasser um einen Stein hochzuheben, diesen betrachtet man von allen Seiten in der Hoffnung ein paar Insektenlarven zu entdecken. Man beobachtet die Natur und ist auf der ständigen Suche nach schwirrenden Insekten, knüpft ein passendes Imitat ans Vorfach, präsentiert dieses und hofft, dass die Forelle steigt.

Wenn du der Meinung bist, dass es beim Fliegenfischen viele Fachbegriffe gibt, dann fang mal mit dem Binden an🙈🙈🙈

Gruß Thomas
 

Bigbetter

Stammnaffe
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Danke Gregor

Du machst mir ja Mut, 7 Monate dabei und 5 Ruten:k050:
Ja diese Vielzahl an Fachbegriffen und dann die meisten Videos auf Englisch, da kommt ja was auf mich zu
Grüße
Christian

Das hat sich einfach ergeben mit den 5 Ruten.
🙈 🐒
Aus meine sehr kurzen Erfahrungen kann ich aktuell sagen, das mir meine 5‘er und meine 3‘er völlig ausreichen. Was viel mehr ins Gewicht fällt sind alleine die ganzen Fliegen, Nymphen, Vorfächer, Wathose mit Stiefel etc. und insbesondere rauszufinden was einem wirklich liegt. Aber alleine diese ganzen Erfahrungen zu machen, ist schon ein Spaß für sich! 🤟🏻
 

da Beppe

JosefBepperlSepp
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Servus Christian,

ich hatte auch keinen Kurs, sondern meine Freunde haben mir das notwendige beigebracht. Das hatte zumindest den Vorteil das mir nichts aufgeschwatzt wurde :biglaugh:

Gruß
Sepp
 
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Roy Spim

Mr. CH, Systemanalytiker und Aphorist
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Recht du hast Meister Jedi und gesprochen mit dem jungen Padawan darüber ich habe.



Stark sie ist, die dunkle Seite 😃

umdrehen Du wirst jeden Stein im Wasser, federiges und felliges Tier Du sehen wirst mit anderen Augen:aetsch:
 

cbt

Stammnaffe
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Kurs geht klar.
@Bigbetter wie war Dein Kurs? Eintägig? Mit mehreren Teilnehmern? Und viel entscheidender warst Du mit dem Kurs zufrieden, soll heißen wieviele Stunden hältst Du für sinnvoll?
 

Bigbetter

Stammnaffe
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Kurs geht klar.
@Bigbetter wie war Dein Kurs? Eintägig? Mit mehreren Teilnehmern? Und viel entscheidender warst Du mit dem Kurs zufrieden, soll heißen wieviele Stunden hältst Du für sinnvoll?

Ja, es war ein Tageskurs. Angefangen mit Theorie, weiter mit Wurfübungen bis zum Abschluss am Wasser. Insgesamt waren es 8 Stunden mit 6 Teilnehmern pro Guide. Grundsätzlich ist so ein Kurs wirklich nur ein sehr grober Überblick zum Fliegenfischen. Ich habe folgend noch einige Privatstunden gebucht um mir ein besseren Überblick zu schaffen, ob dieses ganze Gewedel wirklich was für mich ist. Ich konnte in diesem Zusammenhang auch eine guten Überblick über viele Markenruten und deren Gefühl in der Hand sammeln. Ich war auch anfangs fest davon überzeugt das ich eine sehr schnelle Rute bevorzugen würde ( Sage etc. ), was sich im Nachgang als Fehleinschätzung erwiesen hat. Im Gegensatz zu einer Norwegenrute, ist mir aufgefallen das ich hier wirklich Ruten brauche die mir die Arbeit ein wenig erleichtern!
Aktuell, als blutiger Anfänger, bin ich also schon deshalb in die berühmte Tacklefalle getappt.
 

Gollom

Ick mach 'ne Fliege
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Tacklefalle beschreibt es vielleicht nicht ganz richtig, es ist einfach eine persönliche Wegfindung.
Es ist bei Fliegenruten, meiner Meinung nach, auch noch schwieriger passendes Gerät zu finden. Bleiben wir mal bei einer #5: eine perfekte Äschenrute ist zum fischen auf größere Forellen im schnellen Wasser völlig ungeeignet, mit der passenden Forellenrute wirs du warscheinlich sehr viele Äschen, durch ausschlitzen, verlieren. Aber keine der beiden Ruten ist ein Fehlkauf, da jede für ihr Einsatzgebiet eigentlich perfekt ist.


Gruß Thomas
 
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