metalmario
Dorschwupper
Hallo liebe Naffen,
Es ist zwar schon etwas länger her, doch ich komm leider erst jetzt dazu, mich zu meinem Urlaub in Norge zu äußern.
Da mir das Schreiben nicht besonders liegt und ich mir keine Notizen gemacht habe, wird es mir nicht gelingen, die Geschehnisse so toll wie manche andere Naffen wiederzugeben.
Die Reise begann für mich am 10.07 in Kiel, wo ich als letzter von 26 fischgeilen Anglern dem Ditters-Bus zustieg. Die Gruppe setzte sich aus Holländern, Belgiern, und Deutschen zusammen. Fahrer Rainer begrüßte mich kurz, musste dann aber schnell die Fährtickets holen, da er spät dran war. Anschließend wurden die Tickets verteilt und dann ging es ab auf die MS Color Fantasy . Ich muss sagen, besser und stilvoller kann man seinen Urlaub nicht beginnen. Da die meisten Naffen wohl wissen, was ich meine, brauche ich mich diesbezüglich nicht weiter äußern.
Nur soviel sei gesagt, die 19-stündige, ruhige Überfahrt verging recht schnell und ich glaube, dass die Color-Line mit dem Captains-Buffet rote Zahlen schrieb, da Olaf aus Berlin, den ich an diesem Tag kennen lernte, und ich derart zuschlugen, dass uns nach 2 Stunden (Fr)Essorgie die Bäuche wehtaten.
Danach mussten wir erst einmal einen Verdauungsspaziergang machen. Die Disco an Bord war wohl, mangels Jungvolk, einer der ruhigsten Plätze an diesem Abend. So beschlossen wir dann auch recht zeitig, gegen 1Uhr, die Kabine aufzusuchen. Morgens noch das Frühstücks-Buffet mitgenommen und dann runter von der Fähre und rein in den Bus.
Die Fahrt bis zur Anlage verlief problemlos und stressfrei, Danke noch mal an Rainer und seine Lebensgefährtin Gabi, die unermüdlich den Kaffeedurst der Angler stillte.
In Kvenvaer begrüßte und ein herannahender Sturm.
Die Anlage war aber super. Wir zogen in ein 8 Mann Ferienhaus ein.
Ich schreibe „wir“, weil ich leider von fast niemandem mehr den Namen weiß. Ich hoffe es fühlt sich keiner der dies ließt beleidigt. Da ich direkt nach der Norwegenreise 3 Wochen als Jugendgruppenleiter arbeitete und mir da innerhalb kürzester Zeit über 60 Namen merken musste bitte ich für meine Vergesslichkeit um Verständnis.
Die Wohnung war zweckgerecht, 3 Schlafräume, 2 Bäder und eine Wohnküche, die nach meinem Geschmack ein Tick größer hatte sein können, da man mit 8 Leuten schlecht gleichzeitig essen, oder im Wohnzimmer sitzen konnten. Bei entsprechendem Wetter, wäre dass wohl kaum aufgefallen, da wir aber sehr viel Sturm hatten saßen wir uns doch ganz schön auf der Pelle.
Die Boote waren weit besser als es die Reisebeschreibung versprach. Wir (Gabi, Rainer, Olaf und ich) hatten einen super Kahn von Macromarin (hoffentlich nicht falsch geschrieben) mit 60 Pferden achtern, Echo und Kartenplotter. Meistens waren wir aber nur zu zweit, o. zu dritt, da Gabi oft und Rainer öfters an Land blieben. Die Einweisung durch Enni war sehr gut.
Nun zum Angeln:
Die ersten 3 Tage war ein Angeln vom Boot nur mit extrem starker Drift im Bereich der Schären(Hellebostad) möglich. Die Erfolge waren sehr bescheiden. Wenn das Wetter es zuließ, angelten wir in diesen Tagen auch vom Felsen, was mit einigen Pollaks, kleinen Dorschen und Makrelen belohnt wurde. Auch der Forellensee brachte etwas Fisch. Alles in allem machte der Wind das Angeln eher zum Kampf als zum Vergnügen. In den nächsten beiden Tage nahm der Wind soweit ab, dass wir einige Versuche auf Hyttskallen und dem 155er unternahmen. Die Erfolge waren eher als mäßig zu bezeichnen, keine Riesen, keine Massen, aber der Mensch freut sich. Am Nachmittag des zweiten Tages gab es dann Räuchermakrelen mit leckerer Kräuterbutter und Brot zur Aufheiterung der windgeplagten Stimmung.
Am darauf folgendem Tag hatte sich die Dünung soweit beruhigt, dass wir (Dirk, Michael, Olaf und ich) mit dem 8000er Starfischer Richtung Titran aufbrachen. Als es dort auch nicht wirklich klappte sind wir dann nach Oerne raus.
Was wir da erleben sollten war der Wahnsinn. Der Bildschirm des Echos war rot. Wir angelten in circa 30m Tiefe. Es stand alles voller Seelachse bis 40cm. Darunter standen dann Granaten von Dorschen. Sobald man den gehakten Seelachs Schnur gab dauerte es nur noch wenige Sekunden, bis dieser samt Pilker tief im Schlund eines Großdorsches hing. Ich weiß nicht wieviel Dorsche wir in den 5 Driften, bis wir dann abbrachen, fingen, aber es waren mehr als 10 über 10kg. Den Größten fing Olaf mit 12,5kg. Dieser brachte seine 20lbs Penn International Oceanfighter zum Brechen (genau die Stelle, an der die Spitze eingearbeitet war- typische Penn-Schwachstelle). Da Olaf aber in einem Angelgeschäft arbeitet dürfte sich der Penn-Verteter wohl um Ersatz bemühen. Somit entstanden schöne Fotos vom Dorsch mit Rutenspitze im Maul. Ich fischte mit meiner 3m 30g-120g WG Charisma-Senso-Pilk mit einer Red Arc und 12er Spiderwire Stelth. Hat bei den Brocken natürlich ‚nen mords Gaudi gemacht. Finde nur, dass der Rute im entscheidendem Moment das Rückrat fehlt, um den Fisch vom Grund wegzuhalten, was so manchen Abriss verursachte. Michael hatte dann noch einen 12,5kg Seelachs auf seiner 100g Diaflash, der einen super Tanz bot. Da er im flachen Wasser nicht müde wurde und Michaels Schnur langsam zu Neige ging, mussten wir schnell unsere Dorsche zur Oberfläche pumpen, damit wir dem Fisch hinterherfahren konnten um ihn dann auch sicher landen zu können.
Alles in allem war dieser Tag der, der den Urlaub rettete. Gewiss auch für norwegische Verhältnisse nicht alltäglich.
Nachdem wir dann stundenlang min. 50kg Filet geschnitten haben, ging es dann zu Bett. Die nachfolgenden Tage angelte ich nicht mehr, da ich schon soviel Filet hatte und die Erfolge in Küstennähe in keinem Verhältnis zum Spritverbrauch der Motoren stand.
Dirk schleuste nun nach und nach den Rest der Gruppe nach Oerne, damit jeder seinen Fisch fing. So dreist, wie wir hat bis auf einen Dorschkracher von 21,5kg niemand mehr zugeschlagen.
Die Rückfahrt verlief auch problemlos und ruhig, trotz der MS Color Festival(Party- und Suffschiff der nordmenene)
Das heißt, eine Sache gab es doch noch, die mich auch heute noch ärgert und kränkt. Ich habe mir lange überlegt, ob ich dass hier ansprechen soll, habe mich nun durchgerungen es zu tun, da es mich wahnsinnig ärgert, was geschehen ist. Und zwar handelt es sich um einige Äußerungen einer Person(Name wird natürlich nicht verraten, aber ich hoffe die betreffende Person ließt es und denkt einmal nach), die einen mehrwöchigen Aufenthalt in Kvenvaer hatte und den Bus nur zur Rückreise nutzte. Genauen Wortlaut habe ich Gott sei Dank schon vergessen. Die Person äußerte sich aber derart abfällig und herablassend über die Bürger der neuen Bundesländer, dass ich erstmal schlucken musste, bevor ich ihn darauf aufmerksam machte, dass ich einer dieser Leute sei. Meiner Erwartung, dass er sich daraufhin entschuldigen würde, sprach er dann noch soweit Hohn, dass er nur sehr herablassend und verurteilend meinte: „Ach, kommst du etwa auch von da“. Wahrscheinlich war es nicht einmal das, was er gesagt, sondern wie er es gesagt hat, was mich so wütend machte. Ich fühlte mich aber von ihm, ohne mich zu kennen, als Mensch 2.Klasse deklassiert und ich musste mich schwer beherrschen nicht auszurasten, was ihn in seiner Meinung wohl eher noch bestätigt hätte. Gerne hätte ich ihm noch gesagt, dass die Ostdeutschen nicht alle faul, dumm und schmarotzend sich immer weiter im Westen ausbreiten, und hier genau wie überall auf der Welt gute und schlechte, faule und fleißige Menschen leben, aber ich merkte, dass dieser Mensch so sehr in seinen Vorurteilen verstrickt war, dass er einem eigentlich schon wieder Leid tun konnte.
Ich möchte nicht, dass dieser Vorfall hier jetzt weiter diskutiert, oder kommentiert wird, da es nicht in dieses Forum gehört und mit dem, was uns alle eint, dem Angeln nichts, zu tun hat. Ich wollte es auch nur berichten, da auch das, leider, zu meinen bleibenden Eindrücken dieser Reise gehört.
Alles in allem war der Urlaub aber schön. Die Fänge sind, bis auf den einen Tag auf Oerne, wohl eher als schlecht zu bezeichnen. Wäre der Tag auf Oerne nicht gewesen, hätte ich keine 2kg Filet in meiner Box gehabt, da der Rest vor Ort verspeist wurde. Wäre zwar nicht schlimm gewesen, wollte damit aber zeigen, dass es wirklich schlecht gebissen hat. Dies lag garantiert an den oft wechselnden Winden die 2/3 der Zeit sowieso ein vernünftiges Angeln unmöglich machten. Aber es war zu spüren, dass es ein sehr potentes Gebiet ist, weshalb ich auf jeden Fall noch mal hinfahren werde. Mit dem Anbieter war ich mehr als zufrieden, da er alles in seiner Macht stehende tat um uns doch noch zum Fisch zu bringen. Und für das Wetter konnte er ja nichts.
So ich hoffe ich konnte einen kleinen Eindruck meiner Reise vermitteln.
Ich war auf jeden Fall zufrieden, da ich mir schon vorher über die Risiken des schlechten Wetters auf einer Insel bewusst war.
Grüße von der Ostsee
metalmario
Es ist zwar schon etwas länger her, doch ich komm leider erst jetzt dazu, mich zu meinem Urlaub in Norge zu äußern.
Da mir das Schreiben nicht besonders liegt und ich mir keine Notizen gemacht habe, wird es mir nicht gelingen, die Geschehnisse so toll wie manche andere Naffen wiederzugeben.
Die Reise begann für mich am 10.07 in Kiel, wo ich als letzter von 26 fischgeilen Anglern dem Ditters-Bus zustieg. Die Gruppe setzte sich aus Holländern, Belgiern, und Deutschen zusammen. Fahrer Rainer begrüßte mich kurz, musste dann aber schnell die Fährtickets holen, da er spät dran war. Anschließend wurden die Tickets verteilt und dann ging es ab auf die MS Color Fantasy . Ich muss sagen, besser und stilvoller kann man seinen Urlaub nicht beginnen. Da die meisten Naffen wohl wissen, was ich meine, brauche ich mich diesbezüglich nicht weiter äußern.
Nur soviel sei gesagt, die 19-stündige, ruhige Überfahrt verging recht schnell und ich glaube, dass die Color-Line mit dem Captains-Buffet rote Zahlen schrieb, da Olaf aus Berlin, den ich an diesem Tag kennen lernte, und ich derart zuschlugen, dass uns nach 2 Stunden (Fr)Essorgie die Bäuche wehtaten.
Danach mussten wir erst einmal einen Verdauungsspaziergang machen. Die Disco an Bord war wohl, mangels Jungvolk, einer der ruhigsten Plätze an diesem Abend. So beschlossen wir dann auch recht zeitig, gegen 1Uhr, die Kabine aufzusuchen. Morgens noch das Frühstücks-Buffet mitgenommen und dann runter von der Fähre und rein in den Bus.
Die Fahrt bis zur Anlage verlief problemlos und stressfrei, Danke noch mal an Rainer und seine Lebensgefährtin Gabi, die unermüdlich den Kaffeedurst der Angler stillte.
In Kvenvaer begrüßte und ein herannahender Sturm.
Die Anlage war aber super. Wir zogen in ein 8 Mann Ferienhaus ein.
Ich schreibe „wir“, weil ich leider von fast niemandem mehr den Namen weiß. Ich hoffe es fühlt sich keiner der dies ließt beleidigt. Da ich direkt nach der Norwegenreise 3 Wochen als Jugendgruppenleiter arbeitete und mir da innerhalb kürzester Zeit über 60 Namen merken musste bitte ich für meine Vergesslichkeit um Verständnis.
Die Wohnung war zweckgerecht, 3 Schlafräume, 2 Bäder und eine Wohnküche, die nach meinem Geschmack ein Tick größer hatte sein können, da man mit 8 Leuten schlecht gleichzeitig essen, oder im Wohnzimmer sitzen konnten. Bei entsprechendem Wetter, wäre dass wohl kaum aufgefallen, da wir aber sehr viel Sturm hatten saßen wir uns doch ganz schön auf der Pelle.
Die Boote waren weit besser als es die Reisebeschreibung versprach. Wir (Gabi, Rainer, Olaf und ich) hatten einen super Kahn von Macromarin (hoffentlich nicht falsch geschrieben) mit 60 Pferden achtern, Echo und Kartenplotter. Meistens waren wir aber nur zu zweit, o. zu dritt, da Gabi oft und Rainer öfters an Land blieben. Die Einweisung durch Enni war sehr gut.
Nun zum Angeln:
Die ersten 3 Tage war ein Angeln vom Boot nur mit extrem starker Drift im Bereich der Schären(Hellebostad) möglich. Die Erfolge waren sehr bescheiden. Wenn das Wetter es zuließ, angelten wir in diesen Tagen auch vom Felsen, was mit einigen Pollaks, kleinen Dorschen und Makrelen belohnt wurde. Auch der Forellensee brachte etwas Fisch. Alles in allem machte der Wind das Angeln eher zum Kampf als zum Vergnügen. In den nächsten beiden Tage nahm der Wind soweit ab, dass wir einige Versuche auf Hyttskallen und dem 155er unternahmen. Die Erfolge waren eher als mäßig zu bezeichnen, keine Riesen, keine Massen, aber der Mensch freut sich. Am Nachmittag des zweiten Tages gab es dann Räuchermakrelen mit leckerer Kräuterbutter und Brot zur Aufheiterung der windgeplagten Stimmung.
Am darauf folgendem Tag hatte sich die Dünung soweit beruhigt, dass wir (Dirk, Michael, Olaf und ich) mit dem 8000er Starfischer Richtung Titran aufbrachen. Als es dort auch nicht wirklich klappte sind wir dann nach Oerne raus.
Was wir da erleben sollten war der Wahnsinn. Der Bildschirm des Echos war rot. Wir angelten in circa 30m Tiefe. Es stand alles voller Seelachse bis 40cm. Darunter standen dann Granaten von Dorschen. Sobald man den gehakten Seelachs Schnur gab dauerte es nur noch wenige Sekunden, bis dieser samt Pilker tief im Schlund eines Großdorsches hing. Ich weiß nicht wieviel Dorsche wir in den 5 Driften, bis wir dann abbrachen, fingen, aber es waren mehr als 10 über 10kg. Den Größten fing Olaf mit 12,5kg. Dieser brachte seine 20lbs Penn International Oceanfighter zum Brechen (genau die Stelle, an der die Spitze eingearbeitet war- typische Penn-Schwachstelle). Da Olaf aber in einem Angelgeschäft arbeitet dürfte sich der Penn-Verteter wohl um Ersatz bemühen. Somit entstanden schöne Fotos vom Dorsch mit Rutenspitze im Maul. Ich fischte mit meiner 3m 30g-120g WG Charisma-Senso-Pilk mit einer Red Arc und 12er Spiderwire Stelth. Hat bei den Brocken natürlich ‚nen mords Gaudi gemacht. Finde nur, dass der Rute im entscheidendem Moment das Rückrat fehlt, um den Fisch vom Grund wegzuhalten, was so manchen Abriss verursachte. Michael hatte dann noch einen 12,5kg Seelachs auf seiner 100g Diaflash, der einen super Tanz bot. Da er im flachen Wasser nicht müde wurde und Michaels Schnur langsam zu Neige ging, mussten wir schnell unsere Dorsche zur Oberfläche pumpen, damit wir dem Fisch hinterherfahren konnten um ihn dann auch sicher landen zu können.
Alles in allem war dieser Tag der, der den Urlaub rettete. Gewiss auch für norwegische Verhältnisse nicht alltäglich.
Nachdem wir dann stundenlang min. 50kg Filet geschnitten haben, ging es dann zu Bett. Die nachfolgenden Tage angelte ich nicht mehr, da ich schon soviel Filet hatte und die Erfolge in Küstennähe in keinem Verhältnis zum Spritverbrauch der Motoren stand.
Dirk schleuste nun nach und nach den Rest der Gruppe nach Oerne, damit jeder seinen Fisch fing. So dreist, wie wir hat bis auf einen Dorschkracher von 21,5kg niemand mehr zugeschlagen.
Die Rückfahrt verlief auch problemlos und ruhig, trotz der MS Color Festival(Party- und Suffschiff der nordmenene)
Das heißt, eine Sache gab es doch noch, die mich auch heute noch ärgert und kränkt. Ich habe mir lange überlegt, ob ich dass hier ansprechen soll, habe mich nun durchgerungen es zu tun, da es mich wahnsinnig ärgert, was geschehen ist. Und zwar handelt es sich um einige Äußerungen einer Person(Name wird natürlich nicht verraten, aber ich hoffe die betreffende Person ließt es und denkt einmal nach), die einen mehrwöchigen Aufenthalt in Kvenvaer hatte und den Bus nur zur Rückreise nutzte. Genauen Wortlaut habe ich Gott sei Dank schon vergessen. Die Person äußerte sich aber derart abfällig und herablassend über die Bürger der neuen Bundesländer, dass ich erstmal schlucken musste, bevor ich ihn darauf aufmerksam machte, dass ich einer dieser Leute sei. Meiner Erwartung, dass er sich daraufhin entschuldigen würde, sprach er dann noch soweit Hohn, dass er nur sehr herablassend und verurteilend meinte: „Ach, kommst du etwa auch von da“. Wahrscheinlich war es nicht einmal das, was er gesagt, sondern wie er es gesagt hat, was mich so wütend machte. Ich fühlte mich aber von ihm, ohne mich zu kennen, als Mensch 2.Klasse deklassiert und ich musste mich schwer beherrschen nicht auszurasten, was ihn in seiner Meinung wohl eher noch bestätigt hätte. Gerne hätte ich ihm noch gesagt, dass die Ostdeutschen nicht alle faul, dumm und schmarotzend sich immer weiter im Westen ausbreiten, und hier genau wie überall auf der Welt gute und schlechte, faule und fleißige Menschen leben, aber ich merkte, dass dieser Mensch so sehr in seinen Vorurteilen verstrickt war, dass er einem eigentlich schon wieder Leid tun konnte.
Ich möchte nicht, dass dieser Vorfall hier jetzt weiter diskutiert, oder kommentiert wird, da es nicht in dieses Forum gehört und mit dem, was uns alle eint, dem Angeln nichts, zu tun hat. Ich wollte es auch nur berichten, da auch das, leider, zu meinen bleibenden Eindrücken dieser Reise gehört.
Alles in allem war der Urlaub aber schön. Die Fänge sind, bis auf den einen Tag auf Oerne, wohl eher als schlecht zu bezeichnen. Wäre der Tag auf Oerne nicht gewesen, hätte ich keine 2kg Filet in meiner Box gehabt, da der Rest vor Ort verspeist wurde. Wäre zwar nicht schlimm gewesen, wollte damit aber zeigen, dass es wirklich schlecht gebissen hat. Dies lag garantiert an den oft wechselnden Winden die 2/3 der Zeit sowieso ein vernünftiges Angeln unmöglich machten. Aber es war zu spüren, dass es ein sehr potentes Gebiet ist, weshalb ich auf jeden Fall noch mal hinfahren werde. Mit dem Anbieter war ich mehr als zufrieden, da er alles in seiner Macht stehende tat um uns doch noch zum Fisch zu bringen. Und für das Wetter konnte er ja nichts.
So ich hoffe ich konnte einen kleinen Eindruck meiner Reise vermitteln.
Ich war auf jeden Fall zufrieden, da ich mir schon vorher über die Risiken des schlechten Wetters auf einer Insel bewusst war.
Grüße von der Ostsee
metalmario






