Gülle im Fischwasser

Hi Leute,

ich hab den Thread mal wieder hochgeholt weil sich jetzt ein Ergebnis eingestellt hat.

Der Landwirt der das Malheur verursacht hatte wurde wegen Vorsatz zu 6 Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt. :D :baby:

Zusätzlich muß er eine Buße von jeweils 2000,-Euro an die betroffenen Vereine und den Bund Naturschutz bezahlen, macht zusammen 6000,-Euro.

Zusätzlich sind noch die Schadenersatzansprüche der betroffenen Pächter zu begleichen, die sich die Versicherung von ihm zurückholt. Ein Betrag im 5-stelligen Bereich


Wichtig in dem Zusammenhang:
Falls Euch sowas auch passiert sofort Polizei, Feuerwehr, Wasserwirtschaftsamt und dgl. alarmieren.
Wasserproben/Bodenproben nehmen. Fotos machen. Wenn möglich sofort, zumindest zeitnah, eine Elektrobefischung vor und unterhalb der Einleitungsstelle durchführen. Dazu wenn möglich Presse, Polizei oder andere unabhängige Personen einladen.
Die Elektrobefischung nach einem gewissen Zeitraum wiederholen.
Anzeige erstatten.
 
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hallo mucki! Bei uns (suedtirol/italien)wird es seit ein par jahren so enlich gehandhabt wie bei euch haft und geldstrafen nur die geldstrafen sind EMPFINDLICH hoeher seit dem sind die UNFAELLE bei uns dramatisch zurueckgegangen schon irgendwie "komisch" oder. Ist aber wohl der einzige und RICHTIGE weg mittelgrosse gewaesser vom aussterben zu retten da das Umweltbewusstsein der algemeinen bevoelkerung uber auspuffabgase und antirauchkampagnen NICHT hinausreicht!!!! Gruss thomas
 
Hallo zusammen,

Weil es Neues zu der Geschichte gibt, wollte ich es Euch nicht vorenthalten. Vielleicht ist ja auch ein Landwirt unter den Lesern ;) , der sollte sich das mal als mahnendes Beispiel merken.

Der Verursacher des ersten Unglücks vom Januar wurde ja bekanntlich zu Geldstrafe und 6 Monate auf Bewährung verurteilt.

Er glaubte nun Revision einlegen zu müssen.
Heute war nun die Verhandlung mit dem Ergebnis das er zwar die Geldstrafe unwesentlich vermindert bekam, dafür aber die Bewährung auf 2 Jahre ausgedehnt wurde.

Er darf sich also noch nichtmal einen selbstverschuldeten Autounfall leisten. :baby:

Auch ein Zahlungsverzug der Geldstrafe würde die Bewährung hinfällig werden lassen und er müßte für 6 Monate einrücken.

Die Strafe ist übrigens die höchstmögliche (außer der Geldstrafe) die das Gericht vergeben konnte.

Die Schadensforderungen der einzelnen Pächter, zusammen mehr als 25000,- bis 30000,- Euro, kommen auch noch auf ihn zu.
 
Auch 30.000 € können die Fischnährtiere nicht wiederbringen. Um solch ein Gewässer zu regenerieren braucht es Jahre. X(
 
Genau Splitti.

Aber es geht aufwärts. ich konnte im Herbst schon wieder 1000 RF-setzlinge ausbringen.

jetzt im Frühjahr folgen noch Nasen, Äschen, Bachsaiblinge, Gründlinge, Lauben, Edelkrebse eventuell Barben.

An der damaligen Einlauf der Sch.... ist schon wieder gutes Leben im Bach.

Nur bei uns geht es etwas langsamer, liegt an dem Stau in unserem Bereich, aber das Aufkommen der Nährtiere ist schon wieder ganz gut.
 
Und welche moralische, ethische und rechtliche Auffasung hat jemand der hier in Revision geht ? Gott-sei-dank, eine gute richterliche Entscheidung !
Hoffe das sich euer Bach erholt und sich das Biotop wirklich wieder auf den Stand vor der Verseuchung einpegelt. Leider bleiben in den meisten Fällen Nachwirkungen ja nicht aus, die ständig weitere Eingriffe und Regularien erfordern. Und damit ist dann ein weiteres selbstständiges Biotop dahin.
Der alte Indianerhäuptling hatte schon recht: " Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letze Büffel getötet und das letzte Gras verdorrt ist, werdet ihr feststellen, dass man Dollars nicht essen kann." (oder so ähnlich wars doch ! )
 
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