DownScan Imaging beim modernen Echolot, Diskussion und Fragen

Loup de mer

nicht Herr noch Knecht
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Moin Sportsfreunde,
ich bin gerade dabei, mein portables HDS7 Gen1 durch ein HDS9 Gen3 zu ersetzen, das ich von einem Freund erworben habe.
Das HDS9 soll auch wieder als portables Gerät seinen Dienst verrichten, und ich bin gerade bei, Köfferchen, Geberstange, Saugnapfhalter etc. zu besorgen.

Als ich mich mit den Möglichkeiten dieses (zwar schon 7 Jahre alten aber trotzdem) modernen Gerätes auseinandergesetzt habe, musste ich mich erstmal über Funktionen wie Chirp und DownScan belesen.
Und beim Thema DownScan kam dann die Frage, die ich hier an die Erfahrenen und Interessierten stellen möchte. Ich hoffe, es gibt hier den einen oder anderen, der da schon Erfahrungen sammeln konnte, gern auch im Süßwasser.

Echolotzentrum beschreibt Downscan auf seiner Website so, als ob man bei Fahrt über das Wasser wie bei einer Computer-Tomographie das Wasser und den Grund in dünne Scheiben schneidet und damit ein quasi fotorealistsches Bild auf den Monitor bekommt.
Und das verstehe ich technisch durchaus. Man benötigt halt einen Geber, dessen Richtcharakteristik nicht kegelförmig ist wie bisher üblich, sondern einen Geber dessen Richtcharakteristik wie ein stark zusammengedrückter Kegel geformt ist. Also elliptisch statt kreisrund. Soweit meine Gedanken dazu.

Aber wenn dieser Geber bei Fahrt des Bootes schön seitlich abstrahlt, das Wasser in "dünne Scheiben" schneidet und perfekte Bilder liefert, was passiert dann während der Drift, also während der Zeit, in der wir eigentlich wissen wollen, was unter dem Boot gerade los ist?
Zum besseren Verständnis ein paar Skizzen:
1. Idealfall bei sachter Fahrt des Bootes
Skizze DownScan Fahrt.jpg

Nun haben wir eine erfolgversprechende Stelle entdeckt und starten eine Drift:
Skizze DownScan Drift.jpg
Hier zeigt das Echolot doch nur die eine "Scheibe" an, die sich dann zwar durch die Drift verändert, aber keinesfalls mehr gedeutet werden kann... oder irre ich mich?

Hierzu hat mein alter Ingenieurskopp nun folgende Idee hervorgebracht:
Ich baue mir eine Geberstange, die ich beim Aufstoppen und Ansetzen zur Drift leicht um 90° schwenken kann.
Dann würde es auch bei der Drift wie folgt aussehen:
Skizze DownScan Drift quergestellt.jpg

Tja, soweit meine Gedanken dazu:a0155:. Nun seid ihr dran :chat:
 
Servus,
ja soweit technisch richtig... Gibt auch a rel. gutes Buch dazu "Der große Echolot Ratgeber - So fängt man Fische". Auch der Schlageter hat ein neueres Buch drüber geschrieben "Echolot Geheimnisse". Das kenne ich noch nicht, denke aber dass der Mann techn. fit ist...
Bezüglich deiner Planung den Geber (jedes mal) in der Drift zu drehen... Ich denk mir, dass das über die Dauer rel. aufwändig und lästig wird. Musst ihn ja wieder zurückdrehen. Auch driftet das Boot nicht immer rein in die Querrichtung (Wind, Strömung)... Glaub nicht dass du das den ganzen Urlaub durchziehst.
Was erhoffst du dir dadurch? Möchtest du Fisch ausmachen oder die Bodenstruktur sehen? Bei ersterem nimm den normalen Kegel. Fische werden - ohne die Fishreveal Funktion im Down oder auch Sidescann rel. klein dargestellt (tiefen und pixelabhängig). Sprich du wirst wahrscheinlich Einzelfische überwiegend als pixelpunkte sehen ausser du bist im Schwarm. Bei zweiteren kannst ja erkundungsmäßig nach Abangeln des Spots nochmal in Schleichfahrt den Spot abfahren.
Gruß
Manuel
 
Moin Manuel,
für mich sind wie gesagt die Themen Chirp und DownScan vollständig neu und ich habe leider noch keinerlei praktische Erfahrungen.
(Bei unserem Urlaub kürzlich hatten wir ein schönes 7"-Garmin mit Chirp etc., aber schon bei der ersten Ausfahrt stellte sich heraus, dass es bei 10 Knoten Fahrt bereits Tiefen von 25m nicht mehr erkannte. Also unser "altes", als Backup mitgenommenens 7"-Lowrance dann angebaut. Der Vermieter sagte uns nach einer Probefahrt, dass der Schwinger hinüber sei. Aber das nur am Rande).
Bezüglich deiner Planung den Geber (jedes mal) in der Drift zu drehen... Ich denk mir, dass das über die Dauer rel. aufwändig und lästig wird. Musst ihn ja wieder zurückdrehen. Auch driftet das Boot nicht immer rein in die Querrichtung (Wind, Strömung)... Glaub nicht dass du das den ganzen Urlaub durchziehst.
Alles das ging mir auch durch den Kopf und du hast natürlich recht. Ich habe das Thema hier ja auch eröffnet um zu erfahren, ob sich der Aufwand lohnen würde.
Habe auch schon an eine um gut 90°...359° drehbare Konstruktion à la Wetterhahn nachgedacht - mit Blechplatte über dem Geber im Wasser sozusagen.

Was erhoffst du dir dadurch? Möchtest du Fisch ausmachen oder die Bodenstruktur sehen?
Beides :biglaugh:, aber vorwiegend Fisch natürlich.Und ich bin natürlich absolut scharf auf das Lowrance-Versprechen von "fotorealistischen" Bildern etc.

Bei der Suche nach Fisch von DownScan auf den "normalen" Kegel (oder lieber den Chirp-Kegel?:a0155:) zu schalten, klingt logisch. Allerdings besteht wohl die Möglichkeit, sowohl DownScan als auch andere Echoanzeigen auf dem Splitscreen anzeigen zu lassen???
Du siehst, Fragen über Fragen. Danke, dass du dich drauf eingelassen hast. :biglaugh:
 
Moin...ich habe nicht soooo viel Ahnung davon aber eben auch die moderne Technik auf meinem Boot und bin damit auf der Müritz unterwegs.
Kollege mot gleicher Technik an Bord nimmt jährlich sein Boot mot nach Norge, was soll ich sagen....
Die Technik ist super, solange es nicht wirklich tief ist....so bis 15m geht auf einem 7er Bildschirm noch grade so...
Der Kollege hat ein 12er Gerät, bei 140m wurden im Downscan die Seelachse von 4-6kg noch grade so als ein Pixel angezeigt, bei völlig ruhiger Wasseroberfläche und mit Emotor verankerten Boot...
Auch die Livetechnik hatten wir im letzten Jahr mit in Norge, kann man sich sparen, es ist einfach zu viel Wassertiefe die auf den kleinen Bildschirm übertragen werden soll, was eben im Detail nicht möglich ist.
Das wichtigste für uns war, Geber zu haben die ohne Probleme auch bei Tiefen von 100m+ noch Fische erfassen, hat man so welche ausgemacht bekommt man sie auch angeangelt und gefangen...
 
Okay Männers, das habe ich schon befürchtet, dass hier so mancher meiner Träume platzt 😢😂.
Na, dann werde ich mir meine portable Lösung erstmal komplett zusammenbauen und auf unserem hiesiegen See auf dem Boot eines Kumpels ausprobieren.
Dann kann ich mir selbst ein Bild machen bevor ich es das erste Mal in Norge einsetze.
 
Okay Männers, das habe ich schon befürchtet, dass hier so mancher meiner Träume platzt 😢😂.

Ich bin ja eigentlich auch Perfektionist, aber versprichst du dir von der Live-Technik etc. so viel Mehrwert für Norwegen? (Bitte nicht falsch verstehen, mich interessiert das wirklich ;-) Egal mit welchem Leihecholot, bisher haben wir bis 100m Tiefe noch alles gesehen was wir sehen wollten. Klar funktioniert das nur in Schleichfahrt, aber die meisten Fische findet man doch eh mit dem Plotter in Verbindung mit Strömungsrichtung usw. (den Rest bestätigt nur das Echolot).
Durchs Echolot weiß ich die Tiefe der Futterfischschwärme, evtl. sieht man sogar noch größere Punkte / Sicheln darunter. Seelachs als Punkte und Striche (wenn raubend unterwegs). Dann kann man mit der Multicolor-Schnur in dem Tiefenbereich vom Boden weg Fischen. Selbst wenn man die Fische noch genauer lokalisieren könnte, kann man in der Tiefe dann noch sauber und senkrecht Fischen? Ist ja kein Ententeich; Kabinenboot treibt leicht nach vorne weg; Bergmannpilker, Überbeißer usw. gehen in der Drift ein paar Meter verloren usw. D. h. selbst wenn man die Fische auf den Quadratmeter lokalisieren kann, unter Seebedingungen dann die Drift zentimetergenau ansetzen. Punktgenau in z. B. 90m Angeln klingt für mich eher unrealistisch, ich lasse mich aber gern eines besseren belehren. Dazu haben Fische ja noch Flossen zum Schwimmen;-)
Ich hätte bei noch mehr Technik eher die Angst, dass Echo usw. zu einem zu großen Störfaktor unter Wasser werden.
 
Ich fahre seit Jahrzehnten mit eigenem Echolot nach Norwegen. Anfangs weil die Mietboote noch gar keine Echolote, geschweige denn Kartenplotter hatten,
und später dann weil ich mich auf mein Gerät eingeschossen hatte und genau wusste, was ich wie einstelle.
Außerdem hat die Praxis mir über viele Jahre gezeigt, dass die auf den Mietbooten installierten Geräte meist völlig verstellt (z.B. Fischsymbole eingestellt oder die Tracks der letzten Jahre noch nicht gelöscht) waren - oder auch defekt wie jüngst erlebt.
Und wenn man dann vor Ort die Einstellungen korrigieren will, muss man die Bedienanleitung googeln, herunterladen, lesen und anwenden. Das zehrt an meinen Nerven weil es in der Männertruppe stets mein Job ist. (Zeit ist Fisch :zwinker:)
Keine Frage, mit meinem HDS7 Gen1 komme ich sehr gut klar, möchte nun aber mit meinem HDS9 Gen3 genau so gut klarkommen.
Daher u.a auch dieser Trööt. Ich möchte schon beim Bau meiner portablen Lösung diese für Norwegen möglichst optimieren und lernen. :zwinker:

Spaßenshalber hier mal meine erste Kombi aus Echolot und Kartenplotter: Lowrance X126DF mit Garmin GPS72 (glaube, das war in den 90ern noch für DM)
X126DF.jpg
 
Moin...ich habe ... auch die moderne Technik auf meinem Boot und bin damit auf der Müritz unterwegs.
Dazu fällt mir doch glatt eine konkrete Frage zu meiner Technik ein. Nämlich für den Fall, dass du auch Lowrance hast???
Zu meinem HDS9 habe ich ganz konkret diesen Geber mit dem schwarzen 9-poligen Stecker.
Geberstecker mit Geber.jpg

Nun hat das HDS9 Gen3 am Gehäuse ja 2 Anschlüsse für den Geber, siehe Foto:
Anschlüsse Rückseite HDS9.jpg
Den herkömmlichen blauen links mit der Beschriftung "SONAR" und den schwarzen rechts mit der Beschriftung "STRUCTURE".
Mein Geber passt rechts einwandfrei! ABER: Mein "Vorbesitzer" hat mit einem separaten Adapterkabel von AIRMAR immer den linken blauen benutzt.
Und er konnte mir auch nicht sagen, warum er den blauen Stecker mit Adapter benutzt und nicht einfach den schwarzen ohne Heckmeck.
Ich verstehe den Hintergrund dafür nicht und weder im Handbuch noch in der Installationsanleitung gibt es Aussagen dazu.
Kann mir das jemand von euch verraten?
 
Sonar ist für den "Normalen" Geber für 50 /80/200 HZ der chirp ist ben für deinen Geber vom Bild der sollte auch nicht in den Sonar slot stecken. Die Geber sollten auch immer gut Passen. Habe meinen letzen Winter verloren ( Ist gerissen ) ein neur war dann nicht mehr der alte es war aber auch für das LMS 527. Der HDS GEber hatte letztes Jahr einfach nicht gefunzt in meinem Gerät.
Der neue hat jetzt keine 50 HZ mehr und keine Naht funzt aber vorzüglich bis 150 m Tiefe mit 200 HZ das reicht mir völlig aus.
 
Dazu fällt mir doch glatt eine konkrete Frage zu meiner Technik ein. Nämlich für den Fall, dass du auch Lowrance hast???
Zu meinem HDS9 habe ich ganz konkret diesen Geber mit dem schwarzen 9-poligen Stecker.
Anhang anzeigen 304506

Nun hat das HDS9 Gen3 am Gehäuse ja 2 Anschlüsse für den Geber, siehe Foto:
Anhang anzeigen 304507
Den herkömmlichen blauen links mit der Beschriftung "SONAR" und den schwarzen rechts mit der Beschriftung "STRUCTURE".
Mein Geber passt rechts einwandfrei! ABER: Mein "Vorbesitzer" hat mit einem separaten Adapterkabel von AIRMAR immer den linken blauen benutzt.
Und er konnte mir auch nicht sagen, warum er den blauen Stecker mit Adapter benutzt und nicht einfach den schwarzen ohne Heckmeck.
Ich verstehe den Hintergrund dafür nicht und weder im Handbuch noch in der Installationsanleitung gibt es Aussagen dazu.
Kann mir das jemand von euch verraten?
Ich habe Lowrance....wie Leuchtturm schreibt Sonar ist für den ganz normalen Geber ohne Down und Sidescan bin ich auch der Meinung. Wir haben in Norge zum Beispiel festgestellt das selbst in großen Tiefen beim 2D Sonar ein einfacher 90euro Geber super Bilder macht 83/200hz und fertig, der hat wie oben gesagt bei den 140m perfekt noch die Seelachse punktmäßig angezeigt...
Aber alles unter Berücksichtigung das gaaaanz langsam gefahren wurde und das mit einem Emotor anschließen "geankert" wurde...
 
Moin @50er-Jäger - Danke für die Bestätigung. :a020:
Wenn ich nun meinen Geber ans Gerät anstecke, muss ich mich ja entscheiden, an welche Buchse (SONAR oder STRUCTURE).
Wenn ich ihn nun an die STRUCTURE-Buchse stecke, sind dann die 50/200 kHz über diesen Anschluss genauso möglich wie die 455/800 kHz, die ich für den Downscan benötige?
Oder muss ich ggfs. immer umstecken wenn ich die 50/200 kHz Funktion nutzen will?
EIne für mich brennende Frage weil ja der Vorbesitzer (wie oben schon geschrieben) den Geber mit extra Adapter am blauen SONAR-Anschluss betrieben hat...

...das selbst in großen Tiefen beim 2D Sonar ein einfacher 90euro Geber super Bilder macht..
Diesen "preiswerten" Geber nutze ich ja derzeit an meinem HDS7 auch (allerdings in 50/200 kHz) und bin sehr zufrieden. Aber nun hab ich ja mal son Super-4-Frequenzgeber und würde den auch gern schon nutzen :zwinker:
 
Nochmal zum Downscan, der liefert dir super Bilder auch nur bei entsprechender Geschwindigkeit. Das ist dann super für Fisch/Pflanzen Erkennung. Ich persönlich habe immer Down und 2D parallel auf dem Bildschirm laufen, das gibt mir die beste Möglichkeit die Bilder zu interpretieren. Die besten Bilder habe ich auf meinem Elite FS bei ca 3,5kmh. Da du meistens nicht so schnell und auch meist nie parallel driftes ist deine Überlegung in meinen Augen nicht nötig. Wenn du mit 2D Erfahrung hast mach dir einen Splitscreen und schau dir in Ruhe mal die jeweiligen Darstellungen an. In meinen Augen ist die Mischung immer besser als die einzelnen Anzeigen.
b.G.
Gunter
 
Du kannst auch zwei Geber anschließen und dann zwitschen
 
Wenn du mit 2D Erfahrung hast mach dir einen Splitscreen und schau dir in Ruhe mal die jeweiligen Darstellungen an. In meinen Augen ist die Mischung immer besser als die einzelnen Anzeigen.
So ist mein Plan, also 3er Splitscreen mit | Karte | 2D (Chirp?) | DownScan |. Ich denke auch, dass es der beste Weg ist um das Gerät und seine Möglichkeiten kennzulernen. :a020:
Du kannst auch zwei Geber anschließen und dann zwitschen
Das ist mir ganz sicher zuviel Gedöns um es an einem Mietboot sicher zu montieren, glaube ich. :a0155:
 
Ich kann dir garnicht sagen ob auf deinem Gerät Chirp und Down gleichzeitig laufen. Bei mir geht es nicht. Bei chirp ist auf dem Elite Down und Side immer gestoppt. 200hz und Down gibt aber auch schon viel Auskunft.
 
Na, ich habe meinen Gerätekoffer in ein paar Tagen fertig, neuer Akku etc. ist auch da. Wenn ich eine "ausfallsichere" Stromversorgung sichergestellt habe, kriegt das Gerät hier am Schreibtisch erstmal sein Firmwareupdate. Dabei steckt denn der montierte Geber schon in einem Eimer Wasser und ich werde mich so langsam rantasten.
:a020: :a010:
 
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