Die Geheimnisse Südnorwegens ???

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Dorschpapa

Guest
Hallo liebe NAFFEN,
erwartet jetzt bitte keine Märchenstunde. Hier folgt ein Erfahrungsbericht und persönliche Meinungsbildung aus 7x Südnorwegen.

Vorab - ich bin Südnorgefan, weil ich das Land und die Menschen, die Landschaft und zum Schluß auch die Fische mag.

Im Laufe der Zeit wurden meine Fangergebnisse immer besser - eigene Erfahrung und auch sorgfältiges Lesen hier im NAF. Was ich jetzt schreibe, ist etwas provokativ, sollte aber zum Nachdenken und zur Diskussion anregen.

Der Fisch richtet sich - auch in Norwegen - nicht nach menschlicher Technik, er unterliegt mit seinem Standort dem Wetter, dem Wind, den Gezeiten, den Temperaturen und dem Futterangebot, und ..............

Ich angle nunmehr seit 4 Jahren - immer erfolgreicher - ohne GPS, (manchmal !!!leider) auch ohne Echolot - dieses hilft zumindest bei der Orientierung, gibt aber auch keine Fanggarantie.

Und es "funzt" dennoch - ich beobachte eben genau die Natur, merke mir die erfolgreichen Stellen benutze die Fangstellenangaben hier im Forum und probiere, probiere und probiere - unterschiedliche Köder, mal blank,mal mit Reker, mal mit Fischfetzen, mal tief, mal Mittelwasser ...........

Ich behaupte einfach mal:
Ohne Technik gehts auch - manchmal besser als mit.
Aber es geht nicht ohne Beobachtung der Natur.

Welche Erfahrungen habt Ihr ???
 
Der Fliegenfischer sagt: Man muß das Wasser lesen :D

Wer zuhause die Seekarten studiert und nach Landmarken, Kompass und was weiß ich nicht navigiert, kommt auch zum Ziel, dauert zwar länger als mit GPS und Echolot, aber funzt.

Wer dann noch ein Gefühl für Drift, Gezeiten und Wind/Wetter hat bekommt die halbe Miete, der Rest ist Glück :lach :lach :lach
 
Technik

Natürlich geht es auch ohne Technik, aber dann ist man doch mehr auf den richtigen Riecher und vorallem aufs Glück angewiesen. Einen Unterwasserberg, ein Plateau oder ähnliches findet man nunmal am leichtesten mit einer Seekarte und einem Echolot. Besonders das Echolot möchte ich heute nicht mehr missen, hat es doch schon den ein oder anderen Schwarm geortet bzw. die ein oder andere Topstelle entdeckt...:]
 
Hallo!
Im Grunde hast Du Recht.Ich kann mich auch noch an meine ersten Male in Norwegen gut erinnern und zwar ohne große Technik.Das hat prima geklappt.:baby:
Dann wollte ich perfekter werden und dachte was Andere haben,mußt du auch haben.Aber viel besser ist es dadurch nicht unbedingt geworden.Wie Du schon sagst ist die Technik nur der geringere Teil zum Erfolg.Die natürlichen Faktoren erkennen und zu bewerten wissen,das ist die Kunst am angeln.Aber ein Echolot ist natürlich schon eine Hilfe.
Habe aber schon genug Leute gesehen die vor lauter nicht funktionierender Technik nicht mehr zum angeln gekommen sind.Wenn der Akku vom Echolot alle ist kommen die rein weil sie der Meinung sind ohne gehts nicht.Aber es geht doch wenn man alles gelassen und unverkrampft sieht und wie heißt es so schön"eins mit der Natur wird".:]

MfG Prommi
 
ich großen und ganzen stimme ich Dorschpapa schon zu. habe das die letzten jahre auch so gemacht. seekarten zerlegt und mit gutem sonar losgedüst. in den schären und in küstennähe ging das auch mit ein bischen übung ganz toll. aber im freiwasser, das ist ein thema für sich. hatte diese jahr das erste mal ein sonar-kartenplotter mit. es geht einfach viel einfacher. die driften lassen sich viel schneller analysieren und neu ansetzen. wobei ich das ausschließlich beim naturköderangeln brauche. ich sehe es als erhebliche erleichterung.
 
Was????
Gibt es wirklich Deutsche ausser Hoddel die es verstehen:? :? :?

:D :D :D

redneck
 
Der Fliegenfischer sagt: Man muß das Wasser lesen...

Da kann ich Splicane zustimmen. Ich gehöre leider nicht der peitschenden
Truppe an, habe aber oft genug die Fliegenfischer beobachten können, wie
sie Ufer und Wasser, Strömung und Buhnen beobachten. Da kann keine Technik
helfen. Sicher ist das ein Grund, warum es den Fliegenfischern etwas einfacher
fällt, auch bei anderen Angeltechniken ohne die aufwändige Technik
auszukommen. Die haben einfach ein Auge für die Natur (entwickelt). Andererseits
haben die meisten von uns wohl nur 7 Tage vor Ort Zeit, da ist der Einsatz von Technik
natürlich einfacher und effektiver. Wir können nun mal nicht durch das Wasser
gucken und uns die Grundbeschaffenheit ansehen, die Kanten anhand von
Seekarten zu finden kann wohl auch nicht jeder.
Die Fische stehen nicht immer an der gleichen Stelle, selten in der gleichen
Tiefe, manchmal sind sie gar nicht da.
Ich freue mich, wenn ich entsprechende Technik zur Verfügung habe, denn
ansonsten fische ich, im wahrsten Sinne des Wortes, im Trüben. Gleichzeitig
versuche ich, im Rahmen meiner äusserst bescheidenen Kenntnisse im Angeln, mir
immer wieder die Tipps aus dem NAF, aus Büchern und anderen Anglern vor Augen
zu führen, um nicht gänzlich abhängig von der Technik zu werden.
 
Natürlich geht es auch ohne Technik, aber dann ist man doch mehr auf den richtigen Riecher und vorallem aufs Glück angewiesen. Einen Unterwasserberg, ein Plateau oder ähnliches findet man nunmal am leichtesten mit einer Seekarte und einem Echolot. Besonders das Echolot möchte ich heute nicht mehr missen, hat es doch schon den ein oder anderen Schwarm geortet bzw. die ein oder andere Topstelle entdeckt...:]


ronny da bin ich deiner meinung wir sind ja nun mal ein technik verwöhntes volk;)



mfg
svendunja
 
Sicher fängt man auch Fische ohne Echolot.
Aber Materialverluste kann man damit verringern. Unterwasserberge sind damit schnell ausgemacht und man kann den Pilker noch rechtzeitig hochziehen. Ebenso findet man Fischschwärme im Mittelwasser, wo man sonst vielleicht nur in Grundnähe geangelt hätte. Im ersten Jahr ohne Echolot hatten wir einiges an Pilkern und Vorfächern eingebüßt. Ich finde eine Hilfe ist ein Echolot in jedem Fall. Vor allem wenn man sich in dem jeweiligen Gebiet noch nicht auskennt.
Ich möchte es nicht mehr missen.
Zum Thema GPS: Man kann Hotspots besser wiederfinden, und es ist eine zusätzliche Sicherheit falls unvorhergesehenes passiert (plötzlicher Nebel)

Gruß Achim!
 
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